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Allgemeines => Reiseberichte => Thema gestartet von: Horst am 03. Oktober 2013, 11:26:05

Titel: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 03. Oktober 2013, 11:26:05
Hallo zusammen,

ich möchte Euch noch einmal zurück in die jüngere Vergangenheit führen und auf unsere erste Islandreise einladen.
Bevor es die aktuelle aus dem Jahr 2013 zu lesen gibt ist leider noch viel zu schreiben und Bilder zu bearbeiten - das ist bei dieser Reise aus dem Jahre 2009 bereits geschehen deshalb darf die als Lückenbüsser über unseren Islandeinstieg berichten.
Petra war zunächst dagegen, daß ich diesen Bericht hier bringe, da sie mit den Bildern heute gar nicht mehr zufrieden ist (ältere Kamera, unzureichende Bildbearbeitungtechnik) aber ich vertraue darauf, daß ihr dem Rechnung tragt und das mit den Fotos schon richtig einschätzen könnt.
Es ist halt wie bei uns Menschen - nicht das Äußerliche zählt sondern die "inneren Werte" und die müsst Ihr jetzt halt in dem Bericht entdecken.  ;)

Zu Island selbst.
Ihr habt es ja sicher schon einige Male lesen dürfen/müssen - Island hat bei mir /uns inzwischen eine Sonderstellung. :)
War früher USA unser Mekka zu dem wir wie besoffen gereist sind ohne an etwas anderes zu denken so gilt das heute fast ähnlich für Island.
Da könnten wir immer hin.
Warum das so ist, warum man in ein Land will in dem die Mietautos so sündhaft teuer sind und das das anstrengendste Wetter hat das ich aus meinen Reisen kenne .... vielleicht könnt Ihr es uns am Ende dieses oder eines irgendwann folgenden Berichts sagen, ich selbst kann es gar nicht zu 100 % erklären. :)
Freundliche, gelassene Leute, die geliebten Lundis, Geysire, Vulkane, Wasserfälle und überhaupt Natur so großartig wie fast nirgendwo aber das alles sagt es nur unzureichend was uns dieses kleine Land bedeutet.

Nun gut, genug der Vorrede oder auch wieder nicht - starten wir mit dem Prolog.




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/startisland09f1sgz.jpg)


Prolog

Schon immer mal wollte ich nach Island – ok, vielleicht auch erst seit 20 Jahren – im Kindergarten wusste ich noch nichts von den Gletschern, Bergen, Wasserfällen und heißen Quellen dort. Gescheitert war das bisher hauptsächlich immer an zwei Dingen:
dem unberechenbaren Wetter (das hat mir schon immer Respekt eingeflößt) und den immensen Kosten die das teure Island durch seine kurze Saison (Juni-August) schon immer verursachte.
Im Sommer 2008 hatte ich mich innerlich durchgerungen – Island soll seine „Chance“ bekommen. Allerdings sollte es nicht 2008, sondern erst ein Jahr später so weit sein. Nach der tollen Jordanienreise war es bereits Sommer als wir uns Gedanken über die nächste Reise machten, das teure Island kam da kurzfristig nicht mehr in Frage. Es wurde dann zuerst USA geplant – am Ende aber nach Südafrika geflogen. 2009 sollte also unser Island-Jahr werden.

Im Winter begann ich mit den ausführlichen Vorbereitungen. Auch Petra reizte ein neues Land und der Kontrast zu den letzten Reisen in die arabische Wüste und den afrikanischen Busch aber noch wusste sie nicht so recht, was sie von Island halten sollte. Während bei mir mit jeder verschlungenen Reiseführerseite Begeisterung und Vorfreude wuchs, hat sie mich einfach „gewähren lassen“ und sich erst die letzten Wochen vor Abflug intensiver mit dem Thema befasst. Wir sind beide sehr gespannt wie uns Island gefallen wird, wie wir mit dem Wetter klarkommen, ob wir finanziell gut über die Runden kommen.

Was wir uns neben toller Natur in jedem Fall erhoffen sind Beobachtungen der Papageientaucher - in Island „Lundis“ genannt. Die kleinen, dank ihrer roten Schnäbel auffälligen Vögel sind im Sommer in Island sehr verbreitet – aber zur rechten Zeit am richtigen Ort und das nötige Glück braucht es schon – sonst bleibt nur die Ansicht auf den Postkarten .....

Inzwischen ist durch den isländischen Bankencrash eine neue für uns erstaunlich positive Situation eingetreten – der Kurs der isländischen Krone ist seit dem Herbst 2008 stark abgewertet – wir können auf „zivilere Preise“ hoffen.

Da Island mit seinen beiden kritischen Punkten (Wetter & Kosten) für Leute denen das Geld nicht seitlich herauswächst (wie leider bei uns) – gut geplant werden sollte – haben wir uns auch hinsichtlich unseres Gepäcks diesmal mehr Gedanken gemacht als sonst – hoffentlich wird sich das lohnen.

Auch mit der Anmietung eines Mietwagens ist das für Island so eine Sache. Schon ein PKW hätte uns für diesen Zeitraum 1000 € gekostet – ein SUV wäre nicht unter 1800 € zu haben gewesen. Not macht erfinderisch, bzw. man geht auch mal ein kleines Risiko ein – und zwar das – nicht bei den großen bekannten Vermietern zu buchen sondern bei einem kleinen Isländischen > Geysir.is – der für uns eine Sparvariante im Programm hat – einen völlig abgespeckten kleinen aber allradgetriebenen Lada Niva.

Das Auto könnte sich als der eigentliche (wenn auch eigenwillige) Star der Reise herauskristallisieren – dazu später natürlich noch (viel) mehr   .....

Flüge bekamen wir günstig über Iceland Air (300€) und entschieden hatten wir uns für den billigeren Frühsommer und den Monat Juni. 4.6. – 21.6. sollten unsere Reisedaten sein.

Am Donnerstag den 4.6. befüllen wir unser Auto, fahren nach Frankfurt zum Airport und  ......

 

.......  unser Abenteuer Island kann beginnen ........

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_32638bsoo.jpg)

Eine Übersichtskarte von Island (http://img.webme.com/pic/s/sirmichael00/karteisland.jpg)
Zur Erklärung: Wir landen auf der Halbinsel Reykjanes, auf jeden Fall im Programm sind Geysir & Gullfoss und natürlich der Nationalpark Þingvellir, ebenfalls fest eingeplant ist die Halbinsel Snæfellsness - wenn wir es schaffen sogar die Westfjorde.
Fixpunkte sind Husavik, der Mývatn (Mückensee), der Jökulsárgljúfur NP (u.a. mit dem Dettifoss), die Ostfjorde sowie der Gletschersee Jökulsarlon, der Skaftafell NP, das sehenswerte Vik.
Schön wäre auch eine Hochlanddurchquerung auf der F35 vorbei am Heißquellengebiet Hveravellir, ob wir das auch schaffen wird sich zeigen.



Also dann viel Spaß bei:


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/pundho-lada-txn9uu2.jpg)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: soenke am 03. Oktober 2013, 11:44:56
Hallo,
erster und ich sitze mit Vorne! Basta! ;D

Hallo Horst, dein Reisebericht kommt wie gerufen. Habe nämlich gerade meine Planung für nächstes Jahr gemacht. Im November nach Australien und Ende Mai solls nach Island gehen.
Habe 2 Varianten: 1. 8 Tage Südisland bis Jökursalon + Halbinsel Snaefellsnes  oder 2. 13 Tage Inselumrundung
Habe auch schon die Details herausgearbeitet. Beide Reisen sollen erstmal eine Schnuppertour werden ohne das Hochland, weil zu meiner Zeit die Strassen gesperrt sind.
Also, du siehst, ich bin vorbereitet:  8)

So, jetzt bin ich mal gespannt, was du uns so alles zeigst!! Habe bestimmt viele Fragen, was dich hoffentlich nicht stört!!

In freudiger Erwartung  Sönke
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 03. Oktober 2013, 12:06:12
Sönke, rutsch mal! Ich passe da auch noch auf die Bank!
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 03. Oktober 2013, 15:29:58
Hi Andrea & Sönke,

na dann hereinspaziert ins Abenteuerland.  ;)


Habe bestimmt viele Fragen, was dich hoffentlich nicht stört!!
Es wird mir eine große Freude sein.  :)

Je nachdem was Dir bei diesem Bericht gefällt, wirst Du schon selbst ein paar Ziele entdecken können, die unbedingt dabei sein sollen und wenn Du auch nur ein klitzekleines bisschen Begeisterung für Natur hast wird das in Island die Qual der Wahl - das kann man sicher ohne zu sehr zu übertreiben behaupten.  :)

Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 03. Oktober 2013, 16:21:28
Andrea und Sönke auf der Rückbank: ich komme in eure Mitte  :)

Dass die Natur in Island herrlich ist glaube ich sofort, jetzt bin ich mal sehr gespannt ob das Wetter mitspielt!
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 03. Oktober 2013, 17:18:18
Dann setze ich mich auf Sönke's Schoß  :verlegen: :zwinker:.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 03. Oktober 2013, 18:11:06
Dann setze ich mich auf Sönke's Schoß  :verlegen: :zwinker:.

Und ich quer drüber!   :totlach:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 03. Oktober 2013, 18:48:18
Hi Paula, Ilona & Silv,

auch Ihr seid hiermit anstandslos an der nichtvorhandenen isländischen Immigrations-Kontrolle vorbeigekommen.
Viel Spaß in Island.  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 04. Oktober 2013, 00:47:03
.. is noch Platz ... ?? (http://www.tower-of-fantasy.de/smilies/hmpf2.gif)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 04. Oktober 2013, 15:53:40
.. is noch Platz ... ?? (http://www.tower-of-fantasy.de/smilies/hmpf2.gif)
Natürlich Nele - es ist zwar nicht das Rotel - aber da geht noch was ....  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 04. Oktober 2013, 16:58:45
1. Tag Donnerstag, 4.6.2009

43 – eine magische Zahl.

Nein – damit ist nicht unser Alter gemeint. Auch unsere Flugnummer lautet anders – des Rätsels Lösung – das ist das Gewicht das unsere beiden Koffer zusammen haben und damit bei für 2 Personen erlaubten 40 kg ohne Probleme eingecheckt werden. Die erste Hürde ist damit genommen. In Johannesburg letzten November war das ja noch anders – da wurden wir nach zweimaligem Antreten vor die „Kofferkommission“ erst mit 42kg und drei Ave Maria durch gewunken.

Inzwischen wiegen wir zu Hause auch mit einer Federwaage vor und haben wirklich nur das Nötigste dabei – dieses Mal ist dieses „Nötigste“ aber noch um einige neue Ausrüstungsgegenstände erweitert worden – das wären u.a.:

 

-         ein Wasserkocher

-         Plastikschüsseln/ Teller/Becher

-         Mückennetze (in todschickem Grün)

-         Mützen, Handschuhe, Schal

-         Lange Unterhosen

-         2 Schlafsäcke

-         Kaffeepulver (inkl. Milchpulver) und Tütensuppen

-         Schlafbrillen

-         Alte Wanderschuhe zum Schlammlaufen

-         Billig-Flipflops für Gemeinschaftsduschen

-         Neu gekaufte winddichte Regenjacken

-         Ein selbstgebasteltes Regenkondom für meinen Camcorder

 

Schon mal eines vorweg – alles Dinge die wir gut brauchen konnten !

 

Um aber doch noch etwas mehr Gepäck mitzuschmuggeln, haben wir neuerdings immer ein drittes Handgepäck dabei – eine kleine Tasche in der sich mein zerlegtes Manfrotto Stativ befindet – das alleine 3,5 kg wiegt. Damit hatten wir noch nie Probleme – Handgepäck hat bisher nie jemand überprüft – und manche schleppen da ja 5 kleine Koffer in den Flieger....

Unser Flug geht eine halbe Stunde verspätet um 14.30 Uhr mit Iceland Air vom Frankfurter Flughafen ab. Wir bekommen Sitze am Notausgang und haben dadurch angenehme Beinfreiheit. Im Flieger kaufen wir eine Sim-Karte mit Guthaben von Simmin – die ich in mein Handy packe für 2000 ISK (knapp 12 €).

Der Flug ist ereignislos – dauert etwa 3 ½ Stunden und erreicht um 16 Uhr isländischer Zeit (die unserer um 2 Stunden hinterherhinkt also bei uns wäre es jetzt 18 Uhr) den Internationalen Flughafen Keflavik (etwa 30 Autominuten von der Hauptstadt Reykjavik entfernt). Eine halbe Stunde später haben wir uns am Gepäckband unsere Koffer geangelt, ziehen noch je für 30.000 Kronen (Juni 2009 ca. 170 € ) Bargeld mit der EC Karte und lassen uns mit dem Taxi zu Geysir nach „Downtown Keflavik“ fahren, einem Nest mit 13.000 Einwohnern – immerhin die sechstgrößte Stadt Islands !

Das Taxi hält auf einem großen Hof in dem ungeordnet zahlreiche Fahrzeug stehen. Auch einen Lada können wir ausmachen – vielleicht unserer ....
Ein junger Kerl kümmert sich in einem „Büro“ in dem wohl jeder eine Putzallergie hat (mindestens 30 Jahre alter verlauster Teppich, Raum etwas versifft aber einen neuen iMAC vor sich auf dem zusammengeschusterten Tischlein) um den Papierkram. Wir zahlen für den Lada für 17 Tage knapp 1300 € - was aber eine von mir zusätzlich gebuchte Gravel Protection (für Schäden an Unterboden, Lichtern und Scheiben) beinhaltet die mit 85 € zu Buche schlägt.

Die Vollkasko hat einen Selbstbehalt von 2000€. Auch den könnte man auf 375€ drücken für 9€ pro Tag. Diese 150€ verkneifen wir uns – mit wem soll man in Island einen Unfall haben ?

Autos sind in Island sauteuer. Das liegt zum einen an der extrem kurzen Saison – so Ende Mai bis Anfang September und an der hohen Belastung der die Fahrzeuge ausgesetzt sind. In welchem anderen Land gibt es bezogen auf die Größe so viele Schotterpisten und „offizielle Flussdurchquerungen“? Die sind allerdings bei nahezu keinem Vermieter versichert. Unserer hat uns das Autobad zwar genehmigt – aber versichert wären wir in diesem Fall natürlich nicht. Zumindest haben wir keine Beschränkungen bei den F-Straßen – wie sie viele andere Vermieter machen. Das isländische Straßennetz bzw. die Qualität der Straßen ist durch die Anzahl der Stellen der Straßennummer einschätzbar.

Die 1 – also die Ringstraße die auf ca. 1600 Kilometern komplett um Island führt ist fast durchgehend asphaltiert. Dann gibt es einige Straßen mit zweistelligen Nummern die entweder asphaltiert sind oder zumindest ordentliche und in Schuß gehaltene Gravelroads darstellen, die auch von PKWs machbar sind. Dann kommen die dreistelligen Nummern – da wird es für PKWs schon anstrengend (bis unmöglich) – aber zumindest auch diese Straßen sind (normalerweise) die ganze Saison über zu befahren. Eine Sonderkategorie sind die Straßen mit einem F davor. Die meisten davon finden sich im Hochland und bis auf die F35 ist keine für PKW geeignet. Oft müssen Flüsse durchquert werden, manche der F-Pisten machen sogar erst im Juli auf wenn die letzten Schneefelder weggeräumt sind.

So viel vorneweg – wenn man ein Islandversteher werden will.


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_044271x6i.jpg)
Um 17 Uhr halten wir den Schlüssel für unseren Lada Niva in der Hand und laden unser Gepäck ein (zum Glück bringen wir alles unter – hätte ich gar nicht gedacht). Wohlweislich lasse ich mir noch Ersatzrad und Werkzeug zeigen (man hat da ja so seine Erfahrungen ... ) – eine Erklärung der Instrumente des Fahrzeugs erübrigt sich – es gibt keine. 

Die ersten 3 Kilometer mit unserem Russischen Gospodin lassen mich erst mal zweifeln. 
Ok, dass kein CD Player, Radio oder sonst irgendwelche Anzeigen (nicht mal eine Uhr) vorhanden sind – damit konnte man rechnen. Aber dass die Kupplung bei jeder Betätigung quietscht und der Wagen ein ständiges gespenstisches Rattergeräusch von sich gibt – ist schon gewöhnungsbedürftig. 
Auch der Rückwärtsgang geht nur mit einem schmissigen karateschlagähnlichen Handzug in seine Stellung (zumindest meistens). 
Wir entscheiden uns aber den Lada zu behalten und nicht noch ein paar Scheinchen für den gleich kleinen aber modernen Suzuki Jimny hinzublättern – der Lada hat was – fast so was wie eigene Persönlichkeit – auch wenn sich das bei einem Auto völlig geisteskrank und bescheuert anhört – es ist wahr !

 

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Blick in den Lada Intimbereich.
Immerhin 2 Sitze, Lenkrad, Brems- und Kupplungspedal, Schalthebel, Handbremse .....

 


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...... Lüftung (leicht verstaubt) .....

 

 
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.... sogar ein Tacho, Tankanzeige, Motor-Temperaturanzeige und sogar ein Drehzahlmesser.
Welches moderne Wägelchen kann da schon mithalten ......

 


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Ordentlicher Kofferraum (es wird ja nicht unbedingt eine Shoppingtour - also sollte der Platz reichen)

 

Keflavik und sein Flughafen liegen wie Reykjavik auf der Halbinsel Reykjanes. Es ist ja noch lange hell und es scheint sogar die Sonne – also warum nicht noch ein paar Kilometer fahren und auf eine erste kleine Erkundungstour gehen – bevor wir in das vorreservierte B&B nach  Hafnarfjörður fahren ?

Gedacht – gemacht.

 



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Die Halbinsel Reykjanes präsentiert sich wie eine Welt vom dunklen Stern. Außer düster wirkenden Lavasteinen die oft von gelbem Moss überzogen sind, gibt es nicht viel. Plattes Land – für Island ungewöhnlich – und die spärliche Vegetation (kaum Gras) vermittelt Hochlandcharakter. 

In der Ferne künden Rauchsäulen immer wieder vom vulkanisch aktiven Gebieten (die auf Reykjanes auch zur Wärmeerzeugung genutzt werden) wie man sie vielleicht nirgendwo besser erleben kann als auf Island. Die ganze Insel ist übersät von erkalteter Lava – stumme Zeugen von diversen Vulkanausbrüchen der letzten Jahrhunderte. Etwa 130 aktive Vulkane befinden sich derzeit auf Island, die man 30 Vulkansystemen zuordnen kann 

Leider verschwindet die Sonne so schnell wie sie gekommen ist und unser erster Stop an der „Brücke über den Kontinenten“ (an der ungeteerten Straße 425) erfordert gleich das Anziehen einiger wärmerer Sachen.

 


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Hier reiben die Erdplatten von Europa und Amerika aneinander und driften jährlich weitere 2 cm auseinander. Interessant – aber sicher kein Must See. 

Als ich für ein Foto aus dem Auto die Scheibe der Fahrertür herunterkurbeln will – geht das nur unter Einsatz all meiner Kräfte. Ok – in Zukunft wird halt ausgestiegen.
In Island wird übrigens auch tagsüber mit Licht gefahren. Licht hat unser Lada sogar (erstaunlicherweise) aber kein akustisches Warnsignal wenn man vergisst es auszuschalten. Hmmm ...... ob das zwei Wochen lang gut geht ?

Noch ein Special unseres „Russian Hummer“ wie man den Lada „leicht“ ironisch nennt – er hat natürlich keine Zentralverriegelung. Also müssen beide Seiten aufgesperrt werden oder man beugt sich durch den Wagen um dem Beifahrer das Knöpfchen hochzuziehen. Dabei ist aber darauf zu achten, daß man den linken Fuß leicht nach hinten anstellt – die Fahrertür kommt nämlich automatisch zugeflogen und fällt einem sonst ins Kreuz (das 300seitige Handbuch – „How to drive a Lada“ werde ich wohl demnächst beginnen ) 


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Weiter geht es über trostlose düstere Pisten zu den heißen Quellen von Krisuvik.
Wir parken unseren Lada und spazieren auf Holzbohlenwegen durch das kleine Gebiet mit orangefarbiger Erde, Dampf und Geblubber an allen Ecken und Enden und dem für solche Gebiete typischen Schwefelgeruch. 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_048398xea.jpg)
Schade, dass keine Sonne scheint und es ungemütlich kalt ist – Krisuvik erscheint mir als sehr lohnend und bietet einige schöne Motive für Augen und Kameras. 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0488q8y01.jpg)




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Petra ist müde von Anreise und Flug und das Wetter und die düstere Umgebung lösen bei Ihr heute keine Begeisterungsstürme aus. Ich habe Hoffnung, dass sich das noch ändern wird.

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0492s6l5a.jpg)
Von Krisuvik führt die Straße nach Norden. Petra sind neben mir leicht die Augen zugefallen – so bekommt sie den schönsten Teil der Strecke mit schwarzen Felsen die sich um einen See postieren nur mit einem halben Auge mit. 

 


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Um 20 Uhr (inzwischen 22 Uhr deutscher Zeit) schlagen wir im Helguhus Bed & Breakfast auf, das sich am Rande des kleinen Städtchens Hafnarfjörður (mit 24.000 Einwohnern drittgrößte Stadt Islands – aber zum Ballungsraum Reykjaviks gehörend) auf. 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0498kkbla.jpg)
Wir werden freundlich begrüßt und schleppen unsere Koffer über ein kleines Wendeltreppchen an den Familienbildern an der Wand vorbei in den ersten Stock – wo früher vielleicht mal die inzwischen ausgezogenen Kinder gewohnt haben. 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0497zyl7s.jpg)
In Windeseile haben wir uns in dem kleinen Zimmer ausgebreitet.
 
Alles ein bisschen so wie bei den 7 Zwergen – und Petra stößt sich auch gleich mal den Kopf irgendwo an. Inzwischen ist es nach unserem deutschen Zeitempfinden schon 23 Uhr. Für richtig schwer essen (gehen) nicht mehr das Wahre – also kommt gleich der Wasserkocher zum Einsatz und wir machen uns ein leckeres Tütensüppchen.
Damit dieser Reise der Titel „Zwei Suppenkasper in Island“ erspart bleibt – sollen die Süppchen aber mehr als Plan B dienen wenn wir nichts anderes abgreifen können oder wollen.

Damit endet unser erster Tag in Island – na ja es waren ja nur wenige Stunden – aber immerhin ist bisher alles gut gegangen – und morgen geht es dann ja erst so richtig los. Auf dem Programm stehen Geysir und Gullfoss – 2 Ziele am sogenannten Goldenen Zirkel.

Wir sind gespannt auf diesen Tag und natürlich das Wetter und schlafen nach einem langen Tag schnell ein.

 

 

Übernachtung: Helguhus Bed & Breakfast, Hafnarfjörður

Preis: 8900 ISK (52 €) mit Frühstück

Bewertung: 7 von 10 (Ein Gefühls-Wert aus Qualität, Komfort, Freundlichkeit, Lage & Preis bezogen auf alle Zimmer unserer Reise – das beste Zimmer wird eine 10 bekommen das schlechteste eine 1)

Kommentar: eine gute Wahl, dadurch dass es außerhalb von Reykjavik liegt preisgünstig, Frühstück gut, nette Vermieter, Hafnarfjörður bietet alles was man als Tourist braucht – man ist in 15 Minuten in der Hauptstadt.

 

 

 
Bild des Tages:


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2570-2jrxwx.jpg)
Nicht auf den Hund - aber auf den Lada gekommen.
Wer hätte gedacht, dass ein Russe mal der Star einer unserer Reisen werden würde ......
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 04. Oktober 2013, 17:35:09
Hey, der Lada ist zumindest vom deutschen TÜV verboten  :totlach:. Du hattest schon großes Gottvertrauen mit der Kiste  :toothy9:. Mir wär's mit dem Vehikel nicht wohl gewesen.

Jetzt bin ich aber froh, dass man sich bei deinem RB auch warm anziehen muss  :frier: und ich kann Petra verstehen, dass sie keine Luftsprünge vor Begeisterung machte.

Die Bleibe ist echt winzig und nicht einmal richtig zusammenkuscheln konnte man da  :zwinker:. Hoffentlich hat die Heizung funktioniert, wenn man sich schon nicht gegenseitig wärmen konnte :floet:.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 04. Oktober 2013, 17:39:27
Hey, der Lada ist zumindest vom deutschen TÜV verboten  :totlach:. Du hattest schon großes Gottvertrauen mit der Kiste  :toothy9:. Mir wär's mit dem Vehikel nicht wohl gewesen.
Aussehen tut er vielleicht wie eine Dose Brechbohnen auf 4 Rädern aber warte mal ab - der zeigt noch was in ihm steckt.  8)


Die Bleibe ist echt winzig und nicht einmal richtig zusammenkuscheln konnte man da  :zwinker:. Hoffentlich hat die Heizung funktioniert, wenn man sich schon nicht gegenseitig wärmen konnte :floet:.
Zumindest in den Unterkünften haben wir in Island noch nicht gefroren. ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 04. Oktober 2013, 17:46:02
Das Auto ist heftig teuer, bei 2000€ Selbstbeteiligung wäre ich wohl keine Buckelpiste gefahren, jeder Kratzer kostet! Oder habe ich das falsch verstanden?

Aber die Unterkunft hat doch einen passablen Preis. Wie ist denn da so das Gefüge? Eher wie in Deutschland oder mehr USA (also günstiger als hier)? Und wenn ihr Kaffee und Tütensuppen dabei habt, schätze ich, dass die Dinge dort nicht erhältlich oder unbezahlbar sind?
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 04. Oktober 2013, 18:43:23
Der Lada ist ja schonmal klasse! Hat der die Reise ohne Probleme überstanden? ?  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 04. Oktober 2013, 19:38:58
Das Auto ist heftig teuer, bei 2000€ Selbstbeteiligung wäre ich wohl keine Buckelpiste gefahren, jeder Kratzer kostet! Oder habe ich das falsch verstanden?
ja so dramatisch ist es nicht.  :)
Die Selbstbeteiligung in diesem Fall wäre für Schäden bei Unfällen mit andern Fahrzeugen (was in Island doch sehr unwahrscheinlich ist).
Die sinnvolle Gravelprotection hatten wir ja abgeschlossen und nach kleinen Kratzern fragt da sowieso keiner.
Einzig wenn es durch Sturm (Sand!) richtige Lack-Schäden am Fahrzeug geben würde wäre das nicht abgedeckt.


Aber die Unterkunft hat doch einen passablen Preis. Wie ist denn da so das Gefüge? Eher wie in Deutschland oder mehr USA (also günstiger als hier)? Und wenn ihr Kaffee und Tütensuppen dabei habt, schätze ich, dass die Dinge dort nicht erhältlich oder unbezahlbar sind?
Man kann in Island je nach Geldbeutel ganz verschiedene Unterkünfte haben - das ist auch etwas was uns sehr gut gefällt.  :)
Vor allem Unterkünfte mit Gemeinschafts-Küchen. So richtig perfektioniert haben wir das allerdings erst auf der zweiten Reise. Das hatten wir bei dieser ersten Tour noch nicht so eingeschätzt und erst nach und nach gelernt. ;)

Der Lada ist ja schonmal klasse! Hat der die Reise ohne Probleme überstanden? ?  ;)
Das darf ich schon mal verraten - ja er hat uns auch wieder gut an den Ausgangspunkt zurückgebracht.  :)

Übrigens noch was zum Preis.
Kürzlich habe ich irgendwo gelesen daß jemand in Page, AZ einen versicherten Allrad für 180$ den Tag gemietet hatte.
Somit relativiert sich der Preis dann doch wieder.
In Island darf man ja so richtig auf Pisten was man in den USA mit normalen SUV's von Alamo & Co ja gar nicht darf.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 04. Oktober 2013, 22:12:02
Mir wäre auch ein schepperndes, quietschendes Auto mit Charakter in solchen Gegenden allemal lieber, als ein glänzendes Neues, welches schon nach 10 km irgend eine elektronische Störung mit Dauerblinken irgend einer Anzeige meldet und danach 2 Wochen lang nach einer Werkstatt hupt.

Ich mag den Kleinen jetzt schon. Der schaut nach einem Kämpfer aus  :))
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 04. Oktober 2013, 22:17:52
mit Dauerblinken irgend einer Anzeige meldet
Ausgeschlossen - der hat überhaupt gar keine Anzeige.  :))


Ich mag den Kleinen jetzt schon. Der schaut nach einem Kämpfer aus  :))
Gut erkannt   :) - das ist er, charakterstark, kämpferisch und wie eine Nähmaschine stetig dem Ziel entgegen.
Wir hatten unseren Spaß zusammen.  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silvia am 06. Oktober 2013, 18:00:11

Island   :happy2:    da spring ich doch gleich noch mit auf. Dem Lada macht doch so ein bißchen Übergewicht bestimmt nichts aus  :thumb:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: soenke am 06. Oktober 2013, 18:00:29
Hallöle,
da einige Herrschaften auf mir drauf sitzen und liegen, habe ich doch ein wenig Rückenschmerzen jetzt. ;)
Von daher habe ich mich mal auf dem dach des Lada breitgemacht, kann da eh besser gucken.

Das ist doch schon mal ein interessanter Beginn mit den heißen Quellen von Krisuvik. Sehr farbenfroh!!

Das Zimmer erscheint mir doch ein wenig klein. Hoffe da hast du noch Größeres zu bieten !!

Freu mich auf mehr !

LG Sönke
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 06. Oktober 2013, 20:15:25
Hi Silvia,

na klar ist für Dich noch ein Plätzchen  ;)

Das Zimmer erscheint mir doch ein wenig klein. Hoffe da hast du noch Größeres zu bieten !!

Bezüglich Zimmer gibt's noch eine bunte Vielfalt - da sind auch einige "bemerkenswerte" Unterkünfte dabei.  8)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 06. Oktober 2013, 21:59:36
2. Tag Freitag, 5.6.2009

Der Wettercheck am Vorabend unserer Reise hatte für heute kein gutes Wetter vorhergeweißsagt – und hat damit leider recht. Verhangener Himmel, auch mal ein paar Tröpfchen auf der Scheibe des kleinen Dachfensterchens durch das ich heute morgen beim Zähneputzen in dem „Gemeinschaftsbad“ für alle Gäste (es gibt aber nur 2 Zimmer – also der Andrang lässt sich überleben) auf die Häuserdächer von Hafnarfjörður blicke. Die Isländer können mit der "heißen Erde" ziemlich gut wirtschaften, denn sie treiben mit dem Dampf Turbinen an und erzeugen Strom damit. Das heiße Wasser fassen sie in Rohre und verteilen es an alle Haushalte. Darum riecht auch das warme Wasser, das in einem isländischen Bad aus dem Wasserhahn kommt schon mal etwas „ungewöhnlich“ nach faulen Eiern - also nach Schwefel. Das kalte Wasser hingegen riecht nach nichts.

Da wir hier ja den Luxus eines B&B haben – dürfen wir uns jetzt als erstes den Magen voll schlagen – ein erster Programmpunkt den wir natürlich besonders ernst nehmen.

Das Frühstück kann man als durchaus üppig bezeichnen – sogar Lachs ist im Angebot – wer’s morgens mag – ich bin da schmerzfrei und knalle mir den auch jetzt gleich mal aufs Brot – was mir ein Augenrollen Petras garantiert.

Gezahlt wird in bar – so werden wir also unsere ersten Scheinchen los. Mit Axel, dem Hausvorstand vom Helguhus B&B unterhalten wir uns noch kurz über unsere Reise und das Wetter – wobei er uns wünscht dass wir es nicht zu heiß haben – tja, die Isländer haben da ein eigenes Empfinden das sich doch signifikant von dem unseren unterscheidet.

Da uns das B&B gut gefällt und auch der Preis gut ist – reservieren wir bei Axel gleich für die letzte Nacht der Reise wenn wir für den dann anstehenden Rückflug wieder in den Bereich Reykjavik zurückkehren müssen. Von Axel bekommen wir auch einen Tipp wo wir unsere Vorratsproblematik (vor allem Getränke) lösen können und so führt uns die erste Fahrt heute zu einem großen Supermarkt am Stadtrand von Hafnarfjörður. Bier ist hier dank Wechselkurs auch nicht viel teurer als zu Hause – also verabschiede ich mich von dem vollmundig ausgegebenen Plan „dies wird ein trockener Urlaub“ und kaufe gleich mal einen Sixpack. 8)

 


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Wir drehen noch eine Runde durch Hafnarfjörður – der Ort in dem jedes Jahr Islands größtes Wikingerfest gefeiert wird. Die Wikinger waren es auch die Island im Jahre 870 entdeckt haben sollen und auch die ersten Siedler waren norwegische Wikinger die sich im 9. und 10. Jahrhundert auf der Insel niederließen.

 
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Unser neuer ganzer Stolz (in der Bildmitte  ;) )

 

Wir nehmen nun endlich mal Fahrt auf – über die 413 verlassen wir den „Großraum Reykjavik“ und landen dann auf Islands Nummer 1 – der Ringstraße - und rattern und knattern mit unserem Lada gen Osten.
Bereits nach wenigen Minuten nähern wir uns einem Womo und kurz bevor es eine Überholmöglichkeit gibt – macht es auf unserer Windschutzscheibe auch schon „klack“. Ein von den Reifen des Womos abgeschossener Stein hinterlässt einen daumennagelgroßen Abdruck im Glas in Höhe der Scheibenwischer auf unserer Windschutzscheibe.
Eigentlich war die zusätzliche Gravel Protection ja dafür gedacht, dass wir solche Schäden auf den üblen Pisten abseits des Teers versichert haben – und nun erwischt es uns auf der Ringstraße – auf jeden Fall war die Versicherung jetzt schon eine gute Idee.

Etwa 1 Stunde später durch absolut langweilige, archaische Landschaft biegen wir kurz vor Selfoss auf die 35 nach Norden ab. Das Wetter ist nach wie vor düster und verhangen – aber zumindest trocken – bisher.
Wir halten an einem Parkplatz der einen Aussichtspunkt verspricht. Eiskalter Wind schlägt uns ins Gesicht – also erstmal warm anziehen.



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10 Meter hinauf auf einem kleinen Hügel blicken wir urplötzlich in einen Vulkan mit seinem Kratersee namens Kerið.



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Hier zieht's wie Hechtsuppe .....

 


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Gegen Mittag erreichen wir Haukadalur – das bekannteste Heißquellengebiet Islands.

 
Sämtliche Naturwunder (und davon gibt es in Island ja nicht gerade wenige – die ganze Insel ist ein einziges Naturwunder) sind in Island kostenlos !

Ein Umstand der uns sehr sympathisch ist – nicht nur weil er uns Geld spart. Eine Ideologie, dass Natur uns allen gehört und man nicht dafür bezahlen muss passt zum gelassenen und entspannten Klima das wir hier antreffen – genauso wie der Umstand – das es keine Öffnungszeiten gibt – die Natur hat immer geöffnet .....
Wir stellen uns auf „Menschen“ ein – es ist aber letztendlich gar nicht so schlimm – wir sind spürbar noch in der Vorsaison – aber ganz alleine ist man hier wohl nie – außer vielleicht mitten in der Nacht – was ja lichttechnisch auch machbar wäre.....




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Farbenspiele in Haukadalur

 

 
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Vorbei am großen Geysir – dem alle anderen Geysire auf der Welt ihre Bezeichnung zu verdanken haben (isländisch Geysa bedeutet „strömen/wirbeln“) - der aber nur in unregelmäßigen Abständen, bestenfalls einmal am Tag ausbricht, ....

 


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... sehen wir uns einige heiße Quellen an ....

 


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 ... und wenden uns dann dem absoluten Star des kleinen Gebietes zu: dem Strokkur.




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Seine Ausbrüche erfolgen regelmäßig im Abstand von 8 bis 10 Minuten und manchmal bis zu drei Mal kurz hintereinander mit einer Höhe von 25 bis 35 Metern.

 


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Besonders faszinierend beim Strokkur („Butterfass“) ist eine grüne Wasserblase die sich beim Ausbruch knapp einen Meter nach oben wölbt ..... 

 


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..... und aus der dann der Wasserdampf nach oben schießt.

 



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Ein Anblick der süchtig macht.

 


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Immer und immer wieder möchte man „die Blase“ sehen – für das Foto den perfekten Sekundenbruchteil erwischen, wenn die grüne Wölbung ihren Höhepunkt erreicht.

Ein Bus mit Holländern rollt an – alle im orangen Dress (die Fußballnationalmannschaft Hollands spielt wohl heute Abend auf Island) und alle haben obligatorisch ein Bier in der Hand. Einen Meter vom Ausbruchkrater des Strokkur liegt ein Fußball (!?) und einer der Holländer steigt über die Seilabsperrung und angelt den Ball vom Rand der heißen Quelle.

Wenn Strokkur in diesem Moment nach etwas frischer Luft ist – gibt es für den Holländer das gleiche wie für seine Nationalmannschaft bei großen Turnieren – ein Ausscheiden in der Vorrunde .....

 


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Zeit für einen Coffee-Break und Aufwärmen in der Cafeteria – gegenüber dem Geysirgebiet.
An den Preisen ist erkennbar, dass auch der Isländer weiß was ein Tourist ist und wo er in Häufung auftritt.

Auch in den angeschlossenen Shop werfen wir noch einen Blick und können (ich) bei einem Plüsch-Lundi nicht widerstehen – an sich sind wir solchen Objekten ja seit gut 30 Jahren entwachsen, aber die Vorstellung in unseren Lada quasi als „innere Kühlerfigur“ hinter der Windschutzscheibe einen Lundi zu setzen ist so schräg – da können wir einfach nicht anders.




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Freunde fürs Leben

 
Damit hat sogar unser ansonsten absolut puristische Russe eine „Innenausstattung“ bekommen.
Hoffentlich bleibt das nicht der einzige Lundi den wir zu Gesicht bekommen.....

Schon bald entwickelt sich aus der Nummer ein weiterer Gag – wer beim Fahren den Lundi umkippt muss mit Hohn & Spott seines Beifahrers rechnen – auf „bösem Gravel“ ist diese "Regel" natürlich außer Kraft gesetzt.




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Abgesehen vom Lada die nachfolgend wichtigsten Teilnehmer der Reise:

Petra, der "kleine Lundi", mein Kamerastativ. ;)

 


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Flüsse gibt es in Island wie Sand am Meer und im Frühsommer blühen fast überall Lupinen.




 
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Das Wetter ist immer noch mies (düster, windig, kalt) aber (noch) trocken. Wir fahren zum Gullfoss – dem zweiten Ziel des sogenannten „Goldenen Zirkels“ (einer Runde ab Reykjavik zu Geysir, Gullfoss und Þingvellir) nur eine Handvoll Kilometer von Haukadalur entfernt.
Vom Parkplatz oberhalb der Fälle führt ein kurzer Weg zu einem Aussichtspunkt oberhalb des „Goldenen Wasserfalls“ ...

 
 

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... und eine Treppe hinab zu den beiden Fallstufen die fast im 90 Grad Winkel zueinanderstehen.

 


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Was für ein Erlebnis !

 


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Diese Wassermassen, die beiden breiten Kaskaden – selbst bei heute schlechtem Licht einfach zum Niederknien.

 


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Auf einem teilweise nassen Pfad kann man bis zu einigen Felsen am Rande der oberen Kaskaden gehen (es gibt in Island abgesehen von den Geysirgebieten praktisch nirgendwo Absperrungen – jeder handelt auf eigene Verantwortung) und das Erlebnis so nah an den vorbeirauschenden Wassermassen zu sein ist zutiefst beeindruckend.

 

 

 
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Wieder zurück am Parkplatz stellt sich Regen ein. Schön, dass er freundlicherweise gewartet hat bis wir fertig waren.
Auf dem Rückweg kommen wir nochmal am Haukadalur vorbei und betanken unseren Lada. Bei einem 30-Liter Tank sicher etwas das wir noch öfter genießen dürfen. An den Zapfsäulen wird bargeldlos mit Karte und PIN getankt – was auch mit EC- Karte funktioniert. Das Benzin kostet gut einen Euro – Billigland Island ......
Wir fahren weiter nach Laugarvatn. Kurz vor der Abreise hatten wir hier für die 2. Nacht noch das Hostel Laugarvatn reserviert – das war’s dann auch schon mit den Vorbuchungen.

 


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Gegen 18 Uhr parken wir unseren Lada vor dem ersten Hostel der Reise. Zwischen einigen SUV’s sieht er schon ein bisschen mickrig aus – na, mal sehen was er drauf hat wenn es ernst wird.

Im Hostel gilt an der Eingangstür erstmal „Schuhe ausziehen“. Wir haben ein kleines Doppelzimmer reserviert – das sauber aber recht schlicht sicher keinen gehobenen Ansprüchen gerecht werden würde. Es gibt eine Küche die man nutzen kann und ein Gemeinschaftsbad und extra 2 WCs. Auf dem Zimmer fehlt dergleichen Luxus – außer zwei Betten, einem Schrank und einer Lampe auf einem kleinen Tischen zwischen den Einzelbetten ist nichts in dem kleinen Raum – was auch gut so ist – sonst müssten wir einen Koffer mangels Platz im Auto lassen.
Viel mehr als wir Zwei, unsere Schlafsäcke und zwei Bierdosen passt nicht in das Zimmer - ist aber ok.
Nur 100 Meter vom Hostel entfernt haben wir ein Restaurant ausmachen können – das sich als Pizzabude entpuppt. Also beschließen wir den Tag mit 2 Pizzen – und je einem Bierchen aus unseren neu erworbenen Beständen auf dem Zimmer.

Morgen soll sich das Wetter bessern. Zudem hoffen wir noch auf eine Öffnung in letzter Sekunde der Kaldidalur (F550) um so von Þingvellir auf landschaftlich schöner Strecke zum Hraunfossar zu gelangen.

Das könnte ein spannender Tag werden ....

 



Übernachtung: Hostel Laugarvatn

Preis: 6800 ISK (39 €) Frühstück nehmen wir extra dazu >1100 ISK pro Person (6€)

Also Gesamtpreis 9000 ISK (51€)

Bewertung: 4 von 10

Kommentar: Spartanisch aber ok – Lage im Gebiet zwischen Þingvellir und Geysir schon recht gut – große Auswahl an günstigen Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in der Ecke nicht. Internet ist auf altem PC gegen kleine Gebühr möglich (es steht einfach ein Kaffeebecher da in den man seine paar Kronen reinwirft)

 

 
Bild des Tages:

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Am Gullfoss
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 06. Oktober 2013, 22:38:00
Jetzt werd ich erst recht immer hibbeliger .. (http://www.tower-of-fantasy.de/smilies/lol3.gif)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 06. Oktober 2013, 22:47:50
Beeindruckende Bilder! Der Holländer hat wohl bei seiner Aktion mit dem Ball versucht, seine Hautfarbe der seines Trikots auf natürliche Weise anzupassen?   :wink:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 06. Oktober 2013, 23:46:14
Beeindruckende Bilder! Der Holländer hat wohl bei seiner Aktion mit dem Ball versucht, seine Hautfarbe der seines Trikots auf natürliche Weise anzupassen?   :Wink:
ja, da wäre der Käse gegessen gewesen.  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 07. Oktober 2013, 08:36:36
der Strokkur ist genau nach meinem Geschmack, so kannes weitergehen  :)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 07. Oktober 2013, 13:12:46
Also ich hätte auch nichts gegen Lachs zum Frühstück :floet:.

Der Geysir mit der Wasserblase ist echt eine Wucht :beifall:. Dafür würde ich mich sogar "geplant" bei schlechtem Wetter auf Reisen begeben :cool2:. 
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Isa am 07. Oktober 2013, 14:23:43
Schön Eure ganzen Bilder hier wieder zu sehen!  :)

Übrigens hier
"Sämtliche Naturwunder (und davon gibt es in Island ja nicht gerade wenige – die ganze Insel ist ein einziges Naturwunder) sind in Island kostenlos !"
gibt es mittlerweile eine Ausnahme: der Besuch des Kerið kostet €2!
Haben links beim Parkplatz ein Kassenhäuschen aufgestellt und den Zugang über den rechten Aufstieg gesperrt.

Auch für den Dettifoss ist ähnliches im Gespräch. D.h., da könnte sich in nicht allzu ferner Zukunft in Island einiges tun...
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 07. Oktober 2013, 18:58:39
@Ilona & Paula
Das war auch noch nicht der letzte Strokkur-Eindruck.  :)


gibt es mittlerweile eine Ausnahme: der Besuch des Kerið kostet €2!
Haben links beim Parkplatz ein Kassenhäuschen aufgestellt und den Zugang über den rechten Aufstieg gesperrt.

Auch für den Dettifoss ist ähnliches im Gespräch. D.h., da könnte sich in nicht allzu ferner Zukunft in Island einiges tun...
Ja, das habe ich inzwischen natürlich auch mitbekommen.
Nachdem Island boomt wie kaum ein anderes Land muss man sich von Seiten der Isländer etwas einfallen lassen um die Situation (auch finanziell) zu bewältigen.

Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 08. Oktober 2013, 08:14:48
Der Strokkur ist ja wirklich klasse. Da könnte ich mich wohl auch nicht losreißen. Aber auch die Wasserfälle find ich total beeindruckend.
Ich war mal an den Niagarafällen. Und selbst, als ich sie noch nicht gesehen habe - allein das Geräusch hat mich damals schon umgehauen.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silvia am 08. Oktober 2013, 08:53:17
Ein Anblick der süchtig macht.
Immer und immer wieder möchte man „die Blase“ sehen – für das Foto den perfekten Sekundenbruchteil erwischen, wenn die grüne Wölbung ihren Höhepunkt erreicht.

 :happy:  ooohhh jaaa, und wenn man kein Kamera-Stativ wie ihr habt wird die Kamera irgendwann ziemlich schwer.  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Heiko am 08. Oktober 2013, 09:56:18
Ich wollte nur kurz anmerken, dass ich euch auch noch hinterherreisen werde und hoffe euch bald einholen zu können ;). Der Starttermin kam jetzt etwas ungeschickt für mich  :).
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Heiko am 08. Oktober 2013, 14:33:08
So, jetzt bin ich dabei, ihr seid ja gottseidank noch nicht so weit gekommen  ;).

Der Lada erinnert mich von der Ausstattung und Bedienung ganz stark an meinen ersten Polo zu Anfang der 80iger Jahre. Zu dem sagte ich auch immer: 4 Räder, ein Lenkrad, ein Motor (den man damals aber unter der Motorhaube fast noch suchen musste) und etwas Blech außenrum. Aber man kann so ein Gefährt richtig lieb gewinnen, wenn es einen überall hin bringt  ;D.

Die Geysire gefallen mir schon mal sehr gut :thumb:. Man muss also nicht unbedingt bis nach USA fliegen um sowas mal zu sehen, 3 1/2 Stunden Flugzeit sind da schon mal angenehmer :floet:. Und vor dem "Butterfass" hätte ich bestimmt auch Stunden verbringen können  :).

Auch der Wasserfall ist toll anzusehen und wohl noch beeindruckender, wenn man so nah ran kann :windig:. Also mit der Natur bin ich schon zufrieden, über die Unterkünfte müssen wir aber noch mal reden, da bin ich noch nicht so glücklich damit (wohl mittlerweile etwas zu verwöhnt) ;).

Danke für den Link mit der Karte. Da ich Island bisher nur als kleinen Fleck auf der Landkarte kannte  :-[, kann ich mir jetzt besser ein Bild davon machen und hoffentlich damit auch eure Reise etwas nachverfolgen.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 08. Oktober 2013, 18:48:36
Der Strokkur ist ja wirklich klasse. Da könnte ich mich wohl auch nicht losreißen. Aber auch die Wasserfälle find ich total beeindruckend.
Ich war mal an den Niagarafällen. Und selbst, als ich sie noch nicht gesehen habe - allein das Geräusch hat mich damals schon umgehauen.
Bezüglich Wasserfälle darfst Du Dich noch auf einige sehr schöne und beeindruckende Exemplare freuen.  :)



Ein Anblick der süchtig macht.
Immer und immer wieder möchte man „die Blase“ sehen – für das Foto den perfekten Sekundenbruchteil erwischen, wenn die grüne Wölbung ihren Höhepunkt erreicht.

 :happy:  ooohhh jaaa, und wenn man kein Kamera-Stativ wie ihr habt wird die Kamera irgendwann ziemlich schwer.  ;)
Aber auch mit Stativ ist es mit Strokkur nicht immer einfach - zumindest bei mir.  :P
Entweder ich komme hin und er bricht wenige Sekunden bevor ich mein Stativ aufgestellt habe monstermäßig aus und die zweit folgenden Ausbrüche sind dann nur kleine Hüpfer oder ich halte mal auf die Blase und ausgerechnent dann verpasse ich einen großen Monsterausbruch .....
Trotzdem Strokkur ist einfach der Hit.  :D




Ich wollte nur kurz anmerken, dass ich euch auch noch hinterherreisen werde und hoffe euch bald einholen zu können ;). Der Starttermin kam jetzt etwas ungeschickt für mich  :).
Freut mich Heiko, daß Du wieder dabei bist  :)


Die Geysire gefallen mir schon mal sehr gut :thumb:. Man muss also nicht unbedingt bis nach USA fliegen um sowas mal zu sehen, 3 1/2 Stunden Flugzeit sind da schon mal angenehmer :floet:. Und vor dem "Butterfass" hätte ich bestimmt auch Stunden verbringen können  :).

Auch der Wasserfall ist toll anzusehen und wohl noch beeindruckender, wenn man so nah ran kann :windig:. Also mit der Natur bin ich schon zufrieden, über die Unterkünfte müssen wir aber noch mal reden, da bin ich noch nicht so glücklich damit (wohl mittlerweile etwas zu verwöhnt) ;).
Wer sich für Natur begeistern kann ist auf Island genau richtig.
Die Unterkünfte wie schon geschrieben gibt es auch für ein paar Euros mehr in gehobener Kategorie.
Wir sind da halt eher Sparbrötchen.  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 08. Oktober 2013, 22:09:32
3. Tag Samstag, 6.6.2009


Da es gestern nicht so spät war sind wir verhältnismäßig früh auf – und beide geduscht und hinter den Ohren gewaschen um Punkt 8 Uhr beim Frühstück im Nachbarhaus. Empfangen werden wir dort von einem jungen Isländer dessen gute Laune ansteckend ist. Auf mein „How are you ?“ bekomme ich als Antwort:” I’m always good. I am from Iceland”. Die Qualität des Frühstücks kann zwar nicht ganz mit dem launigen Isländer mithalten – ist aber in Ordnung – Wunderdinge hatten wir sowieso nicht erwartet. Immerhin lernen wir den isländischen Skyr kennen – eine Mischung aus Quark und Joghurt – erfrischend und lecker – gibt es in jeder Tanke und jedem Shop zu kaufen.

Kurz vor 9 verlassen wir Laugarvatn Richtung Westen. Noch ist es bedeckt. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Wir fahren einen kleinen Umweg und kommen so ein Stück entlang am Þingvallatn – dem größten See Islands. 

 



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Unser neues Lada-Maskottchen hat die Nacht im Auto offensichtlich gut überstanden - wir hören zumindest keine Klagen.

 



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Um halb 11 erreichen wir den Nationalpark Þingvellir – ein Must See für jeden Island-Besucher und das dritte Ziel am Goldenen Zirkel.

Das Þ spricht man übrigens wie das englische th aus – weshalb man den Ort im englischen auch Thingvellir schreibt. Was Þingvellir aber so interessant macht ist nicht die Schreibweise, sondern der Mix aus Natur und Geschichte.
Hier wurde bereits um 930, also am Ende der Landnahme (die Besiedelung von Island im 9. und 10.Jahrhundert ) durch vor allem norwegische Wikinger die traditionelle gesetzgebende Versammlung Alping abgehalten. Gesetze wurden verabschiedet und nebenbei auch gleich vollstreckt. Es handelt sich um eines der ältesten Parlamente der Welt (nach denen im antiken Griechenland). Es bestand bis ins Jahr 1798 als die Dänen das Althing auflösten. An diesem historischen Ort wurde auch am 17. Juni 1944 die Republik Island ausgerufen.

Die Almannagjá (Allmänner-Schlucht) hat eine so gute Akustik dass ein Gesetzessprecher jedes Jahr die mündlich überlieferten Gesetze vortragen konnte, denn erst im Jahr 1117 wurden die Gesetze niedergeschrieben. Dabei stand der Gesetzessprecher auf dem Lögberg (Gesetzesberg) und konnte die hinter seinem Rücken aufragende Wand der Allmännerschlucht als natürlichen Verstärker nutzen.
U.a. an diesem Ort (und im weiteren Umfeld) wird auch das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen tektonischen Platten durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar. In den letzten 10.000 Jahren ist das Land beiderseits der Almannagjá Schlucht um 70 Meter auseinandergedriftet und der Talboden hat sich um 40 Meter gesenkt. 

 

 


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Gleich neben dem Visitor Center auf dem Haukadalsfjall befindet sich eine Aussichtsplattform, die einen tollen Überblick über die Allmänner-Schlucht, den See und die Landschaft ....





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... rings um die malerische Kirche bietet. 

 

 


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Gefahr, dass man hier als Tourist an Einsamkeit zugrunde geht besteht nicht – aber noch ist die Besucherzahl erträglich – es gibt halt immer wieder Plätze die man mit (vielen) anderen teilen muss – zum Glück ist das in Island eher die Ausnahme als die Regel. 

 



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Wir wandern durch die Schlucht und erfreuen uns an der sich zunehmend aus den Wolken kämpfenden Sonne.

 




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Besonders schön ist es am Öxaráfoss. In Island ist so ein Wasserfall ja nichts besonderes – für mich als "Wasserfallfanclub-Beauftragten" natürlich schon. 

 



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Inzwischen haben wir strahlend blauen Himmel (T-Shirt – Wetter) und die Landschaft Þingvellirs ist traumhaft schön. Die Sonne kommt – die Touris gehen (wohl der übliche Rhythmus – weiter zum nächsten Busziel am Goldenen Zirkel) – eine Kombination die uns gefällt. 






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Wildlife gibt's auch.  ;)
 

 



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Im kleinen Besucherzentrum des Parks fragen wir wegen der Strasse F550 (Kaldidalur) nach. Gestern war die für uns als Idealroute erhoffte Strecke zum Hraunfossar (erspart Umweg und ist landschaftlich sehr vielversprechend) im Internet noch als gesperrt angezeigt. Die Dame hat zwar keine Ahnung – macht sich für uns aber telefonisch schlau.

Ergebnis: Piste ist noch zu – schade.   :(

 




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Zurück am Lada legen wir ein Päuschen in der Sonne ein mit Skyr und belegten Broten bevor wir Þingvellir gegen 13 Uhr verlassen.

 


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Wir fahren die 52 nach Norden. Inzwischen hat sich die Landschaft noch einmal gesteigert. Wir sehen Berge, wilde Flüsse und leuchtende Wiesen auf denen Islandponys malerisch in der Sonne grasen.

 


 
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Nach einer halben Stunde erreichen wir den Abzweiger der uns entweder per Umweg über den Westen zum Hraunfossar – oder auf direktem Weg über die Kaldidalur nach Norden führt. 
Wir haben Riesenglück. Vor wenigen Stunden muss die Piste (allerdings nur für Allradfahrzeuge) freigegeben worden sein wie uns ein entsprechendes Schild verdeutlicht.
Na dann steht der ersten Bewährungsprobe für unseren Lada ja nichts mehr im Wege.  :D

 



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Zumindest Islandponys haben mit der F550 kein Problem.

 




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Die Fahrt führt über eine Geröllwüste sanft in höhere Gefilde – immer näher an die verschneiten Berggipfel des Schildvulkans Skjaldbreiður.

 




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Die ersten Schneefelder tauchen neben der Piste auf – ein faszinierender Anblick.

 


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Schnell kommt man auf der Strecke nicht voran – für einen PKW aktuell nicht machbar – es sind schon einige fordernde Passagen dabei und auch beim größten Bemühen allen hohen Steinen und tiefen Schlaglöchern auszuweichen gelingt das nicht immer – sie sind einfach in der Überzahl.

Nach 30 Kilometern in denen wir nicht nur gerührt sondern auch geschüttelt sind gibt es eine Abzweigung nach Osten – die zu einem Ausläufer des Langjökull (dem mit 940 km² zweitgrößten Gletscher Islands) führt. Da man sich ja sonst nichts gönnt ..... 

 



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7 halbwegs erträglich befahrbare Kilometer später sind wir oben am Gletscher angekommen ...

 



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... und blicken auf das strahlende Weiß der schier unendlichen Schnee- und Eislandschaft.
Da wir schon mal hier sind machen wir natürlich auch einen kleinen Spaziergang auf dem Gletscher.






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YEAH - I'm In ICE-Land
 




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Das hat sich wirklich gelohnt ! 





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Wieder zurück auf der F550 sind es noch 10 Kilometer bis zum Erreichen des Asphalts. 
Besonders das letzte Stück durch ein von vielen Schmelzwasserflüssen durchdrungenes Tal ist noch einmal ein Highlight der Strecke die man jedem Allradfahrer nur ans Herz legen kann. Gerade für Anfänger stellt die F550 keine Probleme dar, da keine Flüsse zu durchqueren (zu „furten“) sind und auch sonst keine technisch schwierigen Passagen dabei sind. Sein Auto schrotten kann man natürlich bei viel Pech auch hier. 





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Gegen 17 Uhr erreichen wir nur wenige Minuten später den Parkplatz am Hraunfossar. 





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Den Hraunfossar (den Lavawasserfall) gebührend mit Worten zu beschreiben ist ein Ding der Unmöglichkeit.

 


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Zum Glück haben wir 4 Millionen Bilder gemacht.   :))  ;)




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Die Sonne leuchtet auf die unzähligen Kaskaden die sich vom Hang hinab in die teilweise türkisfarbene Hvíta ergießen.

 


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Unglaublich schön.   :D

Angeblich sollen einer Sage nach diese milchig blauen Wasser Trollmilch sein. Ob das der Wahrheit entspricht ist doch egal wenn etwas so schön klingt …..
In jedem Fall leuchten die Augen eines Naturfans am Hraunfossar und es macht  Riesenspaß so ein Naturwunder dazu noch bei strahlendem Sonnenschein abzulichten. 



 

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Aber damit nicht genug. Etwa 500 Meter weiter – die nächste Sensation. Ein toller Canyon mit einer Brücke die zu Aussichtspunkten auf beiden Seiten der Schlucht führt, .....




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.... in die sich diverse Fallstufen des Barnafoss ergießen.
Nach 2 Stunden und angehender Hornhaut auf dem Auslöser-Finger ....

 




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... reißen wir uns los und fahren das letzte Stück auf der 50 nach Westen .....

 




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.... wo wir um 20 Uhr im Städtchen Borgarnes eintreffen.
Auch hier probieren wir wieder das Hostel das etwas außerhalb auf einer kleinen Anhöhe ....

 



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.... malerisch über der Flüsse- und Seenlandschaft thront.

Wir bekommen zwar noch ein Zimmer allerdings ist es sehr klein. Natürlich steht hier wieder eine Küche  zur Verfügung – allerdings müssen wir warten bis 3 Österreicher ihre Nudeln aus den in Beschlag genommenen Töpfen in ihre Mägen wuchten. Bis dahin trinken wir schon mal ein Bierchen in der Sonne vor dem Haus, kochen uns dann ein leckeres (na ja) Tütensüppchen – und das zusammen mit noch einem Bier und einigen Salzletten bleibt heute unser karges Mahl.
Restaurants und Supermärkte haben inzwischen schon zu und so haben wir die Suppen wenigstens nicht umsonst mitgeschleppt. 

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_30143qzdv.jpg)
Wir bleiben noch ein bisschen draußen sitzen und sprechen begeistert über den tollen Tag und überlegen wie und vor allem wohin es morgen weitergehen soll.
So ein (oder zwei) Döschen isländisches Bier runden so einen perfekten Tag noch einmal ab und sorgen für die (eigentlich schon vorhandene) Bettschwere.  ;)

 

Wir wollen morgen früh per Internet das Wetter checken und uns dann entscheiden welche Richtung der Ringstraße wir fahren.
Also Quo Vadis ?

..... und was wird uns der morgige Tag bringen ?

 

Übernachtung: Hostel Hamar Borgarnes

Preis: 5000 ISK (29 €) Frühstück nehmen wir extra dazu >1000 ISK pro Person (5,50€); also Gesamtpreis 7000 ISK (40€)

Bewertung: 5 von 10

Kommentar: schön gelegen, schön mit Holz vertäfelt. Für alle Zimmer nur eine Dusche ist zu wenig. Kleines aber gemütliches Zimmer – allerdings null Komfort.
Borgarnes ist ein nettes Städtchen – gut als Übernachtungsort geeignet

 



Bild des Tages:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2942c3z7q.jpg)
Am Rande des Langjökull
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 09. Oktober 2013, 08:50:13
Juhuuu endlich mal  :strahl: und ich konnte die Jacke ausziehen  :thumb:. Nur auf dem Gletscher, da war es mir dann doch wieder etwas zu frisch  :frier:.

So ist es eben mit uns verweichlichten Warmduschern  :floet:. Die Isländer haben bei etwas Sonnenschein bestimmt schon Schweißausbrüche :toothy9:.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 09. Oktober 2013, 08:52:54
Ich finde es sooooo toll, wenn Wasser Türkis glitzert.... Wow, ich will da auch hin! Schade nur, dass man Sonnenschein nicht mitbuchen kann, denn der wäre ja nicht ganz unwichtig. Meinetwegen können es ruhig -20 Grad sein, aber Sonnenschein, bitte!  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 09. Oktober 2013, 09:34:19
Horst ich bin jetzt schwer am Überlegen wie ich meinen Freund zu einem Islandurlaub überreden kann. Ich würde allerdings wohl die Hochsaison nehmen. Bin halt eine Frostbeule...gibt es einen bestimmten Monat wo es am wenigsten regnet? Das wäre mir noch wichtiger als heiße Temperaturen. Für 2015 haben wir noch keine Pläne  :) und der Anblick  des Þingvellir hat mich endgültig überzeugt dass ich da irgendwann hin MUSS
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: soenke am 09. Oktober 2013, 10:22:51
Hallo Horst,
ach, das waren zwei tolle Tage. Den Kerid Kratersee, Srtokkur, Thingvellir mit Öxarafoss und Gullfoss habe ich auch in meiner Planung. Die Bilder sind echt super und das man so nah an den Gullfoss kann, finde ich auch den Hammer.

Und der Hraunfossar ist natürlich auch nach meinem Geschmack mit dem Türkisfarbenem Wasser.

Sag mal, von Bogarnes zum Hraunfossar ist die Strasse doch geteert, oder?

Upps, um 20 Uhr sind schon alle Restaurants zu? Ist das überall so? Sieht sonst danach aus, dass meine Islandtour auch zur Abnehmtour geeignet ist? ;)

Freue mich auf mehr !

LG Sönke
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 09. Oktober 2013, 12:25:02
.. a Wahnsinn ...

Mehr fällt mir dazu nicht ein ...  ^-^
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 09. Oktober 2013, 12:42:42
.. a Wahnsinn ...

Mehr fällt mir dazu nicht ein ...  ^-^

Dem schließe ich mich an!

P.S. Musste gestern in der Mittagspause an euch denken. Da steht doch glatt so ein dunkelblauer Lada in der Straße, wo ich arbeite!  ;D
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Heiko am 09. Oktober 2013, 14:26:07
Der Nationalpark - wo kriege ich jetzt hier dieses Sonderzeichen her, na gut dann eben Englisch - Thingvellir ist ja wirklich wunderschön, da hätte es mir auch gefallen :thumb:.

Und das Fahren auf diesen Pisten würde uns natürlich auch Spass machen  :adieu:.

Schön, dass auch die Sonne mal rausgeschaut hat, mir ist schon richtig kalt geworden ;).
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 09. Oktober 2013, 21:25:18

Hi Ilona & Andrea,
die Islandkenner wissen jeden Sonnenstrahl zu schätzen aber sehr sehr oft sind es die dramatische Wetterbedingungen die die stärksten Eindrücke hinterlassen.  :D


.. a Wahnsinn ...

Mehr fällt mir dazu nicht ein ...  ^-^
Der Wahnsinn geht übermorgen weiter.  ;)


P.S. Musste gestern in der Mittagspause an euch denken. Da steht doch glatt so ein dunkelblauer Lada in der Straße, wo ich arbeite!  ;D
Da würden bei uns gleich eine Latte Erinnerungen hochkommen.  :)


Und das Fahren auf diesen Pisten würde uns natürlich auch Spass machen  :adieu:.

In Island darf man ja offiziell mit dem Allrad solche Pisten fahren - und das macht da auch saumäßig Spaß.  8)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 09. Oktober 2013, 21:42:12
Horst ich bin jetzt schwer am Überlegen wie ich meinen Freund zu einem Islandurlaub überreden kann. Ich würde allerdings wohl die Hochsaison nehmen. Bin halt eine Frostbeule...gibt es einen bestimmten Monat wo es am wenigsten regnet? Das wäre mir noch wichtiger als heiße Temperaturen. Für 2015 haben wir noch keine Pläne  :) und der Anblick  des Þingvellir hat mich endgültig überzeugt dass ich da irgendwann hin MUSS
Wie das Wetter wird weiß man in Island nie.
Aber eigentlich ist es besser als sein Ruf und so richtig völlig miese Tage hatten wir auf inzwischen 3 Reisen wirklich selten.
Gut ist oft der Mai aber im Sommer hat man natürlich mehr Spaß, da daß Hochland (bzw. die Pisten dort) offen ist und die Vegetation (Lupinen und viel Grün) schöner ist.
Warte mal ab was noch kommt.
Wenn Du jetzt schon ins Schwanken kommst hast Du eigentlich schon verloren - da kommen ja noch die besten Sachen.  :D


Hallo Horst,
ach, das waren zwei tolle Tage. Den Kerid Kratersee, Srtokkur, Thingvellir mit Öxarafoss und Gullfoss habe ich auch in meiner Planung. Die Bilder sind echt super und das man so nah an den Gullfoss kann, finde ich auch den Hammer.
Ja so ist Island, Absperrungen gibt es normalerweise nicht - jeder ist sich selbst überlassen.
bin gespannt was Du am Ende des Berichts über Island denkst. :)


Und der Hraunfossar ist natürlich auch nach meinem Geschmack mit dem Türkisfarbenem Wasser.

Sag mal, von Bogarnes zum Hraunfossar ist die Strasse doch geteert, oder?
Ja die ist geteert.



Upps, um 20 Uhr sind schon alle Restaurants zu? Ist das überall so? Sieht sonst danach aus, dass meine Islandtour auch zur Abnehmtour geeignet ist? ;)
Natürlich gibt es auch Restaurants die zumindest bis 21 Uhr offen haben aber man kann auch einfach Privatzimmer nehmen die eine Gemeinschaftsküche haben - da kann man auch nachts um 1 Uhr noch eine Packung Nudeln kochen. ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 10. Oktober 2013, 21:03:03
4. Tag Sonntag, 7.6.2009


Heute morgen haben wir ein kleines Duschproblem.
Nein wir sind über Nacht nicht wasserscheu geworden und die Dusche führt sowohl kaltes als auch warmes Wasser – wahrscheinlich – genau können wir das leider noch nicht sagen denn eine Amerikanerin verteidigt seit über einer halben Stunde das einzige Bad wie eine Festung. Auch mehrfaches Klopfen bleibt ergebnislos.
Vielleicht hätte ich mal mit einer Tütensuppe drohen sollen .....

Irgendwann ist dann auch die letzte Wange gepudert und wir können den Tag beginnen. Das gebotene Frühstück im Hostel kann man bestenfalls als durchschnittlich bezeichnen. Dagegen ist die „Frühstücksbeauftragte“ wieder richtig nett und zeigt uns auf ihrem PC wie das Wetter in den nächsten Tagen wird.
Eigentlich in alle Richtungen schlecht – vor allem für die Halbinsel Snæfellsness die wir routentechnisch als nächstes machen wollten sieht es im wahrsten Sinne des Wortes düster aus.
Einzig in den Westfjorden soll es auch mal Sonne geben. Die hatten wir nun nicht unbedingt auf der Rechnung. Am Anfang ja – dann aus Zeitgründen verworfen – dann wieder damit geliebäugelt ......
In Látrabjarg (Latraberg) hat man weltweit wahrscheinlich die besten Aussichten Papageitaucher (Lundis) aus der Nähe zu beobachten.
Allerdings liegt das am westlichen Ende von Island und damit auch am westlichen Ende Europas – ein ganz schöner Ritt ...... erschwerend dazu kommt, dass die Fähre die diese Strecke von Snæfellsness in die Westfjorde spürbar abkürzen würde ausgerechnet heute wegen eines Feiertags nicht fährt und morgen in beide Richtungen ausgebucht ist ........ aber wir entscheiden uns trotzdem für die Westfjorde – das Einsamste was man in Island haben kann.

Wir beeilen uns beim Beladen unseres Lada – wenn wir heute noch bis Látrabjarg kommen wollen dürfen wir nun keine Zeit mehr verlieren.

 
 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0777lquto.jpg)
Um halb 10 verlassen wir Borgarnes zunächst ein kurzes Stück auf der Ringstraße und dann auf der geteerten 60 nach Norden.
Nach einer guten Stunde Fahrt wird die Landschaft attraktiver, wir fahren über einige kleine Pässe -  Wasserfälle, Schneefelder und grüne Berghänge bestimmen das Bild. 


 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0788a5u5o.jpg)
Ansiedlungen oder gar Menschen sehen wir kaum. Die 60 führt nun im Bogen nach Westen in die Westfjorde. Gravelpisten wechseln sich mit geteerten Abschnitten ab. 

 

 


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Meist unten um den Fjord geteert - wenn es oben auf den Berg führt - ungeteert und teilweise auch elend schlecht zu befahren .....


 



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..... landschaftlich aber oft sehr reizvoll. 

 

 


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Nach vielen Kehren um Fjorde und völlig einsamen Landstrichen erreichen wir gegen 13 Uhr Flokalundur und tanken dort. Außer einer Zapfsäule und einem kleinen Shop mit Imbiß gibt es in diesem „Ort“ nichts. 

Als Abstecher gibt es von hier die Möglichkeit  zum höchsten Wasserfall der Westfjorde, dem Dynjandi zu fahren – aber da das mit Besichtigung sicher 2-3 Stunden dauern würde – verschieben wir das erstmal auf morgen.
Wir folgen der 62 weiter nach Westen, kommen nach wenigen Minuten an Brjanslækur vorbei – dem Anlegehafen der Fähre die von Snæfellsness kommt aber heute ja nicht fährt. Wüsste man nicht, dass dies ein Fährhafen ist – man würde glatt dran vorbeirauschen.

 

 

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Noch einige Kilometer weiter folgt eine herrliche Szenerie aus muschelübersätem goldgelbem Strand mit dem Panaroma der Berge am Horizont die sich über den Fjorden erheben – stark ! 

 

 

 
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Auch der Blick in die andere Richtung lohnt sich.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_08030hu05.jpg)
Meine beiden "Mitreisenden" warten, dass ich endlich wieder einsteige.  ;)

 

 


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Die 62 verlässt die Küste und quert ein Stück über das Landesinnere bis wir den Fjord Patreksfjörður erreichen.

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_304746uvi.jpg)
Dort rostet auch ein Wrack vor sich hin. 

 

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3065sjum5.jpg)
Hier ist nicht gerade Stoßverkehr - also wird man schon mal argwöhnisch beäugt.

Jetzt wird es wieder holprig, das letzte Teilstück über die 612 ist der „Plombenzieher“ der Strecke – als wenn das Ganze nicht schon anstrengend genug wäre (wenn auch wirklich schön) gibt’s jetzt noch diese Schüttelpiste hintendrauf .... man muss sich Látrabjarg schon verdienen ..... 
An der Piste gibt es einen Miniort (2-3 Höfe) und ein Flugzeugmuseum. Man fragt sich mit welchen Kunden rechnet der Museumsbetreiber hier am Ende der Welt ?

 
 



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Gegen 16 Uhr erreichen wir Breiðavik. Die Straße windet sich über einen Berg hinab und wir sehen unter uns auf das Panorama der Bucht, eingerahmt von Bergen und dem gelbcremigen Sandstrand – ich hatte zwar vorher gelesen dass es hier unglaublich schön sein soll – aber das war wirklich noch stark untertrieben.
Am Strand gibt es eine Kirche und man kann in einem Guesthouse entweder in sehr einfachen und günstigen oder in teuren Zimmern mit Meerblick übernachten.

 

 


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Wir wählen erstere Variante – was sich nicht nur bezüglich unseres Geldbeutels als Glücksfall erweisen sollte (dazu später mehr ). Das Zimmer ist noch mal einen Tick rudimentärer als gestern (was wir uns noch vor Stunden nicht hätte vorstellen können) ....

 

 

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..... winzig klein und mit einem Stockbett (!) versehen.

Petra zieht freiwillig nach oben ermahnt mich aber schon mal vorsorglich dass ich sie nicht von unten ärgern darf, schaun wir mal ....  ;)

Länger als für das Abladen der Koffer halten wir uns nicht in unserem neuen Palast auf – wir sind riesig gespannt und voller Vorfreude auf Látrabjarg und seine Lundis – hoffentlich sind welche da !!!!!!

Zu Hause haben wir uns mit dem Thema Lundis derart hochgeschaukelt dass wir nun wirklich „heiß“ auf Látrabjarg sind. Nirgendwo sonst ist die Möglichkeit  Papageientaucher zu sehen so gut wie hier am Ende Europas an diesem einsamen, menschenleeren Kap. Wir folgen der Piste weiter, die sich aus der Bucht sanft nach oben windet. 15 Minuten später ist der kleine Parkplatz am Leuchtturm – das „Lundimekka“ - erreicht.
Irgendwo hatten wir gelesen, dass zur Hochsaison sogar schon Papageitaucher am Parkplatz zu finden sein würden – aber zumindest davon ist nichts zu sehen. Schon nach wenigen Metern erreichen wir den Beginn der steil abfallenden Klippe.

 


 


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Látrabjarg und seine bis zu 450 m hohen Klippen ist etwa 14 km lang und gilt als einer der größten Vogelfelsen der Welt. Vom kleinen Parkplatz folgen wir einem Schafspfad hinauf bis zur ersten Klippe.

 

 

   
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0856duuvd.jpg)(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3085ygunf.jpg)
Die Klippe ist bis hinunter zum Meer übersät mit Möwen, Tordalken und Lummen. Allerdings keine Lundis. Schon klar – zu einfach sollen wir es ja nicht haben.   ::)

 

 


 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_30819lu3h.jpg)
 


 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/vogel2s3uoh.jpg)


 

 

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Hier geht's zu wie bei ALDI an der Kasse.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_08676ducl.jpg)
Wir wandern weiter .....

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0861icupx.jpg)(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_08639gu7g.jpg) 
...... immer im Bereich der Klippe an der ein Schafspfad entlang führt. 


 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0876xyuxp.jpg)
Das Wetter hat wie versprochen inzwischen völlig aufgerissen, wir laufen in strahlendem Sonnenschein und blicken immer wieder hinab auf bizarr geformte Vogelfelsen, Klippen und das tiefblaue Meer. 


 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0878zyus1.jpg)
Kilometer für Kilometer spulen wir herunter – während die Klippen immer höher werden. 


 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3132t3u27.jpg)
Wo sind die Lundis ?

 
Nach etwa 5-6 km sind wir auf einer der höchsten Klippen angelangt und beschließen umzukehren.
Lundis haben wir keine zu Gesicht bekommen. Papageitaucher (Fratercula arctica) die Erdhöhlen an oder auf Klippen (eben meist in den höheren Etagen im Sommer zur Brut) aufsuchen zeigen sich nicht. Vielleicht ist es noch zu früh im Jahr.

Zur Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Papageitaucher

Schade – auch wenn es toll hier ist – so gerne hätten wir Lundis gesehen und wenn es schon hier keine gibt, sinken die Chancen überhaupt welche zu Gesicht zu bekommen.   :(
Auf dem Rückweg treffen wir zwei Männer – einen Deutschen der mit einem Amerikaner unterwegs ist. Als sie uns von einem Lundi erzählen den sie unterwegs gesehen haben – ist die Trauer verflogen, neue Zuversicht macht sich breit – vielleicht wird’s ja doch noch was.
Wir folgen den beiden Männern an den Rand der Klippe  – und tatsächlich ......
 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3245alurx.jpg)
..... wenige Meter unterhalb auf einem Erdvorsprung thront ein Lundi und hält sein rotes Schnäbelchen in die Sonne. 


 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/lundi1qquqo.jpg)
Isser nicht süß ? 

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_31486bu7a.jpg)
Nie wird dieser kleine Vogel erfahren welche Begeisterung er bei zwei Touris aus Deutschland ausgelöst hat.

Zufrieden laufen wir zurück zum Parkplatz – wenigstens einer ! 

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0885lyu0h.jpg)
Vorne an der ersten Klippe äugen wir auch noch einmal den Bereich der obersten Erdhöhlen ab – dabei muss man schon ein bisschen vorsichtig sein – die Vögel graben teils meterlange Höhlen in die überhängenden Klippen die schon mal wegbrechen ..... 


 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_31736nuws.jpg)
Uns trifft fast der Schlag – plötzlich sind auch hier Lundis ....


 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3199ljukz.jpg)
 .... und nicht nur einer. 


 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3225u2ups.jpg)
Die schon eingepackte Foto und Filmausrüstung wird zu Tage gefördert.


 


 
 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3227qhuqr.jpg)
Jetzt sind wir richtig glücklich – es ist herrlich die Lundis bei ihren Bewegungen, die immer ein wenig drollig und ungelenk aussehen, zu beobachten.

 


 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0898fuul4.jpg)
In Hochstimmung fahren wir den Katzensprung zurück zu unserem Zimmer nach Breiðavik. 
Auch hier gibt es wieder eine Küche die wir nutzen können – auch wenn man das heute kaum kochen nennen kann.  Im Guesthouse gibt es ein Menü das uns nicht begeistern kann. Da heute Sonntag ist und wir sowieso übereilt aus Borgarnes aufgebrochen waren haben wir uns nichts zum Essen eingekauft  – also noch mal ein „leckeres Tütensüppchen“ – vielleicht mal eine Buchstabensuppe ?   
Leider keine isländische sondern aus Deutschland mitgebracht – die isländischen Buchstaben (http://de.wikipedia.org/wiki/Isländische_Sprache) sind ja auch etwas gewöhnungsbedürftig.   

Wir bleiben flüssig und steigen nahtlos auf Bier um. Beim Blick aus unserem Guckloch auf dem Zimmer stellt sich der nächste glückliche Umstand dieses Tages ein.

Nur aus diesem Zimmer kann man sehen – dass wir an unserem Lada das Licht angelassen haben (wie bereits erwähnt – dafür gibt es weder eine Anzeige noch ein Tonsignal – nur einen Schalter). Ich haste sofort hinaus, schalte das Licht aus und starte den Wagen – Glück gehabt er springt an !
Auf den Schreck trinken wir noch ein Bier und da es „erst“ kurz nach 9 ist machen wir noch einen abendlichen Strandspaziergang.

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_09059nu9x.jpg)
Auch Island hat seinen Racetrack

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3270ibuhi.jpg)
Wundervoll wie die Sonne auf das Meer ...

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3271luuf5.jpg)
.... und diesen außergewöhnlichen, schönen Strand leuchtet.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0904g9uw5.jpg)
Da kann man sich schon mal ins Zeug (oder den Sand) legen und wehe es ist dann niemand da der einem im Alter aufhilft.  ;)

 

Gegen 22.30 Uhr sind wir wieder zurück im Zimmer, trinken noch ein Schlückchen und können kaum fassen was wir heute alles gesehen und erlebt haben – trotz sich inzwischen einstellender Müdigkeit kann man das Leuchten in Petras Augen nicht übersehen – ihre anfängliche Besorgnis nach der Ankunft in und um Reykjavik (tatsächlich nicht gerade als „Schaufenster“ für Island geeignet) ist wie weggewischt - meine Begeisterung über dieses Land in das ich „schon immer mal wollte“ ist jetzt schon fast grenzenlos – wir freuen uns auf alles was noch kommt – wir sind in Island angekommen !

 

Leider bin ich nun so müde, dass ich sofort einschlafe und nicht mal dazu komme, Petra im Stockbett über mir zu ärgern ........ schade eigentlich  :(  ;)   

 


Übernachtung: Breiðavik Hotel & Hostel

Preis: 5000 ISK (29 €) ohne Frühstück

Bewertung: 5 von 10

Kommentar: alle 5 Bewertungspunkte für die traumhafte Lage

 

 

 

Bild des Tages:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3261-2cpunl.jpg)
Angekommen in den Westfjorden - am Strand von Breiðavik
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 10. Oktober 2013, 22:30:20
Und wieso hat der Lundi nie erfahren, dass er 2 deutsche Touris glücklich gemacht hat? Sagt nicht, er diente als Einlage in eurer Buchstabensuppe! :hammer:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 10. Oktober 2013, 22:57:25
Und wieso hat der Lundi nie erfahren, dass er 2 deutsche Touris glücklich gemacht hat? Sagt nicht, er diente als Einlage in eurer Buchstabensuppe! :hammer:
Auf gar keinen Fall!!!!  >:(  ;)
Die Lundis sind in Island zwar gerne gesehene Gäste auf der Speisekarte aber für uns käme das niemals infrage einen unserer geliebten Lundis auf dem Teller zu haben.
Dann lieber Tütensuppe .......  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 11. Oktober 2013, 07:47:45
Die Lundis sind ja wirklich süß - dagegen das Schaf, dem wollte ich nicht unbedingt nachts begegnen. Das hat irgendwas von einem Horrorfilm... :o
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 11. Oktober 2013, 08:12:00
Die Lundis sind ja wirklich süß - dagegen das Schaf, dem wollte ich nicht unbedingt nachts begegnen. Das hat irgendwas von einem Horrorfilm... :o
Nein nein ... die Schafe die du meinst, sind aus Neuseeland ... ->  guckst du (http://www.moviemaze.de/filme/1873/black-sheep.html)   :zwinker:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 11. Oktober 2013, 08:12:23
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_304746uvi.jpg)

Sag mal Horst:  :tuschel: Hast du die 2 Krabben so fotogen drapiert :thumb: ?

Die Stockbetten sind der Brüller :totlach:, aber die Lundis  :herz: müssen sich nicht vor australischen Papageien verstecken.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 11. Oktober 2013, 10:33:18
Die Lundis sind ja wirklich süß - dagegen das Schaf, dem wollte ich nicht unbedingt nachts begegnen. Das hat irgendwas von einem Horrorfilm... :o
Nein nein ... die Schafe die du meinst, sind aus Neuseeland ... ->  guckst du (http://www.moviemaze.de/filme/1873/black-sheep.html)   :zwinker:

Oh, neeeee... :o
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silvia am 11. Oktober 2013, 10:36:01
Die Westfjorde haben sich mir bisher entzogen, vielen Dank, das ich mit euch jetzt doch dorthin kam   :beifall:

Ein herrliches Stück Island!!
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 11. Oktober 2013, 11:11:53
Hallo Horst,

ich finde die Krabben auch sehr faszinierend! So was kriecht da einfach am Strand rum? Ist ja der Hammer!
Die Lundis sind natürlich auch süß  :)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 11. Oktober 2013, 16:39:16
Die Lundis sind ja wirklich süß - dagegen das Schaf, dem wollte ich nicht unbedingt nachts begegnen. Das hat irgendwas von einem Horrorfilm... :o
Keine Gefahr - die sind lammfromm.
Im Gegenteil - erst wird, meist etwas dümmlich geguckt - also jetzt sind die Schafe gemeint  ;) ) und dann wie vom wilden Affen gebissen davon gedüst.



Die Westfjorde haben sich mir bisher entzogen, vielen Dank, das ich mit euch jetzt doch dorthin kam   :beifall:

Ein herrliches Stück Island!!
Wohl wahr!
Da müssen wir auch nochmal mit mehr Zeit hin - ist für die nächste Sommertour irgendwann für ein paar Tage fix.


Sag mal Horst:  :tuschel: Hast du die 2 Krabben so fotogen drapiert :thumb: ?
Ausnahmsweise nicht.  ;)

Zitat
Die Stockbetten sind der Brüller :totlach:, aber die Lundis  :herz: müssen sich nicht vor australischen Papageien verstecken.
Wir sind zu der Überzeugung gelangt - Lundis machen glücklich.
Ist einfach ein Genuss denen zuzusehen.  :D


Hallo Horst,

ich finde die Krabben auch sehr faszinierend! So was kriecht da einfach am Strand rum? Ist ja der Hammer!
Die Lundis sind natürlich auch süß  :)
Island erschlägt derart mit gewaltiger Natur, daß man Details gerade beim ersten mal oft übersieht.
Hier war es mal anders. :)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: soenke am 12. Oktober 2013, 09:43:12
Das war aber eine richtige Entscheidung an die Westfjorde zu fahren. Wirklich tolle Küstenlandschaft mit herrlichen grünen Klippen (sieht ja fast so aus wie die Cliffs of Moher in Irland) und Stränden. Sehr schön !

Hmmm.... weniger gefällt mir bisher das ,doch wie soll ich sagen , nicht gerade für mich erfundene Essen aus Tüten.  >:( Aber da ist sicher noch ne Steigerung möglich.) ;)

Hmmm... und die bisherigen Besenkammern äh Zimmer sind auch gewöhnungbedürftig !!  >:D  Da wird mir der Komfort von USA reisen aber fehlen !!!

Aber diese beiden Aspekte kann man hinsichtlich der atemberaubenden natur verschmerzen. !!

Achja, die Lundis finde ich auch ganz niedlich, und ich würde niemals wie Andrea sie  in einer Buchstabensuppe sehen. Nee, lieber als gefüllte Lundibrust mit Kartoffeln und Rotkohl. :-[
Nein Spaß, dann esse ich doch lieber mit Silv das Horrorschaf!! ;D

Freue mich auf mehr !

Gruss Sönke
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 12. Oktober 2013, 13:34:14
Hmmm.... weniger gefällt mir bisher das ,doch wie soll ich sagen , nicht gerade für mich erfundene Essen aus Tüten.  >:( Aber da ist sicher noch ne Steigerung möglich.) ;)

Hmmm... und die bisherigen Besenkammern äh Zimmer sind auch gewöhnungbedürftig !!  >:D  Da wird mir der Komfort von USA reisen aber fehlen !!!
Hallo Sönke,
keine Sorge - im weiteren Verlauf zeigt sich daß es in Island auch anders geht. Sowohl was das Essen angeht als auch bezüglich der Unterkünfte.
In Island ist die Natur so überwältigend, daß Essen und der Palast für die Nacht extrem in den Hintergrund treten aber wir haben daß im weiteren Verlauf und dann auch auf den beiden folgenden Reisen cleverer hinbekommen und die Tütensuppe war dann doch die absolute Ausnahme.  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 13. Oktober 2013, 22:54:54
5. Tag Montag, 8.6.2009


Heute ist das Duschen kein Problem – in der Gemeinschaftsdusche gibt es 5 abgetrennte Nasszellen die auf schmutzige Touristen warten.
Gegen 9.30 Uhr sind wir abfahrbereit und bewältigen zunächst wieder die äußerst holprige 612 zurück nach Osten.


 


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Unser Lada offenbart dabei eine neue Eigenwilligkeit. Da es leicht tröpfelt bringe ich den Scheibenwischer in Gang – der, wenn nicht genug Wasser auf der Scheibe ist – unvermittelt hängen bleibt und per Hand angeschoben werden darf. Beim ersten Mal als das passiert, muss Petra als Beifahrerin noch aussteigen um den Scheibenwischer neu zu „motivieren“ (Glück gehabt, dass ich gerade mit holpern dran bin  ;) ). Kurze Zeit später schafft sie es schon aus dem Fenster über die Windschutzscheibe zu tasten und den Wischer anzustupsen (ihr Fenster lässt sich ja gnädigerweise runterkurbeln).

Wie üblich ist Faulheit der größte Motor des Fortschritts.

 

 

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Pferde sieht man übrigens in den Westfjorden selten – wenn dann gibt es Schafe, die auch schon mal ein Stück vor uns auf der Straße dahintrotten, bis sie sich dann doch auf die Seite bequemen oder einfach nur dumm gucken .....

 

 


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Das Wetter zeigt sich mal wieder eher düster und durchgehend bewölkt. Das will in Island aber nicht viel heißen – man weiß nie wie es in der nächsten Stunde sein wird.

 



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Über die 62 gelangen wir nach Patreksfjörður – mit 750 Einwohnern eine isländische Großstadt der Westfjorde.
Patreksfjörður ist zumindest im Winter kein idealer Ort für Sonnenanbeter.
Die hohen Berge im Hintergrund sorgen zwar für eine tolle Kulisse, aber im Winter schafft es die Sonne nicht über diese Berge und das Städtchen verharrt in Dunkelheit.

 




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Auch wenn es so aussieht – auch in Island muss man Zapfsäulen nicht mit okkulten Beschwörungszeremonien oder Auspendeln zum Sprudeln bringen – eine Kreditkarte mit PIN reicht.   ;)   

 

 


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Nach dem Tanken bekommen wir Hunger und suchen uns ein Restaurant um zu frühstücken.

