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Allgemeines => Technik => Thema gestartet von: Rainer am 04. März 2015, 13:03:49
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... wenn man es hat?!
Seit gestern hätten wir VDSL, aber wir haben stattdessen gar nichts, kein Festnetz, kein Internet. Ich habe jetzt mit viel Krampf eine unserer SIM Karten aufgeladen bekommen und surfe jetzt via Smartphone als Router. Anrufen geht auch nur über unsere Mobilnummern. Ich habe mal 5GB Traffic gebucht, das dauert sicherlich eine ganze Weile, bis die Telekom das auf die Reihe bekommt. Ist doch wirklich schön, wenn alles so reibungslos klappt.... :o
Immerhin können wir jetzt wieder emailen und surfen, manchmal hat so ein Smartphone dann doch Vorteile. Vor X Jahren wäre man jetzt auf einer "lautlosen Insel" gewesen.
Grüße
Rainer
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Ey, das ist doch echt ein Sch....! (http://www.smilies.4-user.de/include/Wut/smilie_wut_021.gif) (http://www.smilies.4-user.de)
Wir haben auch so unsere Probleme, auch wenn es meistens läuft. Aber wir haben zu Hause kaum Handy-Empfang, weswegen wir es eigentlich nie benutzen und ausgerechnet an meinem Geburtstag hatte ich auch eine lautlose Insel... Abends dann konnte ich in meinem Postfach lauter verwunderter Mails bestaunen, dass bei uns ja so gar kein Durchkommen sei!
Alles nur halb so wild, wenn nicht auch Heikos Kunden über dieselbe Leitung anrufen würden.
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Du hast mein aufrichtiges Mitgefühl, Rainer.
Neulich rief eine Dame von der Telekom an und wollte mir enthusiastisch VDSL verkaufen.
Ich habe herzhaft gelacht und sie gefragt, ob sie wüsste, wo ich wohne.
In den Ballungszentren mag das alles funktionieren, aber je weiter es raus auf Land geht, desto geringer wird die Übertragungsrate.
An meinem Standort kann ich froh sein, wenn ich übers Internet mal einen Film angucken kann, ohne dass es ruckelt.
Ich drücke dir die Daumen, dass die Sache bald bei dir wieder oder überhaupt funzt.
Gruß Steffi
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Ich bin ja nicht einmal bei Telekom, ich habe den Vertrag bei 1&1, aber für die letzte Meile muss Telekom die Technik stellen. Was für eine bescheidene Kombination...
Andererseits stelle ich erfreut fest, dass 5GB Traffic gar nicht so sehr wenig ist, laut Smartphone habe ich heute noch keine 30MB verbraucht und obwohl ich ein totales Huawei China-Billig-Smartphone habe, ist zum einen der Netzempfang im Haus gar nicht so übel und zum anderen ist auch die Surfgeschwindigkeit (trotz nicht vorhandenem LTE) mit ca. 2,5 Mbit/s (sowohl Down- als auch Upload) absolut brauchbar. Nur für Surfen, Emails lesen und in Foren blättern reicht das vollkommen aus, das ist flott und flüssig. Die 5GB sind mit 19,90€ auch im grünen Bereich.
Natürlich hätte ich lieber mein heiß geliebtes DSL wieder, aber sooo schlecht ist die Smartphone Lösung gar nicht, eigentlich merkt man so keinen Unterschied.
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Ich bin ja nicht einmal bei Telekom, ich habe den Vertrag bei 1&1, aber für die letzte Meile muss Telekom die Technik stellen. Was für eine bescheidene Kombination...
wir habe die gleiche Kombination und hatten schon mal eine Woche lang keine Telefon, Internet etc alles über unser Handy mit extra Volumen so wie du gerade. Das Problem bei zwei Firmen ist dass jeder die Schuld auf den anderen schiebt wenn was nicht funktioniert und es dauert dann bis sich rausstellt wer etwas machen muss..
ich drücke dir die Daumen!
