eumerika - das Reiseforum für Europa, Amerika & mehr
Europa => Deutschland => Thema gestartet von: Shadra am 29. Juli 2014, 12:01:21
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Hallo Zusammen!
Da wir zur Zeit wahnsinnig viel um die Ohren haben (ich komm nicht mal mehr zum Reisebericht lesen - geschweige denn zum schreiben ??? ) und mich das alles jetzt schon nevt, bin ich auf den verwegenen Gedanken gekommen, irgendwann heuer doch nochmal ein paar Tage Auszeit zu nehmen.
Eigentlich wirds (wenn überhaupt) nur auf ein verlängertes Wochenende hinaus laufen.
Zeitlich gesehen Mitte / Ende September, wenn die letzten Ferien rum sind und die Preise sich wieder ein bisschen einpendeln sollten.
Und keine große Stadt. Möglichst wenig Menschen. Wenn - dann möchten wir selbst entscheiden, wann wir uns unters Volk mischen wollen.
Mir kam da so der Gedanke auf eine Nord oder Ostseeinsel (Sylt ausgenommen - zu voll und zu teuer).
Ich war dort noch nie und bei meinem Mann war es auch irgendwann im letzten Jahrtausend.
Einfach nur ein bisschen entspannen, bisschen wandern, vielleicht Räder mieten und bissl rumfahren. Bissl am Strand entlang, bissl ins Watt und so ganz nebenbei auch ein bissl Dosen suchen (Geocachen ;) ).
Habt ihr irgendwelche Vorschläge? Oder Vor- und Nachteile meines gewagten Planes?
Wo sollte man gar nicht hin oder was wäre zu empfehlen?
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Hi Nele
Ich weiß zwar nicht wo du wohnst, aber da du Nord- bzw. Ostsee genannt hast, gehe ich davon aus dass du irgendwo da oben zu Hause bist.
Was hältst du von McPomm?? Genauer gesagt der Seenplatte. Da habe ich vorige Woche für ein paar Tage entspannt. Tolle Gegend!!!!!
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Hi Elmar!
;D Nein - ich komm aus der ganz anderen Ecke. Mehr fränkischer Raum nähe Nürnberg.
Wo genau warst du denn?
Seen hätten wir ja in unserer Gegend auch. Ein Meer allerdings nicht ...
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War schon mal wer auf Juist?? Die schaut so schön gemütlich aus ^-^
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Rügen und Usedom sind sehr schön. Rügen zwar in der Saison sehr voll, aber Ende September sollte das vorbei sein.
Auf beiden Inseln kann man Räder leihen, stundenlange Strandspaziergänge machen oder einfach nur am Strand liegen (wenn das Wetter mitspielt).
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Erstaunlich: Ich war schon ganz oft am Meer, aber noch nicht so wirklich auf einer Insel. Bis auf Fehmarn. Auf Fehmarn hast du wirklich deine Ruhe, es sei denn du mietest dich in der Surfer-Gegend ein. Burg ist ein kleines nettes Städtchen dort, nach Puttgarden ist es auch nicht weit - da könnt ihr ja mal mit der Fähre nach Dänemark und zurück ;) Aber auch Lübeck ist nicht zu weit entfernt.
Ansonsten war ich mit meiner Schulklasse mal in Cuxhafen. Wir sind nach Neuwerk gefahren und sind zurück gewandert. Dumm war nur, dass unsere Gruppe so groß war (2 Schulklassen a 30 Kids) und wir nur langsam voran kamen. Die einsetzende Flut hat uns allen mehr als nasse Füße beschert ;)
Auf einer Nordseeinsel war ich noch nicht.
Kennst du Silvias Reisebericht? http://www.eumerika.de/smf/index.php/topic,182.0.html
Oder der von Dirk? http://www.eumerika.de/smf/index.php/topic,148.0.html
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Hallo Nele,
Usedom kann ich sehr empfehlen, wir waren da mal im Juli da kann man wirklich schön radfahren, viele Dünen, wunderbarer weißer Strand, sehr sauber, idyllisch. Wir waren da im Juli, wie das Wetter im September ist weiß ich nicht.