Das beste (einzige?) Haus am Platze ist ein schön und neu gemachtes Bistro (hätte man hier gar nicht erwartet ) und während wir unseren Kaffee schlürfen und auf unsere Sandwiches warten, vertreiben wir uns die Zeit damit, einige Isländer zu beäugen, die sich in einem Bereich des Lokals offensichtlich für eine schriftliche Prüfung (vielleicht Führerschein) getroffen haben. Immer interessant die Locals zu beobachten.
Die Isländer die wir bisher getroffen hatten wirkten äußerst gelassen und unaufgeregt, allerdings auch gelegentlich etwas verstockt (also praktisch fränkisch  :)) ) – aber das kann man jetzt nach so wenigen Tagen noch nicht wirklich beurteilen.

So langsam geht es auf Mittag zu und es wird Zeit weiterzufahren. Vorher fallen wir aber noch in den größten Supermarkt des Ortes ein (etwa gerade mal so groß wie ein Klassenzimmer und von außen völlig unscheinbar und dadurch schwer zu finden) und decken uns mit Getränken, Brot, Wurst und natürlich Skyr ein. Schön, mal wieder in einem Laden zu sein, wo neben dem Obst die Schrauben und neben dem Brot die Gabelschlüssel an der Wand hängen.




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Weiter geht es auf der 63, mal asphaltiert, mal Gravel in einigem Auf und Ab ....

 

 

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 .... hinab zum Arnarfjörður ....

 

 

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.... und von dort wieder hinauf auf die Lækjarheiði.

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0924duj2v.jpg)
Schneefelder, ....

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3279hgk68.jpg)
.... Wasserfälle, ....

 

 

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..... immer wieder neue Bergpanoramen,                      grüngelb bemooste Lava  beidseits der Strecke .....

 

 

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 ... und phantastische Blicke hinab auf den Fjord machen den Weg zum Ziel.

 

 
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Das Ziel selbst ist aber auch nicht ohne. Wir erreichen nur wenige Kilometer weiter an der 60 den Dynjandi – mit 100 Metern Höhe der höchste Wasserfall der Westfjorde.
Aus der Ferne ist nur zu ahnen welche Wassermassen hier hinabfallen.

 

 

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Unterhalb des Dynjandi bildet der Fluss Dynjandisá noch weitere kleine Wasserfälle ....

 

 

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.... und mündet dann in den Arnarfjörður.

 

 

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Ein Sonnenloch wird für einen "Schnellschuß aus der Hüfte" genutzt.

 

 

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Kurze Zeit später ist schon wieder alles düster und mit dichten Wolken verhangen - die Szenerie ist aber immer noch traumhaft schön.

 

 

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Es dauert also seine Zeit bis wir den an sich kurzen Weg hinauf zum Wasserfall bewältigen. Ständig locken neue Motive und wir nehmen uns Zeit und sind mit viel Freude in unserem Element.

 

 


 
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Oben angekommen ist es wie so oft in den letzten Tagen. Man steht und staunt.

 

 


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Wie eine unfassbar riesige Wand aus Wasser donnert der Dynjandi herab.


 

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Auch hier braucht es den Größenvergleich: kleines Männchen/großer Wasserfall.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0964ujj4p.jpg)
Abstieg hinab zum Parkplatz


 

 

Irgendwann und viele Aufnahmen später sind wir tatsächlich wieder unten an unserem Lada angekommen und erschrecken beim Blick auf die Uhr – bereits 4.  :o
Schreck lass nach – und jetzt noch die ganze Strecke heraus aus den Westfjorden nach Snæfellsness ….. aber das hatten wir uns gestern so in den Kopf gesetzt – also wird das jetzt auch so gemacht.  ;)
Zumal es vorher eh kaum Übernachtungsmöglichkeiten gibt.
Jetzt geht es also darum die Rennqualitäten unseres kleinen Russen abzuklopfen. Angehalten wird jetzt nicht mehr groß – Petra schwingt sich hinters Steuer und stellt unter Beweis, dass sie nicht weit von Kerpen entfernt aufgewachsen ist......  :))

 

Mir kommt die Idee doch noch mal bei der Baldur Fähre anzurufen – vielleicht hat ja jemand abgesagt und es ist doch noch ein Plätzchen frei – das würde zwar keine Zeit aber einige zu fahrende Kilometer sparen. Am Telefon heißt es – es könnte noch was frei sein – wir sollten halt mal vorbeischauen. Die 6 km Umweg auf der 62 nach Westen nehmen wir in Kauf und fahren nach Brjanslækur und stellen uns dort im kleinen Büro der Fährgesellschaft hinter den bereits wartenden Leuten an. Eine unfreundliche Frau sieht uns auf unsere Frage hin - ob denn noch was auf der Fähre frei wäre – an, als ob wir vom Mond gefallen wären, verneint und wendet sich umgehend dem nächsten in der Schlange zu.
Na gut – dann eben doch Kilometerschlucken – sollte halt nicht sein.
Auf der 62 und später der 60 geht es die ganze Strecke wieder zurück die wir gestern in Auf und Ab schon mal gefahren waren – das erspart zumindest Picturestops – für die wir jetzt sowieso keine Zeit hätten.
Gegen 18 Uhr zücke ich mal wieder das Handy und rufe in Grundarfjörður auf Snæfellsness an und frage beim dortigen Hostel nach einem Zimmer. Die einfachen Zimmer sind schon alle vergeben aber ein Apartment wäre noch frei. Ich fackele nicht lange und schlage zu. Auch wenn 10.500 Kronen schon deutlich teurer sind als die letzten Übernachtungen – spätabends den Ort noch nach Zimmern abklappern muss nicht sein. Also heute mal Kontrastprogramm zum Stockbett.  ;)
Außer dem einen oder anderen Tankstop – und einem zweiminütigen Essenseinkauf im angeschlossenen Shop halten wir das Tempo hoch (soweit es die Piste zulässt) und erreichen endlich die Kreuzung mit der 54 – einer sehr guten Staubpiste auf der wir mit einem 90er Schnitt nach Grundarfjörður brettern.

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_09807ak66.jpg)
Das ansehnliche Hafenstädtchen erreichen wir dann gegen 21.30 Uhr, besorgen uns noch den Zimmerschlüssel und sind wenige Minuten später in einem luxuriösen Apartment das Platz für eine Großfamilie bietet. Sogar eine Waschmaschine ist vorhanden und WIR HABEN UNSER EIGENES BAD !!!
Wir lassen es uns gut gehen, machen uns ein Süppchen als Vorspeise – und vertilgen unsere Einkäufe mit ein paar Bierchen und haben so schnell die nötige Bettschwere erreicht.

Ein langer Tag, mit dem Dynjandi ein sehr schönes Highlight und den ganzen Tag noch mal Westfjorde pur – eine klasse Region – die viele verpassen.

Irgendwann werden die Westfjorde auf jeden Fall auch wieder unsicher gemacht (dann auch noch mit dem nördlichen Teil davon)  – da hat es uns mehr als gut gefallen und für Lundi-Fans ist Látrabjarg natürlich Pflicht.

Morgen wollen wir uns auf der Halbinsel Snæfellsness umsehen – wir sind gespannt wie es uns dort gefallen wird.

 

 

Übernachtung: Apartment vom Hostel Grundarfjöður

Preis: 10.500 ISK (60 €) ohne Frühstück

Bewertung: 9 von 10

Kommentar: Ein Palast und noch relativ neu. Riesenküche, zwei Schlafzimmer, Meerblick – dafür ist der Preis günstig.

 

 

Bild des Tages:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0951-2r9j4i.jpg)
am Dynjandi
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 14. Oktober 2013, 08:22:01
Endlich bin ich mal mit der Unterkunft zufrieden  :zwinker:  ;D.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 14. Oktober 2013, 08:33:37
Der Dynjandi ist wirklich beeindruckend!
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 14. Oktober 2013, 09:04:15
Der Dynjandi ist wirklich beeindruckend!
Dem kann ich nur zu 100% zustimmen!!!
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Heiko am 14. Oktober 2013, 10:12:56
Die Größe dieses Wasserfalls im Vergleich zu dem kleinen Männchen davor ist wirklich beeindruckend ;).

Die Einsamkeit der Gegend gefällt mir natürlich  :thumb:, aber den ganzen Winter über keine Sonne sehen, da möchte ich nicht wohnen  :verpiss:.

Die Unterkunft ist natürlich schon klasse, aber es gibt ja wieder nur Tütensuppe  :(.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silvia am 14. Oktober 2013, 10:49:37
Na super - jetzt hast du es geschafft   :hammer:   eine Wandertour auf den Westfjorden steht jetzt ziemlich weit oben in meiner Wunschliste 

Wegen mir hättet ihr jetzt nicht unbedingt so eine Luxus-Unterkunft nehmen zu müssen, ich bin auch mit nem Stockbett vollauf zufrieden  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 14. Oktober 2013, 12:54:50
Man muss wirklich erst einen Vergleich haben. Der Dynjandi sieht auf dem Foto ohne Männchen gar nicht sooo groß aus. Aber toll ist er.

Die großen Schafe find ich immer noch hässlich....
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 14. Oktober 2013, 22:57:48
Endlich bin ich mal mit der Unterkunft zufrieden  :zwinker:  ;D.
Na also.  ;)


Wegen mir hättet ihr jetzt nicht unbedingt so eine Luxus-Unterkunft nehmen zu müssen, ich bin auch mit nem Stockbett vollauf zufrieden  ;)
Ein gewisses Murren in der Begeiltmannschaft war ja doch wahrzunehmen - da musste ich schon mal zwischendurch vom Komfort her schon mal eine Schippe drauflegen.  ;)


Die Größe dieses Wasserfalls im Vergleich zu dem kleinen Männchen davor ist wirklich beeindruckend ;).
Soll das heißen das Männchen ist nicht beeindruckend ?  >:( :)) ;)



Die Einsamkeit der Gegend gefällt mir natürlich  :thumb:, aber den ganzen Winter über keine Sonne sehen, da möchte ich nicht wohnen  :verpiss:.
Ja das ist schon heftig und wäre trotz Islandliebe meine Sache auch nicht - aber das ist schon ein Sonderfall.
Die kürzesten isländischen Wintertage haben trotzdem noch so um die 3 Stunden Licht.


Die Unterkunft ist natürlich schon klasse, aber es gibt ja wieder nur Tütensuppe  :(.
Wir werden in weiteren Verlauf auch Deinen Wunsch nach kulinarischer Steigerung berücksichtigen - da geht noch was.  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: soenke am 15. Oktober 2013, 09:35:51
Hallo,
ach das war ja auch ein wunderbarer Tag. Tolle Wasserfallbilder mit dem Höhepunkt Dynjandi. ! Sehr beeindruckend.

Und was soll ich sagen ? Auch ich Meckerpott bin mit dem Apartement hochzufrieden !!

So kann es weitergehen!

LG Sönke
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 15. Oktober 2013, 22:31:41
6. Tag, Dienstag, 9.6.2009


Da wir schon so ein tolles Apartment mit Riesenküche haben, frühstücken wir heute morgen noch ausgiebig und sind dadurch erst um kurz nach 10 Uhr mit dem einladen unseres eigenwilligen Russen fertig und startklar für einen neuen Tag auf der Insel der Überraschungen.





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3393txldn.jpg)
Zunächst sehen wir uns „endlich“ mal wieder einen Wasserfall an – davon hat Grundarfjörður sogar seinen eigenen – den Grundarfjörður Foss.
 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0987lwaxc.jpg)
"Kein schöner Land in dieser Zeit ...." - Grundarfjörður im Nebeldunst


In Grundarfjörður machen wir die übliche Runde – tanken (unser Lada hat ja nur einen 30 Liter Tank – da gibt es für ihn nahezu täglich ein Besäufnis) und die Suche nach einem Supermarkt um auch unsere Batterien wieder aufzufüllen. In Island haben die Supermärkte (anders als bei uns) keine große farbige Werbung und die Scheiben sind meist mit Farbe überstrichen – sodass man von außen nichts sieht. Es ist also auch hier wieder ein kleines Suchspiel – das wir aber zu einem glücklichen Ende und daraufhin diverse Getränke und Snacks zu unserem Auto bringen können. In großen Orten/Städten gibt es ja den Bonus, eine Art ALDI Islands. Bisher haben wir es aber noch nicht geschafft in so was reinzustolpern – wird aber sicher noch kommen.
 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0993solrx.jpg)
Wir fahren nach Westen. Die Teerstraße folgt dort dem Küstenverlauf im Bogen nach Süden. 

Allbeherrschend auf Snæfellsness ist ja der Snæfellsjökull – ein 1446m hoher Stratovulkan mit einer strahlend weißen Gletscherkappe. Davon sehen wir heute leider nichts – tief hängen die Wolken. Vom schönen Bergpanorama der Halbinsel ist nicht mal etwas zu erahnen. Das lähmt unsere Begeisterung doch etwas – da hilft auch nicht das Wissen, dass der französische Autor Jules Verne in seinem Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ den Einstieg in die Unterwelt genau am Snæfellsjökull angelegt hat – wenn man ihn und seine Nachbarn gar nicht sieht.

Trotzdem versuchen wir das Beste aus den Bedingungen zu machen – interessant ist es hier allemal - die Halbinsel Snæfellsness wird oft als eine Miniaturausgabe von Island bezeichnet, weil dort fast alle typischen Landschaftsformen vorkommen.

Durch den Regen und die etwas höhere Luftfeuchtigkeit beschlägt unsere Scheibe und wir lassen das Gebläse unseres Ladas mal ordentlich durchpusten – klingt schwer nach Asthma was da aus den Kunststoffritzen kommt .....

 




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Vorbei an einigen Kratern und gelbbemoosten Lavafeldern ....

 




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... halten wir nach etwa einer Stunde Fahrt an den Lavagebilden von Djúpalónssandur bei Dritvik.
Auf dem schwarzen Sandstrand Djúpalónssandur liegen vier Kraftsteine mit denen die Fischer die anzuheuernden Seemänner testeten (die übrigen Steine in der Reihe wurden wohl von Touristen gestiftet). 

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3404pbz1i.jpg)
Die Steine mussten hochgehoben werden - Almoði (Versager) hat 23kg, Hálfdrættingur (Halbe Portion) ist 54kg schwer, Hálfsterkur (Halbstarker) hat 100kg und der größte Stein Fullsterkur (Vollstarker) kommt auf 154kg.

Wer Hálfdrættingur nicht heben konnte, wurde nicht angeheuert. Das nennt man doch mal einen unbürokratischen Einstellungstest ! 

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3405psz39.jpg)
Touristen aus Süddeutschland die bei diesem Test versagen, wird zur Strafe von heidnischen Strandsirenen die Mütze über das Gesicht gezogen.

 




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Am Strand liegen auch noch die Reste des englischen Trawlers Epine, der vor einigen Jahren hier zerschellte.

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_0998xmbpz.jpg)
Auch die Lavafelsen bieten interessante Motive ......





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....  wie der Strand selbst.

 


 

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Weiter geht es Richtung Süden. Beim Leuchtturm von Malarif halten wir wieder und laufen zu der Lava-Felsenburg Lóndrangar am Meer.


 


 
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Inzwischen ist es früher Nachmittag – Zeit für einen Kaffee.
Bestens dafür geeignet ist das Cafe Fjöruhúsið (ein ehemaliges Fischerhaus) in Hellnar, einem kleinem Nest im Südwesten der Halbinsel. Hier beginnt die lohnende Wanderung nach Arnastapi und schon hier hat man einen tollen Blick auf die Küste mit ihren direkt am Meer stehenden aberwitzigen Lavaskulpturen und Vogelfelsen.
 





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Wir fahren weiter nach Arnastapi und wandern von hier entlang der Küste nach Osten.
Der Parkplatzwächter ist hier etwas überdimensioniert – wen das Monument darstellen soll weiß ich nicht, vielleicht einen dicken Wikinger oder Helmut Kohl. 

 




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Die kleine Tour entlang der Küste bei Arnastapi ist sicher das Highlight des heutigen Tages.

 

 
 

 
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(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3484i1lxf.jpg)
Grassodenhäuser in Arnastapi

 
Unglaublich was hier für ein Möwen-Flugbetrieb herrscht. Nach gut einer Stunde haben wir genug gesehen und bevor wir noch ein Andenken auf unsere neuen Jacken bekommen (die sind zwar wind- und regendicht aber nicht Vogelkacke-abweisend) kehren wir zu unserem Lada zurück und fahren weiter nach Osten bis Buðir. 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3485xexiy.jpg)
Die Kirche in Buðir ist eines der bekanntesten Fotomotive, das in keinem Islandmagazin fehlen darf – also machen auch wir unsere Aufnahme – wenngleich das Bergpanorama heute bestenfalls angedeutet ist.
Es ist windig und kalt – was uns die kleine Runde zum Strand doch recht kurz halten lässt. 





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Selbst bei so bescheidenem Wetter geben Islands Landschaften immer etwas her.....

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3503cra4k.jpg)
 .... und die Islandponys sowieso.

 

Nirgendwo zeigt sich ein Wolkenloch  - keine Chance in den nächsten Stunden noch irgendwo einen Sonnenstrahl oder mehr Licht abzubekommen. Hoffen wir morgen mal auf Besserung – für heute haben wir genug gesehen. Snæfellsness hat uns nicht ganz so begeistern können wie die anderen Landstriche in denen wir bisher unterwegs waren – liegt vielleicht auch an der schlechten Sicht oder daran dass Snæfellsness zwar vieles bieten mag – aber nichts wirklich ganz Spektakuläres (von Arnastapi mal abgesehen). Schön war's natürlich trotzdem.  :D
 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_10759cbb2.jpg)
Was gibt es heute eigentlich sonst noch Neues von unserem jagdgrünen Russen ?
Nun, nichts weltbewegendes. Wir registrieren jedes Mal wenige Sekunden nachdem man die Zündung ausgeschaltet hat ein sirrendes Geräusch – etwa 10 Sekunden lang – das dann so unvermittelt aufhört wie es begonnen hat und der Sitz rutscht schon mal 20 Zentimeter nach vorne wenn man mal stark für ein paar Schafe auf der Straße bremst.

Ach ja – und das Gebläse das wir wegen beschlagender Scheibe auch am Nachmittag gelegentlich mal laufen lassen macht nach wie vor ein Geräusch, als ob der Selbstauslösemechanismus gestartet wäre und die Bombe gleich hochginge.... 

Wir halten noch einmal kurz an ein paar Basaltsäulen die im Reise-Know-How gefeiert werden, entscheiden dann aber dass wir uns das  Foto aus der Nähe sparen – da gab es wahrlich schon prickelnderes .....

Island ist ja auch das Land der Feen und Trolle. Dementsprechend trollen wir uns jetzt auch und fahren nach Borgarnes – das wir ja schon bestens kennen ( nach 6 Tagen Island sind wir ja schon Islandexperten  ).
Da wir gerne mal was Neues ausprobieren wollen geht es diesmal nicht wieder ins Hostel. Bei einem Guesthouse das wir anfragen ist nichts mehr zu bekommen – also versuchen wir es mal beim Motel Venus jenseits der Brücke über den Borgarfjörður. Dort kommen wir günstig unter – wenn es auch nach dem tollen Zimmer von gestern fast eine Absteige ist.
Heute sind wir extrem früh dran – erst halb 7 – wir drehen mit dem Auto eine kleine Runde durch den Ort, suchen schon mal das Visitor Center (das man an den Ortsrand verlegt hat) um morgen per Internet das Wetter zu checken und zu entscheiden ob wir die Insel wie ursprünglich geplant im - oder gegen den Uhrzeigersinn weiter erkunden.
Borgarnes ist dahingehend der ideale Stützpunkt – liegt direkt an der Ringstraße und ermöglicht dann morgen in die eigentliche Tour einzusteigen.
Da wir beim Zimmer ja sparsam waren ist heute mal richtig speisen an der Reihe.
Wir entscheiden uns für das Vina Kaffi Restaurant.
Während ich endlich mal einen Lachs auf Island probieren will entscheidet sich Petra für einen landestypischen Burrito   ;) – beides ist sehr gut und das Lokal empfehlenswert. 
Auf dem Zimmer gibt es dann noch einen Absacker in Dosenform ....




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3507sqx7d.jpg)
.... und der Blick aus dem Fenster bietet noch einen stimmungsvollen Abendhimmel über Borgarnes bevor es in die Heia geht und die Schlafbrillen über den Tag geschoben werden.

 

 

Übernachtung: Motel Venus, Borgarnes

Preis: 5700 ISK (33 €) ohne Frühstück und in der Spar/Schlafsack-Variante - ohne Bad & WC

Bewertung: 2 von 10

Kommentar: halbwegs sauber –aber mehr Gutes kann man nicht schreiben - kein Übernachtungstipp – nur wenn man unbedingt günstig unterkommen will und das Hostel oder andere günstige Anbieter nichts mehr frei haben

 

 

Bild des Tages:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1067hjau9.jpg)
Kirche in Buðir auf der Halbinsel Snæfellsness
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 15. Oktober 2013, 23:59:48
Wow!

Zugegeben - Zuhause im trockenen und warmen guckt man sich selbst solche Bilder gerne an:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/image.php)

Es schaut aus, als würde gleich der Sturm losbrechen und ich finde die Lichtstimmung in dieser Umgebung so richtig spannend!
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 16. Oktober 2013, 08:21:21
Herrlich  :herz: - der Strand mit den Arches. Erinnert etwas an den Nordwesten der USA und an Twilight  :cool2:.

Bin ich froh, dass du durch den Eignungstest gefallen bist, denn sonst wüsste ich jetzt nicht, wie es in Island aussieht.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 16. Oktober 2013, 12:56:29
Herrlich  :herz: - der Strand mit den Arches. Erinnert etwas an den Nordwesten der USA und an Twilight  :cool2:.


Ilona, ich muss feststellen, du denkst meistens das Gleiche wie ich.....

Horst, mit deiner roten Jacke setzt du immer einen schönen Farbtupfer in deine Fotos.  ;D
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Heiko am 16. Oktober 2013, 15:33:03
Gut dass du beim Test versagt hast, sonst hättest du zum Fischen gehen müssen und wir wären alleine auf der Insel verloren gewesen ;).

Die Lavafelsen gefallen mir ausnehmend gut  :thumb: und die Grassodenhäuser sehen auch interessant aus, isoliert bestimmt gut.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 16. Oktober 2013, 16:16:53
Ilona, ich muss feststellen, du denkst meistens das Gleiche wie ich.....

(http://www.smileygarden.de/smilie/Schleifchen-Girls/smilie_girl_076.gif) (http://www.smileygarden.de)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: soenke am 16. Oktober 2013, 18:38:21
Hallo,
Zitat
Snæfellsness hat uns nicht ganz so begeistern können

Einspruch, euer Ehren ! ;)

Mir hat der Tag sehr gut gefallen,insbesondere Arnastapi oder wie das heisst, auch wenn das Wetter sich nicht von seiner besten Seite gezeigt hat.

Seid ihr gar nicht zum Snaefellsjökull gefahren oder waren die Strassen zu eurer Zeit noch gesperrt? Ach ja und war die heutige Tour ausnahmslos auf asphaltierter Strasse?

LG Sönke
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 16. Oktober 2013, 22:33:51
Herrlich  :herz: - der Strand mit den Arches. Erinnert etwas an den Nordwesten der USA und an Twilight  :cool2:.

Bin ich froh, dass du durch den Eignungstest gefallen bist, denn sonst wüsste ich jetzt nicht, wie es in Island aussieht.
Da bin ich derart mit Pauken und Trompeten durchgefallen - da bestand keine Gefahr.  ;)


ich finde die Lichtstimmung in dieser Umgebung so richtig spannend!
Ich wünsche Dir mal, daß Du solche Lichtstimmungen auch per Speicherkarte oder als Erinnerung im Kopf mit zurück nach Franken bringst.  :)


Horst, mit deiner roten Jacke setzt du immer einen schönen Farbtupfer in deine Fotos.  ;D
Ja, meine rote Jacke ist sozusagen der dritte Star der Reise, nach dem Lada und dem kleinen Lundi.  :))


Seid ihr gar nicht zum Snaefellsjökull gefahren oder waren die Strassen zu eurer Zeit noch gesperrt? Ach ja und war die heutige Tour ausnahmslos auf asphaltierter Strasse?
Hi Sönke,
Snaefelssjökull haben wir wegen dem schlechten Wetter nicht gemacht - da hätten wir nichts gesehen.
Die Straße die Snaefelssness umrundet ist komplett asphaltiert.
Snaefelssness wäre sicher im Vergleich u vielen Landschaften auf der Welt eine tolle Ecke - aber im Vergleich zu den Landschaften in Island sind wir der Meinung - schön - aber es gibt besseres. Da sind die Geschmäcker aber verschieden - viele Fotografen sind ausgesprochene Fans von Snaefellsness.
Für uns das stärkste auf Snaefelssness ist die Berserkerhraun die wir ein Jahr später kennengelernt haben.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 18. Oktober 2013, 17:32:49
7. Tag  Mittwoch, 10.6.2009


Wir sind gespannt wo es heute hingehen soll – in den Nordwesten bis Akureyri oder in den Süden nach Vik. Da wir es geschafft haben nach 6 Tagen praktisch fast noch keine Ringstraße zu fahren wird es jetzt Zeit das zu ändern – nur die Richtung soll abhängig vom Wetter in wenigen Minuten festgelegt werden.

Inzwischen bevorzugen wir eigentlich die Südvariante – was zwei Vorteile hätte:

1.wir können den stärker „überlaufenen“ Süden noch mehr in der Vorsaison abhandeln, treffen somit auf weniger Leute und finden leichter Zimmer
2.Wir können am Ende um wieder vom Norden zurück nach Reykjavik zu gelangen als Alternative zur Ringstraße die F35 wählen – hätten damit eine Hochlanddurchquerung und könnten mit etwas Glück vielleicht den Gullfoss noch mal bei besserem Wetter sehen – denn da trifft die F35 wieder auf Asphalt.
 

Um 9 Uhr fahren wir vor das Visitor Center in Borgarnes. Der für Besucher zugängliche PC lahmt (wie sollte es auch anders sein) aber eine Angestellte des Visitor Centers zeigt uns an ihrem PC wie sich das „Vedur“ in den nächsten Tagen entwickelt (oder entwickeln könnte  ;) ). So ganz eindeutig ist es zwar nicht aber – mit etwas gutem Willen sieht es im Süden tatsächlich besser aus und sympathischer ist uns diese Möglichkeit aus den erwähnten Gründen sowieso – also bedanken wir uns für die Auskunft und legen fest:
Es wird gegen den Uhrzeigersinn und nach Süden gefahren.

Noch gibt uns Borgarnes nicht frei – für uns inzwischen fast wie ein Bermuda-Dreieck. Denn bevor wir mit unserem Lada wieder an Schafen, Pferden und Wasserfällen vorbeirumpeln können -  wollen wir außer tanken auch noch einkaufen – was irgendwie gar nicht so einfach ist. Der erste Laden hat noch zu – der nächste ist noch gar nicht eröffnet ….
Endlich bei Nummer drei dürfen wir unsere Kreditkarte zücken.
Bei strahlendem Sonnenschein verlassen wir endlich diesen Ort – wobei uns Borgarnes durchaus gefallen hat - ein nettes Städtchen. 
Wir durchqueren einen gebührenpflichtigen Tunnel, fahren an Reykjavik vorbei Richtung Selfoss und sind gegen Mittag am Seljalandsfoss.  Das Wetter ist inzwischen leider wieder wolkenverhangen – ab und zu gibt es auch mal ein paar Tröpfchen.





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3513e8sc9.jpg) (https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3516s2sqn.jpg)
Noch viel mehr Tröpfchen bekommen wir allerdings am schönen Seljalandsfoss ab ...

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3523aws7g.jpg)
.... denn hinter dem kann man sogar auf einem Pfad hindurchgehen.

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_109036sgl.jpg)
Eine feuchte Angelegenheit – die man sich aber nicht entgehen lassen sollte. 

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1093kqspz.jpg)
Neben dem Seljalandsfoss gibt es noch einen zweiten Wasserfall – und die ganze Gegend hier ist wunderschön, ein mäanderndes blumengesäumtes Flüsschen, saftige Wiesen, imposante Berge.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3609tesg9.jpg)
Auch die Strecke wird nun landschaftlich äußerst reizvoll – was man von dem Bereich zuvor zwischen Reykjavik und Selfoss beim besten Willen nicht sagen kann. Aber jetzt halten wir trotz des düsteren Wetters um Bilder zu machen und die isländische Natur zu bestaunen;  in der einzelne Höfe und kleine Gemeinden einsam im Schatten der Berge liegen.


 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3561dfspi.jpg)
Nächster „Programmpunkt“ ist in Skógar das kleine Heimatmuseum in dem es neben den fotogenen Torfhäusern ....


 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_35649bs47.jpg)
... auch eine Kirche (rechts) zu sehen gibt. 

 

 

     
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1104rfs69.jpg) (https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1108wvsa5.jpg)
An einem kommt aber wohl kaum jemand in Skógar vorbei  - 25 m breit und 60 m hoch – ein Anblick der Islands Vormachtstellung beim Thema Wasserfälle einmal mehr deutlich unterstreicht .....

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3579fgsv9.jpg)
 .... der Skógafoss.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_11022xsw1.jpg)


Es beginnt zu regnen und aus zwei große Bussen „entweicht die Ladung“.  Menschenmengen – damit können wir ja gar nicht mehr umgehen – schnell weg und weiter nach Osten. 






(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1128igs26.jpg)
Nur ein paar Kilometer weiter gönnen wir uns einen Abstecher zum Sólheimjökull – einer Gletscherzunge des riesigen Mýrdalsjökull zu dem eine kurze Piste führt

(auf diesen Gletscher kommen wir übrigens im wahrsten Sinne des Wortes noch einmal zurück ).

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1131hwspi.jpg)
Eine fast unwirkliche Gegend mit Gletscherflüssen und gelbbemooster Lava – faszinierend !

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3589zeswh.jpg)
Auch der Blick aus nächster Nähe auf den Gletscher zu dem wir vom Parkplatz spazieren lohnt die wenigen zusätzlichen Kilometer.

 

 


 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3597ilscv.jpg)
 

 




Auch die weitere Strecke bis Vik i Mýrdal – oder kurz „Vik“ zwingt noch ein paar Mal zu unvermittelten Stops – manchmal auch einfach auf der Straße, was aber kein Problem ist. Selbst hier auf der 1 ist so wenig Verkehr, überhaupt ein weiterer großer Pluspunkt Islands – nirgendwo bisher auf unseren Reisen konnte man so entspannt Autofahren wie in Island.
 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1129xxsn5.jpg)
Apropos Autofahren – was können wir heute Neues von unserem Lada berichten ?

Nun, so langsam kennen wir alle seine Macken und haben uns daran gewöhnt. Auch daran, daß man sich immer umstellen sollte wenn man sich gerade vorher im Auto unterhalten hat (was wegen des Ratterns etwas lauter ausfallen muss) und gleich nach dem Aussteigen auf nicht Ladageeichte Menschen trifft. Man will ja niemanden in Grund und Boden schreien.

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_36107zscm.jpg)
Vik ist ein bezauberndes Örtchen in phantastischer Lage. Das Örtchen schmiegt sich an den mächtigen Reynisfjall – sozusagen der Hausberg Viks, das kleine Kirchlein thront malerisch auf einem Hügel von Lupinen umringt, und der Strand gilt als einer der schönsten der Welt – wozu auch die im Meer stehenden Basaltfelsen der Reynisdrangar beitragen; und das alles vor der Kulisse des Mýrdalsjökull.

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_115659svo.jpg)
Kirche und Berge in Vik i Mýrdal

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1157zpslb.jpg)
Blick auf die Reynisdrangar

 
Bevor wir uns aber den Reizen der Umgebung hingeben können muss eine Unterkunft organisiert werden. Das kleine Hostel das hier kaum Zimmer anbietet ist bereits voll. Wir entscheiden uns für das Hotel Lundi (bei dem Namen …. ) das auch ein Guesthouse mit Schlafsackunterkünften anbietet.
Na ja – klein (Bettenlänge 1,70m), alt und gut abgewohnt und dazu die Koffer in den 3.Stock wuchten … zudem macht die Uralt-Küche im Keller nicht unbedingt Lust sich da auszutoben … dürfte mal wieder ein Restaurantbesuch angesagt sein.
Da wir unsere Ansprüche in punkto Zimmer vor der Reise schon gut nach unten disponiert haben macht uns das aber nichts aus – überhaupt war es bisher überall sauber – und wir konnten weit günstiger übernachten als wir gehofft hatten. 

 

 

Wir fahren um den Reynisfjall wieder aus dem Ort nach Westen und nehmen die Stichstraße 218 zum Kap Dyrhólaey. Leider kommen wir hier nicht weit. Der größte Teil der Straße die auf einem Felsen bei einem Leuchtturm endet und den Blick hinab auf ein Felsentor im Meer ermöglicht ist vom 1.5. bis 25.6. gesperrt, was wir aber schon vorher wussten.

Grund sind die dort brütenden Papageitaucher die dort in Scharen in den oberen Etagen der Felsen ihren Nachwuchs in kleinen gegrabenen Höhlen aufziehen. 
 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1138dks26.jpg)
Der kurze Abstecher lohnt sich aber trotz verschlossenem Tor, denn immerhin gibt es hier einige interessante von Wind und Wasser geformte Wellenfelsen. 

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1152efs7b.jpg)
Vik gilt ja als regenreichster Ort Islands. Heute ist es immerhin trocken und mit etwas Glück kämpft sich sogar noch die Sonne durch, die schon gelegentlich durch einige Wolkenfetzen blinzelt. 
An klaren Tagen kann man von der Küste bei Vik die Westmänner-Inseln sehen.

Vielleicht erinnert sich noch jemand an den Film „Free Willy“ und seinen Star – den Orca Keiko. 1998 kam Keiko wenige Kilometer von hier auf der Insel Heimaey an (der größten der kleinen Westmänner-Inseln) – denn in isländischen Gewässern wuchs er einst auf bevor er für Hollywood „entdeckt“ wurde.
Die „Free-Willy-Stiftung“ beschäftigte ein ganzes Forscherteam, das jeden Atemzug Keikos dokumentierte. 20 Jahre hatte Keiko in den Betonbecken Nordamerikas Kunststücke gezeigt und sich durch den Kinofilm endgültig neben Flipper zum bekanntesten Fisch der Welt katapultiert. Keiko tat sich schwer seine Bucht mit Vollpension zu verlassen und im offenen Meer selbst für sich zu sorgen. Durch unzählige Trainingseinheiten ließ er sich dann doch noch von einem Leben in Freiheit überzeugen, schwamm nach Norwegen kam dort aber auch nicht ohne Menschen aus und starb 2003 an einer Lungeninfektion. Das Experiment das viele Millionen Dollar verschlungen hatte war gescheitert. Ein Happy End wie im Film war Keiko leider nicht vergönnt……







(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1141g8sev.jpg)
Direkt an der Westseite des Reynisfjall führt eine zweite Stichstraße (die 215) bis zum Meer.
Nur wenige Meter sind es vom Parkplatz bis zum pechschwarzen Strand.
 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_11448esp9.jpg)(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1146e3sg8.jpg)
Hier finden wir neben spektakulären Basaltsäulen ....

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/lundisimwasserfxsyq.jpg)
.... auch Papageitaucher (Lundis) die im Meer schwimmen. 

 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3624dpslt.jpg)
Auch das Felsentor von Dyrhólaey kann man gut von hier erkennen.

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3741qdsbi.jpg)
Das beeindruckendste sind aber natürlich die im Meer stehenden Lava-Felsnadeln - die Reynisdrangar. 


 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3634qksxg.jpg)
Da schlägt das Filmerherz wieder schneller.

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3660iwspo.jpg)
Einige der im Meer schwimmenden Lundis drehen ein paar Flugrunden über dem Wasser und landen oberhalb der Basaltsäulen im Felsen.

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1151sis59.jpg)
Petra verrenkt sich fast den Hals um mit ihrem Tele ein paar Aufnahmen zu ergattern. 

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/lundiimflug9bssh.jpg)
Einfach immer wieder herrlich den Kleinen zuzusehen.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/fliege0hst0.jpg)
Macht einfach Freude hier große und kleine Dinge zu entdecken.

 

 

So langsam bekommen wir Hunger – auch wenn wir heute noch etwas vorhaben. Wir wollen hoch auf den Reynisfjall wandern in der Hoffnung, neben schönen Blicken auf Küste und Felsen vielleicht sogar einen Lundi oben an den Klippen zu entdecken. So gut wie in Látrabjarg sind die Chancen hier sicher nicht – aber wer nicht wagt der nicht gewinnt.

Aber das verschieben wir mal auf nach dem Essen – ab 21 Uhr gibt es in den meisten Restaurants in Island nichts mehr auf den Teller – also fahren wir wieder um den Berg herum zurück nach Vik. Große Auswahl an Lokalen gibt es im kleinen Vik nicht – aber das Strondin erweist sich als sehr gutes Restaurant – sowohl von der Einrichtung als auch dem Essen. Da wir heute irgendwie Lust auf Pizza haben verschmähen wir manch interessant klingende Alternative – aber Lachs und Lamm gibt es irgendwann anderswo noch.

 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_11557esu8.jpg)
Blick vom Restaurant zum Meer

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1163b5sx2.jpg)
Nach dem Essen geht es um 20.30 Uhr in einigen Kehren zu Fuß steil hinauf auf den Reynisfjall. 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1164u4s0k.jpg)
Inzwischen hat sich die Sonne durchgekämpft und wir bekommen herrliche Blicke in „Fotografen-Licht“ auf die Küste, Berge und den Ort serviert. 
Oben angekommen müssen wir erst mal tief durchatmen – das hat Körner gekostet – mit vollem Pizzabauch.


 
 

 

Nach einigem erfolglosem Herumirren auf dem Felsen ohne Lundierfolg, entscheiden wir uns auf eine verlassene, verfallene Hütte zuzugehen die sich in der Nähe der Klippe befindet.

Vorsichtig treten wir an den Rand und trauen unseren Augen kaum.  :o :D :o :D     
 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_36957ws0q.jpg) (https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3696tks76.jpg)
Unfassbar – wie auf einer Postkarte sitzt eine Gruppe Lundis direkt am Klippenrand !

 


 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3721dasfi.jpg)
Im Hintergrund die Felsnadeln der Reynisdrangar ...

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/lundigroup6n3sfr.jpg)
.... eine Szenerie wie im Film. 

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/lundigroupqks7z.jpg)
Immer wieder fliegen Lundis heran, setzen sich vor ihrer Höhle ins Gras während andere wieder Richtung Meer hinab starten.

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/lundigroup7uwse9.jpg)
Klasse – ein Riesenerlebnis aus nächster Nähe ! 

 

 


 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3729kfsu0.jpg)


 

 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3710wfs95.jpg)
   





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1172fks65.jpg) (https://www.eumerika.de/abload.de/img/lundigroup-hk4fs0e.jpg)
Dieser Berg mit seiner Klippe ist sogar für Islandverhältnisse ein Superlativ – nicht nur wegen der Lundis – der Blick von hier oben ist überwältigend. Nach Osten steht das Felsentor von Dyrhólaey in der Brandung, direkt unterhalb die Felsnadeln der Reynisdrangar, nach Westen blickt man auf Vik und den weiteren Küstenverlauf – im Hintergrund nach Norden die scheinbar unendlichen Gletscher des Mýrdalsjökull.

Alles wird uns hier oben wie auf einem Präsentierteller serviert und vor allem Lundis ohne Ende !

 

 

Viele Aufnahmen später sind wir gegen 23 Uhr doch gut geschafft wieder im Zimmer und schlafen gleich ein.
Ein absolut phantastischer Tag in einem Wahnsinnsland – und Vik könnte einer unserer absoluten Lieblingsorte auf Island werden.  :D

 


Übernachtung: Hotel Lundi (Guesthouse)

Preis: 5200 ISK (29 €) ohne Frühstück mit Schlafsack WC & Bad auf dem Gang

Bewertung: 2 von 10

Kommentar: sauber und in Vik. Das ist das Positivste was man über das Zwergenzimmer berichten kann.

 

 

Bild des Tages:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/lundiduoygs5a.jpg)
Lundis in Vik - auf dem Reynisfjall
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 18. Oktober 2013, 17:51:25
Traumhafte Landschaft - tolle Bilder! Aber dies hier war doch sicher das Nachbardorf von Hobbingen, oder?


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3561dfspi.jpg)

Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 18. Oktober 2013, 18:23:18
Traumhafte Landschaft - tolle Bilder! Aber dies hier war doch sicher das Nachbardorf von Hobbingen, oder?

Na klar, und der dicke Hobbit ist auch gleich wieder mit dabei.  :))
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Susan am 18. Oktober 2013, 19:36:16
Hallo,

jetzt habe ich es auch hier geschafft euch hinterher zu reisen  :toothy9:

Einen Lada als Mietwagen gibt ja mal eine ganz besondere Note - irgendwie erinnern mich die Auto-Beschreibungen auch stark an mein erstes Wägelchen in den 80ern  ::)  In Anbetracht der doch eher einfachen Unterkünfte stellt sich mir wieder die Frage nach Campermobilen - wahrscheinlich auch ein sehr teures Vergnügen auf Island?

Die Natur dort begeistert mich total und dann noch die süßen Lundis  :)

Schade, dass das Klima so gar nicht dem von uns für Sommerurlaube favorisierten entspricht. Da werden wir mit einem Besuch wohl noch warten müssen, bis wir uns in Rentnerzeiten danach noch zeitlich einen Wärme-Auftank-Aufenthalt im heißen Süden leisten können  :floet: Solange geniesse ich eben all die Reiseberichte  8)

Und die tollen Bilder muss Petra nun wirklich nicht verstecken  :thumb:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 19. Oktober 2013, 09:33:41
Hallo Susan,
Schade, dass das Klima so gar nicht dem von uns für Sommerurlaube favorisierten entspricht.
So schlimm ist es nun auch nicht und Island verzeiht man die kühleren Temperaturen - man wird ja anderweitig belohnt.
Wir mögen es sonst auch gerne trocken-warm.  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 19. Oktober 2013, 11:42:37
Wenn auch das Wetter nicht besonders toll ist - die Wasserfälle und vor allem das satte Grün sind es! Und die Lundis könnte man einfach knuddeln... :)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 19. Oktober 2013, 12:13:40
Die Wasserfälle sind ein schönes Beiwerk (da ist eher Sönke der Fan :cool2:), aber für die Lundis begeistere ich mich einfach mehr  :adieu:.

Klasse, dass du so viele Bilder von den Wasservögel mit den roten Schuhen gezeigt hast :beifall:.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silvia am 20. Oktober 2013, 14:54:44
Die Lunid-Fotos sind einfach nur genial!!!    :beifall:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 20. Oktober 2013, 17:38:39
So jetzt habe ich wieder gutes WLAN und kann die Fotos ohne lange Ladezeit genießen  :)
Ich bin normalerweise nicht der besondere Wasserfallfan aber diese hier sind ja gigantisch! 60 Meter Höhe kann ich mir echt nicht vorstellen und dann auch noch von hinten begehbar, echt genial!
Die Lundis sind auch ganz lustig, an Land sehen sie ja wie Pinguine aus. Können die eigentlich tauchen?
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 20. Oktober 2013, 22:40:53
Wenn auch das Wetter nicht besonders toll ist - die Wasserfälle und vor allem das satte Grün sind es! Und die Lundis könnte man einfach knuddeln... :)
Hi Silv,

ja die Lundis sind uns auch sehr ans Herz gewachsen und wir suchen inzwischen nach Regionen wo man sie findet.
So waren wir nicht zuletzt deshalb auch in Wales auf Skomer Island.  :)


Klasse, dass du so viele Bilder von den Wasservögel mit den roten Schuhen gezeigt hast :beifall:.
Hallo Ilona,
trotzdem muss ich mich schon fast entschuldigen für die vielen Lundi-Fotos aber so vermittelt es vielleicht wenigstens ein wenig der Eindruck wie wir das an dem Abend erlebt haben.  :D
Das hat seine Spuren hinterlassen .....  ;)  :)  :)



So jetzt habe ich wieder gutes WLAN und kann die Fotos ohne lange Ladezeit genießen  :)
Ich bin normalerweise nicht der besondere Wasserfallfan aber diese hier sind ja gigantisch! 60 Meter Höhe kann ich mir echt nicht vorstellen und dann auch noch von hinten begehbar, echt genial!
Die Lundis sind auch ganz lustig, an Land sehen sie ja wie Pinguine aus. Können die eigentlich tauchen?
Hi Paula,
na klar können die tauchen.
Nur in Island heißen sie ja Lundis. Offiziell nennt man sie in unseren Breiten ja Papageitaucher.
In Island tauchen sie nach Sandahlen u.a. auch um ihren Nachwuchs den sie im Sommer in Island auf bestimmten Vogelfelsen zur Welt bringen und die ersten 2 Monate aufziehen damit füttern können.