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Na, da kann ich ja "froh" sein, das Unitymedia ihre eigenen Leitungen haben. Aber allein beim Einloggen auf deren Webseite gibt es oft Probleme (Logins schlagen einfach fehl), Rechnungen können vorrübergehend nicht angezeigt werden und bei Telefonaten mit der Hotline wuselt man sich minutenlang durch "für X wählen sie die 1, für Y die 2,..." um dann an jemanden zu geraten, der auch keine Ahnung hat oder nicht verstehen will.
Mit unserem alten Anbieter hatte ich zwar nur eine 6000er (oder waren es sogar nur 3000?) Leitung, aber der war wenigstens zuverlässig. Und die Schnelligkeit bemerke ich nur beim Abload, wovon ich nur selten Gebrauch mache. Streaming ist etwas, was ich nicht unbedingt brauche, aber ein "nice to have" ist.
Rainer, ich drücke dir die Daumen, dass du bald wieder regulär online bist. Kann ja wohl nicht sein, dass du dir mit zusätzlichen finanziellen Aufwand behelfen musst, um erreichbar und online zu sein!
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Kann ja wohl nicht sein, dass du dir mit zusätzlichen finanziellen Aufwand behelfen musst, um erreichbar und online zu sein!
Bin mal gespannt, 1&1 hat mir versprochen (und soll auch heute endlich eintreffen, aber noch war keiner da), einen 3G (UMTS usw.) USB Stick inkl. geladener SIM Karte zukommen zu lassen, da habe ich dann pro Tag 500MB Highspeed Volumen inkludiert. Der ist für den ganzen Monat aktiviert, aber ich brauche es ja eh nur bis zum 21. März (also noch 16 Tage), denn dann geht es ja nach Holland und da haben wir (hoffentlich!) eine Festnetzleitung mit 16.000 Mbit/s.
Alles kostenlos und den Stick darf ich nachher sogar behalten. Also kulant sind sie schon, aber ist dennoch nur die zweitbeste Lösung.
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... gerade ist der Stick (inkl. SIM) eingetroffen.
Ich habe die SIM direkt mal in das Smartphone getan - WOW: das ist ja noch schneller. Jetzt geht es mit 6.000(!) kbit/s download und Upload bei 1.500 kbit/s. Hammer! Also das ist schon Jammern auf hohem Niveau. Ich habe jetzt unterschiedliche Informationen, ab welchen Traffic gedrosselt wird, aber dann kann ich ja immer noch meine eigene SIM einlegen.
Jetzt habe ich mindestens 10GB Traffic für die nächsten 16 Tage, das sollte doch ausreichen, wenn ich nicht gleich Videos anschaue, ist das schon einmal kein Problem mehr.
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Naja, immerhin bist du erst einmal zufrieden. Ich bin da eher Schmarzmalerin, Prinzipienreiterin und emotionaler - ich wäre immer noch stinksauer. Ehrlich.
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Offenbar rechnet 1 & 1 damit, dass sie min. einen Monat brauchen, um das Problem zu lösen. Das würde mich nicht unbedingt beruhigen.
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Ich denke, sie bekommen es gar nicht hin und irgendwann bekomme ich dann den alten Anschluss wieder. 1&1 kann ja auch gar nichts machen, nur abwarten ob die Telekom es hinbekommt oder nicht. Aber vielleicht steige ich dann doch auf LTE um.
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Das Problem ist, dass 1&1 oft Verträge anbietet, die sie gar nicht realisieren können.
Bei uns ist hier 1&1 die einzige Alternative zur Telekom, ich würde bei den gleichen Leistungen 5 € weniger im Monat bezahlen. Dafür tue ich mir den Stress mit denen aber nicht an.
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Das Problem ist, dass 1&1 oft Verträge anbietet, die sie gar nicht realisieren können.
Jain - das ist mindestens in diesem Fall nicht so. Als ich den Antrag gestellt hatte und auch recht lange mit deren Service telefoniert hatte, wurde mir sowohl mündlich wie auch schriftlich mitgeteilt, dass man die Anfrage in jedem Fall an die Telekom weiterreichen müsse und eine positive Antwort abwarten müsse, erst dann würde mein Antrag auch gewährt.