Ganz besonders empfehlen würde ich dir die Insel Terschelling in Westfriesland (Holland). Wir waren da gerade und waren total begeistert. Auf der Insel gibt es wunderbare Radwege, auf der landzugewandten Seite ist das Wattenmeer, da kann man Wattwanderungen machen, auf der Nordseeseite ist ein ganz wunderbarer Sandstrand: ganz feiner fast weißer Sand, ganz klares sauberes Wasser, wir waren da bei Ebbe, da waren hunderte kleiner Einsiedlerkrebse am Strand, ich war restlos begeistert. Richtig baden kann man wegen der Strömung nicht, man soll nur bis zur Hüfte ins Wasser gehen, mir reicht das, ich bin nicht der große Schwimmer. Auf der Insel gibt es außerdem kleine Seen wo man Vögel beobachten kann und das radfahren in den Dünen macht richtig Spaß. Es gibt ein paar kleinere Orte und alles ist per Rad erreichbar. Wir sind von Harlingen (auch ein sehr schöner Ort) aus mit der Fähre ohne Auto dorthin gefahren. Wenn man das Auto mitnehmen will muss man die Fähre 2 Wochen vorher buchen, spontan geht das nicht.
Ich würde am liebsten sofort wieder hinfahren so gut hat es mir da gefallen. Wie es dort im September ist weiß ich nicht. Und ich könnte mir vorstellen dass es auf den deutschen Inseln wie Amrum ähnlich ist, da war ich aber leider noch nicht.
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Hi Nele
Mein erstes Ziel war noch in Brandenburg. Der Spreewald bei Lübbenau. Eine tolle Gegend, im Juli leider mit einer unmenge Mücken.
Weiter ging es zum Labussee in der Nähe von Wustrow. Dann nach Wesenberg an die Havel. Letzter Halt war Feldberg am breiten / schmalen Luzinsee.
Ich habe dort Kanutouren gemacht, das Rad´l hatte ich leider nicht dabei. Ich war der Meinung dass ich es nicht brauchen würde. Das war eine Fehleinschätzung. Da gibt es jede Menge Waldwege.
Landschaftlich ist die Gegend wunderschön, die kleinen Dörfer haben mir auch gefallen.
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Ich war jetzt über ein verlängertes Wochenende in Kolberg. Hat mir ausgesprochen gut gefallen. Und noch nicht die abgehobenen Preise an der deutschen Ostseeküste.
Andreas
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Hi Nele,
ich als Nordlicht bin natürlich immer für Erholung am Wasser ;)
Also, zuerst zur Nordsee: Die Orte auf dem Festland (ich kenne so die ostfriesische Nordseeküste und ein wenig auch die Ecke östlich von Bremerhaven bis etwa Cuxhaven) finde ich persönlich nicht soooo toll, es ist halt nicht der Inbegriff von Küste, denn stundenlange Strandspaziergänge werden oftmals unterbrochen, weil schlicht und einfach der Strand zu Ende ist.Radfahren oder Inlineskaten im Hinterland hingegen geht gut, und auch den einen oder anderen Ausflug kannste machen.
Netter sind die ostfriesischen Inseln, schon deshalb, weil du da auch bei Ebbe auf der Seeseite bis an den Wassersaum kommst. Mir persönlich wären Baltrum, Spiekeroog und Juist zu klein. Zwar ist noch nicht absolute Nebensaison, aber für den Fall, dass ihr durchgehenden Regen habt, würde ich eine Insel mit Schwimmbad, Wellnessmöglichkeit und evtl. Kino nehmen. Mein persönlicher Favorit ist Langeoog, eine Nummer kleiner ist Wangerooge. Borkum kenne ich persönlich nicht. Borkum gilt aber als Insel mit den freundlichsten Preisen.
Weiterer Vorteil der ostfriesischen Inseln: Bis auf Borkum und Norderney sind sie autofrei, finde ich immer sehr erholsam.
Man sollte sich die ostfriesischen Inseln allerdings nicht zu idyllisch vorstellen. Es gibt typische norddeutsche Backsteinbauten, die aber eher profan sind, also nix mit reetgedeckten Bauernhäusern ;)
Bei so weiter Anreise und so einem kurzen Aufenthalt finde ich es etwas schwierig so zu planen, dass ihr eine Fähre erwischt. Insbesondere bei Wangerooge (wo die Fähre tideabhängig fährt), kann es beispielsweise sein, dass ausgerechnet an eurem Anreisetag nur 1 oder 2 Schiffe gehen, das wäre mir zu stressig und andererseits die Zeit zu kurz für noch eine Zwischenübernachtung. Langeoog beispielsweise hat hingegen einen festen Fahrplan.