Hier mal ein Foto aus unserer Island-Tour 2010:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/bild1601p1juw.jpg)
Lundi in Bakkagherdi mit Sandaalen




Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 20. Oktober 2013, 22:51:39
8. Tag, Donnerstag, 11.6.2009


An der Rezeption des Hotel Lundi kann man für kleines Geld ins Internet gehen.
Das nutzen wir um uns Infos übers Wetter zu besorgen.
Eigentlich sollten wir heute mit mehr Sonne rechnen können – wenn auch ein paar Tröpfchen angezeigt sind. Eben das übliche – Island steckt voller Überraschungen – das gilt im besonderen auch für das Wetter. Die Isländer haben ja um die 20 verschiedene Bezeichnungen für Wetter wie z.B. das „Fenster-Wetter“. Da ist das Wetter von drinnen beim Blick aus dem Fenster erträglich und von draußen eher weniger .....   ;)

Kurz vor 9 verlassen wir Vik und folgen der Ringstraße weiter nach Osten.

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_11755nsdz.jpg)
Für unsere Kameras beginnt der Tag am Fjaðráargljúfur Canyon, der sich nur 2-3 Kilometer von der Ringstraße entfernt an der F206 zu den Laki-Kratern befindet.




 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1178wsstg.jpg)
Nicht nur der Name dieses Canyons ist ein ordentlicher Zungenbrecher, .....


... nur einen kleinen Ladahopser weiter, treffen wir auf Islands Ort mit dem wohl skurrilsten Namen - „Kirkjubæjarklaustur“.






(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3754c8s8m.jpg)
Hier kaufen wir im kleinen Supermarkt ein und setzen uns in die Sonne um an einem Picknicktischchen zu frühstücken. Mein Blick verrät Anspannung - ich übe noch am Ortsnamen .....




 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1207fosay.jpg)
Das Landschaftsbild auf der weiteren Fahrt nach Osten bestimmen die Sanderflächen der Skeiðarársandur – Kies und Sandablagerungen von Gletscherschmelzbächen ....

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1187wcscr.jpg)
.... des Vatnajökull – nicht nur der größte Gletscher Islands sondern (bezogen auf sein Volumen) auch der größte Europas. 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3772qssol.jpg)
Gegen Mittag erreichen wir den Skaftafell Nationalpark bei strahlendem Sonnenschein.
Auch der Skaftafell weist wie so oft in Island - zumindest wieder einen europäischen Superlativ auf – er ist mit 4.800 km² der größte Nationalpark Europas.
Bekannt ist der Park für seine Gletscher die man aus nächster Nähe bewundern kann. Gletscher sind in Island eine der prägendsten Landschaftsformen – 11 % der Landesoberfläche sind durch sie bedeckt.
 
Ein „Must See“ im Skaftafell NP ist der Svartifoss  - einer der bekanntesten Wasserfälle Islands und unser nächstes Ziel.
Wir bewegen unseren Lada einige hundert Meter bis zum Ausgangspunkt und starten auf den kurzen Trail.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3790cjskw.jpg)
Als wir an einem kleinen Hügel vorbeikommen trauen wir zunächst unseren Augen nicht.
Eine Gruppe Touristen führt dort mehr oder weniger simultan absonderliche Verrenkungen aus – sieht aus als ob die Übungsleiterin einen Thai Chi Ratgeber bei ALDI gekauft hätte.

Was man nicht alles auf Island sieht ......  ;)
 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1200tys03.jpg)
Der Svartifoss ist mit 12 m Höhe weder sonderlich hoch und auch alles andere als breit. Auch seine Wassermenge ist im Vergleich zu anderen Wasserfällen auf Island eher spärlich. 

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/ho-svartifossfhsvm.jpg)
Trotzdem hat sich die Natur hier wieder etwas besonderes einfallen lassen – der Svartifoss (=schwarzer Wasserfall) ist ringsum von Basaltsäulen umgeben die ihn wie Orgelpfeifen einrahmen. 

Gerade als Petra ihr Stativ für eine Langzeitbelichtung aufstellen will fängt es an zu regnen. Innerhalb weniger Minuten hatte sich der Himmel über uns zugezogen und zum ersten Mal während dieser Reise wird eine Unternehmung vom Wetter gestört.
Immerhin schon bemerkenswert – dass das inzwischen 8 Tage bis zu diesem „Vorfall“ gedauert hat.
Wir warten 20 Minuten und geben dann auf. Der Wind treibt noch dunklere Wolken heran und Aufnahmen haben wir ja gemacht – dann eben kein Foto mit Schleier.
Weitere Besichtigungen oder Wanderungen im Nationalpark verkneifen wir uns nun – muss bei Regen nicht sein – und für den Jökulsarlón wollen wir auf jeden Fall noch ausgiebig Zeit haben.

Wir wollen gerade auf der Ringstraße so richtig Tempo aufnehmen – da entdecken wir etwas weiter östlich eine Gletscherzunge die wie in einem Sonnenloch zu liegen scheint während ringsum alles schwarz ist und es sich an vielen Stellen abregnet.
Kurzentschlossen ändern wir mal wieder unsere Pläne ....
 

 



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... und fahren die kurze Stichstraße zum Svinafellsjökull und laufen auf kurzem Weg zu seiner Gletscherzunge. 

 




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Ebenfalls ein beeindruckender Gletscher. Sogar eine Gruppe Wanderer die sich mit ihren Steigeisen über den Gletscher bewegen können wir erkennen. 

 




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Weiter geht die Fahrt nach Osten auf der Ringstraße. Rings um uns ist nun ein dichtes Wolkenband – aber wir verlassen uns mal darauf, dass das eine halbe Stunde später wieder ganz anders sein kann und hoffen, dass wir am Jökulsarlón nicht in einen Regenguß kommen. 

 




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Gegen 15.30 Uhr ist eines der größten Highlights Islands erreicht – Jökulsarlón ....

 

 


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.... der größte Gletschersee Islands. 

 

 


 
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Bevor wir uns der Aufnahmesession um den See hingeben können – rufen wir mit dem Handy in Hali an (ein Mininest in dem es ein Guesthouse gibt ). Übernachtungsmöglichkeiten im Gebiet des Jökulsarlón sind äußerst rar und bis wir hier fertig sind – vergehen sicher noch ein paar Stunden. Wie fast immer klappt die Reservierung gleich auf Anhieb problemlos.

 



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Während Jökulsarlón der größte Gletschersee Islands ist, ist sein Abfluß der Jökulsá á Breiðamerkursandi wohl der kürzeste einer Art – da er nach wenigen hundert Metern im Meer endet. Dieser kurze Fluss teilt das für Besucher erreichbare Gebiet in zwei Teile (West und Ost).

 

 


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Auf beiden Seiten gibt es einen großen Parkplatz und im östlichen Gebiet ein kleines Kaffee und die Amphibienfahrzeuge – mit denen man per Tour zwischen den Eisbergen schippern kann.

 

 


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Wenige Minuten später sitzen wir schon mit todschicken Schwimmwesten ausstaffiert auf der Ladefläche eines solchen „Zwittergefährts“ und rollen auf den See zu.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1244a5sxn.jpg) (https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3969dosfr.jpg) 
Nach einigen Erklärungen zum Gletschersee und einmal Lecken an einem Stückchen Gletschereis ..... 

 




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..... gleiten wir zwischen den bis zu 15 Meter hohen Eisblöcken hindurch. Klasse !!!

 

 


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Mindestens genauso schön ist es, am Uferrand entlang zu laufen.

 

 


 
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Wir bewundern immer neue Eisskulpturen ....

 

 


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.... zwischen denen Seehunde im 3 °C warmen (oder besser kalten) Wasser treiben.

 

 

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Noch ein Seehund mit (natürlich schicker) roter Jacke.

 

 


 
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Auch die Sonne blinzelt gelegentlich durch die Wolken ...   






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.... und die Eisstücke auf dem See leuchten in den unterschiedlichsten Blautönen.

 

 

 

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Der Gletschersee diente übrigens bereits bevor ich hier mit meiner Videokamera aufkreuzte als Schauplatz für bekannte Filmproduktionen wie James Bonds – „Stirb an einem anderen Tag“, „Tomb Raider“ und „Batman Begins“.   

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1305kbsaa.jpg)
Schönes Übernachtungsplätzchen - wäre uns aber doch etwas zu "frisch".  ;)
Sieht aber gemütlich aus.

 

 


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Gut 3 Stunden und viele Aufnahmen später, geben wir uns zufrieden und fahren noch die 10 km bis Hali wo wir gegen 19.30 Uhr eintreffen.
Hali besteht nur aus wenigen Häusern um ein Literaturmuseum in Form von 2 Meter hohen Büchern in einem Regal. Die Isländer und Kunst – auch ein Kapitel für sich. 

 



 

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Heute haben wir (auch mangels Alternativen) keine Schlafsackunterkunft sondern schon gehobenen isländischen Standard.  Es gibt 5 Doppelschlafräume und 2 Bäder und einen großen Aufenthalts-/Küchenbereich.   
So hatten wir das erhofft – denn heute soll es selbstgekochte Nudeln & Tomatensoße aus dem Supermarkt von Kirkjubæjarklaustur (ich wollte den Namen nur noch mal erwähnt haben  ;)  ) geben – also alles da was man braucht – Hunger auch!
Dummerweise hat gerade ein belgisches Pärchen sämtliche Kochtöpfe belegt – also warten und (nein keinen Tee sondern) schon mal ein Bierchen trinken. 
Schließlich können wir unser Delikatess-Menü starten und fallen darüber her als ob es lange nichts gegeben hätte – was mit Ausnahme von gestern Abend ja auch irgendwie stimmt. 

Neben dem Esstisch geht der Raum in einen großen Gemeinschaftsbereich über mit Couch und Tisch an dem ein Pärchen sitzt mit dem wir ins Gespräch kommen.

Schnell sitzen wir plötzlich alle um den Esstisch; das Pärchen kommt aus Brandenburg und hat Whiskey und einen Birnenschnaps dabei (so was ist mir direkt sehr sympathisch  ;)  ) und so verbringen wir einen lustigen Abend und torkeln gegen 24 Uhr ins Bett. 

 


Übernachtung: Hali Guesthouse (10 km östlich des Jökulsarlón )

Preis: 10.500 ISK (60 €) ohne Frühstück WC & Bad auf dem Gang

Bewertung: 8,5 von 10

Kommentar: sehr empfehlenswert – gerade Nähe Jökulsarlón gibt es wenig Alternativen – würden wir sicher wieder nehmen.

 

 

Bild des Tages:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3943ltssg.jpg)
Am Jökulsarlón
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 21. Oktober 2013, 08:16:56
Der Gletschersee diente übrigens bereits bevor ich hier mit meiner Videokamera aufkreuzte als Schauplatz für bekannte Filmproduktionen wie James Bonds – „Stirb an einem anderen Tag“, „Tomb Raider“ und „Batman Begins“. 

Dann aber schnell damit in unseren Filmlocations-Thread  :adieu:.

Die schwimmende Bustour durch die Eisberge hat mir sehr gefallen, da wäre ich am liebsten mitgefahren  :sabber:.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silvia am 21. Oktober 2013, 10:36:45
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1305kbsaa.jpg)
Schönes Übernachtungsplätzchen - wäre uns aber doch etwas zu "frisch".  ;)

 ;D  Sieht aus wie unser ÜN-Platz im Jahr 2000 - mit einem Wahnsinns-Sonnenuntergang. Schon lange her, aber daran erinnere ich mich noch zuuu gut, vor allem da Sonnenuntergänge in Island so mal locker 2 Stunden dauern können  ;D    Aber das war damals bei weitem nicht der kälteste Platz!! 

Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 21. Oktober 2013, 12:52:41
Der Gletschersee ist wirklich klasse!

Also die Ortsnamen lese ich garnicht, ich versuche es nichtmal. Ich hoffe, du nimmst mir das nicht übel... :zwinker:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Susan am 21. Oktober 2013, 13:21:56
Ein toller Gletschersee  :thumb: da vergisst man doch glatt das  :frier:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Heiko am 21. Oktober 2013, 13:57:35
Also mich fröstelt es auch schon etwas  :frier: bei soviel kaltem Wasser bei den vielen Wasserfällen und den ganzen Gletschern. Gut, dass bei uns heute zwischendurch mal die Sonne scheint :). Aber schön ist es dort wirklich  :thumb:.

Die Amphibienfahrzeuge sehen ja interssant aus. Aber wieso nehmen die keinen normalen Boote, gibt es dort keine Anlegenstellen? Diese Zwitter sind doch bestimmt viel teurer in der Anschaffung.

Hat das bei euch geklappt mit diesen Zungenbrecher-Namen? Ich überlese diese auch meistens, da die Aussprache zu lange dauern würde und eventuell auch zu feucht wäre :-[.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 21. Oktober 2013, 20:51:38
Der Gletschersee diente übrigens bereits bevor ich hier mit meiner Videokamera aufkreuzte als Schauplatz für bekannte Filmproduktionen wie James Bonds – „Stirb an einem anderen Tag“, „Tomb Raider“ und „Batman Begins“. 

Dann aber schnell damit in unseren Filmlocations-Thread  :adieu:.
Steht doch schon längst (http://www.eumerika.de/smf/index.php/topic,243.msg3553.html#msg3553) drin  8)  ;)



;D  Sieht aus wie unser ÜN-Platz im Jahr 2000 - mit einem Wahnsinns-Sonnenuntergang. Schon lange her, aber daran erinnere ich mich noch zuuu gut, vor allem da Sonnenuntergänge in Island so mal locker 2 Stunden dauern können  ;D    Aber das war damals bei weitem nicht der kälteste Platz!! 
Ja Island und seine Lichtstimmungen - ein Kapitel für sich.  :)


Hi Heiko,
Die Amphibienfahrzeuge sehen ja interssant aus. Aber wieso nehmen die keinen normalen Boote, gibt es dort keine Anlegenstellen? Diese Zwitter sind doch bestimmt viel teurer in der Anschaffung.
Privat geht da gar nichts - aber man sieht hin und wieder ein Zodiak fahren.



Hat das bei euch geklappt mit diesen Zungenbrecher-Namen? Ich überlese diese auch meistens, da die Aussprache zu lange dauern würde und eventuell auch zu feucht wäre :-[.
Wir hatten mal einen Abend Isländisch-Privat-Unterricht über die VHS und da auch die Namen der Orte durchgenommen.
Das war ganz hilfreich und dann gibt es ja eine Webseite wo man sich die Orts-Namen vorlesen lassen kann.


Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 23. Oktober 2013, 18:48:04
9. Tag, Freitag,12.6.2009


Dass es in Island im Sommer so lange hell ist verursacht schon ungewöhnliche Erlebnisse.
Als ich gestern nach dem Umtrunk mit dem Pärchen aus Brandenburg noch mal aus dem Zimmer musste  ;)  lief mir ein halbnackter Inder über den Weg. 10 Meter größer hätte ich bei den Rücken- und Brusthaaren an King Kong gedacht – aber schon seltsam nachts um halb 2 mehr oder weniger nackt in der Küche zu hantieren und noch groß aufzukochen .... vielleicht lag es ja auch an der Zeitverschiebung zu Indien ...... 

Wir haben mal wieder Lust auf ein ordentliches Frühstück und schlagen unerbittlich im angeschlossenen Restaurantbereich des Museums zu. Hier gibt es ein wirklich leckeres Buffet für umgerechnet 7 €. Einmal mehr stellen wir fest, dass auch viele Franzosen in Island unterwegs sind – und – dass man immer wieder dieselben Leute sieht.

Das Wetter ist zwar trocken aber noch zeigt sich keine Sonne – also eher schlechter als gestern Abend – weshalb wir nicht noch einmal zum Jökulsarlón fahren – was wir bei strahlendem Wetter sicher in Erwägung gezogen hätten – war in jedem Fall klasse dort. Unser Tag wird aber sicher auch so gut gefüllt.  :)
Wir folgen der 1 nach Nordosten und gönnen uns dafür den Abstecher (8 km one Way – äußerst raue Piste) zum Fláajökull. Falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte – irgendwas mit „Jökull“ heißen in Island nahezu alle Gletscher, denn „Jökull“ bedeutet „Eis“. 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_398127s73.jpg)
Der letzte Kilometer führt über einen Damm aus größeren Steinen über die unser Lada aber mühelos dahinrattert zu einer Gletscherzunge mit Gletschersee.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3987pys4p.jpg)
Wir parken und laufen etwa eine halbe Stunde zum Gletscher.

 

 

 

 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_3991t1sc9.jpg)

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1328wcd88.jpg)
Hat man den Gletscher erreicht wird die Fortbewegung meist schwer bis unmöglich. Schlamm auf spiegelglatten Eisplatten – wahrlich nicht verlockend dort noch weiterzugehen und dann doch mit Nase oder Hinterteil ein Schlammbad zu nehmen.

 

 

 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_399017sds.jpg)
Wir machen einige Aufnahmen und kehren um.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_133298ida.jpg)
"Eishand" am Fláajökull

 

 

Ach ja – wo war denn noch unser Auto ?

Da wir über einige Hügel hinabgestapft sind versteckt es sich jetzt wohl in einer Senke und wir können nur raten in welche Richtung wir genau gehen müssen – alles sieht gleich aus  - Geröllschutt so weit das Auge reicht.   
Also tut man das was man in so einem Fall am besten immer tut – auf den höchsten Hügel steigen und den Blick schweifen lassen. In der Ferne glauben wir das „jagdgrüne“ Dach unseres kleinen Freundes ausmachen zu können.

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1339w5edw.jpg)
Also halten wir auf diese Richtung zu und werden fündig. 

 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1344nzdy1.jpg)
Weiter geht es auf der Ringstraße ....

 

 

 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_13550rez4.jpg)
.... die hier entlang der ganzen Südküste ein Erlebnis für sich ist. Noch einen letzten Gletscherblick gönnen wir uns bevor es in die Ostfjorde geht – der Hoffellsjökull ist gut von der Ringstraße aus zu bewundern.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1348aldxr.jpg)
Islandponys direkt an der Straße - auch da wird gehalten und der Auslöser weiter abgenutzt.

 

 


 

 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4015izs79.jpg)
 


 

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_13661jd43.jpg)
Eingekeilt zwischen den Lagunen Hornarfjörður und Skarðsfjörður liegt die gemütliche Stadt Höfn, erreichbar über die kurze Zufahrtsstraße Nr. 99.
Hier befindet sich auch der einzige Hafen der Südküste, da die Sanderflächen keinen anderen Standort zuließen.  Höfn ist auch die erste wirklich nennenswert große Ortschaft/Kleinstadt seit Hunderten von Kilometern mit gut 1600 Einwohnern. 

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1364kbino.jpg)
Bemerkenswert ist hier vor allem ein Aussichtspunkt den man erreicht, wenn man den Hafen passiert. Es ist zwar so windig dass es uns fast aus den Schuhen weht aber der Blick auf die Stadt und gleichzeitig 4 Gletscherzungen ist schon klasse !

Eigentlich wollen wir nur aufs Klo und stoppen dafür an einem Cafe. Da das Cafe gemütlich aussieht denken wir – ein wärmender Kaffee wäre auch recht. Letztendlich haben wir dann ein Mittagessen auf dem Tisch stehen .....

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1357rmexn.jpg)
Nördlich von Höfn – etwa ab Djúpivogur beginnen die Ostfjorde. Dorthin knattern wir mit unserem Lada, der wegen unserer vollen Mägen sicher einen Liter mehr braucht. Zum Glück müssen wir nicht radeln. :P

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4031kms1n.jpg)
Die Strecke ist teilweise hochspektakulär.


 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_403617s1p.jpg)
Wir werden durch eine wunderschöne Szenerie von Bergen, Buchten, im Meer stehenden Lavafelsen und Zinnen... 

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_13816yiva.jpg)
... immer wieder zum Anhalten gezwungen. 

 

 

 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1383twda4.jpg)
An einem dieser Stops treffen wir auf ein polnisches Pärchen, ...

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4049ans1i.jpg)
.... das auch mit einem Lada unterwegs ist.

Ich errate sofort dass deren Lada ebenfalls von geysir.is ist (das war nicht schwer) und wir hören dass sie sogar schon mit dem Ding „gefurtet“ haben. Wer hier eine peinliche Bildungslücke haben sollte – „Furten“ ist das Durchfahren eines Flusses mit dem Auto. 

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1386bydb1.jpg)
Ein launiger Smalltalk über den Lada entwickelt sich - Fazit: Ladafahrer sind auf jeden Fall die besseren Touristen  wenn nicht gar überhaupt die besseren Menschen!   ;)

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_13880wdpe.jpg)
Bevor es weitergeht besehen wir uns den Strand und die Felsen.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4037u3szo.jpg)
Lavafelszinnen und Löcher ragen aus dem Meer, ...

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_40402fsev.jpg)
... einen Vogelfelsen gibt es zu bewundern ... 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/robbeg3sld.jpg)
.... Robben die im Meer schwimmen ....

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1391xpi4t.jpg) (https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_40558zs34.jpg)
 ..... und das alles so ohne große Ankündigung – so was bietet Island eben einfach im Vorbeifahren.

Gäbe es so eine Szenerie in Kalifornien – würde man mindestens einen State Park daraus machen (sofern noch Geld dafür da ist ....) und halb Touri-Deutschland wäre dem Hype erlegen den man um so einen Ort machen würde.
Hier hält man einfach für ein paar Bilder – genießt die nun strahlende Sonne die sich mal wieder unvermittelt aus den Wolken kämpft und fährt begeistert weiter.   :D

 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4057wcsep.jpg)
Im kleinen Städtchen Djúpivogur sehen wir uns ein bisschen um ....

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_139480cxw.jpg)
.... und füllen unseren Biervorrat wieder auf. (im Bild: Bier-Task-Force Einsatzleiterin Petra) 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4056wrs1r.jpg)
Isländische Hinterhofidylle in Djúpivogur

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1392hne5p.jpg)
Weiter kurven wir um den Berufjörður – den ersten Fjord auf dem Weg nach Norden.
Ab Breiðalsvik verlassen wir die 1 und kurven auf der 96 weiter um und durch die Ostfjorde.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4065h8suv.jpg) (https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4068smsum.jpg)
Islands Natur hält die Strecke abwechslungsreich.
Die Sonne bleibt uns noch einige Zeit erhalten – aber kalt und windig ist es heute.
Satte +4°C zeigt das Thermometer an der Tanke in Fáskrúðsfjörður. 

 

   


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1403ccc4z.jpg)
Die häufigsten Verkehrsteilnehmer sind in Island Schafe.

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_40630ss3n.jpg)
Das Umkurven weiterer Fjorde sparen wir uns – das Wetter zieht sich jetzt doch ungemütlich zu und per Tunnel kann man einige Kilometer abkürzen. 

Inzwischen ist das Wetter ziemlich mies, als wir an Schneefeldern vorbei den einen oder anderen kleinen Pass auf der 92 nach Norden überqueren. Hier soll es sogar Rentiere geben – wir sehen aber keine – wohl alle weggerannt.
Gegen 19 Uhr erreichen wir Egilsstaðir. Was für ein hässlicher Ort !
Immerhin eine der 20 größten Städte Islands (Platz 19) aber wahrlich kein Hingucker. Eine angedachte Hüttenunterkunft etwas außerhalb der Stadt ist uns zu teuer, also werfen wir einen Blick ins Visitor Center im Ortskern, vielleicht gibt es ja hier noch einen Übernachtungstipp – was allerdings nicht der Fall ist. So checken wir wenigstens noch das Wetter und sehen, dass es hier morgen extrem ungemütlich wird. Sogar Schneefall ist angekündigt, während es am Mývatn (eigentlich für übermorgen geplant) schön werden soll. 
Also mal wieder eine Planänderung. Das schöne Hafenstädtchen Seyðisfjörður und Bakkagerði die für morgen auf dem Programm standen lassen wir wetterbedingt sausen und Egilsstaðir (oder vielleicht besser "Eklig-staðir") muss ebenfalls auf uns verzichten – hier gefällt es uns sowieso nicht. Wir fahren noch weiter nach Westen Richtung Mývatn.
Bis ganz nach Mývatn schaffen wir es heute natürlich nicht mehr – aber wir entdecken im Heimur-Führer (der Islandguide mit Übernachtungstipps vom Isländischen Fremdenverkehrsamt) ein einsames Guesthouse an der Ringstraße, rufen dort an und bekommen ein Zimmer zugesagt. Jetzt gilt es nur noch vor 21 Uhr dort anzukommen, damit wir noch etwas im Restaurant des Veitingar Guesthouse zu beißen bekommen.

Wir geben Gummi – bremsen aber trotzdem weiterhin für Schafe.  ;)

 

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1404h7dv8.jpg) (https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1405vbftf.jpg) 
Entlang an einem sehenswerten Canyon und diversen Wasserfällen die von den Bergen hinabstürzen, erreichen wir kurz nach halb 9 das Veitingar Guesthouse, checken ein und gehen erst mal etwas essen.
Wir sind zwar die einzigen Gäste – normalerweise ja kein gutes Zeichen – aber das Essen ist sehr gut (ich probiere mal isländisches Lamm).
 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1410azsmy.jpg) (https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1407-2zkeo0.jpg) 
Das Zimmer ist zwar nicht bombastisch – aber durchaus ok und der Preis ist es auch. Man beachte (Bild rechts) die sofort strategisch platzierte Bierdose. Nicht, dass man denkt wir müssen uns das Zimmer schön trinken - nein - wir finden auch andere Gründe.    :)) 







(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1408gqsxk.jpg)
Das Beste an der Unterkunft ist aber der Name der Ortschaft die praktisch nur aus dem Guesthouse besteht: "Skjöldólfstaðasköli"

Super oder ? 

und jetzt alle zusammen .....   ;)







(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_40740hsj5.jpg)
Auf dem Zimmer gibt es noch das sich bereits "andeutende" obligatorische Bierchen (da man ja am hellichten Tag keinen Alkohol trinken sollte muss man sich halt anders behelfen  ) ...   ;)

 


 
.... und ein weiterer toller Tag diesmal allerdings vorwiegend im Auto (das soll morgen ganz anders werden) geht zu Ende.

 

 
Übernachtung: Veitingar Guesthouse in Skjöldólfstaðasköli

Preis: 7000 ISK (40 €) ohne Frühstück – als Schlafsackunterkunft, WC & Bad wie immer auf dem Gang

Bewertung: 6,5 von 10

Kommentar: in the „Middle of nowhere“ – also kein Punkt für die Lage – aber sonst durchaus ok – kann man weiterempfehlen.

 

 

Bild des Tages:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4002yusby.jpg)
Islandpferde in den Ostfjorden
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Susan am 23. Oktober 2013, 19:06:33
Hallo,

Der Tag hatte doch so seine Höhepunkte  :zwinker:  :drunken: (nein, nicht nur das Bier)

Hab mich schon gefragt, wann die Islandponys kommen,  8) oder hab ich die bisher übersehen?
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 23. Oktober 2013, 19:16:58
Hast du  mal versucht mit der Augenbinde zu trinken? Ich glaube, das kann leicht mal ins Auge gehen - äh... naja, vielleicht nicht gerade ins Auge. Du weißt schon....

Wunderschöne Bilder sind das! Und daran hat nicht nur die Natur ihren Anteil  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 23. Oktober 2013, 22:09:01
Also diese Zungenbrechernamen machen mich echt fertig. Eins ist schon mal klar: in Island kann man niemanden nach dem Weg fragen "können Sie mir sagen wie ich nach Tjzklmerfckplmnd komme?  :o

Und in einer Vinbudin hätte ich eine Weinhandlung vermutet oder ist das Isländisch für Liquor store?

Aber die Natur ist echt toll, besonders die Ponys gefallen mir heute. Sind das wirklich Wildtiere? Wie überleben die im Winter?
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 23. Oktober 2013, 23:32:46
Hallo,

Der Tag hatte doch so seine Höhepunkte  :zwinker:  :drunken: (nein, nicht nur das Bier)

Hab mich schon gefragt, wann die Islandponys kommen,  8) oder hab ich die bisher übersehen?
Die gab's schon mal am 3.Tag aber eigentlich sieht man die immer wieder mal - man fotografiert halt dann nicht immer.  ;)
Übrigens das Bier, das ich da in der Hand halte (Egilstadir), ist nicht gerade das beste was man in Island erwischen kann - über die Marke deckt man besser ein oder zwei Augenklappen.  ;)



Hast du  mal versucht mit der Augenbinde zu trinken?
Logisch. Für so einen Quatsch bin ich immer zu haben.  :))


Wunderschöne Bilder sind das! Und daran hat nicht nur die Natur ihren Anteil  ;)
Ich wage zu erraten welches Eyecatcher Bild da vorne liegt.  ;)



Also diese Zungenbrechernamen machen mich echt fertig.
Halb so wil Paula - aber extra für Dich kommt dann demnächst mal ein einfacher kurzer Name (Myvatn).  ;)


Und in einer Vinbudin hätte ich eine Weinhandlung vermutet oder ist das Isländisch für Liquor store?
Ich gehe davon aus, daß das Weinhandung heißt wobei das dann eben ein dehnbarer Begriff ist.


Aber die Natur ist echt toll, besonders die Ponys gefallen mir heute. Sind das wirklich Wildtiere? Wie überleben die im Winter?
Nein das sind keine Wildtieren. Die gehören schon irgendeinem Farmer der sie über den Winter einsammelt und auf seinen Hof bringt.


Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 24. Oktober 2013, 08:42:46
Zu den Shetland Pferden: vor einigen Jahren habe ich einen Englischkurs an der Volkshochschule gemacht und eine von den Teilnehmerinnen besaß auch solche Pferde (da habe ich übrigens das erste Mal ghört, dass man sie bloß nicht als Ponys bezeichnen darf!) Sie erzählte, dass ihre Tiere auch im Winter draußen seien. Sie seinen deutlich robuster als unsere Pferde hier und würden es auch im Stall nicht auf Dauer aushalten. Sicher wird sie einen Unterstand gehabt haben und auch zugefüttert haben, aber interessant fand ich das damals schon!
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 24. Oktober 2013, 13:03:11
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1383twda4.jpg)
An einem dieser Stops treffen wir auf ein polnisches Pärchen, ...

Ist das da unten das polnische Pärchen? Der hat ja auch 'ne rote Jacke an!  :zwinker:

Das Foto mit den Schafen auf der Straße find ich klasse. Und von hinten sehen die gar nicht so unheimlich aus.....
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 24. Oktober 2013, 14:03:18
... und – dass man immer wieder dieselben Leute sieht.

Ihr scheint auf einer Insel Urlaub gemacht zu haben  :toothy9:.

Das Bild mit den Schafen finde ich klasse, denn die kennen sogar die Verkehrsregeln und laufen rechts :totlach:.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 24. Oktober 2013, 21:12:06
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1383twda4.jpg)
An einem dieser Stops treffen wir auf ein polnisches Pärchen, ...

Ist das da unten das polnische Pärchen? Der hat ja auch 'ne rote Jacke an!  :zwinker:
Ja und auf die rote Jacke habe ich ja eigentlich ein Copyright.  ;)


Das Foto mit den Schafen auf der Straße find ich klasse. Und von hinten sehen die gar nicht so unheimlich aus.....
Das ist auch die Ansicht die man irgendwann immer bekommt wenn man denen zu nahe kommt - panische Flucht in die entgegengesetzte Richtung.  ;D



... und – dass man immer wieder dieselben Leute sieht.

Ihr scheint auf einer Insel Urlaub gemacht zu haben  :toothy9:.

Das Bild mit den Schafen finde ich klasse, denn die kennen sogar die Verkehrsregeln und laufen rechts :totlach:.
In Island ist halt alles außergewöhnlich - selbst die Schafe.  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 24. Oktober 2013, 22:02:51
10. Tag Samstag, 13.6.2009
 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1585x7put.jpg)
Gegen 9 Uhr ist unser Lada wieder gesattelt und wir abfahrbereit. Unsere Handtücher dürfen nach der morgendlichen Dusche tagsüber wieder den Kofferraum bewachen und dabei trocknen.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1416wnpjt.jpg)
Noch hält das Wetter nicht was uns der Internetgott gestern versprochen hatte. Neblig, düster, schier undurchdringliche Wolkendecke ..... na ja bis Mývatn sind es ja noch 160 Kilometer – kann ja noch werden. 
Irgendwie strengt das Wetter und die Jagd nach dem Sonnenloch auf der Wetterkarte schon an – und wir beschließen zukünftig nicht mehr nach Wetterberichten zu sehen und einfach das Beste daraus zu machen so wie es eben kommt. 
 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1414dhqln.jpg)
Gestern hatten wir kurz vor dem Guesthouse noch einige schöne Wasserfälle direkt neben der Straße gesehen. Bevor wir also gen Mývatn (also zum Mückensee) starten, fahren wir den Kilometer zurück und zücken kurz die Kameras. 

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1417jzrpl.jpg)
Auch einen Canyon gibt es hier zu bewundern.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1475rvorr.jpg)
Die Ringstraße führt im Verlauf nach Westen auf eine Hochebene mit vielen Schneefeldern. Immerhin kämpft sich schon mal gelegentlich die Sonne durch.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_407949qj7.jpg)
Gegen 11 Uhr sehen wir aus der Ferne die Rauchfahnen von Námafjall – das Mývatn-Gebiet ist erreicht.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1430g2qqw.jpg)
Da auf den Námafjall und seine heißen Quellen gerade die Sonne scheint fahren wir dort auf den Parkplatz und wechseln die Schuhe.
Wenn es hier geregnet hat (was offensichtlich der Fall war) – verwandelt sich der weiche Boden in puren Schlamm und die Schuhe brauchen danach eine Grundsanierung. Das wollen wir unseren „guten“ Wanderschuhen nicht antun und schlüpfen in die extra für solche Fälle mitgenommenen alten Boots (die wir hier auch am Ende der Reise entsorgen könnten).

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_14713dobl.jpg)
Wir haben gerade die erste Aufnahme im Kasten da kommt ein Platzregen auf uns herab – und das trotz Sonnenschein..... Also wieder ins Auto und erst mal ein paar Minuten warten. 15 Minuten später ist der Spuk wieder vorbei und wir können uns in Ruhe und vor allem ohne dass unsere Kameras auf Wasserdichtheit getestet werden – umsehen. 

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_14525bpbv.jpg)
Das Hochtemperaturgebiet ist ein gutes Beispiel für die teils irreführende Namensgebung diverser Gebiete in Island. Für viele Orte kursieren zwei, manchmal auch mehr Namen. Teilweise stammt das noch aus den Zeiten, in denen die Menschen wegen fehlender Brücken wenig Kontakt zueinander hatten und deshalb Gebiete einfach unterschiedlich benannt wurden. Diese unter Dampf stehende Landschaft wird in den Reiseführern mal mit dem Namen des Berges Námafjall - teilweise aber auch mit dem des Passes über den Berg Námaskarð bezeichnet. Eigentlich heißt das Solfatarenfeld aber Hverarönd oder Hverir.   

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4096nrq3m.jpg)
Námafjall ist nicht nur ein 482 m hoher Bergrücken sondern auch ein aktiver Vulkan der zum Vulkansystem der Krafla gehört.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1457jmpzt.jpg)
Auf dem Berg und vor allem unterhalb davon breitet sich eine sensationelle Märchenlandschaft aus.

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1437w2p96.jpg)
Heißwasserdampf steht über einer fast surrealen Farbgebung aus vorwiegend orangem Hintergrund mit Pigmenten aus Gelb, Violett, Weiß, Ocker, auch Blau-, Grün- und Rottönen, die alle Sinne in Beschlag nehmen. 

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4084dfpe5.jpg)
Überall blubbert und kocht es ...... Schwefelgeruch den ich irgendwie mag ist schon von Weitem zu riechen. 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_14364wqlx.jpg)
Einige kurze Wege führen unmittelbar vorbei an Fumarolen, Solfataren, heißen Quellen, Schlammtümpeln und Schlammtöpfen. Absoluter Wahnsinn !!! 

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4094s6p49.jpg)
Keine Frage dass es uns Riesenspaß macht hier fotografieren und filmen zu dürfen. 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_146475qx0.jpg)

 


 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4122grp5i.jpg)
 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4097brq0q.jpg)
Bei solchen Rauchsäulen macht es immer mal Sinn eine Person als Größenvergleich mit ins Bild zu nehmen. Viele Leute sind hier nicht gerade unterwegs, also warten wir, bis sich eine menschliche Ameise in den Bereich unseres Suchers verirrt. Ein Treppenwitz wie sich gleich herausstellen sollte. 

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_147265p4c.jpg)
Wir sind gerade mit unseren Aufnahmen fertig und kehren zum Lada zurück als drei vollbesetzte Busse anrollen. Unfassbar wie die Anlage jetzt von Touris geflutet wird .... nichts wie weg .... jetzt müsste man nicht mehr warten bis eine Person an einer Rauchsäule steht, sondern eher darauf, dass es statt 100 nur 50 sind ......

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_412743qx3.jpg)
Gegenüber nördlich der Ringstraße führt eine Stichstraße zur Krafla. Da es auch dort sonnig aussieht fahren wir als nächstes dort hin. 
Bei der Krafla handelt es sich um einen 818 m hohen aktiven Vulkan bzw. ein gleichnamiges Vulkansystem mit 20 km Durchmesser. Seit 1977 nutzt man die geothermische Energie mittels zweier Geothermalkraftwerke (eines bei Reykjahlíð und eines direkt am Zentralvulkan Krafla). Die Krafla selbst brach zwischen 1975-1984 zuletzt aus.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1476vxqzr.jpg)
Vom Parkplatz unterhalb der Krafla startet ein Rundweg durch ein mächtiges noch aktives Lavafeld, das Leirhnjúkur, das Teil der Caldera der Krafla ist. 

 

 


 

 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4140t4rhj.jpg)

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4211h7rir.jpg)
Der Weg führt durch Schneefelder ....

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_149130o2f.jpg)
... und vorbei an heißen Quellen.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_414733odu.jpg)

 


 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1482esoqv.jpg)


 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4162mopm4.jpg)
Dann verändert sich die Landschaft schlagartig - schwarze Lava soweit das Auge reicht.
 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4157xory4.jpg)







(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_15177qp5c.jpg)
Wir sehen Vulkankrater und dampfende Lavaberge....

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1520nao1t.jpg)
..... vor allem aber das letzte Stück der Wanderung, wo man vom Dampf der schwarzen Lavakruste die überall Risse aufweist oft regelrecht eingenebelt wird, ist wie von einer anderen Welt und wirkt wie ein Bild vom Anbeginn der Zeit. 

 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_15071lrme.jpg)
Teuflisch stark!

 

 

   
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_15047or6g.jpg) (https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_15089zr16.jpg)

 



 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4198zgpfa.jpg)
 


 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1530zvqd2.jpg)
Kurz vor dem Ende führt der Rundweg noch auf den Gipfel des Leirhnjúkur von dem man einen guten Überblick auf die gesamte Vulkanzone, die Lavafelder und die heißen Quellen ...

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1528w7pjj.jpg)
.... bis hinüber zur Krafla geboten bekommt. 
Das Krafla Gebiet ist nicht minder faszinierend als Námafjall – vielleicht optisch nicht so bezaubernd – aber ein unglaublich intensives Erlebnis!
Mit Sicherheit eine der absolut stärksten Touren (nicht nur) dieser Reise!

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4215o2p0k.jpg)
Die Krafla besitzt auch einen von zwei Viti-Kratern (der zweite befindet sich bei der Askja), der im Jahr 1724 durch eine Gasexplosion entstand. Dieses Ereignis leitete eine aktive Periode des Vulkans Krafla ein, die bis heute noch nicht zu Ende ist. Aufgrund der gewaltigen Explosion glaubten die Isländer, hier müsse sich die Hölle geöffnet haben, woraus der Name Víti (isländisch „Hölle“) resultiert. 
Sein Inneres hat der Krater sicher extra für uns Fotografen und Filmer mit einem türkisblauen See gefüllt. 


 




Wir fahren das kurze Stück nach Reykjahlíð – das kleine Örtchen ist der einzige touristische Versorger in der Region Mývatn und liegt im Nordosten des Sees an der Ringstraße. Es ist zwar sonnig aber auch saukalt. 5°C zeigt das Thermometer am Ortseingang von Reykjahlíð – dazu bläst in höheren Lagen ein ordentlicher Wind. 
Im Reiseführer ist das Elda Guesthouse empfohlen – also versuchen wir da unser Glück. Eine sehr nette ältere Dame lässt sich auf unsere Frage hin, ein Zimmer als Schlafsackunterkunft zu bekommen erweichen, offensichtlich wird das jetzt wo die Saison so langsam beginnt sonst nicht mehr gestattet und wir bekommen für ein Spitzenzimmer einen noch besseren Preis! 




 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_15813lpqk.jpg)
Blick ins Zimmer (nein das Bier gehört nicht zur Standardeinrichtung - muss selbst mitgebracht werden)

 

 


Jetzt gilt es noch ein kleines Problem zu lösen. Nicht nur bei mir sondern auch an meinem Stativ ist eine Schraube locker. Während sich das bei mir nur durch meist sinnfreies Gebrabbel und leichtsinnige Handlungen äußert, ist eine der Klemmen des Stativs nicht mehr in der Lage eines der drei Beine wirklich so fest zu arretieren, dass das ausgefahrene Bein nicht nach unten rutscht. Ich begebe mich ins Visitor Center um da nachzufragen und habe das „Glück“ – das dort zwei Spanier vor mir stehen und sich wegen eines Nachtquartiers erkundigen. Die Spanier wollen alles wissen was es zu dem Thema zu erzählen gibt – und wenn ich alles sage meine ich es auch so. Wie breit das Bett wäre, ob das Fenster zum See blickt, wie weit sie da hin fahren müssen ... ich steige von einem Bein aufs andere ... und bin nach 20 Minuten endlich dran. Endlich werde ich meine Frage nach einem Gabelschlüssel los – Freude kommt auf als ich höre – ja so was haben wir da – Enttäuschung macht sich breit als ich nach kurzem Nachsehen höre „nein, wohl doch nicht“. Aber es gäbe eine Garage/Werkstatt um die Ecke – ich sollte da mal nachfragen.

Klar; zu einfach sollte es nicht sein – aber den Versuch unternehme ich noch.

Ich berichte Petra von meinen neuen Informationen und wir fahren zur beschriebenen Werkstatt. An der Werkstatt ist leider niemand. Wir wollen gerade wieder wegfahren – da nähert sich ein großer Jeep und hält vor dem Gebäude. Ich springe gleich wieder raus und halte dem überraschten Mechaniker mein Stativ unter die Nase und zeige auf die lockere Schraube (also die vom Stativ  ;)  ).

Zu meiner Erleichterung hat er den passenden Schlüssel da !
Ich ziehe die Schraube an – und ich und mein Stativ sind wieder im Geschäft – und wir können weiter auf Besichtigungstour gehen. Inzwischen ist es auch deutlich wärmer geworden – also alle Parameter wieder auf Grün.

Da aber auch mal in der Ruhe die Kraft liegt gehen wir erst mal am See einen Kaffee trinken. 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1539daogj.jpg)
Dafür gibt es ein echt „cooles“ oder besser „kuh-les“ Lokal.
Im Vogafjós Cafe ist der Kuhstall nicht nur im selben Haus wie das Kaffee – durch eine große Glasscheibe kann man sogar zusehen wie die Milch für den bestellten Kaffee biotechnisch einwandfrei vom lebenden Objekt gezapft wird – einmalig!

 

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1544cdows.jpg)
Die Landschaft um den Mývatn ist ein einzigartiges Biotop, berühmt für sein buntes Vogelleben, weil nirgends sonst so viele Entenarten am selben Ort brüten. Aufgrund seiner Tiefe von max. 4,5 m ist er eine Brutstätte für Mücken und davon gibt es im Sommer jede Menge – deshalb ja der Name Mückensee – Mývatn.

 

Mit diesen kleinen Plagegeistern schließen wir unfreiwillig schnell Bekanntschaft. Schon am ersten Stop den wir in Höfði auf der 1 die den See östlich ein Stück umrundet einlegen, stürzen sich die winzigen kleinen Tierchen in Scharen auf uns. Eine Fanschar auf die man gerne verzichten würde. Sie stechen zwar nicht krabbeln aber in Mund, Nase und Ohren – aber wir haben ja vorgesorgt! 

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_42206qr4v.jpg)
Nach stundenlangem Probieren in der Nürnberger City vor dem Spiegel der gesamten Kollektion von Dior, Jil Sander, Joop, Yves Saint Laurent und Tommy Hilfiger zum Thema MÜCKEN-NETZE  starten wir nun bestens ausgerüstet mit einem todschicken waldgrünen Kopfschmuck zum Aussichtspunkt über den See.

Ok – eigentlich haben wir die Dinger nur profan im Internet bestellt – aber nicht weitersagen ....
Es sieht zwar gnadenlos bescheuert aus und wir haben unseren Spaß – aber schon irgendwie angenehm wenn nichts in Mund, Nase und Augen krabbelt. 