Das hat dann auch zwei Wochen gedauert, bis die entsprechende Mitteiung kam inkl. dem Termin für die Umstellung. Nur ist die Umstellung (die auch von der Telekom gemacht werden muss) in die Hose gegangen. Aber so langsam konsolidiert sich die Lage, ich habe gerade noch in Zusammenarbeit mit dem Servicecenter unsere Telefon Festnetznummern auf eine Handynummer umleiten lassen, d.h. ab sofort ist es für Außenstehende gar nicht mehr erkennbar, dass unser Festnetz "platt" ist.
Ich muss zugeben, obwohl die Situation natürlich unerfreulich ist, so ein wenig meinen technischen Pioniergeist spricht das dennoch an, ich finde das ziemlich cool, dass wir inzwischen wieder eine voll funktionale Internetanbindung haben und dass wir auch einen (scheinbar) funktionierenden Telefonanschluss haben. So etwas macht mir Spass, egal wie ärgerlich oder überflüssig die Ursache ist.
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Na, wenn du das so locker siehst. Mich machen solche Sachen eher unruhig, vor allem, wenn ich nicht weiss, ob und wann das Problem behoben ist und wie lange ich mich darum kümmern müsste und was dabei rauskommt. Zumal ja die 10 GB, die du jetzt zur Verfügung hast, nicht lange reichen werden.
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Na, wenn du das so locker siehst. Mich machen solche Sachen eher unruhig, vor allem, wenn ich nicht weiss, ob und wann das Problem behoben ist und wie lange ich mich darum kümmern müsste und was dabei rauskommt. Zumal ja die 10 GB, die du jetzt zur Verfügung hast, nicht lange reichen werden.
Das unterscheidet uns beide sicherlich um Welten - ich habe in meinem Leben schon so einen Scheiß (um es gelinde auszudrücken) durchgemacht, ich habe so viel gelernt aus meinem Schicksal, dass ich mich mit absoluter Sicherheit nicht von solchen Dingen unter Druck setzen lasse. Dinge von denen ich weiß, dass sie maximal zweitrangig, eher dritt- oder viertrangig in meinem Leben sind.
Natürlich bin ich nicht emotionslos und engagiere mich auch, aber wirklich "beunruhigen" kann mich so etwas nicht, um Welten nicht. Das ist endgültig vorbei. Das Leben hält ganz andere Überraschungen und Wendungen parat als so einen "Pille palle".
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Und aus dem Himmel sprach eine Stimme zu mir:
"Lächele und sei froh, es könnte schlimmer kommen!"
Und ich lächelte und ich war froh und es kam schlimmer! ;D
Wenn Du Glück hast, muss die Telekom nur die Technik nachrüsten. Wenn Du Pech hast, geht es wieder zurück auf den Stauts quo ante.
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Wenn Du Glück hast, muss die Telekom nur die Technik nachrüsten. Wenn Du Pech hast, geht es wieder zurück auf den Stauts quo ante.
Und/oder wir steigen wirklich auf LTE um. Abwarten - wie gesagt, es gibt deutlich (sehr deutlich) schlimmere Dinge im Leben. Mein erster Ärger ist schon längst verflogen und insgesamt finde ich jetzt schon (obwohl ohne LTE) die Mobilfunkerreichbarkeit überraschend viel besser, als ich erwartet hätte.
Außerdem fahren wir ja ab dem 21. März nach Groede für zwei Wochen, bis dahin ist mir echt egal, was hier noch alles passiert. Der Status Quo ist absolut erträglich und auf den Urlaub freue ich mich sowieso mehr als auf eine flotte DSL Verbindung....
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LTE ist von der Geschwindigkeit her sicher eine Alternative. Ich habe allerdings keine Ahnung, wie da die Tarife aussehen.
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Na, wenn du das so locker siehst. Mich machen solche Sachen eher unruhig, vor allem, wenn ich nicht weiss, ob und wann das Problem behoben ist und wie lange ich mich darum kümmern müsste und was dabei rauskommt. Zumal ja die 10 GB, die du jetzt zur Verfügung hast, nicht lange reichen werden.