Fast schon "exotisch" wäre hingegen Helgoland, wohl ziemlich hässlich bebaut, aber eben in der besonderen Lage und sehr klein, sodass selbst das Radfahren verboten ist. Da kannst du dir dann dafür Tretroller ohne Ende ansehen, vielleicht wirst du ja auch Fan wie ich ;)
Ich persönlich würde bei einem so kurzen Aufenthalt wohl aus praktischen Gründen eher an die Ostsee fahren, denn für Rügen, Usedom und schöne Orte auf dem festland brauchst du keine Fähre. Ihr fahrt morgens los, und wenn ihr abends da seid, seid ihr da.
Von der Ostseeküste kenne ich den Teil im Westen gar nicht, von Mecklenburg-Vorpommern habe ich aber schon einiges kennengelernt.
Rügen ist sehr vielfältig, sogar mit Besichtigungsmöglichkeiten (Prora, Kreidefelsen, Jagdschloss Granitz etc.), hat tolle Strände, und bei schlechtem Wetter fährt alle Welt nach Stralsund ins Meereskundemuseum und zum Shoppen. Binz und andere klassische Seebäder bieten auch sehr viel fürs Auge und das Fotobuch als Erinnerung. Die Landschaft ist vielfältig, es gibt noch tolle alte Alleen.
Usedom besticht durch die tollen Seebrücken und die Bäderarchitektur, ist landschaftlich aber deutlich langweiliger als Rügen, halt flach, vorne Ostsee, hinten Bodden (flaches Gewässer). Von den Kaiserbädern aus könntet ihr aber sogar einen Abstecher nach Polen machen.
Einmal war ich kurz auf dem Darß, war auch schön, aber ich kann mich nicht mehr genau erinnern.
Und gerade um Schlechtwetteralternativen zu haben, finde ich Warnemünde klasse, ein netter Ort mit schönem Strand, nett zum Bummeln und mit Wismar, Rostock, Schwerin als Ausflugsmöglichkeiten und Ausweichmöglichkeit wenn es regnet, ganz nah.
Nordsee und Ostsee sind von der Stimmung her grundverschieden: Ostsee ist (meistens) lieblicher, wärmer, weniger Wellen, klarer, feiner, an der Nordsee kannst du dich so richtig durchpusten lassen, du spürst das Salz auf den Lippen riechst mehr Meer und fällst noch schneller abends ins Bett als bei einem Ostseeaufenthalt. Nordsee geht mehr unter die Haut, Ostsee ist gerade an den klassischen Badeorten mehr was fürs Auge.
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@Elmar
Ich hab mir die Seenplatte mal im Netz kurz angesehen. Sieht wirklich wunderschön aus. Aber teilweise wohl auch recht teuer.
Aber wie gesagt - Seen hätten wir hier in der Nähe. Ich weiß nicht, ob ich da meinen Angetrauten überreden könnte, dafür extra weiter weg zu fahren.
@Silke
Von dem was ich gelesen habe, wird Rügen scheinbar nie leer ;D
Dort wuselt es anscheinend das ganze Jahr über. Aber man kann sichs ja trotzdem mal durch den Kopf gehen lassen.
Und Paula hat Usedom ja auch empfohlen ... hmmm ...
@Andrea
Die Reiseberichte kommen somit ganz vorne auf die Liste zum nachlesen. Es ist wirklich nervig, wenn man zu nix gescheit mehr kommt.
Fehmarn hatte ich auch schon auf dem internen Radar (hats auch einen ganze Reihe an Caches). Das hab ich nur für mich ein bisschen zurückgestellt, weil die Insel doch ein bisschen ringsum eingeengt wird und nicht wirklich mehr mit Insel im Meer zu tun hätte. Aber ich denke, da könnte man auch darüber wegsehen.
Cuxhafen ist mir definitiv zuviel "Stadt" ;)
@Paula
Ich find nur West-Terschelling. Ist das die wo ihr gewesen seid?
@Andi
Kolberg in Polen? Ist das nicht nur ein Kurbad?