 

 

Selbst beim Filmen muss ich mir angewöhnen nach betätigter Aufnahmetaste immer einen Schritt neben das Kamerastativ zu treten. Die Mücken schwirren so gnadenlos um mich herum dass natürlich auch die Linse statt herrlicher Landschaft den Flugverkehr der Mücken aufzeichnet. So „locke“ ich die Viecher aber auf mich und die Aufnahme gelingt. Wahrscheinlich schon irgendwie ein bizarrer Anblick dieses Gehüpfe von und zum Stativ mit einem Netz über dem Kopf ......   ;)
 


Wir laufen durch ein kleines Birkenwäldchen. Wald gibt es ja angeblich kaum auf Island – und mancher soll ja schon „Waldschmerz“ bekommen haben weil auf Island die Bäume fehlen – aber das empfinden wir nicht so – immer wieder sieht man mal ein paar Bäumchen stehen (natürlich nicht im Hochland) – obwohl richtige Wälder schon Mangelware sind. 
 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1551vnpxy.jpg)
Am Ende erreichen wir einen schönen Aussichtspunkt auf einige Lavafelsen am See. 
Diese Stelle die man Kálfaströnd nennt - sehen wir uns auch noch aus der Nähe an .

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4237oyp2p.jpg)
... und fahren dann weiter zum Südende des Mývatn.
Hier beherrschen die sogenannten Pseudokrater das Landschaftsbild die es nur auf Island gibt. 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4240osqrf.jpg)
Entstanden sind sie durch Lavaströme die über einen feuchten Untergrund wie flache Seen oder Moore geflossen sind. Durch die Hitze verdampfte das Wasser unter der Lava explosionsartig und sprengte manchmal Krater mit 300 m Durchmesser in die Landschaft. Deshalb haben die Pseudokrater im Gegensatz zu richtigen Kratern keinen Schlot. 





Über die 848 fahren wir in den Ort zurück und erkundigen uns nach einem Restaurant – vielleicht mit Pizza auf die wir Lust hätten.

Empfohlen wird uns das Dimmuborgir bei den gleichnamigen Felsen die wir sowieso noch besuchen wollten. Wir fahren die kurze Strecke noch einmal ein Stück auf der 1 an der Ostseite des Sees entlang, biegen auf den Parkplatz unterhalb des Lokals ....
 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4255w8rlw.jpg)
... und laufen zuerst eine Runde durch die Felsen.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1572a0pct.jpg)
Dimmuborgir heißt soviel wie dunkle Städte oder dunkle Burgen und ist ein Lavafeld mit besonders bizarr geformten Steinformationen ....

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1574b7onc.jpg)
.... die an verfallene Ruinen von Burgen und Türmen erinnern.

 

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4276e8ome.jpg)
Etwa eine Stunde laufen wir auf einem Rundweg durch die sehenswerte Lavalandschaft mit dem Höhepunkt einer Lavahöhle die als Kirka (Kirche) benannt ist. 
In der isländischen Mythologie wird Dimmuborgir als Unterkunftsort von Elfen und Trollen (hier einer im Bild) gesehen.


 



Gegen 20 Uhr haben wir genug gesehen, vor allem aber haben wir jetzt Hunger und fallen ins Lokal ein. Pizza gibt es zwar nicht aber das Essen ist trotzdem zwar einfach aber gut (also einfach gut) und der Blick durch die große Glasscheibe auf den Mývatn klasse. 

 


Kleines „Region Mývatn“ Fazit:

Der Mývatn an sich ist nett – aber bis auf Dimmuborgir gibt es Spektakuläreres auf Island.

Námafjall/Hverarönd und Krafla dagegen sind absolut sensationell. Selten hat mich etwas so begeistert und beeindruckt wie diese beiden Gebiete. 

 


Übernachtung: Elda Guesthouse Reykjahlíð

Preis: 6400 ISK (37 €) ohne Frühstück – als Schlafsackunterkunft, WC & Bad auf dem Gang

Bewertung: 10 von 10

Kommentar: Lage am Mývatn bietet sehr gute Ausgangsbasis, Zimmer sehr sauber und modern, hell und freundlich, nette Vermieterin, Preis/Leistung klasse >absolut Top!

 

Bild des Tages:


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4267q0o0s.jpg)
Das Ende eines starken Tages - in den dunklen Felsen von Dimmuborgir
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 25. Oktober 2013, 08:16:28
Unsere Handtücher dürfen nach der morgendlichen Dusche tagsüber wieder den Kofferraum bewachen und dabei trocknen.

Jetzt muss ich doch mal komisch nachfragen: Gibt's in den Unterkünften keine Handtücher? Muss man die grundsätzlich mitbringen?

Rot grün (also die Jacke und das Moskitonetz) kleidet dich ausgezeichnet  :toothy9:. Die Blubbertöpfe hätten mir auch gefallen  :sabber:.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 25. Oktober 2013, 09:36:16
Einfach nur: SENSATIONELL!!!!
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silvia am 25. Oktober 2013, 09:51:11

Mmmmhhh herrlich die tollen Bilder vom  Námafjall und Leirhnjúkur genießen zu können ohne diesen ekelhaften Schwefelgestank zu riechen    :thumb: ...   wobei der immer noch ziemlich hartnäckig in Erinnerung ist.



Zu den Shetland Pferden: vor einigen Jahren habe ich einen Englischkurs an der Volkshochschule gemacht und eine von den Teilnehmerinnen besaß auch solche Pferde (da habe ich übrigens das erste Mal ghört, dass man sie bloß nicht als Ponys bezeichnen darf!)

 :lach:   Die Besitzer von Isländern (die Pferde meine ich natürlich  :zwinker:) sind nicht noch weniger erfreut, wenn du ihre Lieblinge als Shetland bezeichnest. Shetland-Ponies sind die ganz kleinen und das sind wirklich Ponies (vllt. erinnert sich der eine oder andere an die Filme der Mädelns vom Immenhof, das waren überwiegend Shetland-Ponies).



Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 25. Oktober 2013, 10:53:40
Stimmt eigentlich....   :verlegen:  Die hatte dann aber wirklich "Shetländer" und keine Isländer.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 25. Oktober 2013, 11:55:31
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_14364wqlx.jpg)
Einige kurze Wege führen unmittelbar vorbei an Fumarolen, Solfataren, heißen Quellen, Schlammtümpeln und Schlammtöpfen. Absoluter Wahnsinn !!! 

das trifft meine Urlaubswünsche zu 110 %  :beifall:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 25. Oktober 2013, 13:45:02
Hi Ilona,
Unsere Handtücher dürfen nach der morgendlichen Dusche tagsüber wieder den Kofferraum bewachen und dabei trocknen.

Jetzt muss ich doch mal komisch nachfragen: Gibt's in den Unterkünften keine Handtücher? Muss man die grundsätzlich mitbringen?
Wenn man Farmunterkünfte als Schlafsackunterkunft nimmt (geht auch mit Bettzeug) muss man die Handtücher selbst dabei haben.
Ist im Prinzip also das gleiche Doppelzimmer wie sonst auch nur mit eigenem Bettzeug dabei (dadurch spürbar billiger).

Rot grün (also die Jacke und das Moskitonetz) kleidet dich ausgezeichnet  :toothy9: .
Ja ja, Petra fand auch, daß ich  mit dem Moskitonetz besser aussehe als ohne.  :gruebel:


Einige kurze Wege führen unmittelbar vorbei an Fumarolen, Solfataren, heißen Quellen, Schlammtümpeln und Schlammtöpfen. Absoluter Wahnsinn !!! 

das trifft meine Urlaubswünsche zu 110 %  :beifall:
Dann auf nach Island!  :D
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Heiko am 25. Oktober 2013, 15:25:06
Ja, man merkt wirklich, dass es großen Spass gemacht hat zu fotografieren - eine wahre Bilderflut.

Die Landschaft ist wirklich sehr interessant, gefällt mir gut  :thumb:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 29. Oktober 2013, 22:29:08
Hab jetzt nochmal von vorne angefangen  ^-^

Irgendwie doch nochmal etwas anderes, wenn man Gegenden erkennt, die man selber (wenn auch nicht bei soooo einem Wetter) eben erst gesehen hat.
Und doch hat sich ein bisschen was zwischenzeitlich so verändert, dass es sogar mir auffällt  ???
Z.B. wurde am Rand der oberen Kaskaden am Gullfoss inzwischen eine Art "Sicherungsseil" gespannt. Leider weiss ich nicht genau, wie weit hinten oder vorne am Fels das Seil ist, da der Weg nach hinten zu dem Plateau bei uns wg. Winter und Eisglätte gesperrt war ...  :(

Und am Strand bei Vik gibt es jetzt einen ... ach herrje .. wie nennt man das? Wellenbrecher? Ein ca. 2 Meter hoher und etwa 5 Meter breiter Wall(??) geht inzwischen vom Strand (gleich neben dem kleinen Flüsschen) gerade ins Meer hinein. Den konnte ich z.B. auf deinen Bildern noch nicht entdecken. Kann aber auch sein, dass ich mich da mit der Perspektive total verhedder und das Teil weiter links bereits da war ... ?

Auf jeden Fall macht es sooo viel Spaß, die Gegenden im Sommer zu "sehen" und all die Anderen bereits auf die gedankliche Route zu legen  ^-^
Noch dazu bei so wunderschönen Fotos!

Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 29. Oktober 2013, 22:33:17
11. Tag, Sonntag, 14.6.2009


So liebt man den Blick morgens aus dem Fenster – strahlend blauer Himmel !
Also war die Entscheidung gleich hierher zu fahren in Egilsstaðir vorgestern auf jeden Fall richtig.
Auf diesen Tag freue ich mich schon lange – heute geht es in meinen Lieblingsnationalpark „Jökulsárgljúfur“.
Wie kann man einen Lieblingsnationalpark auf Island haben wenn man noch gar nicht dort war ?
Ganz einfach – dort gibt es einen tollen kilometerlangen spektakulären Canyon.
Die Jökulsá á Fjöllum stürzt etwa 30 Kilometer vor der Mündung in den Atlantischen Ozean in eine bis über 100 Meter tiefe Schlucht – die Jökulsárgljúfur und einige der beeindruckendsten Wasserfälle Islands sind im Park zu finden – allen voran der Dettifoss !
Darauf freue ich mich also wirklich schon lange und heute bei diesem Wetter – die Aussicht darauf, dass in strahlendem Sonnenschein zu erleben steigert die schon große Vorfreude auf 101%  ;)

Nach unserem wie immer mit dem Wasserkocher aufgebrühten Kaffee geht es auf der Ringstraße nach Osten.
Allerdings wirklich weit kommen wir (wieder mal) nicht. Wir wollen heute noch etwas nachholen was wir gestern am Solfatarenfeld Hverarönd versäumt haben.
 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1599xae8n.jpg)
Vom Parkplatz führt ein sehr steiler Pfad auf den 485m hohen Berg Námafjall – so was gleich am Morgen noch ohne Frühstück – eine Aktion die wieder mal typisch für uns ist …… 
Wir kommen mächtig ins Schwitzen und die Pumpe bekommt ordentlich Arbeit. 






(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_16112ffiq.jpg)
Nach 30 Minuten sind wir auf dem Kamm angelangt.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1606rneup.jpg)
Auch hier oben sehen wir einige Quellen und Solfataren ....

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_43033tigy.jpg)
... aber vor allem der Blick auf den Mývatn ....

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1612s3eeq.jpg)
 .... und hinab auf die unwirkliche Landschaft von Hverarönd ist die Anstrengung wert. 

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1615nqi22.jpg)
Der Weg führt weiter auf dem Kamm entlang ...

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_43155eiws.jpg)
.... und endet schließlich auf der Passhöhe der Ringstraße.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1624dpdu4.jpg)
Von dort geht es durch das Solfatarenfeld wieder zurück zum Parkplatz. Absolut klasse ! 

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1587dmes0.jpg)
Da heute so schönes Licht ist (ist in Island sowieso jeden Tag anders – und man könnte seine Aufnahmen täglich mit anderem Licht wiederholen) und kaum Leute unterwegs sind - schlendern wir noch einmal durch das Heißquellen-Gebiet.

 





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Es macht einfach so großen Spaß hier – man könnte tagelang vor einem blubbernden Schlammtopf stehen ...

 

 

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... und darauf warten den idealen Zeitpunkt einer großen Schlammblase zu erwischen,...

 

 


 
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 .... dazu diese irren Farben.

 

 


 
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Eine Gruppe „Fotografen“ rückt an.

„Oh my Goodness“. Militärhosen, grüngefleckte Westen, alle mit waffenscheinpflichtigen Teleobjektiven die eher wie ein Raketenwerfer aussehen, manche mit Stativen größer und schwerer als sie selbst und alle umkreisen eine Quelle und machen das gleiche Bild ...... na ja ..... muss man auch mögen, auf diese Art durch Island zu reisen .... 

 


 

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Inzwischen ist es 11.30 Uhr. Wir verdrücken noch einen kleinen Imbiß am Parkplatz und fahren dann wenige Kilometer nach Osten bis zur Einmündung der 864 die erst seit 2 Wochen geöffnet ist. War wohl ein schneereicher Winter dieses Jahr.

Es gibt zwei Zufahrten in den Jökulsárgljúfur Nationalpark von Süden. Beide Pisten laufen parallel zur Jökulsá á Fjöllum – die 864 östlich und die F862 westlich des Gletscherflusses. Letztere ist noch geschlossen. 

Auf der 864 sehen wir auch einige PKWs, aber Spaß kann das sicherlich keinen machen. Während wir mit einem bei Wellblech deutlich angenehmeren 70er Schnitt über die Piste donnern – müssen die PKWs wegen fehlender Bodenfreiheit doch deutlich langsamer jede Bodenwelle regelrecht zelebrieren.
Nach etwa einer halben Stunde haben wir dann auch an die 15 Pkws überholt und  problemlos den Parkplatz oberhalb des Dettifoss erreicht.

 




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Neben einigen Touris sind leider auch unsere „Freunde“ die Mücken wieder da (wie man unschwer an den Leichenfunden am Nummerschild erkennen kann) – wenn auch nicht so schlimm wie am Mývatn.

 

 

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Vom Parkplatz geht es etwa 500 Meter hinab zum Wasserfall ...

 

 

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... und man kann schon mal einen ersten Blick in die Schlucht der Jökulsá á Fjöllum werfen.

 

 


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Der 100 Meter breite Dettifoss gilt durch die Kombination aus Volumenfluss und Fallhöhe als der mächtigste Wasserfall Europas und ergießt seine grau-braunen Wassermassen hier an dieser Kante der Schlucht über 45 Meter in die Tiefe. 

 





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Beeindruckend wie die Gischt gen Himmel sprüht ! 

 



 

 
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Wir gehen noch einen Kilometer weiter flussaufwärts zum 10 Meter hohen Selfoss – der uns durch seine hufeisenförmige Wasserfallkante ebenso gut gefällt wie sein bekannter Nachbar Dettifoss. 

 



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Fotoshooting am Sellfoss

 

 


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Weiter geht die Fahrt auf der 864 nach Norden – aber nur für 2000 Meter – dann kommt schon der nächste kurze Abzweig zum 27 Meter hohen Hafragilsfoss – mit tollem Blick auf die Schlucht. 

 



 

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Rückweg vom Aussichtspunkt

 

 



Unser Lada bringt uns die letzten Kilometer weiter nach Norden bis zum Besucherzentrum in Ásbyrgi das wir gegen 16 Uhr erreichen. 
Mit dem Handy wird erst mal eine Unterkunft organisiert – ein Gästehaus einige Kilometer westlich von hier. Wie üblich reicht die Angabe des Vornamens – inzwischen wissen wir dass wir uns auf eine telefonische Zusage absolut verlassen können. 

 




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Danach sehen wir uns kurz um, blicken von einer Terrasse hinter dem Besucherzentrum auf die von Buschwerk umgebenen Felseninseln von Ásbyrgi.

Wir erkundigen uns ob die F862 die im Westen der Jökulsá á Fjöllum zur Ringstraße zurückführt, morgen aufmacht – was leider nicht der Fall ist, da wohl noch einiges an Schnee auf der Piste liegt. 
Es gilt zu überlegen, was wir mit den restlichen Stunden des Tages anfangen wollen. Eine eventuelle Wanderung hier in Ásbyrgi verschieben wir auf morgen. Das könnte man auch bei etwas schlechterem Wetter bewerkstelligen und heute ist es noch so sonnig; also entscheiden wir uns für die spektakuläreren Gebiete des Nationalparks am Fluss weiter südlich. Dazu müssen wir zwar auch die eigentlich gesperrte Allradpiste F862 unter die Räder nehmen, die aber wie wir erfahren immerhin bis zum Wanderparkplatz Vesturdalur geöffnet ist. 
Die knapp 10 Kilometer lange Jeeppiste lässt sich bis Vesturdalur gut mit unserem Lada befahren. Wir stellen das Auto am Parkplatz ab und wandern an der Jökulsá á Fjöllum entlang nach Süden. 

 





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Da zumindest rund um den Parkplatz eine Mückenkonferenz tagt, empfiehlt es sich kurzzeitig mit unserem schicken Kopfschmuck anzugeben.

 

 



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Immer wieder gibt es schöne Blicke auf den Fluss und den Canyon durch den sich das Wasser zwängt. 

 




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Besonders markant sind zwei zusammenstehende Lavafelsen namens Karl og Kerling (der Sage nach ein alter Mann und eine alte Frau) die auf einer Geröllhalde am Ufer des Flusses nebeneinander stehen.
Sieht irgendwie friedlich aus – ob das wirklich Mann & Frau sind ? 

 


 

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Auch wenn der Weg von hier noch den ganzen Canyon entlang nach Süden geht kehren wir hier um und sind nach insgesamt einer Stunde am Auto zurück. Dort treffen wir die „Lada-Polen“ die wir vor zwei Tagen in den Ostfjorden kennengelernt hatten. Schon eine kleine Kuriosität am Rande – so klein ist Island ja auch nicht.

Wir unterhalten uns, hören dass die beiden in 2 Tagen die F35 fahren wollen – was wir in 3 Tagen auch vorhaben und tauschen kurz ein paar Erlebnisse der letzten Tage aus. 

 




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Dann geht es auf die nächste Wanderung – diesmal vom Parkplatz nach Norden – in die Hljóðaklettar (Echofelsen) – ein ungewöhnliches Gebiet mit Basaltformationen, Höhlen und riesigen Skulpturen.

 

 

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Die Basalte bilden Rosetten die an Kirchenfenster erinnern. Die meisten Lavahöhlen die man hier findet sind Schlote von Vulkanen deren lockeres Außengestein von der Jökulsá fortgeschwemmt wurde. Entstanden sind sie bei Ausbrüchen vor ca. 8000 Jahren.  Das Zusammentreffen von Feuer, Gasen und Wasser führte zu ungeheuren Explosionen, die die Berge der Umgebung teilweise regelrecht zerrissen. 

 




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Noch ein Stück weiter auf dem Weg erreichen wir die roten Kegel der Rauðhólar.

 

 


 

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Die rötliche Farbe entstand durch die Oxidation von Eisen in dem geschmolzenen Gestein, als es mit dem Wasser auf seinem Weg an die Oberfläche in Berührung kam. 

 




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Vom Gipfel der Rauðhólar hat man einen phantastischen Blick in beide Flussrichtungen, auf den Canyon ...

 




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... und die Felsnadeln, die am roten Hang des Berges vor sich hinerodieren. 

 

 


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Für den Rückweg bietet sich noch eine etwas beschwerlichere Variante an, die mehr am Fluß entlang durch die Lavagebilde zurück zum Parkplatz führt. Hier gibt es auch eine Lavahöhle zu bestaunen.
Eine tolle Zwei-Stunden-Wanderung – die viel Spaß gemacht hat.

 

 



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Gegen 19:30 Uhr sind wir wieder zurück in Ásbyrgi – kaufen im Shop zwei Tiefkühlpizzen und fahren zum Skúlagarður Gästehaus – das wenige Minuten entfernt direkt an der 85 an der Strecke nach Husavik liegt.

Eine sehr nette Dame nimmt uns in Empfang und während ich schon mal das Auto auslade wird Petra in diverse Geschichtchen aus dem isländischen Alltag eingeweiht. Natürlich wird uns auch die Küche gezeigt und sogar ein nagelneues Pizzablech bekommen wir von der freundlichen Frau.
Da inzwischen die kleinen Männchen die für das Hungergefühl zuständig sind mit ihren kleinen Hämmerchen gegen die Magenwände trommeln, kümmern wir uns schleunigst um das Projekt Pizza. Der Herd will zunächst nicht heiß werden. Ein Fehler in der Elektronik den die Vermieterin mit einem geheimnisvollen Handgriff beseitigt. 
Als wir die Pizza dann allerdings einige Minuten später aus dem Herd nehmen pappt das Ding derart am Blech fest, das wir schon fürchten auf Suppe und noch übrige Salzletten umsteigen zu müssen. Mit vereinten Kräften gelingt es dann doch die Pizza vom Blech zu schälen und wir können endlich unseren Hunger stillen.

Das funkelnagelneue Blech hat wohl ein paar unvermeidliche Kratzer abbekommen – kann mich nicht erinnern, daß mir in meinem Tiefkühlpizzaleben schon mal so ein störrisches Ding vorgekommen ist und dann hier wenn man eh schon „scheißhungrig“ ist mit einem geliehenen Blech ….. typisch. Wir bekommen das Blech aber wieder ganz gut hin – genehmigen uns noch ein extra Bier und lauschen dem klagenden und nicht enden wollenden Weinen eines Säuglings einer deutschen Familie von nebenan, die sich auch lautstark (etwa Bundeswehrappell-Phonstärke) „unterhalten“ was deutlich durch das dünne Wändlein dringt. 

 




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Draußen können wir durch unser Zimmerfenster eine tolle Lichtstimmung ausmachen die uns noch einmal mit unseren Kameras vor die Tür treibt.
In Island muss man ja meist nicht weit gehen um ein ablichtenswertes Motiv zu finden – so ist es auch hier. Hinter dem Haus gibt es einen mäandernden Fluß, .... Berge in der Ferne ….. einfach ein tolles Land. 

 


Wieder im Zimmer zurück zeigen die Bierchen und der lange Tag trotz des Geplärrs vom Nebenzimmer ihre Wirkung und wir schlafen mit dem Buch in der Hand ein. Auch das war kein wirklich schlechter Tag .......
 


Übernachtung: Skúlagarður Guesthouse

Preis: 5000 ISK (29 €) ohne Frühstück, mit Schlafsack, Bad & WC auf den Gang

Bewertung: 7 von 10

Kommentar: alles da was man braucht, nahe Ásbyrgi – nettes Haus, sehr günstig, Zimmer allerdings nicht sensationell

 

 

 

Bild des Tages:

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Einer unserer (vielen) Lieblingsplätze in Island: das Solfatarengebiet Hverarönd
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 29. Oktober 2013, 22:46:54
Hab jetzt nochmal von vorne angefangen  ^-^
;) kann man gar nicht oft genug  :))


Irgendwie doch nochmal etwas anderes, wenn man Gegenden erkennt, die man selber (wenn auch nicht bei soooo einem Wetter) eben erst gesehen hat.
Und doch hat sich ein bisschen was zwischenzeitlich so verändert, dass es sogar mir auffällt  ???
Z.B. wurde am Rand der oberen Kaskaden am Gullfoss inzwischen eine Art "Sicherungsseil" gespannt. Leider weiss ich nicht genau, wie weit hinten oder vorne am Fels das Seil ist, da der Weg nach hinten zu dem Plateau bei uns wg. Winter und Eisglätte gesperrt war ...  :(

Und am Strand bei Vik gibt es jetzt einen ... ach herrje .. wie nennt man das? Wellenbrecher? Ein ca. 2 Meter hoher und etwa 5 Meter breiter Wall(??) geht inzwischen vom Strand (gleich neben dem kleinen Flüsschen) gerade ins Meer hinein. Den konnte ich z.B. auf deinen Bildern noch nicht entdecken. Kann aber auch sein, dass ich mich da mit der Perspektive total verhedder und das Teil weiter links bereits da war ... ?
Die Beobachtung ist schon richtig.
Das Seil am Gullfoss haben wir auch wahrgenommen und den Wellenbrecher in Vik auch. Die meisten Veränderungen in Island liefert aber immer noch die Natur die immer wieder Neues zu bieten hat - für mich inzwischen eine der faszinierendsten Begleiterscheinungen einer Islandreise.  :)


Auf jeden Fall macht es sooo viel Spaß, die Gegenden im Sommer zu "sehen" und all die Anderen bereits auf die gedankliche Route zu legen  ^-^
Freut mich jedenfalls sehr Nele, daß Dir Island bei diesem doch mutigen Oktober-Ersttrip so gefallen hat, daß selbst der doch wettertechnisch noch schwierigere Oktober (im Vergleich zum Sommer) nicht die Lust an diesem tollen Land genommen hat.
Sehr gerne helfen wir auch mal für eine richtige Sommertour mit Tipps und Infos weiter und irgendwann hoffe ich hier auch unsere diesjährige Grönland/Islandtour präsentieren zu können die sicher auch ein paar aktuelle Anregungen geben könnte.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 29. Oktober 2013, 22:50:53
Auch wenn ich mich wiederhole: SENSATIONELL!  :) :) :)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 29. Oktober 2013, 23:16:51
Sehr gerne helfen wir auch mal für eine richtige Sommertour mit Tipps und Infos weiter und irgendwann hoffe ich hier auch unsere diesjährige Grönland/Islandtour präsentieren zu können die sicher auch ein paar aktuelle Anregungen geben könnte.

Schon mal vielen Dank für das Angebot! Ich für meinen Teil hoffe ja, dass wir da nicht erst in ein paar Jahren darauf  zurückkommen dürfen!
Und auf den Reisebericht von diesem Jahr (schon wieder völlig verdrängt, dass ihr heuer ja auch dort ward  :verlegen: ) freue ich mich jetzt schon!
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 30. Oktober 2013, 08:15:07
Das einzige, das mich an dem Tag gestört hat, waren die Mücken. Ansonsten herrliches Wetter, tolle Vulkanlandschaften ...  :beifall:.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 30. Oktober 2013, 09:57:15
Hallo Horst,

die Bilder sind einfach nur genial. Ich habe sie heute morgen beim Frühstück meinem Freund unter die Nase gehalten (gelobt sei die Erfindung des Tablet PC) mit der Ansage dass wir da unbedingt mal hinfahren müssen.
Antwort: da müssen wir dann Juli oder August fahren  :thumb:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silvia am 30. Oktober 2013, 19:04:15
die Bilder sind einfach nur genial. Ich habe sie heute morgen beim Frühstück meinem Freund unter die Nase gehalten (gelobt sei die Erfindung des Tablet PC) mit der Ansage dass wir da unbedingt mal hinfahren müssen.
Antwort: da müssen wir dann Juli oder August fahren  :thumb:

 :totlach:  Dann ist der nächste Island-Trip doch schon im Kasten   >:D Ich würd gleich mal nach den Flügen sehen.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Hatchcanyon am 30. Oktober 2013, 19:10:26
Die Bilder von den geologischen Formationen finde ich sehr spannend! :thumb: Lediglich bei den ersten drängen sich mir Vergleiche mit der Solfatara bei Neapel auf. Die ist aber sicher dramatisch kleiner.

Gruss

Rolf
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 30. Oktober 2013, 20:54:35
Hallo Horst,

die Bilder sind einfach nur genial. Ich habe sie heute morgen beim Frühstück meinem Freund unter die Nase gehalten (gelobt sei die Erfindung des Tablet PC) mit der Ansage dass wir da unbedingt mal hinfahren müssen.
Antwort: da müssen wir dann Juli oder August fahren  :thumb:
Auf das die Island-Gemeinde weiter wachsen möge.  :)
Natürlich gilt das "Info-Rundumsorglos-Paket" auch für Dich.  ;)


Die Bilder von den geologischen Formationen finde ich sehr spannend! :thumb: Lediglich bei den ersten drängen sich mir Vergleiche mit der Solfatara bei Neapel auf. Die ist aber sicher dramatisch kleiner.
Die Ecke habe ich auch bereits im Visier - wenn sich das mal zeitlich ausgeht machen wir das mal.  :)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Rainer am 30. Oktober 2013, 22:17:30
,
Auf das die Island-Gemeinde weiter wachsen möge.  :)

Bin ja ehrlich - auch das gefällt mir alles ausgesprochen gut (so wie auch schon Alaska). Auch wenn ich immer schön "heimlich und leise" mitfahre. Trotzdem erwische ich mich wieder mal dabei, wie ich überlege, ob und wie ich da zurecht komme und was schwierig ist und was nicht...

Aber eine wirklich ungeklärte Frage habe ich: wieso ist Island "Lada Land"? Das ist ja nun wirklich eine (witzige) russische Mülltonne auf Rädern, wie kommt es, dass es kein europäisches Angebot gibt (oder falls, dann vielleicht viel zu teuer!?). Island ist doch nicht "Ostblock". Was ist da schiefgelaufen? Island ist zwar (noch) nicht Mitglied der EU, aber die politische Richtung ist sicher seit vielen Jahren in dieser Richtung.

Insgesamt gefällt mir wieder mal alles viel zu gut, das gibt wieder endlose Diskussionen zu Hause... (leider).
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Heiko am 31. Oktober 2013, 09:46:16
Die Landschaft ist toll  :thumb:, die Blubberblasen, die Schluchten und selbst die Wasserfälle gefallen mir wirklich gut :).


 
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 31. Oktober 2013, 13:26:24
Die Landschaft ist toll  :thumb:, die Blubberblasen, die Schluchten und selbst die Wasserfälle gefallen mir wirklich gut :).


Dem stimme ich zu! Und mit Sonne und blauem Himmel noch viel schöner!
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 31. Oktober 2013, 21:40:00
Hi Rainer,
Bin ja ehrlich - auch das gefällt mir alles ausgesprochen gut (so wie auch schon Alaska). Auch wenn ich immer schön "heimlich und leise" mitfahre. Trotzdem erwische ich mich wieder mal dabei, wie ich überlege, ob und wie ich da zurecht komme und was schwierig ist und was nicht...
wir haben heute Abend beim Abendessen mal über diese Frage diskutiert und sind der Meinung - doch für so um die 10 Tage (oder gemütlich auch 14) könntest Du da eine schöne Runde fahren die für Dich gut machbar wäre.
Wir haben uns schon überlegt was da im Detail für Dich/Euch infrage käme und das könnte eine sehr schöne Runde werden.
in Island sieht man ja entlang der Ringstraße schon so unendlich viele Motive - allein das würde fast schon reichen.
Es gibt aber genug Ziele die aus unserer Sicht für Dich gut machbar wären.
Was noch zu klären wäre wären die Unterkünfte inwieweit die von ihren Einrichtungen her für Dich passen.
Unsere Unterkunftskategorien passen da so und so nicht aber die Hotels könnten da schon geeignet sein.


Aber eine wirklich ungeklärte Frage habe ich: wieso ist Island "Lada Land"? Das ist ja nun wirklich eine (witzige) russische Mülltonne auf Rädern, wie kommt es, dass es kein europäisches Angebot gibt (oder falls, dann vielleicht viel zu teuer!?). Island ist doch nicht "Ostblock". Was ist da schiefgelaufen? Island ist zwar (noch) nicht Mitglied der EU, aber die politische Richtung ist sicher seit vielen Jahren in dieser Richtung.
Na ja Island ist nicht wirklich Lada Land - es gibt halt einen populären Vermieter (Geysir) der die Dinger im großen Stil als preiswerte Variante anbietet.
Ich kenne jetzt auch kein anderes Land wo das so ist.
Gründe - Allrad sind in Island sonst sauteuer (kurze Saison - im Hochland hohe Belastung für die Autos) und der Lada ist ja fast unkaputtbar - das passt also schon für Island. Ansonsten hat man dort ja auch alle bekannten Marken die es teilweise als SUV auch in den USA gibt. (Defender, Landrover, Grand Cherokee, Nissan Patrol usw.)

 
Insgesamt gefällt mir wieder mal alles viel zu gut, das gibt wieder endlose Diskussionen zu Hause... (leider).
Wenn Du Unterstützung brauchst lass es mich wissen.  ;)
In jedem Fall ist Island ein großartiges Land - auf das man sich allerdings einlassen muss.
Wer das tut, muss damit rechnen, daß ihm das Land unter die Haut geht und irgendwie nicht mehr loslässt.
So ist uns das passiert - aber wir haben uns auch gar nicht dagegen gewehrt.  :)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 01. November 2013, 10:47:35
12. Tag, Montag, 15.6.2009
 

Wir Deutschen im Ausland – nicht jeder ist zum Botschafter geboren – aber manchem unserer Landsleute möchte man am liebsten Ausreiseverbot geben. Als Petra diesen Morgen vom Duschen ins Zimmer zurückkommt, bekomme ich zu hören, dass die Deutschen von nebenan – die uns gestern mit ihrem Lärmpegel schon leicht genervt hatten die versch…. Windeln ihres Stammhalters sowie diverse Essensreste einfach neben dem Mülleimer platziert haben – Sauerei. >:(
 
Gegen 9.30 Uhr ertönt wieder das inzwischen schon liebgewonnene Rattern unseres Lada Niva und wir fahren auf der 85 die kurze Strecke zurück nach Ásbyrgi.
Das Wetter ist heute zweigeteilt. Richtung Osten wird es zunehmend schlechter – im Westen lockt dafür strahlend blauer Himmel. Im Besucherzentrum in Ásbyrgi erkundigen wir uns nochmals nach der F862 (leider immer noch zu) und fragen wegen einem Foto an der Wand das einen Vogelfelsen mit unseren geliebten Lundis zeigt den wir noch nicht kennen. Der Felsen ist leider weit entfernt im Nordosten – aber die Rangerin erklärt uns wie wir hier in der Nähe auf dem Weg nach Husavik mit etwas Glück Lundis an einer Steilküste unweit der Straße sehen könnten. Es ist mal wieder an der Zeit das angedachte Programm zu kippen.
Die Wanderung hier in Ásbyrgi streichen wir – da es Richtung Westen – also Richtung Husavik sehr sonnig aussieht und wir uns vorgenommen hatten bei gutem Wetter in Husavik eine Walbeobachtungstour mitzumachen. Das ist unsere Chance – die wir nutzen wollen. Wir rufen in Husavik bei Gentle Giants an und reservieren uns 2 Plätze für die Mittagstour. Im Shop neben dem Besucherzentrum verbessern wir noch unsere Getränke- und Imbisssituation, dann geht es wieder auf der 85 nach Westen.
Die Stelle die uns die Rangerin genannt hat wollen wir schon mal kurz für den Abend „scouten“- wir fahren ja sowieso dran vorbei. Inzwischen sind wir der Ansicht, daß man die Lundis am besten am Abend beobachten kann wenn sie ihre „Tagesschicht“ auf dem Meer hinter sich gebracht haben und das wäre das rechte Programm für den späteren Abend – Lundis gucken.
Gut 30 km von Ásbyrgi entfernt kommen wir an einem kleinen See vorbei. Die Straße führt nun leicht bergan. Rechts an der Küste kann man erahnen wie eine Klippe langsam nach oben wächst (wenn man es weiß) ohne den Hinweis der Rangerin wären wir hier achtlos  vorbeigefahren. Etwa in Höhe einer Stelle die bei uns im Ferðakort Atlas mit Skeiðsöxl bezeichnet ist – liegt rechterhand ein unscheinbarer geteerter Parklatz – das muss die Stelle sein. Wir steigen aus und gehen wenige Schritte Richtung Klippe. Tatsächlich – zwar (noch) keine Lundis – aber eine imposante Felswand – wie mit dem Messer zum Meer abgeschnitten – und voller Vögel.

 

 

 
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Wir folgen der 85 weiter nach Westen. Als wir die Spitze der Halbinsel Tjörnes umrunden öffnet sich der Blick in die Skjálfandi – die riesige Bucht von Husavik.


 


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Der Anblick ist so überwältigend dass ich vor lauter Begeisterung fast eine Vollbremsung hinlege. Besonders schön sind die vielen Lupinenfelder die wir schon an einigen anderen Orten auf Island bewundern konnten. Hier mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund die den Fjord malerisch einrahmen und der Sonne die auf dem Wasser glitzert, bietet sich eine fast unwirklich schöne Szenerie.

 



 

 

 
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Kurz vor Husavik halten wir noch einmal an einem Picknickplatz und zücken unsere Kameraausrüstung. Mit jedem Kilometer Richtung der „Hauptstadt der Walbeobachtung Europas“ wie man Husavik nennt – wird der Blick auf Berge, Meer und Lupinen noch einmal schöner. Diese Kulisse erscheint uns auch als der ideale Ort für unser verspätetes Frühstück.

 




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Kurz nach 11 Uhr erreichen wir Husavik – mit 2400 Einwohnern schon eine Stadt auf Island – die uns auf Anhieb sehr gut gefällt. Schmucke bunte Holzhäuser ....

 

 


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.... und ein herrlicher Hafen wie aus dem Reisekatalog.

Wir machen einen kleinen Rundgang um den Hafenbereich, ärgern uns dass die Tickets die wir bei Gentle Giants abholen in Euro abgerechnet werden (was uns mit 94€ einen praktisch doppelten Preis abverlangt als ihn ein Isländer in Kronen zahlen würde), freuen uns aber trotzdem riesig auf die Tour – die uns bei strahlendem Sonnenschein und absolut ruhiger See in wenigen Minuten hinaus aufs Meer in die Bucht von Husavik führen wird.

 





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Um 12 Uhr finden sich etwa 20 ausnahmslos Nicht-Isländische Touristen also Euro-Zahler (vorwiegend Deutsche und Franzosen) ....

 





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... auf dem Bötchen „Sylvia“ ein.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4553nheel.jpg)   
Vor Fahrtantritt bekleiden wir uns gegen den kühlen Fahrtwind mit kostenlos bereitgestellten Overalls in denen man wie der große Bruder vom Michelin-Männchen aussieht ....

 

 



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.... und zücken unsere Kameras – es kann losgehen.
Das Boot nimmt Fahrt auf. Unser Kapitän, die eine Hälfte der Zweimann-Besatzung, steuert hinaus aufs Meer.

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4559aycdw.jpg)
Zur Ortung der Wale werden weder Ultraschall noch andere technische Hilfsmittel eingesetzt. Nur per Funk findet ein Informationsfluss über jede gesichtete Flosse unter den Skippern der Whale Watching Boote statt.

 





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Die andere Hälfte der Zweimann-Besatzung ist eine junge Frau, die die Rolle des Tourguides und Walspähers übernimmt. Wir werden zunächst über den Fjord und seine Wale informiert und wir sehen Bilder von den am häufigsten vorkommenden Walen hier in der Bucht.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_17738eic2.jpg)
Dann steigt die junge Frau hinauf in den Ausguck. Alle blicken nun gebannt auf das ruhige Wasser. Sofort würde ein Schrei ertönen, sollte einer von uns auch nur das geringste Zeichen eines Fisches größer als eine Sardine in der Ferne entdecken.

 


 
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Zu unserer Freude sehen wir einige Papageientaucher die längs des Bootes schwimmen.

Nirgendwo sonst, sagt man, ist die Trefferquote für Wale in Europa so hoch wie in Husavik. Die 2 Tourenveranstalter Gentle Giants und North Sailing werben mit einer 99-prozentigen Sichtungsquote und wenn tatsächlich mal nichts gesehen wird – gibt es eine Freifahrt.

Inzwischen sind wir schon weit über eine Stunde unterwegs ohne etwas entdeckt zu haben.
Sollte das heute nichts werden ?
Wo doch alles so gut passt. Wetter, ruhige See – für Beobachtungen optimale Bedingungen, wenn man denn etwas sieht …..

Da plötzlich kommt Erregung in die mit Kameras bewaffneten Michelinmännchen. In der Ferne hat unsere Späherin kurzzeitig eine Wasserfontäne ausmachen können – auf 3 Uhr bläst ein Wal !

Käpt’n, Boot und Touristenmannschaft halten darauf zu.

Auf dem Boot entsteht Unruhe – jeder versucht sich die besten Plätze zu sichern.

Meine Standfestigkeit auf dem schaukelnden Ding ist noch nicht die Beste, mein Eifer aber mal wieder grenzenlos – und plumps – plötzlich liege ich auf den Schiffsplanken. Vor lauter Hektik den besten Platz zu erwischen bin ich auf den Hosenboden gefallen.

Weh getan habe ich mir nicht – aber ich muss über mich selber lächeln – so lange ich vor lauter Begeisterung auch immer noch gelegentlich den Boden unter den Füßen verliere ist alles ok ……  ;)
 
Wir nähern uns der Stelle an der unser Captain Ahab (der aber noch beide Beine hat – also noch keiner von einem enttäuschten Touristen abgebissen  ;) )  den Wal vermutet. Das Boot kommt zum Stillstand. Wir treiben lautlos auf dem Wasser – alle halten gespannt den Atem an – zeigt sich ein Wal und wenn dann wo ….?

So vergehen einige Minuten angespannter Mischung aus Vorfreude, Spannung, Neugier und Angst, der Wal könnte das Weite gesucht haben.

 

 


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Unvermittelt in der Ferne ein gutes Stück weiter wieder die Wasserfontäne – da bläst er – wir können ihn mit eigenen Augen erkennen – ein elektrisierender Moment.

Unsere Späherin überschlägt sich fast in der Stimme – ein Blauwal – wir haben einen Blauwal gesichtet – das größte Lebewesen der Erde !
So eine Sichtung ist etwas so Außergewöhnliches, dass der Blauwal gar nicht bei den Walen dabei war, die uns am Anfang der Tour als mögliche „Beute“ gezeigt wurden. Das hat auch seinen Grund. Der Blauwal gilt als Hochseebewohner der äußerst selten in Küstennähe kommt.
Wir halten auf die Stelle zu an der „unser Wal" zuletzt aufgetaucht war.

 

 


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Ich bin inzwischen auf die Aussichtsplattform, ein Türmchen oberhalb der „Steuerzentrale“ unseres Kapitäns, hinaufgestiegen. Eine "taktische Meisterleistung". Hier habe ich nicht nur die beste Übersicht nach allen Seiten, muss mich nicht mit anderen um den besten Platz schlagen und kann mich an einem Pfosten beim Filmen gegen das Schaukeln festhalten.

 



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Da taucht Moby Dick wieder auf. Wow !!!
Was für ein unglaublich großes Tier.

 




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Wir umkreisen ihn eine zeitlang und er zeigt sich im Abstand von 5-10 Minuten immer mal für einige Sekunden mit seinem mächtigen Körper an der Oberfläche.

Wir kehren wieder um – die Jagd nach dem Wal hat uns doch ein gutes Stück Richtung offenes Meer getragen und die Tour dauert ja nur 3 Stunden.
Wir sind etwa 30 Minuten unterwegs da ertönt wiederum der Ruf dass ein Wal gesehen wurde – und wieder ….. ist es ein Blauwal. Auch diesmal können wir ihn in der Ferne blasen sehen … fast unwirklich ..... absolut faszinierend …

 

 


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Wir nähern uns auch diesem Wal und haben noch einmal die Gelegenheit so ein phantastisches Tier aus der Nähe zu beobachten. Einmal bekommen wir sogar seine Finne gezeigt was zu großen Begeisterungsstürmen auf dem Boot führt.
Die Kameras klicken im Chor.






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Zufrieden kehren wir wieder in den Hafen zurück. Wir haben nicht nur Wale, sondern die größten Lebewesen unseres Planeten gesehen.

Mit bis zu 33,5 m und 200 Tonnen ist der Blauwal das größte Tier das jemals auf unserer Erde gelebt hat !
Allein das Herz so eines „Fischleins“ wiegt 600 bis 1000 Kilogramm. Was für ein unglaubliches Glück gerade so ein Tier gesehen zu haben !
Die Tour hat in jedem Fall großen Spaß gemacht und war ihr Geld wert.
Zurück am Parkplatz in Husavik – ist es erst mal wieder Zeit für ein paar Häppchen und einen Schluck zum Runterspülen. Wir machen noch ein paar Aufnahmen im Ort, sehen kurz in das Besucherzentrum und kümmern uns dann um eine Übernachtung.

Gleich der erste Versuch ist erfolgreich. Bei einer älteren Dame die wohl wieder das ehemalige Kinderzimmer an Gäste vermietet kommen wir günstig mit unseren Schlafsäcken unter.


 

 

 


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Hinter Husavik erhebt sich ein Berg der sehr schön mit Lupinen bewachsen ist.
Wir suchen und finden eine Piste die ein Stück zu ihm hinaufführt und haben einen tollen Blick über die Stadt und den Fjord.
 

 


 


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Auf dem Weg zur Mini-Bar

 

 



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Da es erst 17 Uhr und fürs Abendessen noch etwas früh ist, werfen wir einen Blick in unseren Road Atlas – was denn in der Gegend noch für 1-2 Stunden interessant sein könnte. Ich schlage eine Piste zum Meer etwas westlich der Stadt vor, die wir auch in Angriff nehmen.

 




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Wir fahren an einigen völlig entgeisterten Schafen vorbei.