Das unterscheidet uns beide sicherlich um Welten - ich habe in meinem Leben schon so einen Scheiß (um es gelinde auszudrücken) durchgemacht, ich habe so viel gelernt aus meinem Schicksal, dass ich mich mit absoluter Sicherheit nicht von solchen Dingen unter Druck setzen lasse. Dinge von denen ich weiß, dass sie maximal zweitrangig, eher dritt- oder viertrangig in meinem Leben sind.
Natürlich bin ich nicht emotionslos und engagiere mich auch, aber wirklich "beunruhigen" kann mich so etwas nicht, um Welten nicht. Das ist endgültig vorbei. Das Leben hält ganz andere Überraschungen und Wendungen parat als so einen "Pille palle".
Da stimme ich dir 100%ig zu.
Aber leider bekommt nicht Jeder diese Gelassenheit hin. Ist wohl eher mentalitätsbedingt.
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Ich habe allerdings keine Ahnung, wie da die Tarife aussehen.
Das hatte ich schon nachgeschaut (in irgendeinem anderen Thread), das ist zwar deutlich teurer als mein Billiganschluss (ich zahle 29€ im Monat FLAT DSL und Telefon ins Festnetz), aber mit 45€ (Vodafone) resp. 49€ (Telekom) eigentlich noch vertretbar. Das größere Problem ist die blöde Volumenbeschränkung, ich glaube 30GB sind da jeweils inkludiert. Bei der Telekom kann man in jedem Monat aber für jeweils 10€ weitere 30GB Traffic dazubuchen, beliebig oft. Ist eigentlich gar nicht sooo schlecht, aber bei richtig fetten Volumendaten wird es dann doch langsam arg teuer. Ich denke, im Normalfall käme ich mit 30 - 60GB hin, das hängt dann natürlich davon ab, ob ich viele Videos sehe. Nur mit Surfen wird man 30GB kaum ausschöpfen.
Naja, aber es tut sich etwas, am Montag Nachmittag kommt ein freundlicher Telekom Techniker zu uns nach Hause, der will die Ursache finden und beheben.
In der Zwischenzeit habe ich mich weiter "häuslich" eingerichtet, nachdem seit gestern die Festnetzanschlüsse wieder antworten (ich lasse die auf mein Handy umleiten) habe ich heute mal mit der Fritzbox herumgespielt, ich habe es hinbekommen, dass die Fritzbox selbst nicht die DSL Verbindung aufsucht (geht ja nicht), sondern dass sie sich ihrerseits auf dem Smartphone einlogged, welches ich hier im Tethering Modus betreibe. Dadurch können jetzt wieder alle Clients (Notebook, Tablets usw.) über das WLAN der Fritzbox gehen (für diese Clients ist das gar kein Unterschied zu vorher) und ich habe damit auch das Problem gelöst, dass die Rechner aus dem LAN (mit Kabel) auch wieder Online angeschlossen sind und ich kann auch weider einheitlich auf die Drucker zugreifen, die ebenfalls im LAN integriert sind. Das ist eine hübsche Lösung, für den Laien ist da Null Unterschied zu erkennen. Das Internet ist mit 6.000 bzw. 1.500 mbit/s für Download und Upload sogar schneller als in den letzten Wochen via DSL.
Im Fall der Fälle kaufe ich mir einfach ein günstiges LTE Modem oder auch nur einen USB Stick (auch das kann die neue Frizbox) und setze eine SIM Karte eines Providers mit LTE Unterstützung ein und mit wenigen Knopfdrücken kann ich mein gesamtes Netz darauf umstellen. Schöne Fallback Lösung, wenn DSL streikt (das hat es zuletzt kurz vor unserem USA Urlaub getan und ich konnte uns nicht Online bei BA einchecken, da hatte ich dann auch die Hasskappe auf....!).
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So, der spannende Montag ist vorbei, die quälende Frage, bekommt der Techniker das hin, habe ich am Dienstag endlich wieder einen vollwertigen DSL und Telefonanschluss, ist beantwortet.