@Birgit
Jetzt hab ich dein Post grad noch gelesen .. herrje .. das mit den Fähren ist natürlich ein Argument, welches mir so gar nicht bewusst war!
Deine Schlechtwetterargumente treffen irgendwie ja auch zu. Obwohl so ein bisschen "Küstenwetter" auch nicht so schlimm wären (glaub ich zumindest).
Ich glaube, wir sollten jetzt erst einmal zwischen Nord- und Ostsee entscheiden. Wird nach deiner Ausführung eh schon schwierig genug, für solche Flachlandtiroler wie uns ^-^
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@Silke
Von dem was ich gelesen habe, wird Rügen scheinbar nie leer ;D
Dort wuselt es anscheinend das ganze Jahr über. Aber man kann sichs ja trotzdem mal durch den Kopf gehen lassen.
Und Paula hat Usedom ja auch empfohlen ... hmmm ...
So ganz leer wird Rügen vermutlich nie, das stimmt schon. Dafür ist die Landschaft einfach zu abwechslungsreich. Aber mit dem Fahrrad findet man schnell ruhige(re) Ecken.
Und von der Vorstellung, dass Usedom flach ist, haben wir uns vor ein paar Jahren bei einer Radtour ganz schnell verabschiedet ;). Dafür ist es dort im Hinterland wirklich leer, nur in den Seebädern einigermaßen trubelig.
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@Paula
Ich find nur West-Terschelling. Ist das die wo ihr gewesen seid?
Hallo Nele,
West-Terschelling ist der größte Ort auf der Insel Terschelling, es gibt noch ein paar kleinere Orte. Wir haben nicht auf der Insel übernachtet sondern in Harlingen. Von dort fährt auch die Fähre zur Insel nach West-Terschelling. Die Fähre geht regelmäßig, es gibt ein Schnellboot das braucht 45 Minuten und eine normle Fährverbindung die dauert doppelt so lange, solange man nur als Passagier und nicht mit dem Auto überstzen will ist es wohl kein Problem für den selben Tag ein Ticket zu kaufen.
Für ein verlängertes Wochenende ist das natürlich sehr weit weg. Da müßte man wohl nach Amsterdam fliegen und mit dem Zug weiter. Ich persönlich würde dann schauen wo ich am einfachsten hinkomme. Von München aus wäre mir das für weniger als eine Woche zu weit, da würde ich in den NP Bayerischer Wald fahren :)
Die mecklenburgische Seenplatte hat mir auch sehr gut gefallen, vor allem die Ecke zwischen Müritz und Neustrelitz, da kann man prima radeln. Und mit den Mücken ist es hoffentlich im September nicht mehr so schlimm, im Sommer waren die echt eine Plage.
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Irgendwie zweifel ich langsam an meinem Plan ::)
Aber Seen, Wald und Berge haben wir hier in der Fränkischen halt auch. Das wäre für mich dann nicht wirklich ein Urlaub.
Och menno ... ???
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Ach, weißt du Nele, man kann auch mal verrückte Sachen machen. Wir sind zum Beipiel mal an einem Tag von Bad Oeynhausen nach Hannover (70km) gedüst, haben Heikos Eltern eingepackt und sind nach München ins Deutsche Museum gegangen. Am frühen Abend dann wieder zurück. Zwar waren wir alle etwas geschafft, aber stressig war es nicht. Warum solltest du also nicht Freitag mittag an die Küste düsen, den Samstag dich dort durchpusten lassen und Sonntag gemütlich zurückdackeln?
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Danke fürs Mutmachen Andrea ^-^
Noch ist ja bissl Zeit für die "VielleichtPlanung". Zumindest bin ich jetzt schon um einiges schlauer, als vor 2 Tagen und hab dann einiges zum rumsuchen und vergleichen.
Vielen Dank nochmal für alle Tips und Hinweise! :beifall:
An viele Sachen denkt man halt so gar nicht, wenn man aus der entgegengesetzten Richtung kommt.