 



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Schafe, die einen so anglotzen wirken ja meist ziemlich bescheuert. In diesem Fall dürfte das auf Gegenseitigkeit beruhen. Wohl noch kein Tourist ist diese Strecke gefahren die an einem Erdhaufen an dem der Bauer Torf gestochen hat unvermittelt endet.
Ich verpflichte Petra davon ein Bild zu machen was mir die entsprechenden Kommentare einbringt  und wir kehren unverrichteter Dinge wieder um. Ein Satz mit X ..... aber nicht dramatisch – der Tag ist ja noch lange nicht beendet.


 


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Zunächst fahren wir zurück aufs Zimmer machen uns noch einen Kaffee mit unserem Wasserkocher und hängen eine halbe Stunde ab was ja eher selten vorkommt.

 




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Danach geht es hinunter zum Hafen. Dort hatten wir schon nach unserer Waltour das Gamli Restaurant ausgeguckt, das nicht nur von außen toll aussieht sondern auch innen eine urgemütliche Atmosphäre besitzt und richtig gutes Essen serviert.
Wir gönnen uns Kabeljau mit Salsa, Salat & Kartoffelgratin, sowie einen gegrillten Arctic Char (Saibling) auf Salat mit Knoblauchsoße und Ofenkartoffel. Klingt gut – ist es auch !
Das Ganze kostet uns dank aktuell super Kurs der Krone gegenüber dem Euro 25 € - ich denke da kann man nicht meckern – allerdings haben wir auf die Bierchen im Lokal lieber verzichtet – die gibt’s später auf dem Zimmer billiger und wir haben ja auch noch etwas vor.....
Trinkgeld ist in Island im übrigen ja unüblich – egal wo, weder im Restaurant noch anderswo.


 


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Gestärkt knattern wir los, mal wieder auf der 85 – wohl inzwischen unsere Hausstrecke Richtung Osten zu den Lundiklippen. Wie so oft in Island – obwohl man an einer Stelle schon war, sieht sie beim nächsten Mal oft ganz anders aus. Die Sonne steht nun tief. Eine tolle, wenn auch bedrohliche Licht- und Wolkenstimmung.

 




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Die Sonnenstrahlen brechen durch einige Wolken wie ein Spot auf das Meer und im Vordergrund heben sich einige Schafe unwirklich gegen das Licht ab da muss man einfach halten.

 

 



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Es ist nun fast 20 Uhr als wir die Stelle, die wir als Tipp von der Rangerin erhalten hatten, erreichen.
Voller Vorfreude nähern wir uns der Klippe – aber leider – zwar viele Möwen und andere Vögel aber keine Lundis.


 



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Ein Blick auf das Meer unter uns haut uns fast von den Socken. Myriaden von Lundis schwimmen im Wasser ...... aber keiner sitzt hier oben auf der Klippe ...... oooaaach ..........

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4770tadw6.jpg)
So schnell geben wir natürlich nicht auf. Es gibt zwar keine Möglichkeit hinabzuklettern – aber die Klippe ist ja noch ein paar Kilometer lang – also stapfen wir mit unseren Kameras bewaffnet los.

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_181305e63.jpg)
Die Landschaft ist ein Traum. Zwei Wasserfälle stürzen direkt hinab ins Meer ....

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1816z5ebk.jpg)
 .... der Blick schweift weit über die Bucht des Öxarfjöður.

Einmal können wir sogar zwei Delfine im Meer springen sehen – und immer wieder zahllose Lundis unterhalb der Klippe im Meer. Aber das Laufen ist durch das tiefe Moos anstrengend und wir sind nun sicher fast 2 Stunden hier unterwegs.

Wir kehren zum Auto zurück und fahren drei Kilometer weiter nach Süden. Von hier schwärmen wir noch einmal aus und laufen einen Hang hinab zur Klippe die hier deutlich weiter von der Straße entfernt ist. Nach einer weiteren kräftezehrenden halben Stunde über Moosbüschel und zerfurchte Wiesen kehren wir zunächst zum Auto und dann zum ersten Parkplatz zurück – keine Lundis......


 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1809suevo.jpg)
Wir gehen noch einmal zu der Stelle an der wir vor fast drei Stunden schon waren.


 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4782zsenq.jpg)
Tatsächlich können wir weiter unten im Grashang der Klippe endlich Lundis sehen.
Allerdings für gute Bilder zu weit entfernt. Immerhin schön, dass wir wenigstens noch einige unserer Lieblinge etwas näher als nur auf dem Wasser sehen konnten.

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_47716qdjc.jpg)
Gegen 23 Uhr treten wir den Rückweg an. Es ist zwar immer noch Tageslicht vorhanden, wenn auch die Sonne nun schon tief steht.

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4791gzcj9.jpg)
Kurz vor Husavik sehen wir sogar noch einen stimmungsvollen  Sonnenuntergang.

Wieder mal ein toller ... nein ein phantastischer Tag !

Auf der Rückfahrt überlegen wir wie wir den morgigen Tag gestalten und entscheiden uns für zwei besonders schöne Wasserfälle bevor wir dann in die Hauptstadt des Nordens - Akureyri einfallen wollen. Mal sehen ob das dann auch so kommt .....

 

 

 

Übernachtung: Emhild K.Olsen – Guesthouse

Preis: 5000 ISK (29 €) ohne Frühstück, mit Schlafsack, Bad & WC auf dem Gang

Bewertung: 6,5 von 10

Kommentar: Sehr nette Leute, witzig mitten in der Wohnung der alten Leutchen zu schlafen, Zimmer schon in die Jahre gekommen und nicht riesig, auch das Bad hat schon bessere Tage gesehen, Preis/Leistung aber gut.

 

 

 

Bild des Tages:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4740s6i1s.jpg)
Lupinen - ein ständiger Begleiter in Islands Frühsommer, wie hier auf dem Hausberg von Husavik
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 01. November 2013, 23:18:57
Schöööön ... (http://www.tower-of-fantasy.de/smilies/schmacht.gif)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 02. November 2013, 08:26:48
Phantastisch? Leicht untertriebener Ausdruck für diesen Tag. Der Hammer! Da hat ja alles gepasst. Diese Lupinen hatten wir letztes Jahr in Kanada vor dem Mt. Robson auch - einfach toll.  :beifall:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 02. November 2013, 08:45:29
Der Blauwal ist ja Wahnsinn!  :happy2: :happy2: :happy2:
Und Lupinen gehören zu meinen Lieblingsblumen! Komisch, als ich Kind war gab es die in Deutschland häufig, heutzutage sieht man die kaum noch.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 02. November 2013, 09:09:33
Der Blauwal ist ja Wahnsinn!  :happy2: :happy2: :happy2:
Und Lupinen gehören zu meinen Lieblingsblumen! Komisch, als ich Kind war gab es die in Deutschland häufig, heutzutage sieht man die kaum noch.
Die Lupinen gehören für uns auch zu einem Sommerbesuch der Insel einfach dazu.  :)
Die sind auch wirklich sehr verbreitet auf Island. Im fortgeschrittenen Sommer wenn die Lupinen verblüht sind sieht man dafür dann öfter mal Wollgras.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 02. November 2013, 14:45:31
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4553nheel.jpg)   
Vor Fahrtantritt bekleiden wir uns gegen den kühlen Fahrtwind mit kostenlos bereitgestellten Overalls in denen man wie der große Bruder vom Michelin-Männchen aussieht ....

Das war auch mein erster Gedanke  :totlach:. Also ich muss schon sagen, Haute Couture mässig ist auf Island schon was geboten  :thumb:. Stell dir jetzt den Overall mit einem grünen Mückennetz Kopfschmuck vor ... :lach:.

Klasse Tag und dazu noch Walglück  :beifall:.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silvia am 03. November 2013, 12:43:57
Stimme meinen Vorredner zu, ein wirklich toller Tag   :beifall:    ... Lupinien, Wale, Klippen von denen Wasserfälle ins Meer stürzen (für mich als Wasserfallfan ein absolutes Highlight!)

 :heul:  ich will zurück nach Island
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 03. November 2013, 12:56:24
:heul:  ich will zurück nach Island
Dann nimmst Du uns aber mit!  :D


Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Susan am 03. November 2013, 17:16:33
Weiterhin einfach nur tolle Eindrücke  :thumb:

Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silvia am 04. November 2013, 08:27:11
:heul:  ich will zurück nach Island
Dann nimmst Du uns aber mit!  :D

Na klar  :thumb:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 04. November 2013, 18:24:14
13. Tag, Dienstag, 16.6.2009
 

9.30 Uhr hat sich inzwischen fast zu unserer Standardaufbruchszeit entwickelt – so spät oder früh ist es jedenfalls auch heute – als sich der Schlüssel im Zündschloß unseres Ladas dreht.

Wie gestern zeigt sich Husavik auch heute morgen von seiner sonnigsten Seite – nicht nur deswegen hat es uns hier sehr gut gefallen. Bevor wir das schmucke Städtchen verlassen in dem es übrigens sogar ein „Penis-Museum“ gibt dem wir allerdings keinen Besuch abgestattet haben und ich mir hier einen Kommentar dazu verkneife ....

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_18224zk7s.jpg)
... geht es noch in einen Supermarkt – wie üblich etwas für den Tag einkaufen.
In Island gestaltet es sich manchmal schwierig sich ordentlich von seinem Müll zu trennen, der sich wie gewohnt bei uns in erschreckender Geschwindigkeit auf der Rückbank des Mietwagens auftürmt. Mülleimer an öffentlichen (Picknick-)Plätzen sind rar. Tankstellen sind da oft die einzige Möglichkeit die fünf Kilo Rückbank-Abfälle der letzten Tage mal wieder loszuwerden.

Über die 85 (was sonst ) und 845 fahren wir nach Süden bis zur Ringstraße und treffen dort auf das erste Highlight dieses Tages ....
 






(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1830imjz9.jpg)
... den Goðafoss – den Götterwasserfall.

 




 

 

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Rund um den Wasserfall gibt es 7000 Jahre altes Lavagestein zu sehen durch das sich der Fluß temperamentvoll hindurcharbeitet, Wege und Aussichtspunkte befinden sich auf beiden Seiten der Schlucht.

 




 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_485781klv.jpg)
Hier am "göttlichen Wasserfall" halten wir uns ein Weilchen auf. Besonders von der Westseite der Skjálfandafljót, dessen Wasser sich am Goðafoss fast hufeisenförmig über eine Kante ergießen ist der Blick so schön, dass man sich kaum losreißen kann. 30 m breit und 12 m hoch ist dieses Wasserfallprachtexemplar.

 


 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1866wck5h.jpg)

 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1868qkjte.jpg)
Auf der ungeteerten aber gut zu fahrenden 844 fahren wir entlang der Skjálfandafljót nach Süden.

 

 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_18711hk6j.jpg)
Die Fahrt durch typische isländische Landschaft mit Bergen in denen  noch Schneefelder liegen, unzählige Wasserfälle die von den Bergketten herab ins Tal stürzen – der mäandernde Fluß neben der Piste, die friedlich im Gras (oder auf der Straße) liegenden Schafe – lässt uns über die Enge in Deutschland und die großzügige Weite Islands sprechen.

Schon jetzt kommt beim Gedanken, dass wir Island wieder verlassen müssen Wehmut auf. So langsam begreifen wir „wie gut“ es uns hier gefällt .......
Über eine Brücke erreichen wir die auf der anderen Flußseite parallel verlaufende 842, die wir noch einige Kilometer nach Süden fahren bis wir an einen Bauernhof kommen.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1873pcjte.jpg)
Von hier startet die berühmte Sprengisandur (F26), eine von zwei Hochlanddurchquerungen, die aber noch nicht geöffnet ist. Die andere Hochlanddurchquerung F35 wollen wir ja in zwei Tagen versuchen.
 

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_190088jpm.jpg)
Der ganz offizielle Beginn der F26 liegt aber noch 5 Kilometer weiter südlich. Also öffnen wir das Viehgatter und fahren den F26 Zubringer weiter nach Süden.
Bis auf einige wenige Höfe die in der absoluten Einsamkeit zu überleben versuchen haben wir auf der Herfahrt kein Anzeichen zivilisatorischer Errungenschaften wahrnehmen können.
Alles wirkt noch so wie vor rund 1000 Jahren als die ersten Menschen ihren Fuß auf Island setzten. Die letzten Kilometer hatten auch schon wieder Hochlandcharakter. 

 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4933likx0.jpg)
Noch einmal müssen wir ein Gatter öffnen und schließen.

Die Straße windet sich durch eine beginnende Geröllwüste einen Hügel hinauf. Ab hier ist auch die F26 durch eine Markierung gesperrt – aber weiter wollten wir heute ja auch nicht.

 






(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_18823aj9p.jpg)
Auf der Anhöhe ist der Parkplatz des Aldeyarfoss ausgeschildert, ein weiterer spektakulärer Wasserfall des Skjálfandafljót.
Etwa 5 Minuten laufen wir vom Parkplatz bis hinunter zum 20 m hohen Wasserfall und sind begeistert.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1880y5kr1.jpg)
Der Aldeyarfoss ist weder der höchste oder breiteste Wasserfall noch bietet er besonders kraftvolle Wassermassen.

 




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Trotzdem ist er wirklich einer der absolut spektakulärsten Wasserfälle Islands !

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4884kzkxl.jpg)
Warum ich mich gerade auf diesen Wasserfall besonders gefreut hatte ist neben seiner einsameren Lage das, was Mutter Natur hier wieder Unglaubliches eingefallen ist.

 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1881lzjok.jpg)
Der Wasserfall wird ringsum von Basaltsäulen eingerahmt,....

 

 



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... die zusammen mit dem schäumenden weißen Wasser einen fast mystischen Anblick bieten.
Wir lassen uns Zeit für unsere Aufnahmen. Die Sonne versteckt sich mal hinter einigen Wolken, blinzelt dann wieder durch – einmal kommen wir sogar in den Genuss eines Regenbogens – schon der zweite heute.

 






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Gegen 14 Uhr reißen wir uns los und fahren diesmal die (wie man sieht staubige) 842 zurück nach Norden bis zur Ringstraße, folgen der 1 einige Kilometer nach Westen und biegen dann auf die 83 nach Norden die uns nach 10 Kilometern zum Museumshof Laufás führt.
Seit der Christianisierung Islands steht hier eine Kirche. Der fotogene Torfhof wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet und war bis 1936 der Wohnsitz des Pfarrers.

 

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1908xdkef.jpg)
Torfhäuser in Laufás



 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4946adkjo.jpg)
Island macht einfach gute Laune

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_19051nkci.jpg)
Entlang dem Eyjafjörður, dem weit ins Landesinnere gezogenen langen Fjord  ...

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_495655kzf.jpg)
... erreichen wir letztendlich wieder über die Ringstraße Akureyri – Islands Hauptstadt des Nordens.

 

 


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Auf der Liste der größten Städte liegt Akureyri mit seinen rund 17.000 Einwohnern zwar nur auf Platz vier – aber hier im Norden ist sie eindeutig das Gegenstück zu Reykjavik im Süden – die allbeherrschende „Metropole“ mit Museen, Flughafen, Autovermietungen und so etwas wie einer richtigen City.
Die wollen wir uns mal näher ansehen – unser Islandbild abrunden -  und auch in der Stadt übernachten.
 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1917t1kjb.jpg) (https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1919dzjwr.jpg)   
Dafür wählen wir uns das Akurinn Guest House, ein prachtvoller Bau – wenn auch schon in die Jahre gekommen – aber mit toller Aussicht vom Balkon über die Stadt....

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1920hujcw.jpg)
... und immer noch eine stilvolle Übernachtung. 
Vom Guesthouse beginnen wir unsere kleine Runde durch die Stadt.
 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4966rjk2r.jpg)


 
 

Kaum 10 Minuten unterwegs, zwingt uns ein Regenguß in eine große Buchhandlung. Petra blättert in einem Islandbildband ........ ich soll mir unbedingt ein Bild ansehen das sie in dem Buch entdeckt hat ...... ich ahne es schon kommen und sehe dezenten Jagdtrieb in Petras Augen aufblitzen. Mein Interesse ist ebenfalls blitzartig geweckt - ein Fall für „Sherlock Horst“ und „Watson-Petra“. Das Bild ist wirklich hochspektakulär und zeigt einen Wasserfall namens Dynkur. Weitere Informationen gibt es nicht.
Da es ja gerade regnet ziehen wir alle Register (wir sind ja in einer Buchhandlung) und wissen 5 Minuten später wo der Wasserfall ungefähr zu finden ist – nämlich im südlichen Niemandsland, in der Nähe der Sprengisandur und des Hochlandzentrums Hrauneyjar an dem wir falls wir Landmannalaugar machen würden in einigen Tagen sowieso vorbeikommen. Im Moment ist das nur ein Hirngespinst das aber unabhängig voneinander in uns beiden arbeitet (nicht nur bei solchen Dingen denken wir doch recht langweilig gleich).


 



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Inzwischen ist der Regen vorbei und die Sonne scheint mit tollem Licht auf Akureyris Straßen. Das treibt uns wieder hinaus und wir setzen unseren Rundgang fort. 

Direkt vor der Buchhandlung treffen wir auf den „Lada Polen“ – wie immer entsteht ein kleiner Smalltalk - auch die beiden Polen wollen die Hochlanddurchquerung F35 fahren, allerdings schon morgen und nicht wie wir übermorgen.

Auf einem Hügel mit einigen schönen Bürgerhäusern läuft aus einer Einfahrt eine Katze auf uns zu – da ist Petra natürlich gleich in ihrem Element – und wenige Augenblicke später kommt die „Katzenmutter“ wohl gerade nach Hause und wir kommen mit ihr ins Gespräch.
8 (!) Katzen nennt sie ihr eigen und nur die eine darf auf die Straße – na da drin geht es sicher lustig zu. Die gut dreißigjährige Frau ist uns „trotz“ ihrer 8 Katzen sehr sympathisch und als wir schon einige Meter weiter gegangen sind – bringt sie noch eine weitere Katze auf dem Arm aus dem Haus um sie uns zu zeigen.   ;)

Überhaupt haben wir unser Bild vom verstockten muffigen Isländer, das wir uns die ersten Tage ein bisschen eingebildet hatten, inzwischen komplett revidiert. Die Isländer sind keine Italiener (wie überraschend  ) die laut und überschwänglich mit Fremden sofort auf gut Freund machen. Sie sind gelassen und ruhig (das macht wohl die entspannende Landschaft), durchaus freundlich und sehr hilfsbereit – so etwas wie Hektik kommt bei niemandem auf.
 

 

 


 
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Nach insgesamt 2 Stunden reicht es uns wieder mit diesem Cityrundgang  – mehr Stadt ertragen wir schon gar nicht mehr nach so viel wundervoller Natur.

 

 



Vom Guesthouse hatten wir einen Gutschein für ein Restaurant bekommen das wir uns dank Empfehlung im Reiseführer sowieso schon ausgeguckt hatten. Da es nur 5 Minuten vom Zimmer entfernt ist laufen wir auch dorthin. Das vom Reiseführer gelobte „Greifinn Restaurant“ ist auch wirklich sehr gut und typisch isländisch „greifen“ wir also heute zu mexikanischen Spezialitäten.

Zurück im Guesthouse entdeckt Petra einen Lonely Planet der als Lesestoff für die Besucher im Aufenthaltsraum zur Verfügung steht. Wir nehmen ihn mit aufs Zimmer und finden dort noch ein paar spärliche Informationen zum Dynkur Wasserfall – dem „Buchhandlungswasserfall“.

Eigentlich ist unsere Entscheidung schon gefallen – auch wenn wir jetzt im Moment noch gar nicht genau wissen ob der für uns überhaupt erreichbar ist, würden wir es gerne probieren. Dafür brauchen wir aber einen Extratag – den wir nicht haben. Also muss woanders eingespart werden.

Nachdem wir heute nach langer Zeit mal wieder ein am Vorabend entworfenes Programm eingehalten hatten (!!!) – ist das für morgen nun schon wieder hinfällig. Ich schlage vor, daß wir die F35 bereits morgen fahren und den Trip nach Ólafsfjörður und zu einigen Fischerorten ersatzlos streichen. Damit ist Petra einverstanden. Vielleicht sehen wir die Lada-Polen ja morgen doch wieder ......

 
Da es heute noch nicht gar so spät ist und ich wieder Probleme mit einem lockeren Stativbein an meinem Manfrotto habe (dummerweise habe ich mein Werkzeug dafür zu Hause vergessen) sehe ich im Lada nach – vielleicht hat ja der zufällig (wenn auch unwahrscheinlich) einen kleinen Gabelschlüssel an Bord. Irgendwie komme ich darauf mal nach Motor und Waschanlage zu sehen. Bei Geysir.is hatte man uns nur kurz gezeigt dass das Reserverad ebenfalls unter der Motorhaube ist – und da ging die Haube auch noch auf aber jetzt nicht. Mist !
Auch mehrmaliges Ziehen des kleinen Hebels nutzt nichts - die Haube lässt sich nicht anheben. Ich hole Petra und wir beschließen zur nächsten Tankstelle zu fahren und dort um Rat zu fragen und um vielleicht Werkzeug für mein Stativ zu bekommen. Die Tanke ist nach 5 Minuten erreicht. Petra hat eine Idee und ich stehe Sekunden später da wie ein Idiot. Die Haube war bereits entriegelt und ließ sich allerdings nicht von vorne anheben sondern am anderen Ende an der Scheibe. Daran konnte ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern das der bei Geysir das so aufgemacht hatte – ging damals ja alles so schnell und auf die Idee wäre ich heute auch nach 20 Stunden nicht gekommen ..... Aua, das schmerzt ....

Trotzdem bin ich erleichtert. Ein Plattfuß im Hochland und dann keine Möglichkeit um ans Ersatzrad zu kommen – ist nicht wirklich lustig.

Während sich Petra auf ihrem Lorbeer und Ruhm im Auto ausruht, sehe ich mich mal in der Hoffnung auf Werkzeug im Shop der Tanke um und siehe da – jede Menge Gabelschlüssel hängen an der Wand. Ich hole mein Stativ, probiere welcher passt und trage ihn wie einen Schatz zur Kasse. Offensichtlich bin ich der erste Kunde seit 10 Jahren der ein solch „exotisches“ Teil kaufen möchte.
Wenig später stehen 5 Isländer relativ entgeistert um den Computer an der Kasse und versuchen ihm verzweifelt einen Preis zu entlocken. Als ich schon damit rechne das mir jemand vorschlägt ich solle das Ding klauen weil man keinen Preis findet – darf ich endlich 7 Euro in Kronen abdrücken und bin zufrieden dass ich mein Stativproblem endlich dauerhaft gelöst habe.

Auf dem Zimmer gibt es auf den Schreck noch ein Bierchen und mit dem Gedanken an das kleine Abenteuer der bevorstehenden Hochlanddurchquerung schlafen wir wie üblich schnell ein.

 

 

Übernachtung: Akurinn Guest House

Preis: 8200 ISK (47 €) ohne Frühstück, diesmal keine Schlafsackunterkunft Bad & WC am Gang

Bewertung: 8 von 10

Kommentar: sicher mit das beste was man für kleineren Geldbeutel in Akureyri haben kann, in die Jahre gekommen – aber ehrenvoll

 

 

Bild des Tages:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4906nfj8m.jpg)
Der Aldeyarfoss - Island pur
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 04. November 2013, 19:13:36
Ich habe ja gedacht, so viele Wasserfälle würde ich irgendwann langweilig finden. Mal sehen, wann "irgendwann" ist  ;)

... oder es doch nie langweilig wird (was ich ehrlich gesagt vermute)  :)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 04. November 2013, 19:31:26
Ich habe ja gedacht, so viele Wasserfälle würde ich irgendwann langweilig finden. Mal sehen, wann "irgendwann" ist  ;)

... oder es doch nie langweilig wird (was ich ehrlich gesagt vermute)  :)
Ach ich bin ja bei den anonymen Wasserfallabhängigen - da kan man gar nicht genug von den Dingern sehen.  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 05. November 2013, 08:23:42
Auf den ersten Bildern wart ihr im T-Shirt und ich dachte schon, dass zwischenzeitlich der Hochsommer in Island ausgebrochen ist :toothy9:.

Wegen der Motorhaube könnte ich jetzt anmerken "Mann und Technik"  :totlach:, aber nein, wir Frauen haben einfach sehr oft gute Ideen :cool2:. 
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 05. November 2013, 09:00:42
ich bin sonst auch nicht der ganz große Wasserfallfan aber hier ist auch die Umgebung so gigantisch und die Wasserfälle so schön breit, ich bin mir der Gesamtsituation sehr zufrieden  ^-^
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Heiko am 05. November 2013, 11:28:39
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4553nheel.jpg)   
Vor Fahrtantritt bekleiden wir uns gegen den kühlen Fahrtwind mit kostenlos bereitgestellten Overalls in denen man wie der große Bruder vom Michelin-Männchen aussieht ....

Ich finde jetzt aber, dass ihr in den Overalls sehr gut ausseht  :thumb:. Und diese Dinger sehen auch so aus, als ob sie einem wirklich trocken und warm halten. Ich hätte manchmal auch schon gern einen solchen Overall gehabt  :).


Die Geschichte mit der Motorhaube ist für einen echten Kerl natürlich schon voll peinlich ;). Ich kenne das, da denkt man hinterher lange daran, wie einem so etwas passieren konnte  :D.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 05. November 2013, 20:23:33
Auf den ersten Bildern wart ihr im T-Shirt und ich dachte schon, dass zwischenzeitlich der Hochsommer in Island ausgebrochen ist :toothy9:.
In Island kann man das ganze Jahreswetter an einem Tag haben - ein spannendes Land. :)


ich bin sonst auch nicht der ganz große Wasserfallfan aber hier ist auch die Umgebung so gigantisch und die Wasserfälle so schön breit, ich bin mir der Gesamtsituation sehr zufrieden  ^-^
Dann bin ich auch zufrieden.  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 05. November 2013, 20:28:54
14. Tag, Mittwoch, 17.6.2009
 

Da wir für heute ehrgeizige Ziele ausgegeben haben und neben der Hochlanddurchquerung auf der F35 – deren Ausgangspunkt wir erst noch erreichen müssen, auch noch auf die Schnelle das bekannteste Freilichtmuseum Islands sowie abends Gullfoss & Geysir in den Tag quetschen wollen – stehen wir heute mit Hilfe des Weckers um 7.30 Uhr auf.

Eine Stunde später sind wir beide geduscht, die Koffer sind in den Lada gewuchtet, wir haben einen Kaffee intus und tuckern durch das leicht verregnete Akureyri in Richtung einer Tankstelle.
Das Tanken hatten wir gestern ganz vergessen – außerdem nutzen wir einen kostenlosen Service den es an vielen Tankstellen in Island gibt – einen Wasserschlauch um unseren Wagen abzuwaschen.

Nein, wir sind nicht über Nacht einer Gehirnwäsche (mit einem Tankstellenschlauch) zum Opfer gefallen und sind plötzlich penible Autofetischisten geworden (vielleicht weil unser Auto so ein Hingucker ist ) – unsere gestrige Fahrt zum Aldeyarfoss hatte unserem jagdgrünen „Flitzer“ ein dichtes Staubband verliehen, das sich durch den Regen heute Morgen in eine üble Schlammschicht verwandelt hat. Jedes Öffnen einer Türe oder des Kofferraums ist mit Dreckspritzern auf Hose und Jacke verbunden – also bekommen sogar wir mal einen Sauberkeitsanfall der aber nach 30 Sekunden und einem entschlammten Auto schlagartig wieder vorbei ist !  ;)

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1934tldw6.jpg)
Auf der 1 geht es ca. 80 km nach Westen und als kurzen Abstecher von der Ringstraße auf der 75 nach Norden zum Freilichtmuseumshof Glaumbær, den wir gegen 9.30 Uhr erreichen.
Obwohl das Museum ja gerade erst geöffnet hat stehen schon 3 Autos auf dem kleinen Parkplatz – man mag sich vorstellen wie das später am Tag wird.
Hauptsehenswürdigkeit in Glaumbær sind neben der Kirche die 6 Torfhäuser die malerisch in Reih und Glied im Gras stehen und die in keinem Bildband über Island fehlen dürfen.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1933h6in0.jpg)
Der Torfhof war die vorherrschende Hausform der Landbevölkerung in Island. Als die Wikinger die Insel besiedelten, brachten sie ihre gewohnten Langhäuser mit. Dafür wurden große Holzmengen verbraucht. Durch Holzmangel in Island entwickelte sich später diese Hausform. Sie war im ganzen Land verbreitet und wurde bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts bewohnt. An einigen Orten in Island sind solche Gebäude heute als Museum zu besichtigen. Durch das verwendete Material waren die Häuser nicht sehr lange haltbar, und es war im Haus kühl und feucht.

 

 


 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_19312kceb.jpg)
 


 

 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_502463ic5.jpg)
Wie gestern beweisen wir gutes Timing. Wir sind gerade auf dem Rückzug zu unserem Lada, da rollen zwei große Busse auf den Parkplatz, gleich sieht man vor lauter Menschen die Häuser nicht mehr ......
 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5041dqddv.jpg)
Wir fahren die 75 wieder zurück zur Ringstraße.

 



 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5042xgcjz.jpg)


 

 

An der Kreuzung in Varmahlið kaufen wir uns noch zwei Kaffee „to go“ und rufen im Hotel Geysir an und machen ein Zimmer für heute klar. Das ist zwar diesmal ein teurer Spaß aber wir wollen am Abend und am Morgen noch mal ein paar Aufnahmen vom Gelände in Haukadalur und vor allem vom Strokkur machen (vor einigen Tagen war das Licht ja leider nicht gut und heute kommen wir noch einmal direkt dran vorbei) also schlucken wir den Preis – dafür gibt’s dann halt auch zu Hause drei Wochen Tütensuppe.  :)) ;) 

 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5043emchh.jpg)
Wir folgen der Ringstraße ein kurzes Stück nach Westen und treffen auf typische kreisrunde Schafspferche die man bei vielen Höfen in Island findet.

 

 

Schon seit einigen Minuten versuche ich die zwei kochend heißen Kaffeebecher die ich seit Varmahlið auf Wasserwaagenniveau halte vor einer Eruption auf meine Hose zu bewahren – was mir tatsächlich und völlig unerwartet gelingt – das muss ein guter Tag werden.   ;)

Da nimmt man doch gerne in Kauf, dass ich auf meinen Händen die nächsten drei Tage Spiegeleier braten könnte.....


 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5048xoiun.jpg)
Wir suchen uns einen Picknickplatz um unser Frühstück einzunehmen. Für ein Frühstück im Freien ist es zwar eigentlich schon ein wenig kalt (es hat hier vielleicht höchstens 7- 8 Grad)  – aber dann zieht man halt einfach drei Pullis an (und sieht schon wieder aus wie das Michelin-Männchen). Dank meines heroischen Einsatzes haben wir dazu ja auch noch zwei nach wie vor kochend heiße Kaffee um uns zu wärmen.


 



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Gut gestärkt biegen wir auf die 732 nach Süden ab und stehen nach wenigen Minuten am Beginn der F35, der „Kjölur“ (manchmal auch Kjalvegur genannt).

 


Inzwischen sind bei der Kjölur alle Flüsse überbrückt oder verrohrt (also ein großes Rohr führt das Wasser unter der Straße durch), so dass man nirgendwo furten muss und die Strecke auch als „Hochlandquerung für Anfänger gilt“.

In ganz neuen Karten hat die F35 manchmal deshalb sogar ihr F verloren – ist nach dem Winter aber trotzdem wegen Schnee oft bis in den Juni hinein gesperrt und ihr Befahren von vielen Fahrzeugvermietern nach wie vor nicht gestattet.

Auf Rückfrage bei Geysir.is ist uns praktisch mit dem Fahrzeug nichts verboten – nur beim Furten verlieren wir unseren Versicherungsschutz was logisch ist. Im übrigen ist das Furten unseres Wissens nach auch bei keinem anderen Anbieter in Island versichert.
Der nördliche Teil der Kjölur bis Hveravellir ist zwar nicht sonderlich interessant – aber wir kommen auf der Wellblechpiste immerhin gut voran.  Für die gut 75 km benötigen wir etwa 1,5 Stunden. Oft können wir mit 70-80 km/h über die Piste brettern, was bei Wellblech ja deutlich angenehmer ist. Wachsamkeit ist aber immer geboten – ein plötzliches tiefes Loch oder ein großer Stein und man hat ein ebenso großes Problem. Erstaunlich wie schnell schon nach kurzer Fahrt auf der F35 die Vegetation zurückweicht. Eben noch saftiges grünes Gras und urplötzlich schier endlose Geröllwüste.

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_19703xcbi.jpg)
Das Wetter ist düster und bedeckt, gelegentlich bekommen wir auch mal ein paar Tröpfchen auf die Windschutzscheibe aber inzwischen sind wir ja in der Lage den Scheibenwischer bei heruntergekurbeltem Seitenfenster (ohne dass der Fahrer stoppen muss) per „Handschubser“ wieder in Gang zu setzen.

 


 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1961pdepr.jpg)
Absolutes Highlight an der Strecke ist das Heißquellengebiet Hveravellir – das auch in etwa die Hälfte der Strecke auf der F35 darstellt.

Eine kurze 2 Kilometer lange Piste führt zu einigen Hütten von denen ein Rundgang auf Holzbohlenwegen beginnt.
Leider regnet es. Also Regenjacke an, gebastelte Klarsichthülle über Videokamera gezogen und los geht’s.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5094tmenl.jpg)
Ein tolles Gebiet !

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5111hrce9.jpg)
Das Geothermalfeld besticht durch viele blaue Quellen, sehr schöne Farben ...

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5074wriwo.jpg)
... und einen tollen Kegel der unablässig Dampf in den heute verhangenen Himmel bläst.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1953szfqm.jpg)
Wir haben Glück. Der Regen hört unvermittelt auf und die Sonne bricht durch ein kleines Loch in der Wolkendecke.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1945hqdtn.jpg)
Ein fast unwirkliches Licht fällt auf die heißen Quellen und dahinter ist der Himmel tiefschwarz – so etwas habe ich vorher noch nie gesehen – aber auch dafür ist Island berühmt – für die außergewöhnlichsten Lichtstimmungen die man sich vorstellen kann und darüber hinaus.



 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_50996zd6g.jpg)
Schneller als wir dachten haben wir hier zwei Stunden verbracht – ein zwar kleines Gebiet - aber mit vielen tollen Motiven.

 



 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1974ywenj.jpg)
Auf der weiteren Fahrt nach Süden kämpft sich die Sonne immer weiter durch und der Himmel reißt auf. Die Landschaft wird dazu zunehmend attraktiver.

 




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Immer wieder schweift der Blick hinüber zu den beiden riesigen Gletschern Langjökull und Hofsjökull die nun immer dominanter an die Strecke heranreichen. Nicht nur weil wir öfter für Aufnahmen anhalten verringert sich unser Tempo – die Piste ist hier doch etwas schlechter als im Norden.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_19691citm.jpg)
Kein Problem – wir liegen eigentlich ganz gut in der Zeit und haben die ersten Etappen heute Vormittag wie geplant bewältigt. Jetzt können wir es wieder lockerer angehen.
Natürlich versuchen wir auch einen kleinen Abstecher auf der F347 nach Kerlingarfjöll. Hier ist Allrad zwingend notwendig. Bereits nach einem Kilometer ist das erste „Flüsschen“ zu durchqueren was uns aber gerade mal ein bisschen die Reifen badet.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_19729ycj0.jpg)
Wir halten am schönen Gýgjarfoss an dem wohl leider gerade das Jahrestreffen der isländischen Mücken stattfindet. Ohne Mückennetz keine Chance – inzwischen haben sich die Dinger tatsächlich bewährt – wenn sie auch am Anfang leicht gewöhnungsbedürftig sind.

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_520065elt.jpg)
Oberhalb des Wasserfalls müssen wir durch den Fluss auf die andere Uferseite.

Jetzt ist richtiges Furten angesagt. Wir besehen uns die Stelle – besprechen uns kurz und wenige Augenblicke später schwimmt unser Lada durch den Fluss und bringt uns sicher auf die andere Seite. Das hat doch schon mal großen Spaß gemacht

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5169wpc75.jpg)
Die Piste steigt an und endet zunächst nach etwa 10km bei einigen Hütten in einem schönen Tal.
Wir erkundigen uns ob wir von hier noch etwas weiter kommen.

Es führt eine Piste hinauf in die Berge – der wir so weit wir wollen und kommen, folgen können. Sie endet wohl in einem Hochtemperaturgebiet mit heißen farbigen Quellen – aber bis dahin ist es uns heute auf jeden Fall zu weit und möglicherweise wäre die Strecke zu dieser Jahreszeit im Frühsommer für unseren Lada auch nicht machbar.

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5176jqed5.jpg)
Wir fahren den Berg hinauf bis zu einem Pass.
Eine wunderschöne Stelle. Neben der Straße schlängelt sich ein tiefer Canyon ins Tal hinab ....

 




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... garniert mit einigen spektakulären Felszinnen.


 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1984ecc7l.jpg)
Einen Yeti haben wir hier oben nicht gesehen - aber andere unheimliche Erscheinungen ... 

 

 

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Auf dem Rückweg fahren wir insgesamt drei Mal durch den Fluß – was daran liegt dass ich mein Stativ aufbauen und die Flussdurchquerung filmen muss. 

 



 

 
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Wieder zurück auf der Kjölur setzen wir unsere Fahrt nach Süden fort. Landschaftlich bleibt es interessant bis spektakulär - bei Hvitarnes sehen wir eine große Gletscherzunge die in den darunter liegenden Gletschersee kalbt. 
Nun ist es nicht mehr allzu weit bis zum Gullfoss – dem Ende (oder Anfang ) dieser Hochlandstrecke. 7 Stunden haben wir für die F35 mit Abstechern und Besichtigungen gebraucht. Fahrtechnisch ist die F35 deutlich besser zu bewältigen als die Kaldidalur. Im Prinzip auch für PKW’s machbar – aber eben dann schon sehr anstrengend. Für unseren Lada kein Problem. Bei schnell gefahrenen Kurven kommt er gerne mal etwas ins Schlingern – aber bei Steigungen – bergauf-bergab ist er durch sein geringes Gewicht vergleichbar mit einem leichtgewichtigen Radrennfahrer bei der Tour de France und fährt ins Bergtrikot. Apropos Radrennen – auch einige Radfahrer sahen wir heute unterwegs – gerade im Norden bei Regen und starkem Wind ..... also ich gebe zu – ich bewundere die Leute – aber das ist too much ......
War es am Kerlingarfjöll noch sonnig – ist sie nun die letzten Kilometer wieder verschwunden. Schade, wir hatten uns den Gullfoss diesmal in Sonne erhofft. Plötzlich haben wir wieder Teer unter den Rädern – ein fast ungewohntes Gefühl. Die Straße verliert an Höhe und  nähert sich der Hvítá an, die wenige Kilometer flussabwärts Islands eindrucksvollsten Wasserfall mit Nachschub versorgt. In der Ferne sieht man ihn auch schon stauben – den Gullfoss - aber nicht nur das, ausgerechnet über dem Gullfoss scheint ein kleines Sonnenloch in der Wolkendecke zu sein !
wenn das auch noch da wäre wenn wir dort sind .....

Es beginnt ein Wettlauf gegen den Wind der die Wolken wieder zutreibt. 5 Minuten später ist das Auto abgestellt, Kameraausrüstung aus dem Wagen geangelt und wir hasten zum Aussichtspunkt. 

 




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Unser Einsatz wird belohnt – der Gullfoss ist nicht nur herrlich angestrahlt – obendrauf gibt es auch noch einen wunderschönen Regenbogen der sich über den kompletten Wasserfall spannt.

 




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So macht er seinem Namen „der Goldene“ alle Ehre ! 

 

 


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Nach etwa 10 Minuten schließt sich das Sonnenloch. Wir freuen uns sehr, daß wir den - zumindest für mich schönsten und eindrucksvollsten Wasserfall Islands – doch noch in bestem Licht erleben durften.

 

 


 
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Zurück am Lada fahren wir weiter zu unserem heutigen Ziel, dem Geysir-Gebiet von Haukadalur das wir gegen 19:30 Uhr erreichen (auch das kennen wir ja schon vom Beginn unserer Reise).
 

 



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Wir gönnen uns noch eine kurze Stippvisite am Strokkur (einmal Blase gucken muss schon sein).

 

 

 

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Dann checken wir im Hotel ein. Unsere teuerste Übernachtung der Reise aber eben strategisch direkt am Geysir – und dafür sind selbst die 84€ schon ok.
Wir bekommen eine schicke Hütte und laden unser Gepäck aus. 

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_1997nhicz.jpg)
Fast irritierend soviel Luxus.
In der Kantine beim Shop kaufen wir uns je ein Sandwich und ein Bier (viel anderes gibt’s da nicht) und im Zimmer gibt's noch lecker Süppchen. 

 

 


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Nach dem feudalen Mahl drehen wir noch eine Runde durch das Geysirgebiet bei sehr stimmungsvollem Abendlicht.

 

 


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Als wir am Strokkur einmal wieder auf einen Ausbruch warten nähert sich eine Gruppe französischer Bustouristen. Es ist schon befremdlich wenn man vorher stundenlang in der Einsamkeit unterwegs war und dann an so einem Naturwunder steht und die Leute so einen Ort regelrecht überschwemmen.

Leute in einer Herde sind meist grauenvoll. Eben steht man noch gemütlich und alleine in der Natur, wartet andächtig auf den nächsten Ausbruch des Strokkur und im nächsten Moment muss man schon aufpassen, dass einem niemand auf den Fuß latscht so drängen die Franzosen lautstark von hinten heran.

Was mich dann besonders nervt -  jeder muss dann unbedingt sein Handy auspacken und seine Befindlichkeiten an Mutti oder den Bewährungshelfer nach Hause telefonieren.
Zum Glück bleiben solche Gruppen nie lange. 2 Ausbrüche maximal – mehr Zeit gibt’s dafür nicht - dann ist der Spuk wieder vorbei.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5318eyfdu.jpg)
Der mit dem Blubb

 

 


 
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Wir sehen an diesem Abend vielleicht an die 10-15 Mal wie das „Butterfass“ seinen Wasserdampf in den Abendhimmel katapultiert und ziehen uns dann in unsere Luxushütte zurück. 

 

 

Wir sind gespannt auf morgen. 

Wird es uns gelingen den Dynkur Wasserfall zu finden und erreichen wir ihn dann auch ?

Überlebt das unser Auto ?

Das wird eine spannende Angelegenheit !

 

Heute war es auf jeden Fall mal wieder ein Supertag !

Wie alle Tage ...... 4 haben wir noch ........


Übernachtung: Hotel Geysir (Hütte)

Preis: 14.750 ISK (84 €) ohne Frühstück, Bad & WC diesmal im Zimmer

Bewertung: 8 von 10

Kommentar: verhältnismäßig luxuriös und natürlich tolle Lage – dafür auch dreimal so teuer wie manch andere Übernachtung der Reise – kann man sich aber schon mal gönnen

 

 

Bild des Tages:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5197s3cn3.jpg)
Hochlanderoberer am Kerlingarfjöll
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 05. November 2013, 21:13:58
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5042xgcjz.jpg)

So verdient ihr euch ein paar Kronen extra, oder? Isländer in ihren heißen Flitzern blitzen....  :evil:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Susan am 05. November 2013, 23:32:42
Oops, wir müssen wohl doch grässlich verwöhnt sein  :verlegen: dass mir 84 Euro für ein Zimmer normal vorkommen. Aber zugegeben- die sind dann doch meist noch etwas komfortabler ausgestattet  ::)

Tolle Bilder vom Gullfoss, sogar mit Regenbogen und der "Geysir mit dem Blubb" gefällt mir auch immer noch. Mach nur so weiter, dann kommt Island  ernsthaft auf die Reiseliste  ;) (zum Wieder-Aufwärmen fahren wir dann nach Petra  8) wenn ich dem Gatten dann während der Anreisen die Augen verbinden kann)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 06. November 2013, 08:21:16
Das Butterfass hat es euch wirklich angetan  :cool2:. Komisch, bei dem Blubb denke ich immer zuerst an Verona Feldbusch Spinat  :toothy9:.

Mir gefallen die Torfhäuser sehr und endlich weiß ich, woher das Sprichwort kommt: Gras darüber wachsen lassen :floet:.

Wer von euch hat vor der Furtquerung die Wasserhöhen gemessen  :zwinker: ?
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Heiko am 06. November 2013, 10:21:04
Diese Fahrt durchs Hochland hätte uns sicher auch gut gefallen und viel Spass gemacht :thumb:

In der Kantine beim Shop kaufen wir uns je ein Sandwich und ein Bier (viel anderes gibt’s da nicht) und im Zimmer gibt's noch lecker Süppchen. 