Auf seine Weise. Es kam nämlich niemand. Obwohl das Zeitfenster aus meiner Sicht unnatürlich groß war (14.00 - 20.00 Uhr), war es zu klein für 1&1 und/oder Telekom. Meine Befürchtung, dass wir nie mehr wieder eine DSL Anbindung haben werden, gewinnt an Fahrt. Ich schaue mich schon einmal nach ernsthaften LTE Alternativen um und suche die Stelle in den AGB von 1&1, wo eine fristlose Kündigung gerechtfertigt ist. Ich werde mit Sicherheit nicht die grausamen Erfahrungen nachvollziehen, von denen es im Internet nur so wimmelt (monatelanges Gerangel mit 1&1), das erledigen wir kurz und schmerzlos.
Der Osterurlaub kommt terminlich für alle Beteiligten relativ praktisch dazwischen, danach habe ich DSL oder ich bin nicht mehr Kunde bei 1&1. Ganz einfach. Und wenn ich ehrlich bin, ich denke, ich bin dann nicht mehr Kunde bei 1&1. Zu eingefahren und zu einfallslos sind deren gewollt freundlichen Mitarbeiter, die wahrscheinlich rhetorisch getriezt werden, ohne den technischen Background zu haben. Nur mit Schönlabern löst man keine ernsthaften technischen Probleme.
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Aha. Das klingt schon nicht mehr so nach absoluter Gelassenheit wie noch zuvor. Bestenfalls pragmatisch... Gut, dass dir wenigstens noch die Möglichkeit LTE bleibt - geht bei uns wie gesagt nicht :(
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Aha. Das klingt schon nicht mehr so nach absoluter Gelassenheit wie noch zuvor. Bestenfalls pragmatisch...
Es klingt wie immer. Ich sage ja, ich bin da nicht emotionslos, aber wirklich "beunruhigen" tut mich das nach wie vor nicht. Wenn 1&1 wirklich seinem schlechten Ruf gerecht wird, wechsle ich natürlich den Anbieter - vor allem wollte ich nie bei 1&1 landen, wir sind vor ein paar Jahren als Freenet Kunden aufgekauft worden. Dieses Kapitel scheint sich dem Ende zu neigen.
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Hast du denn die Stelle in den AGB gefunden, wonach du das, Ganze relativ problemlos beenden könntest?
Und was sagen die, warum der Techniker nicht gekommen ist?
Könntest du nicht zur Telekom wechseln, bevor du das doch teurere LTE nimmst, wenn 1&1 das nicht hinbekommt?
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Hast du denn die Stelle in den AGB gefunden, wonach du das, Ganze relativ problemlos beenden könntest?
Die Frage ist - welche AGB? Ich habe nie irgendwelche AGBs von 1&1 unterschrieben. Ich bin Freenet-Kunde und als solcher unfreiwillig von 1&1 übernommen worden. Laut einem recht launigen Blog im Internet (da hat auch jemand 3 Monate kein DSL und Internet gehabt), gibt es aber bei 1&1 unter Kapitel 2.3 (o.ä.) erst einmal eine "Entstörungsgarantie", die besagt wohl, dass die Anschlusskosten für den Monat komplett entfallen, wenn eine Störung länger als drei Tage anhält. Und da gibt es wohl eine Ergänzung, dass man schriftlich zur Nachbesserung "im zumutbaren" Maße auffordern kann (mehr als 14 Tage sind das sicherlich nicht) und wenn dann keine Nachbesserung erfolgt, kann man kündigen.
Letztendlich weiß ich noch gar nicht, ob ich selbst kündige. Ich werde wahrscheinlich schreiben, dass ich die einseitige Kündigung und Leistungseinstellung von 1&1 zwar unangemessen finde, aber ich werde sie annehmen. Es bin ja nicht ich, der seinen Teil des Vertrags nicht erledigt. Ohne die AGB zu kennen (die auch möglicherweise gar nicht gelten, es ist ja ein weit verbreiteter Irrtum, dass automatisch alles gilt, was da so drin steht - es gilt unser BGB und wenn dagegen verstoßen wird, gilt das und nicht die AGB) kann ich mir kaum vorstellen, dass im Falle eines Falles ein Richter entscheiden wird, dass es einen nachvollziehbaren Grund gibt, den Vertrag nicht vorzeitig kündigen zu können, wenn 1&1 die Leistung dauerhaft nicht erbringt. Da muss ich mit absoluter Sicherheit nicht zwei Jahre lang ohne DSL warten, bis der Vertrag "ordentlich" endet.