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Ich habe auch noch zwei Tipps:
a) der unvermeidbare Hinweis auf "Zeeland", wobei unser eigenes Ferienhaus (in Groede) da möglicherweise besetzt ist (und selbst wenn nicht, ist natürlich für 2 Personen evtl. etwas überkandidelt). Ansonsten ist es genau, was Du suchst, lange schöne Strände, hübsche Orte, nebenan direkt ein Fahrradverleih, Kultur gibt es in Brügge (nur 25km entfernt), ansonsten viel frische Seeluft.
b) oberhalb von Sylt gibt es die dänische Insel "Römö" (wird eigentlich nicht mit ö, sondern mit dem durchgestrichenen o geschrieben, you know what i mean?), da kommt man via Brücke drauf (besser gesagt via Römödamm, also ohne auf Fähre oder Zug oder Flug angewiesen zu sein), hat einen der größten Strände überhaupt (das ist schon sehr beeindruckend, wie breit der Strand ist, da fahren auch Kitesurfer usw. durch die Gegend), ist halt dänisches Flair und bietet auch attraktive Ausflugsziele neben den ohnehin vorhandenen Strandspaziermöglichkeiten.
So ist es beispielsweise nicht weit bis zur dänischen Stadt "Ribe", das ist eine der ältesten (wenn nicht sogar die älteste) Städte Dänemarks mit entsprechend uriger Innenstadt und vielen Einflüssen der Wikinger. Hier ein Wikipedia Link dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Ribe
Auch bis "Billund" ist es nicht sehr weit, da gibt es das berühmte "Legoland" (wenn man sich für so etwas interessiert).
Der Nachteil beider Ziele ist ganz sicher die vorhandene Entfernung, aber von Euch aus ist es in jedem Fall recht weit bis zur Küste.
P.S.: Ich habe gerade im Wikipedi http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B8m%C3%B8 gelesen, dass es Anfang September auf Römö ein Drachenfestival am Strand gibt, das wäre ja auch mal sicherlich schön anzuschauen.
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Ach was, Nele, sowohl an der Nord- als auch an der Ostsee bist du in 6 (+ 1 Std.) Fahrzeit. Wenn verlängertes Wochenende bedeutet, am Donnerstag loszufahren bis Sonntag, dann steht ihr am Donnerstag sehr früh auf und kommt am frühen Nachmittag wo auch immer an. Am Sonntag macht ihr noch vormittags einen Strandspaziergang und seid abends pünktlich zum obligatorischen Tatort wieder daheim.
Von der Entfernung her wäre wohl wirklich Warnemünde oder wenn ihr wirklich viel Ruhe wollt, ein Ort dort in der Nähe gut, vielleicht dann wirklich Richtung Darß oder eben Kühlungsborn. Das ist beides in 6 Stunden geschafft.
Und (nicht ganz so eisenhart wie Andrea es gemacht hat): Mein Vater war absoluter Berlin-Fan. Irgendwann saßen wir, als mein Bruder und ich noch Kinder waren, ich meine, ich war in der 7. Klasse, mein Bruder demnach noch in der Grundschule, am Sonntag am Frühstückstisch. Mein Vater überlegte, wohin er uns nun zum obligatorischen Sonntagsausflug verfrachtet (seine pubertäre Tochter zog ´nen Flunsch) und erzählte etwas vom Hermannsdenkmal. Dann kam er auf die Idee, dass man bei der Entfernung doch gleich mal eben nach Berlin fahren könnte, mal eben nach Dahlem. Er wollte zu den "Italienern", (hm, na ja, ich hatte bei den "Italienern" eher Stracciatellaeis im Kopf, aber er meinte Gemälde in den Dahlemer Museen).
Gesagt, getan, wir alle hatten Pässe und machten uns 5 Stunden lang auf die Transitstrecke, waren in den Dahlemer Museen, am Brandenburger Tor über die Mauer schauen, dann noch auf eine Berliner Weiße bzw. tatsächlich ein Eis am Ku´Damm, auf dem Rückweg auf einem Rastplatz an der Transitstrecke gab es Schnitzel und mitten in der Nacht waren wir wieder daheim.
Diese Aktion ist mir noch heute im Gedächtnis. Und gerade wenn ihr derzeit den Kopf freibekommen müsst, dann sind 2,5 Tage am Meer doch toll - und ihr werdet euch gerne daran erinnern.
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Andererseits will ich aber (um dich nun völlig zu verwirren :P) einwerfen, dass ihr in der Zeit, die ihr zur Nord- oder Ostsee fahrt, auch schon fast an der Adria sein könnt von Nürnberg aus.