Also Suppenkasper darf mein bei eurer Reise wirklich nicht sein  ;D.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 06. November 2013, 16:30:13
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5313pjcca.jpg)

dieser Anblick alleine wäre schon eine Reise nach Island wert!  :anbeten:
der absolute Wahnsinn!
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 06. November 2013, 18:06:46
So verdient ihr euch ein paar Kronen extra, oder? Isländer in ihren heißen Flitzern blitzen....  :evil:
Wäre eine gute Innovation da ich das bisher in Island noch nicht gesehen habe.  ;)

Oops, wir müssen wohl doch grässlich verwöhnt sein  :verlegen: dass mir 84 Euro für ein Zimmer normal vorkommen. Aber zugegeben- die sind dann doch meist noch etwas komfortabler ausgestattet  ::)
Wir haben halt in den letzten Jahren oft dadurch zwei Reisen geschafft indem wir bei den Übernachtungen und beim Essen den Rotstift angesetzt haben. Da ist das größte Sparpotential vorhanden.
Zudem haben wir gerade in Island festgestellt, daß uns diese sehr einfachen und schlichten Unterkünfte mit Küche eigentlich absolut ausreichend das bieten was wir brauchen - Dusche & WC, eine Küche die wir nutzen können, Betten, ein paar Steckdosen damit wir unsere Akkus aufladen können und das Ganze sauber und in brauchbarer Lage.
Mehr ist gar nicht nötig. Über mehr freut man sich zwar aber über 2 Reisen freuen wir uns mehr als über eine mit größerem Luxus.
Das gilt natürlich nur für uns und die Proportionen unserer Geldbeutel.  ;)


Wer von euch hat vor der Furtquerung die Wasserhöhen gemessen  :zwinker: ?
Niemand. Wir sind einfach durchgebrettert.  ;)


In der Kantine beim Shop kaufen wir uns je ein Sandwich und ein Bier (viel anderes gibt’s da nicht) und im Zimmer gibt's noch lecker Süppchen. 

Also Suppenkasper darf mein bei eurer Reise wirklich nicht sein  ;D.
Also dazu muss ich sagen - diesen Suppenquatsch haben wir uns inzwischen abgewöhnt.
Wir buchen ja gezielt mit Küche und dann wird am Abend auch noch richtig gekocht.
Zwar sicher kein 2-Stunden-Vorbereitungs-Menü aber diverse Nudelgerichte, mal ein Chilli, Hackbällchen, Salat usw. sowas ist schon drin und das ist für unterwegs ja völlig ok.  :)



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5313pjcca.jpg)

dieser Anblick alleine wäre schon eine Reise nach Island wert!  :anbeten:
der absolute Wahnsinn!
Das ist wahr. Der Strokkur ist der absolute Wahnsinn. Einzigartig auf der Welt und alleine schon die Reise nach Island wert.
Man könnte Stunden davor stehen oder sitzen.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 07. November 2013, 10:55:28
Das ist wahr. Der Strokkur ist der absolute Wahnsinn. Einzigartig auf der Welt und alleine schon die Reise nach Island wert.
Man könnte Stunden davor stehen oder sitzen.

Wenn man denn dürfte .. *schmoll* 

Und dieses waaahnsinns Blau so zu erwischen! Wieviel Versuche hat es gebraucht??
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Birgit am 07. November 2013, 12:05:43
Hi,

irgendwie muss mein Kopf mal von Indien weg, daher habe ich mal das Kontrastprogramm eingeschaltet.

Das viele satte Grün und die Eisfarben mit den roten Tupfern durch Lundischnäbel, deine rote Jacke und Ziegeldächer sind schon toll für´s Auge, zumal ich hier im warmen Büro nicht bibbern muss.

Und dass es mancherorts ein bisschen yellowstonelike ist, gefällt mir gut.

Ich glaube nur, Island sehe ich mir dann doch lieber aus der sicheren Entfernung an - obwohl: Man weiß ja nie...  :toothy9:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 07. November 2013, 18:03:37
Island habe ich mir irgendwie ganz anders vorgestellt. Es sieht doch sehr groß und weitläufig aus...
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 07. November 2013, 18:40:23
Das ist wahr. Der Strokkur ist der absolute Wahnsinn. Einzigartig auf der Welt und alleine schon die Reise nach Island wert.
Man könnte Stunden davor stehen oder sitzen.

Wenn man denn dürfte .. *schmoll* 

Und dieses waaahnsinns Blau so zu erwischen! Wieviel Versuche hat es gebraucht??
Bei der Lichtstimmung (mit dezenter Sonnen von hinten) war das einfach so.  :)
Ich glaube wir waren jetzt schon 7 oder 8 mal in Haukadalur und am Strokkur und eigentlich könnte man gleich da den Urlaub verbingen wenn es nicht anderswo auch so schön wäre. ;)


Island habe ich mir irgendwie ganz anders vorgestellt. Es sieht doch sehr groß und weitläufig aus...

Es ist in jedem Fall weitläufiger als man denkt - vor allem wenn man auch per Allrad ins einsame Hochland kommt.




Hi,

irgendwie muss mein Kopf mal von Indien weg, daher habe ich mal das Kontrastprogramm eingeschaltet.
Indien, Island ... klingt ja schon mal "fast ähnlich". ;)


Das viele satte Grün und die Eisfarben mit den roten Tupfern durch Lundischnäbel, deine rote Jacke und Ziegeldächer sind schon toll für´s Auge, zumal ich hier im warmen Büro nicht bibbern muss.

Und dass es mancherorts ein bisschen yellowstonelike ist, gefällt mir gut.

Ich glaube nur, Island sehe ich mir dann doch lieber aus der sicheren Entfernung an - obwohl: Man weiß ja nie...  :toothy9:
Ich wollte schon seit den frühen 90ern hin.
Dann hat es 15 Jahre gedauert bis ich mit Petra dort hin gekommen bin.
Also gut Ding will Weile haben. :)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 07. November 2013, 23:10:23
15. Tag, Donnerstag, 18.6.2009
 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2018qicfu.jpg)
Um 9 Uhr sind wir heute startklar für den Tag und gönnen uns natürlich noch einen kleinen Rundgang im Geysir Gelände von Haukadalur.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2012o7ekj.jpg)
Hatte ich schon erwähnt ..... 

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5349wqcjx.jpg)
.... dass die Strokkur-Blase süchtig macht ....   

 

 


 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_53508ud86.jpg)
 


 

 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5351wrde6.jpg)






(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5332lxcf2.jpg)
Heute ist es noch mal eine deutliche Spur windiger als sonst (absolute Windstille kann man sich in Island kaum vorstellen) und doch ganz schön frisch. Der Wind sorgt allerdings auch dafür, dass sich heute keine Mücke blicken lässt (also mal wieder falsch "gekleidet") – da werden wohl auch bei denen alle Flüge abgesagt ..... 

 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5352aiexo.jpg)
Erstaunlicherweise scheint das Wetter und der kalte Wind heute morgen sogar dafür zu sorgen, dass sich die Geysire und heißen Quellen kaum mit Dampf präsentieren. So kann man selbst die sonst bisher fast immer völlig vom Dampf verhüllte Thermalquelle Blesi in ihrem schönen Blau bewundern. 

 



 
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Unser Freund Strokkur ist heute morgen etwas launisch. Mal kommt nach einem Ausbruch gleich wenige Sekunden einer hinterher, mal gibt es nur einen kleinen Hüpfer und dann wieder 10 Minuten gar nichts. Es bleibt aber einfach spannend und faszinierend diesen Geysir zu beobachten – ich könnte Tage vor dem Ding verbringen ...... 

 




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Petra auch .....


In der Kantine gibt es noch einen Kaffee zum Aufwärmen und dann geht’s weiter Richtung Süden. Auf der geteerten 30 gelangen wir nach Fluðir und erledigen dort unsere Einkäufe für den Tag.
Von der 30 wechseln wir auf die ebenfalls geteerte 32 die uns nach Osten und wieder weiter weg von zivilisatorischen Errungenschaften an den Rand des Hochlandes führt. 

 




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Inzwischen ist es strahlend schön als wir am Hjálparfoss einen Stop einlegen.

 

 


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Der Fluss Fossá í Þjórsárdal stürzt hier malerisch zwischen Basaltsäulen in zwei Arme gespalten etwa 20 m in die Tiefe. 

 


 
 

 

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Es ist kurz nach Mittag als wir das Hrauneyjar Hochlandzentrum erreichen.

Da es ringsum außer einem angeschlossenen teuren Hotel keine Übernachtungsmöglichkeit gibt nehmen wir uns hier ein Zimmer und fragen die freundliche Frau an der Info gleich mal nach dem Dynkur. Zunächst erhalten wir als Auskunft, dass man da nicht hinfahren könne. Eine ältere Frau kommt hinzu und hält dagegen, dass man es mit Allrad schon versuchen könnte – die Strecke aber schon sehr anspruchsvoll wäre. Wenn die wüsste, dass wir nur einen Lada haben ......
Sie angelt eine Karte aus dem Schub und zeigt uns auf welcher Piste wir zum Wasserfall gelangen könnten. Wir sollten uns aber melden falls wir den Trip wagen wollten und falls wir bis abends nicht zurück wären – würde man einen Suchtrupp losschicken.
Na das klingt ja alles schon leicht abenteuerlich – also genau das Richtige für uns.   ;)
Die Art und Weise wie uns der Wasserfall in Akureyri „über den Weg gelaufen ist“ verführt uns dazu den Trip zu wagen – zudem ist am Himmel kein Wölkchen zu entdecken – also von Regen sollten wir in den nächsten Stunden nicht überrascht werden. 
Wir kaufen die Karte in der die Piste eingezeichnet ist ... 


 



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 ..... und bringen unsere Koffer aufs Zimmer.
Übrigens das Zimmer ist nicht größer als das was man da auf dem Bild sieht. Für das Foto musste ich mich sogar außerhalb der Tür postieren, um "alles" drauf zu bekommen.

 

 



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Island hat ja etwas mit diversen Glaubensrichtungen gemein. Will man ein Haus betreten gilt erst mal Schuhe ausziehen. Bei dem Schlamm der hier an vielen Tagen des Jahres die Schuhe ziert sicher keine schlechte Idee.

 

Gegen 14 Uhr starten wir zu unserem Trip ins Ungewisse – der Suche nach dem Dynkur Wasserfall.

Etwa 5 km fahren wir auf der Teerstraße zurück nach Westen und biegen dann über die Brücke die über die Tungnaa führt nach Norden. Danach geht es ca. 2-3 km geteert Richtung Kraftwerk Buarhalsyirkjun bis zur ersten Abzweigung nach rechts (Osten). Unserer Karte entnehmen wir dass wir gleich nach wenigen Metern wieder (links) abzweigen müssen – also ohne das Blättchen aus dem Hochlandzentrum würde man schon jetzt ratlos und verloren an diesen Abzweigungen stehen. 

 



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Auf dem Weg zum Dynkur ....... hoffentlich .....

Schnell wird klar dass uns über die Strecke kein Unsinn erzählt wurde – die Piste hat es in sich. 
Wir balancieren für 3 Kilometer zwischen so tiefen Spurrillen in denen man eine Kuh versenken könnte, dass man als Fahrer schon spürbar ins Schwitzen kommt.

 

 


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Dann kommen die Steine, nicht nur ein paar - ein Meer von Steinen. Unser Lada kommt kräftig ins Holpern, meistert die wirklich miese Piste aber erstaunlich gut. Etwa 10 Kilometer geht es nun über Steinspitzen und Löcher. Einige Male müssen wir die Piste verlassen und eine Alternative offroad nehmen, da die eigentliche „Straße“ nicht befahrbar ist – außer für die isländischen Superjeeps die alles niederwalzen.

 




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Da die Strecke doch einiges an Konzentration abverlangt und absolut keine Sekunde Erholung ermöglicht wechseln wir unterwegs und Petra klemmt sich hinters Steuer – sie soll ja auch ihren Spaß haben.     ;)

An einer Abzweigung gibt es sogar eine per Hand geschriebene Holztafel auf der das gerade noch entzifferbare Wort „Dynkur“ nach links weist. Kurze Zeit später folgt noch eine auf diese Art beschilderte Abzweigung. 
 





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Weit und breit ist nichts zu sehen. Kein Mensch, kein Tier, kein Haus, kein gar nichts. 


 


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Seit wir den Asphalt verlassen haben ist unserem Lada kein Auto mehr begegnet – wir würden hier auch zutiefst erschrecken  .....

Nach einigen erträglicheren Kilometern wird die Piste noch einmal deutlich schlechter. Ein einziges Gerüttel und Gehoppel. Wir steigen ein paar Mal aus um uns die Strecke zu besehen und ich laufe vor dem Lada her um Petra vorbei an den gefährlichsten Steinen durch das Steinmeer zu navigieren. Das viele Gekurve im ersten Gang geht selbst an unserem „Superlada“ nicht spurlos vorbei – der Motor heizt sich auf und gibt beunruhigende Geräusche von sich. Wir halten an und lassen den Motor abkühlen und versuchen möglichst untertourig den ersten Gang vermeidend weiterzufahren. Auch durch Wasser müssen wir ein-, zweimal wobei das letztendlich harmlos ist. Nach einer Stelle die wieder eine Offroad-Passage erzwingt fahren wir auf eine kleine Anhöhe und stehen plötzlich an einer Abzweigung. Geschätzt haben wir vielleicht noch 5-6 Kilometer zum Ziel.


 




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Ich laufe ein Stück auf einen benachbarten Hügel und sehe einen Wasserfall in der Ferne in Richtung der linken Piste. 

 

 


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Die rechte Variante bietet aber so ein kleines Steinmonument das oft als Markierungen im Hochland dient. Was tun sprach Zeus ?

Nach Einschätzung der Lage kann der Wasserfall den man in Richtung der linken Piste erkennen kann nicht der richtige sein. Wir vermuten, dass er seitlich in die Schlucht der Þjórsá fällt die ja auch unseren gesuchten Dynkur bildet. Die kilometerlange Schlucht selbst können wir von hier oben nicht erkennen – aber erahnen.

Wir fahren also Richtung Steinmonument und vielleicht noch dreihundert Meter daran vorbei und stoppen den Motor.
Vor uns geht es leicht den Hügel hinab über gefährlich hohe Steine und tiefe Löcher – ohne dass ein Umfahren möglich ist.

Wir überlegen was zu tun ist. An sich ist es nicht mehr so weit zu laufen – wenn wir richtig sind – und gefahren sind wir auch nicht viel schneller als gelaufen wenn die Piste so weitergeht. Die Gefahr das Auto hier in der Einöde zu schrotten, riskieren wir nicht – sondern nehmen unsere Kameras und etwas zu trinken aus dem Lada und parken ihn neben der Strecke. Eine kleine Ruhepause tut dem etwas aufgeheizten Motor sicher auch nicht schlecht. 


 



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Wir gehen zu Fuß auf der Piste weiter die nach einigen hundert Metern nicht nur bergab führt sondern auch deutlich besser wird ..... war ja klar ......

 

 


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Nach 30 Minuten kommen wir an einen Fluß den wir hätten Furten müssen. Wir suchen nach einer Möglichkeit trockenen Fußes überzusetzen was gar nicht so einfach ist.


 


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Etwas flussabwärts finden wir eine Stelle die wir mit beherzten Sprüngen über Steine im Wasser ohne die Taufe eines eiskalten Hochlandbaches überstehen. 

 


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Die Piste führt nun steil bergab und endet an einem Häuschen mit Pegelmesser das den Wasserstand der letzten Stunden und Tage anzeigt. 



 



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Von hier sehen wir auch den Dynkur - wir haben es tatsächlich geschafft – und man sieht schon aus der Ferne, dass sich unsere Anstrengungen gelohnt haben ! 

 

 

 

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Auf einem engen Schafspfad.... ,

 

 


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... der oberhalb der ganzen Schlucht entlangführt ....

 

 

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.... gehen wir noch etwa 2km weiter, bis wir direkt am Wasserfall angelangt sind.

 

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_53942nd5g.jpg) (https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2053wcfsf.jpg) 
Von hier können wir über einen Hang voller Moos, auf dem man wie auf einer Weichbodenmatte einige Zentimeter einsinkt hinab zu den Fällen absteigen.   

 

 


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Jetzt im Frühsommer präsentiert sich der Dynkur in seiner vollen Pracht und die ist gewaltig ! 

 




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Die Þjórsá stürzt hier in viele Arme aufgefächert über mehrere Fallstufen 38m tief ...

 

 

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... in den Canyon Glúfurleit.

 

 

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Überall gibt es kleine Wasserfälle und Rinnsaale die sich von den Seitenwänden der Schlucht in den Fluß ergießen.

 

 

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Besonders bemerkenswert ist eine Felszinne die wie eine römische Säule mitten im Wasserfall steht ..... man weiß jedenfalls gar nicht wo man zuerst hinblicken soll. 

 

 

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Wir verbringen etwa eine Stunde am Wasserfall. Das Damoklesschwert des Suchtrupps aus dem Hochlandzentrum schwebt ja noch über unserem Haupt – wir sollten also langsam aber sicher zurückkehren.
Zumindest bläst auf dem Rückweg der Wind diesmal von hinten, wenn auch die Straße den Berg hinauf doch den Wunsch aufkommen lässt wir wären weiter mit dem Auto gefahren – zumal dieses letzte Stück das beste der gesamten Strecke ist – hätten wir das mal gewusst .... ist aber nicht so schlimm – wir haben uns ja unseren Wunsch erfüllt den Dynkur zu erreichen, also den „Buchhandlungsbildband-Wasserfall“.    :D ;)

 

 



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Wir fahren die gleiche Strecke die wir gekommen waren auch zurück und diesmal deutlich schneller. Wenn man alle „Aufpassstellen“ noch im Kopf hat kann man schon mal ein flotteres Tempo riskieren.

Gegen 20 Uhr sind wir am Hochlandzentrum und melden uns zurück. 

Bei Tütensuppe, belegten Broten und ein paar Bierchen auf den tollen Tag – tun wir das was wir am liebsten tun – Pläne für den nächsten Tag schmieden – ob wir sie dann auch einhalten steht auf einem anderen Blatt .....

Wenn das Wetter gut wird – wird morgen mein Traumziel Landmannalaugar probiert.

Dort würden wir wandern und dann am selben Tag weiter nochmal bis nach Vik fahren. Letzteres, um vielleicht nochmal Lundis zu sehen; weil es uns auf der Strecke dorthin so gut gefallen hat und wegen den Basaltsäulen am Strand die wir noch einmal schön in Szene setzen möchten.

 

Mal sehen was am Ende des morgigen Tages von diesem aberwitzigen Plan übriggeblieben ist.
Am liebsten hätten wir noch mal 2 Wochen hier – würden entweder alles nochmal genauso machen oder alles anders ..... völlig egal ..... Hauptsache hier ......

.... Island hat uns voll erwischt !     :D


 

Übernachtung: Hrauneyjar Hochlandzentrum

Preis: 10.780 ISK (62 €) ohne Frühstück, mit Schlafsack, Bad & WC am Gang

Bewertung: 6 von 10

Kommentar: Äußerst einfach und schlicht, 3 Punkte dafür gibt es weil es sowieso alternativlos ist (außer man will ins noch teurere Hotel) und 3 Punkte für die beiden freundlichen und hilfsbereiten Damen an der Info/Rezeption

 

 

Bild des Tages:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/h-p-dynkur85d0j.jpg)
Mannschaftsfoto am Dynkur
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 07. November 2013, 23:48:06
Gratulation! Die Fälle gefunden und nicht mal einen Platten gehabt! Obwohl ihr den ja eindeutig riskiert habt...  ;D
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 08. November 2013, 08:40:18
Gut, dass vor dem Blubb eine Bank steht. Ich glaube, die würde ich auch längere Zeit in Beschlag nehmen  :toothy9:.

Von der Türe ins Bett fallen :totlach: - das Zimmer war besonders kuschelig.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 08. November 2013, 08:53:34
also ihr seid echt mutig, diese Strecke zu fahren hätte ich mich nicht gewagt.
Obwohl, wenn das Ziel nicht nur ein Wasserfall sondern ein besonders schöner Geysir wäre... :zwinker:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Susan am 08. November 2013, 10:31:33
Hi,

der Wasserfall ist klasse  :thumb: 

Und wie schön,dass ihr ohne Platten hin und zurück gekommen seid  ^-^ Ich hätte da wohl einige nervöse Anfälle gekriegt, das Offroad-Fahren müssen wir wohl noch üben...

Da ja der aparte Kopfschmuck wieder getragen wurde, eine Frage: Gibt es auf Island eine bestimmte Mückenzeit? Oder muss man da ständig mit rechnen? Als eine "Mückenlieblingsspeise" würde das meine Begeisterung schon arg dämpfen.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 08. November 2013, 15:14:56
Gratulation! Die Fälle gefunden und nicht mal einen Platten gehabt! Obwohl ihr den ja eindeutig riskiert habt...  ;D
Na ja den riskiert man auf Pisten ja immer - aber der Lada hatte zum Glück ordentliche Reifen.
Überhaupt hatten wir bisher auf Island in 3 Reisen mit extrem vielen Pisten noch gar keinen Plattfuß was für die Qualität der Reifen bei den Mietfahrzeugen auf Island spricht und gegen die der SUV's in den USA (da hatten wir  2007 einen Platten bei Litte Finland, 2009 am Yellowstone und 2011 in Alaska gleich 2 Stück).




Und wie schön,dass ihr ohne Platten hin und zurück gekommen seid  ^-^ Ich hätte da wohl einige nervöse Anfälle gekriegt, das Offroad-Fahren müssen wir wohl noch üben...

Da ja der aparte Kopfschmuck wieder getragen wurde, eine Frage: Gibt es auf Island eine bestimmte Mückenzeit? Oder muss man da ständig mit rechnen? Als eine "Mückenlieblingsspeise" würde das meine Begeisterung schon arg dämpfen.
Die "Mückenzeit" ist hauptsächlich Juni/Juli und vielleicht noch Anfang August.
Aber:
Die Mücken sind wahrlich nicht überall, wenn es sehr windig ist trifft man sowieso keine und was das wichtigste ist - die isländischen Mücken stechen gar nicht.
Sie nerven nur und krabbeln im Gesicht oder in den Ohren rum aber die Haut bleibt heil.  :)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silvia am 09. November 2013, 12:47:29
 :beifall:  Der Dynkur ist hammergeil!!!  Kommt für mich weit vorne ins Island-Wasserfall-Ranking  :thumb: 

 :gruebel:  so ein Mist, jetzt muss ich noch länger für den nächsten Island-Trip sparen, damit ich mir nen Allradjeep leisten kann um dort hinzukommen.  Es ist gemein wenn du mir solche Köstlichkeiten vor Augen führst :heul:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 10. November 2013, 20:45:03
Es ist gemein wenn du mir solche Köstlichkeiten vor Augen führst :heul:
... und jetzt setzte ich noch einen drauf.  ;)



16. Tag, Freitag, 19.6.2009
 

Inzwischen können wir mit dem Wetter hochzufrieden sein – als wir heute gegen halb 8 die Bettdecke von der Nasenspitze herunterziehen strahlt die Sonne in unser Barackenzimmerchen.

Landmannalaugar – wir kommen !

 

Wie zuletzt auch gibt es zunächst mal nur Kaffee Marke „selbstgekocht“ und eine heiße Dusche. Dann werden die schicken blauen Schlüpfer übergestreift und das Gepäck ins Auto verladen. Noch ein paar Liter Sprit von der Zapfsäule vor dem Gebäude und 2 Kaffee aus dem Shop später, brausen wir gegen 9 Uhr die (noch) geteerte 26 nach Osten.

 




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Schon nach 5 km war es das mit dem achsenschonenden Teil der Fahrt – wir biegen auf die F208 nach Süden die kaum am Kraftwerk Sigalda vorbei von Teer in holprige Wellblechpiste übergeht. Erst seit wenigen Tagen ist die F208 (für Allrad) nach Landmannalaugar freigegeben. Wir werden zwar gut geschüttelt aber im Gegensatz zu gestern ist das für alle Beteiligten (also den Lada und uns) keine wirkliche Herausforderung.
Später im Sommer wird die Strecke sogar für PKW freigegeben – wobei das schon ein mörderisches Gegurke sein muss. Der Wind hat gegenüber gestern sogar noch einmal zugelegt – fast orkanartig pfeift er über die Landschaft und einmal erleben wir sogar eine Art Sandverwehung.

 





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Die Strecke ist landschaftlich (wie fast immer) sehr schön, führt an Seen und der Tungnaa vorbei immer mehr auf das Bergpanorama von Landmannalaugar zu.

 





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Sie endet für uns etwa einen Kilometer vor dem Ziel in Landmannalaugar vor einem Fluß, der uns versicherungstechnisch zu tief aussieht. Der Fluß hat hier zwei Arme – die direkt zweimal hintereinander gefurtet werden müssen. Alternativ führt eine Fußgängerbrücke und ein Weg den Kilometer zur Hütte des isländischen Wandervereins – dem Ausgangspunkt aller Wanderungen in Landmannalaugar.

 


 

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Wir reihen uns also neben den anderen Fahrzeugen am kleinen Parkplatz ein und erledigen ungeduldig (ich) unser Frühstück; Petra macht das gemütlich.  ;)


 


 

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Die Hütte ist schnell erreicht. Hier gibt es auch eine warme Quelle in der man baden könnte. Wir vergleichen unsere Unterlagen mit einer Wanderkarte die an einer Hauswand angebracht ist und entscheiden uns für die Runde zum Brennisteinsalda und die Schlucht Grængil, die mit etwa 3-4 Stunden angegeben ist.
Wir ziehen Mütze und Handschuhe an, kontrollieren ob genug Akkus, Kassetten und Speicherkarten im Rucksack bereit liegen und sind etwa gegen 11 Uhr auf dem Weg.

 



 

 

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Der Wanderweg ist mit sporadischen Holzpfählen markiert und führt zunächst einen Hang hinauf und dann durch ein riesiges Gebiet erkalteter tiefschwarzer Lava.

 

 



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Um uns herum nimmt uns das Bergpanorama gefangen.

 


 

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Die Berge leuchten in der Sonne in den unterschiedlichsten Farben wie die Farbpalette eines Malers - wobei Orange dominiert.

 




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Ein Paradies unter Islands paradiesischen Landschaften .....

 




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Besonders markant für Landmannalaugar sind neben den Farben die Schneefelder, die sich oft weit hinein in den den Hochsommer als weißer Farbtupfer auf den Bergen halten.

 

 

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Schon jetzt kennt unsere Begeisterung keine Grenzen - jeder Meter der Wanderung ist ein Genuß. Wir kommen vor lauter Schauen, Staunen, Fotografieren und Filmen kaum voran.

 

 


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Glücklicherweise ist es seit wir auf die Hochfläche aufgestiegen sind, im Vergleich zum Orkanwind zuvor, fast windstill (good Hairday  ;)  ).

 



 

 

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Nach etwa 30 Minuten bietet sich ein Abstecher nach Vondugil an. Vondugil ist ein von unzähligen kleinen Gletscherflüssen durchzogenes Tal an dessen Ende einige Fumarolen zu finden sein sollen.






(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5584ged12.jpg)
Das Tal übt auf uns eine so große Faszination aus, dass wir uns auf den Weg dorthin begeben.


 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5585p4foh.jpg) (https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5627pmd1j.jpg)     
Es geht vorsichtig balancierend über einige Schneefelder am Berghang entlang, um die moorähnlichen nassen Wiesen zu vermeiden.


 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2123t3jkz.jpg)
Dann liegen die schier unendlich vielen Arme des Gletscherbaches Námskvísl vor uns die es zu überwinden gilt.

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2122eejdq.jpg)
Das ganze ähnelt einer Tour durch ein Labyrinth – oft springen wir über zwei, drei Flüsse und müssen dann doch wieder umkehren weil es trockenen Fußes nicht mehr weitergeht.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2115e7k8d.jpg)
Irgendwann und irgendwie erreichen wir schließlich das Ende des Tales, bewundern die leuchtenden Berge ...

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_56087pe9a.jpg)
... und finden in einem Seitental sogar die dampfenden Löcher und siedenden Quellen,

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5610gtcgx.jpg)
....  eingerahmt von Rhyolithängen und der Ebene von Námskvísl.

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_562015eyk.jpg)
Vor lauter bombastischer Natur darf man nicht den Blick für Details verlieren.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2121xlk0z.jpg)
Wohl selten passt der Ausdruck „wundervoll“ so treffend wie auf dieses Tal .....

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5600qtfsq.jpg)
Der Rückweg gestaltet sich gar nicht so einfach. Wie beim Dreisprung hüpfen wir über die Bachläufe und stehen dann unvermittelt wieder auf einer kleinen Geröllinsel von der es nicht mehr ohne Fußbad weitergeht.
Wie Känguruhs bewegen wir uns wieder zu den Schneefeldern am Berghang zurück ....

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_21251mksv.jpg)
... und setzen die eigentliche Wanderung fort die sich nicht nur geografisch dem Höhepunkt annähert.

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2136abjls.jpg)
Wir erreichen den 855m hohen Vulkan Brennisteinsalda.

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5656sdiaq.jpg)
Der Berg trägt seinen Namen Brennisteinsalda (zu deutsch „Schwefelwelle“) zu recht. Schwefelablagerungen haben die Hänge gelborange gefärbt. Andererseits weist er noch eine erstaunliche Mischung anderer Farben auf, die durch vielerlei Einflüsse zustande kommen: Grün (Moose), Rosa und Beige (Rhyolith), Grau, Blau und Schwarz (Basaltgestein, Pechstein und Ascheablagerungen).

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_566997ebl.jpg)
An seinen Hängen ist die Erde stellenweise immer noch heiß, es dampft und qualmt aus allen Poren des Berges.

 

 


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Unterhalb des Vulkans reichen die leuchtend schwarzen Lavafeldern heran, in denen man mit etwas Phantasie Trolle, Figuren oder Türme erkennen kann.

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5680cedyy.jpg)


 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_214747juc.jpg)
Schlag auf Schlag geht es weiter. Kurze Zeit später ist die Schlucht von Grænagil erreicht, die sich direkt am Fuße des Berges Bláhnúkur am Rand des Lavastroms Laugahraun entlang windet.
Grænagil bedeutet „Grüne Schlucht“. Der Name kommt von dem grünen Rhyolit-Fels am Eingang der Schlucht. Durch die Schlucht schlängelt sich malerisch ein Gletscherfluß der uns auf den letzten Metern der Wanderung begleitet, die im weiten Tal bei der Berghütte endet.






(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2149qrkd9.jpg)
Die Szenerie der Berge und Gletscherbäche die wir beim Verlassen der Schlucht nach der letzten Kurve um die Felsen zu sehen bekommen setzt noch einmal eins oben drauf – das Herz hüpft vor Freude – auch ohne dass es über Flüsse springen muss.






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Diese 4 Stunden Wanderung war jeden Millimeter und jede Sekunde lang wie ein unfassbar schöner Traum. Selten erlebt man eine so tief empfundene innere Zufriedenheit mit sich und der Welt wie jetzt und hier nach dieser Tour. Das beste Geschenk das man bekommen kann und sicherlich mit das stärkste, was ich bisher auf Reisen erleben durfte.

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_57249pftv.jpg)
Wir wandern noch den Kilometer zurück zum Auto wieder über die Fußgängerbrücke...

 

 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_57300fe52.jpg)
... und sehen anderen beim Furten durch die zwei Flussarme zu.
Ich bedauere fast dass ich nicht doch durchgefahren bin – nicht um den einen Kilometer zu sparen – das sieht einfach nach Spaß aus.  :D

Nächstes Mal wird im Auto die Badekappe aufgesetzt und dann geht’s ab durch den Fluß ......  ;)

 


 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2152fjk2p.jpg)
Auf dem Rückweg legen wir einen Stop am Kraftwerk Sigalda ein. Hier gibt es einen kleinen aber sehenswerten Wasserfall der eine ungewöhnliche Farbmischung seines Wassers zu bieten hat – wohl wieder Trollmilch dabei ......






(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2154dcj56.jpg)
Wir fahren die 26 zurück nach Westen. Kurz nachdem die 32 von der 26 abzweigt kann man (nähe Kraftwerk Bláskógar ) auf der 32 den Abstecher zu Islands zweithöchstem Wasserfall - dem Haifoss unternehmen.

8 relativ ätzend zu fahrende Kilometer später haben wir eine Anhöhe erreicht von der man in eine Schlucht mit zwei Wasserfällen blickt.
 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/pano-haifossu6e3w.jpg)
Links der 122m hohe Haifoss .......  rechts der ähnlich hohe Granni.
Hier oben pfeift ein Wind der unbeschreiblich, fast orkanartig über uns hinwegbläst. Wir machen schnell ein paar Aufnahmen und fahren weiter. Genießen kann man den Aussichtspunkt bei dem starken „Gebläse“ sowieso nicht.

 




(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5750wsebz.jpg)
Wir biegen wieder auf die 26 und fahren nach Südwesten. Dominiert wird diese Fahrt von Islands bekanntestem Vulkan und seiner weißen Haube, der Hekla.
Der 6600 Jahre alte und 1490m hohe Zentralvulkan wurde schon im Mittelalter als das Tor zur Hölle bezeichnet. Die Eruptionen des Vulkans haben immer wieder große Teile Islands mit vulkanischer Asche und Gestein bedeckt.

Über Hella erreichen wir die Ringstraße und wie gestern geplant geht es „ungebremst“ weiter auf der 1 nach Osten. Das Wetter ist nach wie vor traumhaft und bei klarer Sicht lassen sich heute auch gut die Westmännerinseln erkennen die einige Kilometer vor der Südküste Islands aus dem Meer ragen.
Der Tag zerrinnt uns so langsam zwischen den Fingern. Inzwischen ist es schon fast 19 Uhr. Wir rufen in Vik wegen einer Übernachtung an und bekommen zunächst zwei Absagen. Spürbar; so langsam kommen wir in die Hauptsaison Islands. Anruf drei ist dann ein Treffer – wenn auch nicht so günstig wie erhofft – aber wie gewünscht mit Küche – wir fahren schon seit ein paar Tagen ein Päckchen Nudeln und Tomatensoße spazieren – die wollen wir nicht mit nach Hause nehmen.

 




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Wir erreichen den Seljalandsfoss. Petra meint dafür hätten wir heute keine Zeit – den könnten wir auch morgen auf dem Rückweg machen – lässt sich aber umstimmen nach dem Motto: „was Du bei schönem Wetter kannst besorgen .....“
Also machen wir wenigstens auf die Schnelle noch ein paar Aufnahmen.







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Im strahlenden Sonnenschein sieht der Wasserfall tatsächlich ganz anders aus als vor gut einer Woche bei regenverhangenen Wolken.

 

 

   
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Obendrauf gibt es sogar einen Regenbogen spendiert – traumhaft !




 

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Schon beim letzten Mal hat uns die Strecke zwischen dem Seljalandsfoss und Vik besonders begeistert – jetzt im Abendlicht bei diesen Bedingungen möchte man am liebsten jeden Meter für Aufnahmen anhalten. Was wir trotz unseres kleinen Zeitproblems noch ein paar Mal tun.

 

 



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Island

 

 






Gegen 20:30 Uhr erreichen wir Vik und checken im Arsalir Guesthouse ein.
Wenig später haben es auch unsere Nudeln hinter sich und wir sind um halb 10 abmarschbereit um noch einmal hinauf zum Reynisfjall dem Hausberg Viks zu wandern.
Waren die Kehren auch letztes Mal schon so steil ?
Vielleicht hätte ich mich auch bei den Nudeln mehr zurückhalten sollen, ..... zu spät .....





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Endlich sind wir auf dem Plateau des Berges angekommen und wandern weiter zu den Klippen.

 

 


 

 

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Kein Wölkchen trübt die Sicht auf Gletscher, Felsen, das Meer und hinüber nach Kap Dyrhólaey.







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Leider zeigt sich kein Lundi – wir laufen die ganze Klippe ab – nichts  .... schade. Zumindest die Basaltfelsen der Reynisdrangar sind wieder da ....






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Als wir schon gehen wollen entdecken wir immerhin einen unserer kleinen Lieblinge der sich wohl für uns erbarmt und sich vor seiner Höhle in die Abendsonne gesetzt hat. Wir mutmaßen, dass einige Lundis in der Höhle Halme gezogen haben oder würfelten, um zu ermitteln wer wegen uns vor die Tür muss.....

 





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Lundi mit den schemenhaften Umrissen der Reynisdrangar im Hintergrund.

 

 


Zufrieden wandern wir den Berg wieder hinab und sind um 23:55 Uhr zurück auf dem Zimmer – also gerade noch alles in diesen einen Tag gepackt  !  ;)
Jetzt ist es aber auch wirklich gut. So ziemlich jeder Knochen meldet sich und ein gewisser Erschöpfungsgrat ist nicht von der Hand zu weisen. Heute haben wir zum Finale der Reise noch einmal richtig Gas gegeben. Das schöne Wetter und unsere Unternehmungen haben uns derart begeistert dass wir am liebsten noch einmal die komplette Insel umrundet hätten.

Morgen lassen wir es gemütlich ausklingen, freuen uns aber noch einmal auf unseren vorletzten Island-Tag vor dem Heimflug.

Das Bier, das wir noch auf die Schnelle im Zimmer trinken hätte es nicht mehr gebraucht – wir schlafen auch so wie ausgeknipst, kaum im Bett liegend, sofort ein.
Was für ein Tag ...


 

Übernachtung: Arsalir Guesthouse, Vik

Preis: 9800 ISK (56 €) ohne Frühstück, WC & Bad auf dem Gang

Bewertung: 6 von 10

Kommentar: Schönes Haus direkt am Ortseingang von Vik, allerdings schon gut in die Jahre gekommen, Preis/Leistung ungenügend aber inzwischen sind wir auch mehr in die Saison geraten

 

 

Bild des Tages:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_55333sk2e.jpg)
Unterwegs im isländischen Naturwunder - "Landmannalaugar"
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 10. November 2013, 22:58:54
Ich möchte mich auch mal wieder zu Wort melden, aber mir fehlen die Worte. Aber das kennt ihr sicher. Manchmal bleibt einem vor Begeisterung einfach der Atem weg und die Worte fehlen... Man atmet tief durch, staunt und ist bis in die Tiefen hinein gerührt.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 11. November 2013, 00:29:54
Ich möchte mich auch mal wieder zu Wort melden, aber mir fehlen die Worte. Aber das kennt ihr sicher. Manchmal bleibt einem vor Begeisterung einfach der Atem weg und die Worte fehlen... Man atmet tief durch, staunt und ist bis in die Tiefen hinein gerührt.
Sprachlose Zustimmung!
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 11. November 2013, 08:03:02
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2100twj8l.jpg) 

Würde Petra nicht auf dem Bild sein, dann hätte ich jetzt behauptet, dass es sich um ein Gemälde handelt  :beifall: :beifall: :beifall:.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 11. November 2013, 08:44:37
ich stimme Ilona zu: die Bilder wirken alle wie gemalt! Gradezu unwirklich weil man einfach nicht glauben kann dass das real ist. Ich habe meinem Freund die Bilder gezeigt und die haben nun den endgültigen Ausschlag für einen Islandurlaub gegeben!  :danke:
2014 ist bei uns schon verplant, also wird es 2015 oder 2016 werden, ich fang schon mal an mich vorzufreuen  ^-^
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Heiko am 11. November 2013, 11:45:34
Wieder eine ganz tolle Wanderung  :thumb:. Und gut dass es bald wärmer wurde und Mütze und Handschuhe eingepackt werden konnten.

Aber sag mal, eine 4-Stunden-Wanderung in eine relativ einsame Gegend, ihr packt viele Dinge ein und du hast nicht mal einen Rucksack :o. Gut, du bist schon gestraft mit dem Tragen des Stativs, aber ohne meine Survival-Ausrüstung ;D würde ich niemals auf eine solche Wanderung gehen. Oder muss da Petra alles alleine tragen ;).

Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silvia am 11. November 2013, 17:31:54
Ich möchte mich auch mal wieder zu Wort melden, aber mir fehlen die Worte. Aber das kennt ihr sicher. Manchmal bleibt einem vor Begeisterung einfach der Atem weg und die Worte fehlen... Man atmet tief durch, staunt und ist bis in die Tiefen hinein gerührt.
Sprachlose Zustimmung!

Auch von mir breite Zustimmung.  :sabber:   So schön wie Andrea kann ich das nicht formulieren.  :thumb:

Eine Frage hätte ich allerdings, wie sieht es bei dieser Hauptattraktion mit anderen Leuten aus, denn das was mir persönlich an Island so gefällt ist diese herrliche Ruhe und Einsamkeit (naja ok, außer am goldenen Zirkel). Ich sehe da diverse Leute durchs Bild laufen.

Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 11. November 2013, 18:51:15
ich stimme Ilona zu: die Bilder wirken alle wie gemalt! Gradezu unwirklich weil man einfach nicht glauben kann dass das real ist. Ich habe meinem Freund die Bilder gezeigt und die haben nun den endgültigen Ausschlag für einen Islandurlaub gegeben!  :danke:
2014 ist bei uns schon verplant, also wird es 2015 oder 2016 werden, ich fang schon mal an mich vorzufreuen  ^-^
Im übrigen nicht nur Landmannalaugar sondern auch die Gegend drumrum ist der Hit (das wird sich mal zeigen falls wir unseren Bericht aus diesem Jahr ins Forum setzen können  ::) ).



Aber sag mal, eine 4-Stunden-Wanderung in eine relativ einsame Gegend, ihr packt viele Dinge ein und du hast nicht mal einen Rucksack :o. Gut, du bist schon gestraft mit dem Tragen des Stativs, aber ohne meine Survival-Ausrüstung ;D würde ich niemals auf eine solche Wanderung gehen. Oder muss da Petra alles alleine tragen ;).
Wir sind da "Spezialisten".
Wir schmieren uns Brote für eine Wanderung haben diverse Dinge auch für Notfälle im Gepäck - wenn es dnn auf eine Wanderung geht rennen wir meistens einfach los und vergessen sogar die Brote im Auto.  :-[
Ansonsten - zumindest in Landmannalaugar ist es (leider) nicht einsam - der Hauptweg wird schon auch von anderen begangen.
Das Wegenetz von dort aus zieht sich aber über viele viele Kilometer auch in einsamste Regionen - da sieht es dann durchaus anders aus.
Prinzipiell nehme ich meinen Rucksack nur selten mit. Ich stecke mir die wichtigsten Sachen in die Jackentasche und zeihe mit meinem Stativ los.
Ok Petra nehme ich auch mit.  ;)


Eine Frage hätte ich allerdings, wie sieht es bei dieser Hauptattraktion mit anderen Leuten aus, denn das was mir persönlich an Island so gefällt ist diese herrliche Ruhe und Einsamkeit (naja ok, außer am goldenen Zirkel). Ich sehe da diverse Leute durchs Bild laufen.
Uns scheint Island ist im Moment beliebt wie kein anderes Land.
An populären Zielen wie Landmannalaugar muss man inzwischen mit vielen anderen Leuten rechnen.
Wir waren dieses Jahr zwar in der Landmannalaugar Gegend haben uns aber für den Langisjor See entschieden.
Dort waren wir dann wieder völlig alleine.  :)
Im Hochland hat man noch den Charakter der Einsamkeit an vielen Orten.
An der Ringstraße nicht mehr.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Susan am 11. November 2013, 19:24:32
Eine tolle Wanderung durch eine wunderschöne Landschaft, sonniges Wetter und zum Abschluss noch ein Lundi- was will man mehr  ;D

Was die Mücken betrifft, hoffe ich doch, dass sie - falls wir dann mal nach Island kommen- nicht vergessen, dass sie nicht stechen  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 11. November 2013, 19:29:31
Ich möchte mich auch mal wieder zu Wort melden, aber mir fehlen die Worte. Aber das kennt ihr sicher. Manchmal bleibt einem vor Begeisterung einfach der Atem weg und die Worte fehlen... Man atmet tief durch, staunt und ist bis in die Tiefen hinein gerührt.
Dafür daß Dir die Worte fehlen hast Du das sehr schön formuliert. :D
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 13. November 2013, 23:45:46
17. Tag, Samstag, 20.6.2009
 




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Als wir  heute morgen vom Hof fahren würde eine Uhr im Auto halb zehn anzeigen – wenn wir denn überhaupt eine Uhr im Fahrzeug hätten. Dergleichen Hightech kann man in einem Lada Niva nicht erwarten – aber dass er einen sicher zum Dynkur und zurückbringt schon. Durch seine ganzen „Macken“ hat er fast so etwas wie eine eigene Persönlichkeit. Wenn es drauf ankommt lässt er uns jedenfalls nicht im Stich – deshalb haben wir unseren kleinen Rumpler fast genauso ins Herz geschlossen wie Island. Ein Land so ursprünglich und wild, das uns so intensive Begegnungen mit den Kräften der Natur bescherte, wie wir es in dieser Dimension und Vielfalt in einer an sich so überschaubaren Region wie dieser kleinen Insel, noch nirgendwo erleben konnten.