Und was sagen die, warum der Techniker nicht gekommen ist?
Nur Geschwalle - der müsse ja nicht unbedingt bei mir zu Hause erscheinen (wozu sollte ich dann den Anschlusskasten freiräumen und auf ihn warten???), der könne ja auch woanders den Schaden beheben (wer es glaubt, wird selig). Man müsse erst einmal den Report abwarten und wenn es keine "Abmeldung" gäbe (die müssen sich dann wohl rechtfertigen, warum sie nicht da waren), dann müsse man annehmen, er hätte seine Arbeit getan. Sülz, sülz,sülz.... Auf alle Fälle ist der Zustand unverändert. In dem o.g. Fall ist der Techniker fünf(!) Mal nacheinander nicht gekommen - und da war das richtig ärgerlich, weil die Betroffenen berufstätig waren und jeweils abwechselnd extra einen Tag Urlaub nehmen mussten - und dann kommt das Ar**loch nicht. Wenn Du das im Büro machst, stehst Du beim dritten Fehlen beim Arbeitsamt. Die Telekom resp. 1&1 macht das einfach so.
1&1 schiebt natürlich die Schuld auf die Telekom, die hätten ja das Monopol und könnten machen was sie wollten, aber so einfach ist das nicht. Die haben ja auch untereinander Verträge und 1&1 zahlt ja Miete an die Telekom. Nur ist es den 1&1 Leuten einfach egal, wenn etwas nicht klappt. Angeblich können die das eskalieren, machen es aber so gut wie nie. Ich würde (an Stelle von 1&1, wenn es wirklich so ist, wie es dargestellt wird), die Telekom mit Klagen nur überhäufen. Die werden gnadenlos alle gewonnen und das nervt ohne Ende. Aber 1&1 steht da so wie das Kaninchen vor der Schlange, die machen einfach nichts. Wenn Du am Telefon zum 10. Mal dasselbe erzählst und zum 10. Mal denselben Müll vom aus- und wieder einschalten gesagt bekommst (das ist so die "Grundtherapie" bei 1&1, immer erst aus- und wieder einschalten, es könnte ja heilen dadurch), dann hast Du irgendwann einfach keine Lust mehr.
Könntest du nicht zur Telekom wechseln, bevor du das doch teurere LTE nimmst, wenn 1&1 das nicht hinbekommt?
Ich müßte so oder so zu Telekom (oder zu Vodafone), denn das LTE ist bei diesen beiden am besten ausgebaut. Telekom bietet ganz neu irgendso einen komischen Hybridanschluss an, DSL und LTE, aber ich blicke da nicht durch, wann wo wer entscheidet, was wie übertragen wird. Ziemlich chaotisch formuliert. Auf Dauer werde ich sicherlich bei Telekom landen, wenn 1&1 das nicht gebacken bekommt (eigentlich hatte ich das von Anfang vor - ich hätte auf meinen dicken Bauch hören sollen....), denn da kann ich DIREKT mit der Telekom verhandeln. Das ist noch das nervige hier, 1&1 schottet diese Techniker ja total ab, ich habe Null Kontakt zur Telekom, das wird alles via 1&1 geregelt. Mit den entsprechenden Laufzeiten.
Im Grunde gesehen funktioniert mein Internet ja im Moment, mich ärgert aber die Volumenbeschränkung, die ich momentan auferlegt bekommen habe. Zum normalen Surfen, Forenbeiträge lesen, Emails empfangen usw. reicht das natürlich, aber jeder größere Download geht in die Hose. Wenn die diese Beschränkung aufheben würden, dann würde ich monatelang warten, bis das DSL läuft, weil da bemerkt sonst gar keinen Unterschied.
Dummerweise fahren wir in 12 Tagen in den Urlaub und wenn es bis dahin nicht läuft, dann wird es nach Ostern werden. Dafür habe ich dann in Holland vernünftiges Internet.