Den Gedanken finde wiederum ich besonders reizvoll. Als Bekannte aus München vor vielen Jahren (Jahrzehnten) mal so lässig meinten, dass sie lieber nach Italien fahren statt an die wetterunsichere Nordsee, weil die Entfernung ohnehin gleich sei, bin ich angesichts meines damals dafür deutlich ungünstigeren Wohnortes gelb vor Neid geworden...
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*grins* Ich möchte dich gerne noch ein bissl mehr verwirren und würde von euch aus wirklich an die oberitalienischen Seen fahren und besonders an den Iseosee - der gegenüber den großen Seen wie dem Lago Maggiore oder dem Gardasee noch längst nicht überlaufen ist.
Wandern kann man dort toll, essen soundso und Seele baumeln lassen geht auf jeden Fall.
Sollte es aber die Ostsee werden, dann würde ich nach Rügen fahren - die Insel ist so vielfältig und landschaftlich einfach wunderschön, wenn auch entsprechend teuer.
Und Zeeland ist ebenfalls wunderschön, aber die Anfahrt lang ...
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Ach was, Nele, sowohl an der Nord- als auch an der Ostsee bist du in 6 (+ 1 Std.) Fahrzeit.
Eben - und wir wären da beispielsweise schon am Vierwaldstätter See. Gruselig weit - finde ich. Nordsee ist natürlich nicht fair, aber das ist eben das Maß, was ich kenne und wir sind deutlich unter 3 Stunden schon da.
Ich selbst könnte das heute nicht mehr, einfach mal eben an den Vierwaldstätter See fahren und ein paar Tage später wieder zurück. Aber ich bin sicher nicht repräsentativ.
Der Einwand, dass es dafür (ab Franken) bis zur Adria eigentlich auch nicht mehr wirklich weiter ist, hat absolut seine Berechtigung. Das Urlaubsziel Zeeland ist nicht zufällig in erster Linie bei Gästen aus Nordrhein-Westfalen so beliebt - man ist eben vergleichsweise schnell da. Bis zur Ostsee wiederum ist es auch für uns ein ordentlicher Stiefel, auch Römö (was ich konkret vorgeschlagen habe) befindet sich ungefähr in dem 6-7 Stunden Fenster. Das wäre mir persönlich alles zu weit.
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Okay, treiben wir es auf die Spitze: Startpunkt Koblenz, gaaaanz früh morgens. Es ging ins Euro Disney Paris. Da sind wir herumgelaufen, haben angestanden, gegessen und den einen oder anderen Ride gemacht. Späten Nachmittag Aufbruch.
Schon im Dunkeln in der Eifel heftige Regenfälle, schnell fahren war nicht. Gegen Mitternacht waren wir auf einer Party in Bad Schwalbach (Hessen). Da mein Schulfreund aber einen merkwürdigen Musikgeschmack hatte und die Gäste ebenso merkwürdig waren, sind wir um 2 Uhr aufgebrochen. Nach Hannover...
Jaaa, wir waren jung 8)
Und jetzt im Alter habe ich was zu erzählen... ;)
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Ihr macht mich fertig ... ;D
.. ich wollte doch nur ein paar Tage Ruhe .. und jetzt sind wir schon im Disney Paris :lach:
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Ich wiill nur damit sagen, dass es trotzdem schön sein kann, auch wenn man vielleicht nur einen vollen Tag vorort hat.
Euro Disney war jetzt kein ernst gemeinter Vorschlag oder ist da mittlerweile so wenig los, dass man da kaum auf Menschen trifft, ruhige schöne Plätze findet und prima wandern kann? :zwinker:
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Jaaa, wir waren jung 8)
.. und schön. :o
Ja, so etwas "konnte" ich auch mal, ich weiß beispielsweise auch noch, dass wir vor ca. 20 Jahren einmal Urlaub in Perpignan gemacht haben (da hatte mein Schwiegervater ein eigenes Ferienhaus) und am letzten Tag sind wir in einem Rutsch nach Hause gebrettert. Morgens zwischen 10.00 und 11.00 Uhr los, abends um 21.00 Uhr saß ich mit Sylvia zusammen bei unserem Lieblingsitaliener in Büttgen und bestellten uns Pizza und ein paar Pils dazu...