 

Gerade was das Frühstück anbelangt hatten wir während dieser Reise ja oft die Sparhosen an – und haben uns per Supermarktversorgung einige Kronen gespart. Heute am letzten kompletten Tag der Reise sollten wir uns mal was gönnen !

Ich schlage vor, daß wir heute groß „frühstücken gehen“ – mit allem drum und dran – so richtig stilvoll ......  – koste es was es wolle – von mir aus mit Champagner aus Goldkelchen. Das Wetter ist heute morgen bedeckt – also spricht alles (vor allem auch der gestrige Tag) dafür es heute gemütlich angehen zu lassen.

Wir fahren hinunter in die „Downtown“ von Vik und suchen nach einer geeigneten Stätte wo wir unser Geld loswerden und die Vorfreude auf ein leckeres Frühstück (am besten ein Buffet in der Las Vegas Größenordnung) befriedigen können.

Tierisch Hunger haben wir auch.  ;)

 

Viel bietet Vik in der Richtung nicht – aber es sollte ja kein Problem sein fündig zu werden, wenn "Geld keine Rolle" spielt.....

Ein Café das per Werbetafel angekündigt wird scheint es nicht mehr zu geben .... kein Problem ..... dann fahren wir eben zum Strondin – wo wir schon einmal sehr gut zu Abend gegessen hatten. Als wir das Restaurant betreten wollen stehen wir vor verschlossenen Türen. Na sowas .....

Dann eben weiter .... kann doch nicht sein .... wir fahren durch den kompletten Ort – irgendwie nichts zu finden. Bleibt nur das Hotel Lundi wo wir schon übernachtet hatten – die hatten auch ein Restaurant dabei – dann muss es halt das sein. Wir parken vorm Hotel und fragen an der Lobby nach Frühstück. Frühstück gibt es bis 10 Uhr, inzwischen ist es 10 Minuten nach 10 Uhr – also kein Frühstück mehr. Was anderes gibt es wieder ab 11 Uhr .... ich glaub mich tritt ein Islandpony ....

5 Minuten später findet sich unser Lada vor dem Shop der Tankstelle – wir haben ein eingeschweißtes Sandwich und einen Kaffee im Pappbecher erworben – und sehen uns leicht fassungslos an. .....

Nach unserem opulenten „Sektfrühstück“ fahren wir aus dem Ort nach Westen und biegen auf die uns bekannte 215 ab, die ja zur Küste führt.

 




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Auch beim zweiten Mal ein toller Strand der uns begeistert !
Pechschwarzer Sand, die Felszinnen der Reynisdrangar zum Greifen nah, ....

 

 



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 ... die fantastischen Basaltsäulen ...

 




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... und darüber sitzend Lundis die Petra gleich wieder Genickstarre beim Fotografieren bescheren.  ;)

 

 



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Diesmal wollen wir aber auch die Basaltsäulen ablichten – was wir das letzte Mal vor lauter Lundifaszination vergessen hatten – und drapieren uns als Farbkleckse in die grauen Lavastufen.

 

 

 
 

 

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Man glaubt gar nicht wie bei so was die Zeit vergeht....  :D

 

 


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Inzwischen ist es Mittag – wir sollten mal so langsam aber sicher nach Westen fahren. 
 Gesagt  - getan. Trotzdem kommen wir auf der Ringstraße (und das obwohl wir diese Teilstrecke nun zum dritten Mal fahren) kaum voran. Immer wieder gibt es ein Motiv das uns zum Anhalten verleitet – wie hier eine Herde Islandponys.

 

 


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Abhängen in Island

 

 


 

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Man denkt gar nicht wie intelligent Pferde gucken können, wenn man sie  ....

 

 

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 ... mit den Kollegen aus der Küheabteilung nebenan vergleicht.  ;)
 Ob wir wohl auch so geguckt haben, als wir heute morgen mit dem Pappbecher in der Hand aus dem Shop der Tanke kamen ..... ?

 
Heute scheint ein bisschen das Würmchen drin zu sein. Wir entscheiden uns für einen Pistenabstecher zum Mýrdalsjökull  – 10 km Geschaukel bis hinauf zu einem Gletscher. Oben endet die Straße an einer Hütte von der uns ein Schwall Japaner entgegen kommt die hier wohl gerade Snowmobil (Skidoo) gefahren sind. Ein lohnendes Fotomotiv können wir auch mit viel gutem Willen nicht entdecken – nichts was wir nicht schon tausend Mal schöner anderswo auf Island gesehen hätten.

Man kann halt nicht immer einen Volltreffer landen – vor allem wenn es vorher nicht recherchiert war .....

Wieder zurück sticht mich ein paar Meter auf der Ringstraße weiter schon wieder der Hafer. Auch hier gibt es noch einen kurzen Abstecher zu einer Gletscherzunge namens Sólheimajökull. Als wir durch die gelbbemooste Landschaft über die ordentlich zu fahrende gut 4km lange Piste knattern beschleicht mich ein merkwürdiges Gefühl.
Wir fahren weiter bis zu einer Stelle an der einige Autos vor einer Pfütze parken, obwohl man erkennen kann dass die Piste noch weiter geht.
Das darf doch nicht wahr sein, dass die sich mit ihren Riesendingern nicht durch die bestenfalls 5 cm tiefe und 4 m lange „Furt“ trauen – da kann man doch locker mit jedem City Golf durch !

Während ich innerlich noch darüber grinse dass sich da wohl einer hingestellt hat und es alle nachgemacht haben (der übliche Herdentrieb) anstatt einfach die letzten 500 Meter bis zum Ende weiter zu fahren – landen wir auf dem tatsächlichen Parkplatz – und zeitgleich mit dem Rollen in eine Parklücke entweicht mir beim Anblick auf den Gletscher ein nicht druckreifer Ausruf des Erkennens.  :o

 





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Hier waren wir doch vor einer Woche schon !

Deshalb kam mir (und auch Petra) die Anfahrt unterschwellig bekannt vor – aber wiederum nicht so bekannt dass es uns bewusst geworden wäre (die Vegetation hat in der letzten Woche auf Island gut zugelegt ).
Wir wieder!  :))
In 20 Jahren reisen ist das weder mir noch Petra schon mal passiert – dass wir aus Versehen noch mal an dieselbe Stelle fahren – was gibt’s denn heute noch ..... ?

 


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Wirklich weit von Vik weggekommen sind wir immer noch nicht. Kaum 3 Kilometer weiter schon wieder der nächste Halt – ein riesiges Lupinenfeld – die uns ja auf der gesamten Reise begleitet haben – auch die wollen wir uns noch einmal zumindest als Erinnerung auf dem Speicherchip mitnehmen.

 

 



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Endlich erreichen wir wenigstens den Skógafoss – eigentlich gerade mal 32 Kilometer von Vik entfernt.

 

 

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Unsere Vorgabe es heute mal gemütlich angehen zu lassen haben wir zumindest dahingehend erfüllt dass wir nahezu auf der Stelle treten – ist aber auch nicht wirklich schlimm. Das Wetter ist heute nicht so berauschend – hier und da mal ein Tröpfchen Regen und der Himmel zeigt sich im Einheitsgrau.
Den Skógafoss kann man sicher zu den 5 schönsten Wasserfällen Islands zählen.
Wie eine weiße Wand stürzt das Wasser 60 Meter herab.

 


Die beste Zeit scheint mir hier am frühen Morgen wenn noch nichts los ist – jetzt am Nachmittag ist der an sich große Parkplatz völlig überfüllt, Busse kommen und gehen ..... so viele Menschen ..... das sind wir gar nicht mehr gewohnt ....

Da wir vor einer Woche schon mal bei ähnlichem Licht hier waren und da es uns zu voll wird .... hält es uns nicht allzu lange. Es ist auch schon 15 Uhr!

Wir fahren weiter auf der 1 nach Westen. Den Seljalandsfoss passieren wir heute nur – den gab es gestern deutlich schöner. Schade, dass wir uns gestern nicht die Zeit genommen hatten noch einmal hinter den Wasserfall zu gehen .....

In Hvolsvollur tanken wir und bestellen uns ein frisch gemachtes heißes Sandwich (lecker) plus Kaffee im Tankstellenrestaurant und beobachten einige Backpacker die mit Rucksäcken so groß wie ein Billy Regal von IKEA an der Tankstelle auf Mitnahmemöglichkeiten hoffen. Für weitere Mitreisende wäre bei uns kein Platz mehr – auch die Rückbank ist fast voll bis unters Dach. Eine Reise ohne Mietwagen wäre für uns unvorstellbar – dann lieber gar nicht.
Flexibilität und jede Sekunde selber entscheiden wo’s hingeht - ohne groß auf andere angewiesen zu sein – vielleicht der elementarste Punkt unserer Reisen.
Heute sind wir müde. Die Tage zuvor haben ordentlich Körner gekostet – heute wo der Kopf weiß – das „Programm“ (das es ja an sich entweder nicht gab oder mit wachsender Begeisterung auf den Kopf gestellt wurde) ist im Großen und Ganzen durch – lässt auch der Körper nach und meldet dass er heute mal seine Auszeit nimmt.
 





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Von der Ringstraße unternehmen wir 16 km östlich von Selfoss noch einen Miniabstecher auf der 302 (satte 2 Kilometer) zum Urriðafoss – was sich auch lohnt.

 





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Immerhin handelt es sich hier um Islands wasserreichsten Wasserfall. Die Þjórsá stürzt mit 360 m³/sec Wasser auf etwa 40 m Breite, 6 m in die Tiefe.
Trotz seiner Größe ist er recht unbekannt und findet selten Erwähnung.
Auch wir sind hier beim ersten Mal achtlos vorbeigefahren.

 

 



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Um nicht wieder die hässliche Ringstraße zwischen Selfoss und Reykjavik fahren zu müssen nehmen wir diesmal die 34 nach Südwesten nach Eyrarbakki.

 



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Der früher belebte Fischerort ist an sich ganz hübsch – trotzdem verkneifen wir uns einen Rundgang. Es fängt ordentlich an zu regnen, der Wind pfeift uns das Wasser in unsere müden Augen ..... nein, das muss heute nicht sein.

Über die 38 und 39 geht es für das letzte Stück dann doch noch einmal kurz auf die 1 – Islands Ringstraße die wir nun gut 2 Wochen bis auf den kleinen nordwestlichen Teil ordentlich beackert haben – über Reykjavik nach Hafnarfjörður wo wir um kurz nach 18 Uhr eintreffen.
 





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Der unangenehme Teil jeder Reise steht an – Auto komplett ausräumen und Koffer packen.

 

 

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5948heqci.jpg)
Wer bei Anblick dieses Fotos denkt "hey - der tut ja gar nichts" - irrt und tut mir bitterlich Unrecht! 

Ich bemühe mich nach Leibeskräften beim Kofferpacken nicht hinderlich zu sein und damit das von mir bekannte Kofferchaos zu verhindern.

 

 


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Das Kofferpacken ist aber eine Stunde später bereits von "uns" erledigt und wir sind schon wieder unterwegs um uns in Hafnarfjörður ein Restaurant zum Abendessen zu suchen.
Nachdem unser erster Versuch in einem Restaurant in der "Downtown"  Hafnarfjörðurs auf eine geschlossene Gesellschaft trifft -  landen wir schließlich bei einem Thai namens „Siam“ (ok, nicht typisch isländisch) der sich aber als gute Wahl herausstellt.
Auch der Preis ist wieder einmal absolut in Ordnung. Trotz gegönntem Bierchen bleiben wir mit der Rechnung unter 30€.
Vor einem Jahr hätten wir für die gleiche Island-Reise sicher locker 1000€ mehr bezahlt.

 


Gegen 21 Uhr beenden wir den Tag – praktisch so früh wie noch nie  - im Zimmer mit noch je einem Bierchen aus unseren Privatbeständen und sprechen über unsere letzten Stunden morgen. Wir wollen vor dem Heimflug noch einen Kurzbesuch in Islands Hauptstadt Reykjavik unternehmen, und vielleicht reicht es noch um kurz bei der berühmten Blauen Lagune vorbeizusehen, bevor es dann zum Airport geht.

 

Ob wir auf Reykjanes zum Abschluß doch noch einen Sonnenstrahl abbekommen ?


 

Übernachtung: Helguhus Bed & Breakfast, Hafnarfjörður

Preis: 8900 ISK (52 €) mit Frühstück ohne Bad & WC auf dem Zimmer

Bewertung: 7 von 10

Kommentar: Am Tag 1 hatte ich geschrieben:

„eine gute Wahl, dadurch dass es außerhalb von Reykjavik liegt preisgünstig, Frühstück gut, nette Vermieter, Hafnarfjörður bietet alles was man als Tourist braucht – man ist in 15 Minuten in der Hauptstadt.“

Diesmal haben wir sogar noch ein netteres Zimmer gehabt. Das B&B ist wirklich eine gute Wahl – Preis/Leistung sind gut – würden wir wieder nehmen !

 

 

 

Bild des Tages:

(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5859r0kda.jpg)
In den Basaltfelsen unterhalb des Reynisfjall am Strand von Vik i Mýrdal, unserem Lieblingsort auf Island
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 14. November 2013, 07:49:14
Schade mit dem Frühstück. Ist das denn in Island nicht so weit verbreitet?

Koffer packen mag ich auch nicht. Vor dem Urlaub ist es zwar schön,  weil es bald los geht - aber die Frage, was nehm ich mit? macht mich irre und das Packen dauert ewig. Am Ende vom Urlaub ist es nicht schön, weils vorbei ist, aber es geht schnell, weil alles einfach rein kommt.

wo du da auf den Basaltsäulen sitzt, musste ich an Humpty Dumpty (schreibt man das so?) denken...  ;)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 14. November 2013, 07:51:55
Zum Bild des Tages: Ihr seid ein schönes Paar :thumb:.

Die erfolglose Suche nach dem Frühstück hätte mich auch "gewurmt" :cool2:.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 14. November 2013, 10:06:51
Hallo Horst,

schade dass es jetzt zu Ende geht! Obwohl ich nicht der große Wasserfallfan bin ist für mich der Skogafoss das Bild des Tages.
Wenn man sich am Ende des Urlaubs mal was gönnen will und bekommt dann nichts ist das schon ärgerlich. Wir wollten für die letzte Übernachtung ein schönes Hotel...und waren froh im Motel6 noch ein Zimmer zu bekommen. Alles andere war ausgebucht.
Gabs in der Tanke nicht wenigstens eine Tafel Schokolade?
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Susan am 14. November 2013, 11:35:03
Schade, ich hätte jetzt wenigstens auf Lachs zum Frühstück gehofft  ;) Oder gab's den nur in Alaska?
So bleiben Skogafoss und Luoinen die Highlights des Tages  :)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 14. November 2013, 12:03:01
Psssst ... Horst ...  auf Island gibt es keine Ponys (http://www.smilies.4-user.de/include/Girls/smilie_girl_052.gif)
Das sind Pferde



Wir waren vielleicht grad mal 5 Minuten Fahrt von den Basaltsäulen entfernt ... und für uns zu dem Zeitpunkt so unerreichbar wie eine Landung auf dem Mond. Aber ich weiss ja: Ein Grund mehr ... !
Ganz abgesehen davon will ich den Skógafoss auch mal grün eingerahmt sehen!

Aber das daaaauert noch ... derweil machen mich deine Bilder und Berichte ganz schön sehnsüchtig .. (http://www.smilies.4-user.de/include/Girls/smilie_girl_236.gif)

Es ist natürlich schade, dass dieses "besondere Frühstück" ausfallen hat müssen. Aber ich glaube, nach DIESEM Urlaub ist es ein "Verlust", den man doch durchaus ohne großes Bauchweh verschmerzen kann, oder??
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 14. November 2013, 22:05:28
Schade mit dem Frühstück. Ist das denn in Island nicht so weit verbreitet?
Doch schon aber in so kleinen Nestern wie Vik kann das schon mal zur Suche nach der Nadel im Heuhaufen werden.  ;)



wo du da auf den Basaltsäulen sitzt, musste ich an Humpty Dumpty (schreibt man das so?) denken...  ;)

Das liegt an den länglichen Basaltsäulen. Da sieht man einfach wie ein dicker Eierkopf aus.  :))




Gabs in der Tanke nicht wenigstens eine Tafel Schokolade?
Doch aber wir haben es beide nicht mit Schokolade und schon gar nicht wenn man Eier mit Speck vor dem geistigen Auge hat.  ::)


Schade, ich hätte jetzt wenigstens auf Lachs zum Frühstück gehofft  ;) Oder gab's den nur in Alaska?
Den gibt's auch in Island aber der Klassiker wäre eher der Gammelhai.  8)


Psssst ... Horst ...  auf Island gibt es keine Ponys (http://www.smilies.4-user.de/include/Girls/smilie_girl_052.gif)
Das sind Pferde
Ich wollte ja nur sehen ob Du aufpasst.  ;)


Wir waren vielleicht grad mal 5 Minuten Fahrt von den Basaltsäulen entfernt ... und für uns zu dem Zeitpunkt so unerreichbar wie eine Landung auf dem Mond. Aber ich weiss ja: Ein Grund mehr ... !
Ganz abgesehen davon will ich den Skógafoss auch mal grün eingerahmt sehen!

Aber das daaaauert noch ... derweil machen mich deine Bilder und Berichte ganz schön sehnsüchtig .. (http://www.smilies.4-user.de/include/Girls/smilie_girl_236.gif)

Es ist natürlich schade, dass dieses "besondere Frühstück" ausfallen hat müssen. Aber ich glaube, nach DIESEM Urlaub ist es ein "Verlust", den man doch durchaus ohne großes Bauchweh verschmerzen kann, oder??
Nach Island haben wir auch immer Sehnsucht und das Frühstück war dank Islands Natur dann schneller vergessen als der Strokkur für seinen nächsten Ausbruch braucht.  :)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 15. November 2013, 15:40:37
18. Tag, Sonntag, 21.6.2009
 

Heute morgen haben wir endlich unser gestern vom „Schicksal gestohlenes“ Frühstück   ;)

Wir sind ja in einem B&B und so gibt es ein ordentliches Angebot aus Wurst, Käse, Lachs, Marmelade und natürlich Skyr und Cornflakes. Mit uns am Küchentisch sitzt ein deutsches Pärchen das auch das Ende seiner Tour vor Augen hat und so werden angeregt Islanderlebnisse ausgetauscht.
In der Begeisterung über unsere Reise und deren Schilderungen und dem Aufsaugen weiterer Islandinfos (ok, wir haben uns schlichtweg verlabert), unterhalten wir uns fast eine Stunde und müssen nun etwas Dampf machen – wenn wir noch einen kleinen Reykjavik Rundgang hinbekommen wollen.

Wir verabschieden uns – auch von den überaus liebenswerten Gastgebern (ein Rentnerehepaar) – laden unser Gepäck in den Lada – und fahren die wenigen Kilometer zur Hauptstadt Islands.

 

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Einen Picturestop den wohl nahezu jeder Hauptstadtbesucher einlegt findet man an der Hafenstraße Reykjaviks - das „Gerippe“ eines Wikingerschiffes.

 





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Ein schönes Motiv – einerseits die Stadt im Hintergrund und andererseits der Blick auf den Atlantischen Ozean – heute alles in schlichtem Einheitsgrau nicht ganz so spektakulär.

 

 



(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2205inog4.jpg) (https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5960efqns.jpg)
Dann parken wir in der Innenstadt und beginnen unseren kleinen Rundgang.

 

 




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Dass heute Sonntag ist und die Geschäfte zu haben ist für uns nicht schlimm. Wir sind ja bekanntermaßen sowieso Shoppingverweigerer und hätten heute auch keine Zeit uns in Läden zu verlustieren – der Flieger von Iceland Air würde darauf keine Rücksicht nehmen.

 


 


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Reykjavik ist die älteste permanente Siedlung des Landes. Obwohl die ersten Siedler bereits 870 das Land bevölkerten, wuchs das Gebiet nur sehr langsam und wurde erst 1786 offiziell zur Stadt erhoben. In der Stadt leben 117.000 Einwohner – was mehr als einem Drittel der Gesamtbevölkerung Islands entspricht.

 





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Das größte Highlight Reykjaviks ist die große allbeherrschende Hallgrimskirkja deren Fassade den für Island typischen Basaltsäulen nachempfunden wurde. Die Kirche ist allerdings für Arbeiten an der Fassade leider teilweise verhüllt.
Zumindest Leif Eriksson zeigt sich auf seinem Denkmal bei der Kirche unverhüllt (dafür aber wieder vor wolkenverhangenen Himmel).


 

 


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Leif Eriksson, 975 als Sohn Erik des Roten auf Island geboren – soll um das Jahr 1000 wohl als erster Europäer die Küste Amerikas betreten haben. Wenn man schon nicht Amerika nach ihm benannt hat dann zumindest den Flughafen in Keflavik – den wir in wenigen Stunden leider besuchen müssen.


 
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Kontrastkleidung

 

 


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Wenn ich das aussprechen müsste stände ich heute immer noch da ....

 

 

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Auf unserer Stadtrunde kommen wir vorbei an typischen Bürgerhäusern ...

 

 


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... und einem See mit netter Stadtansicht.


 

 

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Petra lichtet einige typische Bewohner der Hauptstadt ab ...

 

 


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Auch ein Skulpturengarten darf nicht fehlen. 

 



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Kunst ist in Island ein Volksgut – kann aber auch mal ganz schön düster wirken so wie hier.

Kunst ..... ist ja etwas wo manchmal scheinbar jeder mal darf ..... aber das ist definitiv ein anderes Thema ....

Das Wetter bietet uns noch einmal alles was Island im Sommer so drauf hat, Regen, Getröpfel, Sonne – und das alles innerhalb der 90 Minuten die wir für diesen Stadtrundgang investieren. Reicht aber auch. Museen- und Galerienbesuche einmal ausgenommen würde ich mich schon fragen was man hier länger anstellen sollte ? 

 

 

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Vielleicht Moos ansetzen ?

 

 


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Kurz nach 12 Uhr fahren wir wieder aus der Stadt und auf der 41 nach Westen. Auch für unseren kleinen Plüschlundi die letzte große Fahrt bevor er sein Heimatland mit uns verlassen muss ....

 

 



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Ein trauriger Moment - also muntern wir uns gegenseitig schon mal mit einem Küsschen auf.

Wo findet man schon einen solchen Freund - der immer für einen da ist, nie widerspricht und auch nie zu unpassenden Zeiten aufs Klo muss.    ;)

 

 

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Um 16:30 Uhr geht unser Flug nach Frankfurt – also fahren wir noch den 10km Abstecher auf der 43 zur Blauen Lagune.

 



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Zum Baden in der 38°C warmen Lagune haben wir dieses Mal natürlich keine Zeit mehr – auch wenn es verlockend ist.

 

 

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Das hellblaue Wasser ist aber ein so faszinierender Anblick das sich der kleine Umweg auf jeden Fall gelohnt hat.

 

 


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Zu lange sollte man auf das Wasser nicht blicken. Die Wasseroberfläche reflektiert aufgrund der Kieselsäure das Sonnenlicht das uns nun doch noch auf Reykjanes vergönnt ist so stark, daß es nicht nur diese ungewöhnliche Farbe erhält, sondern bei längerem hinsehen fast wie ein Spiegel in unseren Augen blendet.

 




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Der 5000 m² große See entstand übrigens als „Abfallprodukt“ des nahe gelegenen Geothermalkraftwerkes Svartsengi, das die Energie des gleichnamigen Vulkansystems nutzt.

Wir fahren nach Keflavik und schaffen es endlich mal in einen Bonus (Islands ALDI) und kaufen uns von unseren restlichen Kronen noch ein paar Snacks (auf dem kurzen Flug gibt es ja nichts), tanken letztmalig voll ....
 

 

 

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... und fahren dann zu Geysir um unserem Lada Niva „Good bye“ zu sagen.
Wer hätte gedacht, dass uns selbst der Abschied von dieser Seifenkiste schwer fallen würde. Ist aber so.


Per Taxi fahren wir zum Airport Keflavik. Unserer Koffer ledig kaufen wir uns an einem Kiosk je ein Sandwich und setzen uns nach draußen in die Sonne die uns Island zu unserem Abschied schenkt.

 





(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_2226dyq8o.jpg)
Skulptur am Airport mit Symbolcharakter - wir hängen Island am Haken.
Das Land ist uns in Herz und Verstand gefahren - wer hätte das gedacht .......?

 

 
Pünktlich um 16:30 Uhr fliegen wir ab und landen gut 3 ereignislose Stunden später in Frankfurt. Diesmal hatten wir keine Sitze am Notausgang – aber da der Flieger nicht voll war, hatten wir zumindest zwischen uns einen Sitz frei. Ein durchaus angenehmer Umstand – übermäßig viel Platz bietet Iceland Air ( wie die meisten anderen Airlines inzwischen) seinen Kunden nicht an – insgesamt ist die Airline aber absolut ok.

 


 

Bild des Tages:
 


(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_6061ydbsa.jpg)
An der Blauen Lagune

 

 

Das war’s mit unserer Reise nach Island und somit folgt auch gleich das Fazit von
 

„Lava, Lada, Lundis“

– unserer Islandreise im Juni 2009.

 

 

Fazit:

Könnte man eigentlich in 4 Worten abhandeln.

Wir wollen wieder hin !

 

Island hat uns begeistert, bezaubert, fasziniert und völlig von unserem „normalen Leben“ zu Hause entrückt. Jetzt wo diese Reise vorüber ist empfinden wir Sehnsucht nach den wilden Flüssen, den Wasserfällen, den Gletschern, den Fjorden, den dampfenden farbigen Quellen, den Lupinenfeldern, der Einsamkeit abseits der Ringstraße, den langen Tagen mit Licht bis in die Nacht, der Unkompliziertheit der Menschen, den Lundis denen wir genauso ewig zusehen könnten wie dem Strokkur wenn er mit seiner Blase gen Himmel schießt.

Wir sind mit unterschiedlichen Erwartungen angereist. Ich war gespannt ob Island das halten kann was es in Reiseführern verspricht, Petra war anfangs aufgeschlossen aber auch vorsichtig zurückhaltend.

Im Endeffekt hat es uns gleichermaßen umgehauen und wir sind mit fliegenden Fahnen untergegangen. Jede Sekunde auf Island hat etwas geboten das entweder spannend, atemberaubend oder einfach nur schön war.

Es war jeden Morgen einfach nur Freude in den Lada einzusteigen und zu sehen was uns der neue Tag bringt.

Es hat uns rückblickend auch großen Spaß gemacht im Urlaub selbst mal was zu kochen (das perfektionieren wir das nächste Mal noch wenn es selbstgebratenen Lachs gibt  ;) ) gerade auf Island mit den langen Tagen hat man dadurch am Abend noch mehr Flexibilität noch etwas zu unternehmen. Die oftmals eher einfacheren Unterkünfte waren kein Problem – sauber war es immer,  das Autofahren ist zu 100% stressfrei und vor allem, Island besteht eigentlich nur aus einer Thematik – grandioser Natur – und das reicht uns vollkommen.

 

Schon auf dem Rückflug haben wir uns überlegt was wir alles beim nächsten Trip machen wollen – ohne großes Überlegen wären damit bereits locker 2 Wochen gefüllt ohne dass man sich weiter Gedanken über ein zusätzliches „Programm“ machen müsste – das dann ja doch wieder anders kommt .....

 

 

 

Preise (2009):

Dank des guten Kurses für Islandverhältnisse unerwartet angenehm. Im Supermarkt und Restaurant fast ähnlich wie bei uns. Sprit mit 1,05 € sogar billiger.

Kosten für Zimmer im Durchschnitt 48€ - wäre sogar billiger möglich gewesen wenn wir es darauf angelegt hätten – die letzten Tage haben den Schnitt durch teure Zimmer nach oben gedrückt.


Wetter:

Innerhalb von 5 Minuten kann man alles haben; vom Weltuntergangstief bis zum strahlenden Sonnenschein ein paar Kilometer weiter – Islands Wetter ist durch den oft starken Wind schwer berechenbar und immer für eine Überraschung gut. Nirgendwo sonst wechseln die Lichtstimmungen so häufig mit jedem zurückgelegten Kilometer.

Insgesamt war das Wetter aber sehr stabil und größtenteils trocken. Einen richtig dauerhaften Regenguß mussten wir gar nicht aushalten. Ein Programm wegen Regens völlig abbrechen mussten wir eigentlich nirgends. Die zweite Woche hat uns dazu viel Sonnenschein beschert – vor allem im Norden um den Mývatn.
Islands Farben sind generell so intensiv – selbst ohne Sonne bieten sie Augen und Kameras immer etwas Lohnendes.

 

Temperaturen:

Zwischen 2°C und 18°C war alles dabei. Wirklich gefroren haben wir eher selten. Selbst kühlere Temperaturen fühlen sich in Island wärmer an – vielleicht liegt das an der Erdwärme ?
Wenn der Wind bläst und dazu keine Sonne da ist – dann wird es schon mal Zeit das Mützchen auszupacken.

 

Mücken:

Waren in der ersten Woche nicht vorhanden und traten dann ab dem Mývatn an einigen Orten unangenehm in Erscheinung. Sie stechen zwar nicht – aber sie nerven, gleiches gilt für Busgruppen und den Frankfurter Flughafen. Bei den beiden letzteren hilft leider auch kein Mückennetz .......

 

 

Was würden wir zukünftig anders machen ?

Eigentlich nichts. Vielleicht zum Furten noch ein größerer Allrad –aber da traue ich auch dem Lada einiges zu.

Dieselbe Tour könnten wir aus dem Stand noch einmal machen – wäre irgendwie doch wieder anders und mit Sicherheit sehr schön.

 

 

Was hat uns am besten gefallen ?

Mit dieser Frage habe ich gerechnet  ;)

Noch nie war das so schwer zu beantworten.

Landmannalaugar war auf jeden Fall ein Hammer – wahrscheinlich das Stärkste das wir erleben durften - aber genauso begeistert waren wir vom Trip zum Dynkur, vom Gullfoss, der Krafla, dem Solfatarengebiet unterhalb des Námafjall, Vik, den Westfjorden, der Kaldidalur, dem Hraunfossar, dem Jökulsarlón, den Gletschern im Süden, Hveravellir, Jökulsárgljúfur Nationalpark, Goðafoss, Aldeyarfoss, unserem besonderen Liebling dem Strokkur in Haukadalur und vielen Landschaften entlang unserer Fahrten und Wanderungen die unsere Reise geprägt haben.

Und was zählt mehr – das größte Lebewesen der Erde zu sehen oder die Lundis auf der Klippe oberhalb von Vik in Reih und Glied ?

Beide Male war die Aufregung so groß wie bei einem Lottogewinn.

 

 

Also zusammenfassend:

Uns hat’s scheinbar gefallen    ;) :D :D :D :D

 

 

 
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_4266vfpqh.jpg)

Bless Bless ...

... und danke für's mitlesen!   :D
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Ilona am 15. November 2013, 15:55:10
Na endlich kam sie noch - die Blaue Lagune. Da sitzen doch die Leute immer im Wasser und beschmieren sich mit Lehm, oder  :gruebel: ?

Doch nach der blauen Haarpracht  O0 verzichten wir auf die Moo(s)rpackung  :toothy9:.

Heute morgen erst hat jemand im Radio von Island geschwärmt und ich dachte, da muss der Virus noch ein bisschen ansteckender sein, als in den USA  :cool2:.

Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht euch zu begleiten, nur das Wetter und manche Unterkünfte wären noch verbesserungsbedürftig  :zwinker:.

 :danke: für den schönen Reisebericht und jetzt freue ich mich schon auf den aktuellen (doch drängeln will ich nicht, denn du hast im Moment wenig Zeit)  :adieu:.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silv am 15. November 2013, 16:00:49
Hallo Horst,
auch von mir ein herzliches Dankeschön für diesen tollen Bericht. Es hat viel Spaß gemacht, mit dem Lada durch Island zu fahren.  ;D
Ich freue mich auch schon auf den nächsten....
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Paula am 15. November 2013, 20:56:21
Hallo Horst,
Ich glaube mir hat der Stokkur am besten gefallen  :)
Mich hast du von Island völlig überzeugt. Ich hoffe das wird unser Ziel für Sommer 2015.

Eine Fortsetzung dieses Reiseberichts würde ich natürlich auch gerne lesen...

Vielen Dank für die unterhaltsamen Schilderungen und die wunderbaren Fotos  :danke:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Andrea am 15. November 2013, 21:26:06
Horst, ich glaube, du und Petra habt vielen hier nun Flausen in den Kopf gesetzt - inklusive mir. Zur Strafe will ich nun auch eine Fortsetzung lesen...  ;)

Trotzdem ganz lieben Dank für einen schönen - manchmal amüsanten - Bericht mit vielen tollen Eindrücken. Eure Liebe zu diesem Land kommt sehr deutlich herüber!
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Susan am 16. November 2013, 11:41:55
Hallo ihr Zwei,

eure Begeisterung für Island ist wirklich ansteckend  ;D Und da wir schon nicht spontan buchen können, warte ich einfach gespannt auf den nächsten Bericht...

Auf jeden Fall hat es großen Spaß gemacht mit euch, dem Lundi und dem Lada die Insel zu erkunden.  :herz: lichen Dank für die vielen schönen Eindrücke und Erlebnisse.
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 16. November 2013, 15:36:43
Na endlich kam sie noch - die Blaue Lagune. Da sitzen doch die Leute immer im Wasser und beschmieren sich mit Lehm, oder  :gruebel: ?
Hi Ilona,
Wir sind nun inzwischen zum dritten mal an der Blauen Lagune vorbeigefahren und werden da wohl nicht reingehen.
Zu viele Leute, inzwischen viel zu teuer und der "Lehm" ist eher Unrat den die Badegäste im Wasser zurücklassen.
Das brauchen wir nicht.  :cool2:  ;)


Heute morgen erst hat jemand im Radio von Island geschwärmt und ich dachte, da muss der Virus noch ein bisschen ansteckender sein, als in den USA  :cool2:.
Für uns im Moment das Land mit dem größten Spaßfaktor und der großartigsten Natur. Man kann sich auch relativ leicht Sympathie für dieses Land und seine Menschen entwickeln - das ging ganz schnell.  :)



Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht euch zu begleiten, nur das Wetter und manche Unterkünfte wären noch verbesserungsbedürftig  :zwinker:.
Es war uns eine Freude Euch durch Island zu führen  :) und wenn das Wetter jetzt auch noch so wäre wie im US-Südwesten wäre es dort voller als auf dem Times Square in NY und Island würde seinen Charme als wildes Land (und dazu gehört eben auch mal wildes Wetter) für uns verlieren.
Also das passt schon so.  ;)

:danke: für den schönen Reisebericht und jetzt freue ich mich schon auf den aktuellen (doch drängeln will ich nicht, denn du hast im Moment wenig Zeit)  :adieu:.
Es laufen im Moment ja auch erfreulicherweise sehr viele Berichte - also im Moment gar keine Not daß wir zuwenig haben  :D und versprochen den Bericht unserer Grönland/Island Tour wird es spätestens gegen Ende des Jahres exklusiv bei Eumerika geben.  :)

Jedenfalls schön, daß Du wieder dabei warst.  :D



Hallo Horst,
auch von mir ein herzliches Dankeschön für diesen tollen Bericht. Es hat viel Spaß gemacht, mit dem Lada durch Island zu fahren.  ;D
Ich freue mich auch schon auf den nächsten....
Ich auch, denn das würde bedeuten, daß er fertig wäre.  :))  ;)
Danke daß Du Dich mit in unseren Lada gequetscht hast.  :)


Hallo Horst,
Ich glaube mir hat der Stokkur am besten gefallen  :)
Mich hast du von Island völlig überzeugt. Ich hoffe das wird unser Ziel für Sommer 2015.
Der Strokkur wartet schon auf Dich und 2015 kommt schneller als man denkt.  8)
Freu Dich schon mal auf ein tolles Land und prima daß Du als Reiseteilnehmerin gleich eine Folgebuchung auslösen willst.  ;)



Horst, ich glaube, du und Petra habt vielen hier nun Flausen in den Kopf gesetzt - inklusive mir. Zur Strafe will ich nun auch eine Fortsetzung lesen...  ;)
Eine Strafe die wir in Demut annehmen.  ;)


Trotzdem ganz lieben Dank für einen schönen - manchmal amüsanten - Bericht mit vielen tollen Eindrücken. Eure Liebe zu diesem Land kommt sehr deutlich herüber!
Das hast Du wie immer sehr gut formuliert und das wenn es spürbar wurde wie sehr wir dieses kleine Land in unser Herz geschlossen haben freut es mich um so mehr. Herzlichen Dank, daß Du wieder mit dabei warst.  :D



Hallo ihr Zwei,

eure Begeisterung für Island ist wirklich ansteckend  ;D Und da wir schon nicht spontan buchen können, warte ich einfach gespannt auf den nächsten Bericht...

Auf jeden Fall hat es großen Spaß gemacht mit euch, dem Lundi und dem Lada die Insel zu erkunden.  :herz: lichen Dank für die vielen schönen Eindrücke und Erlebnisse.
Hallo Susan
- wenn man solche Mitleser und vor allem Mitleserinnen hat ist die Motivation bei uns einen Bericht einzustellen praktisch grenzenlos.  :)

Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Silvia am 17. November 2013, 14:03:58
Ich hab's ja geschafft beim Island-Bericht up to date zu bleiben (beim Alaska-Bericht hänge ich noch auf Seite 18, aber den schaffe ich auch irgendwann noch, er läuft mir ja nicht weg  ;D)

Natürlich auch von mir ein    :herz:    :danke:   für diesen herrlichen Bericht aus einem Land, das auch bei mir ganz weit oben im Ich-liebe-dieses-Land-und-will-unbedingt-bald-mal-wieder-hin-Ranking steht!

Ich kann eure Begeisterung nur zuuu gut nachvollziehen!  Freue mich natürlich auch schon auf den nächsten Bericht.   :thumb:
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 17. November 2013, 20:50:03
Ich hab's ja geschafft beim Island-Bericht up to date zu bleiben (beim Alaska-Bericht hänge ich noch auf Seite 18, aber den schaffe ich auch irgendwann noch, er läuft mir ja nicht weg  ;D)
Im Gegensatz zu uns vor dem fiesen Braunbären bleibt der Bericht doch recht gelassen wo er ist.  ;)

Schön, daß Du wieder mit dabei warst Silvia. :)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Heiko am 18. November 2013, 10:37:48
(https://www.eumerika.de/abload.de/img/img_5967onrx4.jpg)
Kontrastkleidung

Ja so unterschiedlich kann Temperaturempfindung sein. Geht mir aber auch oft so, wenn andere schon schwitzen, wird mir erst langsam warm :).
Dass der junge Mann neben dir untenrum so leicht bekleidet ist, liegt vielleicht auch an der Gehwegheizung, die es angeblich ja in Reykjavik geben soll :happy:.

Von mir jetzt aber auch herzlichen Dank für deinen Reisebericht :beifall: :beifall: :beifall:.

Island gefällt mir. Diese weite und größtenteils einsame Landschaft und die vielen Naturschönheiten haben mich beeindruckt :thumb:. Was auch sehr für Island spricht ist die relative Nähe von 3 Flugstunden. Was mir weniger gefällt ist das eher durchwachsene und kühle Wetter sogar im Juni. Das ist nicht unbedingt was für mich Frostbeule und bei meiner Regenaffinität ;D. Und da wir gerne etwas komfortabler übernachten und uns auch etwas ausgiebiger ernähren, würde unsere Reise wohl auch wesentlich teurer werden. Aber mit dem Lada hätte ich mich wohl auch anfreunden können ;).
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 18. November 2013, 10:56:10
Danke hierfür!  :danke:

Und wenn ich mich nicht eh schon in dieses Land verguckt hätte - mit dem Bericht wäre es sicherlich spätestens jetzt passiert! :herz:

Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 18. November 2013, 20:59:10
Island gefällt mir. Diese weite und größtenteils einsame Landschaft und die vielen Naturschönheiten haben mich beeindruckt :thumb:. Was auch sehr für Island spricht ist die relative Nähe von 3 Flugstunden. Was mir weniger gefällt ist das eher durchwachsene und kühle Wetter sogar im Juni. Das ist nicht unbedingt was für mich Frostbeule und bei meiner Regenaffinität ;D. Und da wir gerne etwas komfortabler übernachten und uns auch etwas ausgiebiger ernähren, würde unsere Reise wohl auch wesentlich teurer werden. Aber mit dem Lada hätte ich mich wohl auch anfreunden können ;).
Hallo Heiko,
wer mag nicht gerne schönes trockenes warmes Wetter.  ;)
Aber in Island gehört Spannung beim Wetter einfach dazu. Zudem liefert das manchmal Lichtstimmungen die bei schönem Wetter wesentlich langweiliger wären. :)
Schön daß Du Dich auch mit in den Lada gequetscht hast.  ;)


Und wenn ich mich nicht eh schon in dieses Land verguckt hätte - mit dem Bericht wäre es sicherlich spätestens jetzt passiert! :herz:
Schön, daß Deine Begeisterung für dieses tolle Land anhält. :D
Da fällt mir ein - da steht ja noch ein Kurzbericht über eine Islandreise an. 8)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Shadra am 19. November 2013, 00:44:37
Da fällt mir ein - da steht ja noch ein Kurzbericht über eine Islandreise an. 8)

(http://www.smilies.4-user.de/include/Girls/smilie_girl_066.gif)
.. ist aber bereits in arbeit!
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 19. November 2013, 20:42:44
Da fällt mir ein - da steht ja noch ein Kurzbericht über eine Islandreise an. 8)

(http://www.smilies.4-user.de/include/Girls/smilie_girl_066.gif)
.. ist aber bereits in arbeit!
Dann freue ich mich schon mal drauf.  :)
Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: soenke am 22. November 2013, 09:28:27
Hallo Horst,
jetzt habe ich endlich Zeit gehabt, deinen Reisebericht in Ruhe zu Ende zu lesen.

Also, es war mal wieder ein phantastischer Reisebericht mit unglaublich tollen Bildern und Eindrücken. Das Highlight für mich war der Jökursalon, wirklich traumhaft dort.
Die Wasserfälle sind natürlich auch überragend und die Thermalgebiete haben mir auch gefallen. Nun, schlichtweg ein Land, was mich absolut begeistert.

Aber!!!  Ich habe da so eine ähnliche Meinung wie Heiko. Das Wetter schreckt mich doch ein wenig ab, auch wenn du und Andere aus vielen Gründen damit kein Problem haben.
Zudem die Essensmöglichkeiten und die Unterkünfte sind auch nicht so mein Ding gewesen. Da bin ich doch ein wenig konservativ.

Aber letztendlich werde ich wohl Ende Mai 2014 eine 8 tägige Schnuppertour auf Island machen, dann wohl nur die südliche Ringstrasse bis Jökursalon und vielleicht noch Snaefellsness. Dort hat mir auch in deinem Reisebericht am Besten gefallen.

Ich werde sicher mal beim Ausarbeiten des Planes Fragen haben und werde dann auf dich zurückkommen, wenn du einverstanden bist !!

Nochmals ganz vielen Dank für diesen wunderbaren Reisebericht und ich freue mich auf deinen Nächsten !!

LG Sönke

Titel: Re: Lava, Lada, Lundis - Island 2009
Beitrag von: Horst am 22. November 2013, 15:37:15
Hallo Sönke,

Aber!!!  Ich habe da so eine ähnliche Meinung wie Heiko. Das Wetter schreckt mich doch ein wenig ab, auch wenn du und Andere aus vielen Gründen damit kein Problem haben.
Ich hatte früher auch immer so gedacht aber Island "erzieht" einen dann einfach um.  ;)



Zudem die Essensmöglichkeiten und die Unterkünfte sind auch nicht so mein Ding gewesen. Da bin ich doch ein wenig konservativ.
Die Essensmöglichkeiten bzw. deren Qualität ist/sind sicher nicht schlechter als beispielsweise in Großbritannien - eher besser.  ;)
Eng wird es hauptsächlich im Hochland wo es eben nur ganz wenig Zivilisation gibt.
Unterkünfte - hatte ich ja schon geschrieben - da sparen wir wie die Weltmeister damit wenn möglich noch eine zweite Tour im Jahr geht. :)

Aber letztendlich werde ich wohl Ende Mai 2014 eine 8 tägige Schnuppertour auf Island machen, dann wohl nur die südliche Ringstrasse bis Jökursalon und vielleicht noch Snaefellsness. Dort hat mir auch in deinem Reisebericht am Besten gefallen.

Ich werde sicher mal beim Ausarbeiten des Planes Fragen haben und werde dann auf dich zurückkommen, wenn du einverstanden bist !!
Selbstverständlich gerne!
Wobei Petra und ich nicht die einzigen Islandfans hier sind.
Isa war nun dieses Jahr auch dreimal dort, Shadra war im Oktober dort und Silvia auch schon.
Bei 8 Tagen bis Jökulsarlon plus Snaefelssness wäre schon mal ein Plan.
Je nach Jahreszeit wäre auch noch ein Abstecher nach Landmannalaugar denkbar.