Das ist genau das Problem, warum 1&1 so einen schlechten Ruf hat: so lange es läuft, sagt keiner etwas. Aber wenn es mal ans Eingemachte geht (und das ist hier der Fall), dann ist 1&1 vollkommen überfordert, da können sie noch so viel schöne Fernsehwerbung machen wie einfach doch alles ist, das ist alles nur Augenwischerei. Die können nur "billig", aber wirklich helfen können sie nicht.
P.S.: Ich habe die AGB gefunden, ist wirklich der Punkt 2.3:
2.3
Gerät 1&1 mit Leistungsverpflichtungen in Verzug, so ist der Kunde nur dann zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt, wenn 1&1 eine vom Kunden gesetzte angemessene Nachfrist nicht einhält. Die Nachfristsetzung muss in schriftlicher Form erfolgen. Die schriftliche Form kann durch elektronische Form ersetzt werden, wenn der Kunde der Erklärung seinen Namen hinzufügt und das elektronische Dokument mit einer qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz versieht. Die Nachfrist muss mindestens zwei Wochen betragen.
Da ist jetzt wieder die Frage, ob die (willkürliche) Formulierung, dass die Nachfrist "mindestens zwei Wochen" betragen muss, wirklich einer rechtlicher Prüfung stand hält. Ist aber egal, ich werde eine Frist bis nach Ostern setzen (das sind immerhin vier Wochen) und dann war es das.
P.P.S.:
Und schon fertig, ich mache es jetzt gem. AGB:
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit dem 03.03.2015 ist mein bei Ihnen gebuchter DSL Anschluss gestört und Sie befinden sich im Leistungsverzug. Am 09.03.2015 war ein Technikertermin zwischen 14.00 und 20.00 Uhr vereinbart, es erschien jedoch kein Techniker (ohne Angabe von Gründen) und die Leitung ist weiterhin gestört.
Hiermit fordere ich Sie gem. AGB Absatz 2.3 verbindlich zur Nachbesserung auf, als Frist setze ich Ihnen den
Mittwoch, den 01. April 2015
Sollte die Störung und der Leistungsverzug bis zu diesem Termin anhalten, erkläre ich hiermit anschließend den Vertrag für gekündigt.
Mit freundlichen Grüßen
Rainer Halstenbach
Geht morgen in die Post.
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... und es geschehen ja doch noch Zeichen und Wunder!!
Heute war der nächste Techniker Termin und tatsächlich, vor einer Stunde war der Telekom Techniker hier und hat die Fehlerursache nicht nur gefunden (anscheinend eine marode Litze, das rote Kabel, von unserem Haus zum DSL Verteiler), sondern wir haben auch das Glück im Unglück, dass noch eine dritte (weiße) Litze unbenutzt war, er hat das am Verteiler geändert und bei uns geändern, hat das via Zentrale checken lassen - und jetzt haben wir tatsächlich ein funktionierendes DSL.
Erster ausführlicher Test:
ein größerer Upload (die langsame Richtung) kommt im Schnitt auf ca. 3,8 Mbit/s (das ist zwar weit entfernt von theoretisch möglichen 10 Mbit/s, aber vollkommen ausreichend für unsere Belange) und ein größerer Download kommt immerhin auf ca. 45 Mbit/s, das ist richtig gut!
*YEAH* - das macht mir dann doch auch Freude. Im Gegenzug habe ich dem guten Mann drei alte Siemens Handys geschenkt, beim Quatschen stellte es sich heraus, dass es ein Hobby von ihm ist, alte Siemans Handy zu sammeln und davon haben wir einige hier herumfliegen. Eines davon wäre sogar ausgesprochen selten und er hatte es auch noch nicht (ein S65V), weil unseres schon eine Kamera hatte, das wäre die seltenere Variante. So haben wir uns beide gefreut!
Endlich wieder unbekümmert Youtube schauen usw....
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Wow, sogar VDSL 50! Nicht übel!
Viel Spaß bei Youtube ;)
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Na, das ist wirklich ein Wunder! Ich freue mich sehr für dich, dass es noch vor Groede in trockenen Tüchern ist!