Aber das ist heute illusorisch, könnte ich definitiv nicht mehr. Sowieso müßte Sylvia ja alles selbst fahren (damals konnte ich nicht nur selbst fahren, sondern auch problemlos sehr lange Strecken am Stück).
Mir wäre 6-7 Stunden Anfahrt für "ein langes Wochenende" sicherlich zu weit. Aber das muss ja jeder für sich entscheiden, ich stelle eben nur fest, dass Nordsee leider für Nele nicht so einfach und flott zu erreichen ist wie für uns.
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OK - bei "jungen Jahren" kann ich auch noch mithalten ;D
Grad mal 18, Führerschein, kleines Auto und mit Freund und paar Kumpels 2 Wochen Ferienhaus am Gardasee. Abends irgend ein Städchen besucht und um Mitternacht festgestellt, dass hier ja absulut tote Hose is.
Was also tun? Irgend ein Scherzkeks kam auf die Idee nach Vendig zu fahren. War er noch nicht - würde er gern mal sehen. 4:1 Stimmen dafür. Naja - die Jungs im Auto haben geschlafen und ich musste fahren. Irgendwann um 4 Uhr früh in Venedig angekommen, mit so einem Fährendingens reingefahren, festgestellt, dass es sauteuer ist, geruchlich wahrlich nicht der Bringer und überhaupt alles doof.
Um 7 dann wieder zurückgefahren. Die Jungs haben im Auto geschlafen. Schon wieder ... ::)
Zum Mittagessen (bei dem ich fast eingeschlafen wäre) waren wir wieder im Ferienhaus ^-^
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so jetzt mische ich mich noch mal ein :)
jemand hat Darß vorgeschlagen. Wir waren da mal bei einem dreiwöchigen Ostdeutschland- Rundfahrt Urlaub. Und ich muss sagen das war die schönste Gegend im ganzen Urlaub, der Strand war noch schöner als Usedom. Da gibt es ein Naturschutzgebiet am äußersten Zipfel von Darß an der Küste, da darf man nicht mit dem Auto hinfahren. Wir haben damals am Festland in Barth übernachtet weil Fischland/Zingst/Darß ausgebucht war. In Zingst haben wir uns Räder geliehen und sind so nach Darß an den Strand geradelt. das ging durch einen wünderschönen Kieferwald wo der Boden übersät war mit Heidelbeeren. Am Leuchtturm angekommen wo heute ein kleines Museum drin ist ging es zu Fuß auf Bohlenwegen durch Naturschutzgebiet (Dünen). Ein Traum! Menschenleer! Im Juli! Ohne Witz: es waren außer uns noch 3 Leute am Strand. Wenn du deine Ruhe haben willst bist du da goldrichtig und die Natur ist herrlich!
Und Zeeland ist auch ganz toll, da gebe ich Rainer recht. Ich kenne Domburg: netter kleiner Ort. Und wenn man da losradelt durch die Pampa sieht man auch mehr Schafe als Menschen.
Also wenn dir beides nicht zu weit ist: fahr doch einfach hin :)
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Hi,
also, wenn ich in Franken oder so wohnen würde, würde ich eher nach Süden fahren :zwinker: Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich all meine Sommerferien an der deutschen Nordsee verbringen musste. Wir waren, glaube ich, in jedem Dingsbumssiel, das Ostfriesland zu bieten hat. Gottseidank war das aber im letzten Jahrtausend ::) Die Inseln fand ich immer netter, dort waren wir aber nur zu Tagesausflügen.
Wenn nördliche See, begeistert mich heutzutage auch eher die Niederlande. Da kann man auch schöne Radtouren unternehmen, und ich finde die Dünen und Strände ursprünglicher als Ostfriesland. Wir waren auch schon mal Anfang Oktober in Zeeland mit dem WoMo und hatten trockenes, sonniges Wetter.
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Hast du dich denn eigentlich inzwischen entschieden oder hast du verzweifelt aufgegeben und'Ferien auf der Couch daheim' gebucht?
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Sorry ... ???
Bin zur Zeit etwas abseits von Gut und Böse ... aber so wies ausschaut, fliest die Nord- bzw. Ostsee erst einmal ins Auto und dann auch noch in ein neues Möbelstück, bei welchem mir das Alte quasi "unterm Bobbers " zusammengebrochen ist ::)
Blöd, wenn man auf einmal 50 cm tiefer liegt .... :P
Aber aufgeschoben ist ja noch nicht aufgehoben ...
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Wie schade!
An der Stelle kommt zum Thema der 50 cm tiefer sitzen folgende Erinnerung hoch: Mein damaliger Freund hatte in seiner Studienzeit ein völlig abgewracktes Zimmer mit einer Art Schlafcouch aus den Fünfzigern oder Sechzigern. Die war nur etwa 90 cm breit, und aus heutiger Sicht ist mir schleierhaft, wie wir es geschafft haben, da drauf tatsächlich auch ein Auge zuzutun.
Eines Nachts verlor dieses Ding seine Stabilität während wir im Tiefschlaf waren. Die Beine an der einen Seite sackten weg und wir lagen plötzlich mit den Füßen 30 cm höher als mit dem Kopf. Irgendwie haben wir wortlos die Kissen auf die höher liegende Seite geworfen, uns ohne ein Wort zu wechseln anders herum gedreht und haben noch ein paar Stunden weiter gepennt.
Am nächsten Tag haben wir auch noch die Beine am anderen Ende abgeschraubt und das Bett war dann eben einfach eine Etage tiefer.
Ja ja, das waren noch Zeiten!
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Die war nur etwa 90 cm breit, und aus heutiger Sicht ist mir schleierhaft, wie wir es geschafft haben, da drauf tatsächlich auch ein Auge zuzutun.
Au Backe - also 90cm ist schon richtig übersichtlich. Sylvia hatte ja wenigstens ein 1,40m Bett (was mir aus heutiger Sicht auch eher übersichtlich vorkommt, aber notfalls machbar). Aber nur 90cm - da muss die Liebe sehr groß gewesen sein...
Heute geht unter Kingsize Bed oder zwei Queensize gar nichts mehr - man gönnt sich ja sonst nichts. :zwinker:
Ich will nicht ausschließen, dass das insgesamt auch von unseren persönlichen "Körpermaßen" mitbestimmt wird, aber über solche Dinge redet man ja bekanntlich nicht.
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da muss die Liebe sehr groß gewesen sein...
Ja, war sie. Vor allem muss man friedlich genug miteinander umgehen um selbst im Schlaf wortlos entscheiden zu können, auf welcher Seite man gerade schläft und ob sich gemeinsam umgedreht wird ;)
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Könnt ihr euch vorstellen, dass Heiko und ich mit 1,20m angefangen haben? Heute (nach 15 Jahren) "kloppen" wir uns um jeden cm im 2m breiten Bett 8)
Nele, dass dein Urlaub ausfällt, ist sehr schade. Aber die Situation kommt mir sehr bekannt vor: Ich wollte ja für 3 Tage nach Edinburgh und jetzt haben wir stattdessen einen neuen Fernseher... Und das mit dem plötzlich tiefer sitzen, kennen wir auch. Es gibt eine Stelle in unserer Couchgarnitur, die mit reichlich Kissen aufgefüllt ist ;)
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Wenn ich mir unsere "Aufwachstellung" früh morgens überlege, frag ich mich auch manchmal, wozu eigentlich ein breites Bett ... ;)
Momentan sind es nun auch ein Berg Bettüberzüge und Spannbettlacken unterm Lattenrost und zur Stabilisierung der Bruchstelle muss Dali (http://www.amazon.de/Salvador-Dal%C3%AD-Das-malerische-Werk/dp/3822838195/ref=sr_1_6?s=books&ie=UTF8&qid=1408435591&sr=1-6&keywords=Salvador+Dal%C3%AD) herhalten ::)
Eines Nachts verlor dieses Ding seine Stabilität während wir im Tiefschlaf waren. Die Beine an der einen Seite sackten weg und wir lagen plötzlich mit den Füßen 30 cm höher als mit dem Kopf. Irgendwie haben wir wortlos die Kissen auf die höher liegende Seite geworfen, uns ohne ein Wort zu wechseln anders herum gedreht und haben noch ein paar Stunden weiter gepennt.
Gut reagiert
Wozu bei Dingen, die man eh nicht ändern kann, sich den Schlaf rauben lassen ... ;D