Autor Thema: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland  (Gelesen 99516 mal)

serendipity

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #75 am: 01. Mai 2015, 14:35:46 »
Und wieder ein toller Tag, den du uns da zeigst!

Bei manchen Wasserfällen finde ich die "eingefrorene" Variante besser, hier gefallen mir jedoch die Fließbilder eindeutig besser.

Die Teekannen-Pause hätte mir auch gefallen, ich sammle außergewöhnliche Teekannen, die jedoch aufgrund Platzmangels immer wieder nur teilweise in einer Vitrine im Wohnzimmer zur Ausstellung kommen, vielleicht sollte ich auch den Vorgarten ...  ;)
Irgendwie toll, dass die Kannen da so stehen bleiben, so etwas kann man sich hier in Deutschland ja gar nicht vorstellen: entweder wären die Kannen weg oder kaputt.


Lidschlag

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #76 am: 01. Mai 2015, 17:05:12 »
Tja, nun hast du mich überzeugt, dass ich wieder anfange für Neuseeland zu sparen. Dann werde ich auf eigene Faust dort unterwegs sein.  :thumb:
Es gibt so viele Plätze, die ich in Neuseeland noch nicht gesehen habe oder einfach zur falschen Tageszeit dort war. Die damalige Gruppenreise hatte so manchen Nachteil. :(

Ich erinnere mich, dass wir in der Otago-Bay einen sehr wolkenverhangenen Tag mit Spürregen erwischt haben.
An diesem düsteren Tag sah die Bay sehr nach Schottland aus. Später forschte ich dann mal nach und siehe da, die ersten europäischen Einwanderer auf diesem rauhen Fleckchen Erde waren anscheinend Schotten. :))

Silvia

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #77 am: 02. Mai 2015, 15:44:00 »
Wunderschöne Ecken und tolle Tierbilder.

Schade das es euch den Mt. Cook verregnet hat.  :(

Susan

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #78 am: 02. Mai 2015, 17:09:47 »
Erstaunlich, welche Formen eine Teekanne so annehmen kann  ;D Ein sehr individueller Vorgarten... Ich befürchte auch, dass hier die nicht lange so heil stehen bleiben würden.

Wunderschöne Wasserfallbilder - meist gefallen mir die Fließbilder besser, kommt auf das Motiv an.

Ich befürchte, dass wir nach dem Schlachten des Hawaii-Sparschweins, gleich ein "Neuseeland-Sparferkel" mästen müssen  ::)
Liebe Grüße
Susan


DocHoliday

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #79 am: 03. Mai 2015, 13:20:51 »
9.2.15 Auf ins Fjordland

Der Morgen in Dunedin war grau und regnerisch aber im Laufe des Tages wurde das Wetter immer besser. Die Fahrt ging zunächst weiter nach Westen an der Küste entlang.



Nachdem die Sonne rausgekommen war, haben wir natürlich diverse Fotostops eingelegt.







Ganz fotogen fand ich auch die Zeugnisse der modernen Landwirtschaft.



Die Dinger gab es auch in knallpink aber da hatte ich Angst, dass der Sensor explodiert, wenn ich das knipse.
Nach einer letzten recht fotogenen Bucht



bog die Straße nach Norden ins Landesinnere ab und bald kamen neben de obligatorischen Schafen auch die ersten Berge in Sicht.



Am Lake Manapouri haben wir dann wieder Wasser gesehen. Im Gegensatz zu den Gletscherseen rund um den Mt. Cook haben die Seen hier eine "normale" Farbe.





Ein Hotel hatte ich für die nächsten beiden Nächte in Te Anau gebucht. Dort angekommen habe ich noch mal einen Blick auf die Buchungsunterlagen für die Bootstour in den Doubtful Sound am übernächsten Tag geworfen. Und da dort darum gebeten wurde, dass man 1 oder 2 Tage vorher noch mal telefonisch Kontakt aufnehmen sollte, habe ich das getan. Es war zunächst ein etwas seltsames Gespräch, weil die Dame sich dreimal meinen Namen hat buchstabieren lassen und dann meinte, dass sie meine Buchung nicht finden würde. Als ich gerade unruhig werden wollte gab sie aber Entwarnung, weil sie mich entdeckt hatte - auf der Passagierliste für den nächsten Tag!
Nach kurzem nachdenken fiel mir daraufhin wieder ein, dass ich erst die Hotels gebucht hatte und dann bei der Buchung der Cruise feststellen musste, dass mein Wunschtermin ausgebucht war und ich auf den Tag davor ausweichen musste. Beim buchen hatte ich noch gedacht, dass ich anschließend gleich die Hotelreservierung ändern wollte. Dann kam was dazwischen und dann hatte ich es vergessen.
Eine Nachfrage bei der Rezeption ergab, dass unser Hotel am übernächsten Tag ausgebucht war und die Buchung für die nächste Nacht natürlich nicht mehr stornierbar war. Na prima, aus Dusseligkeit 100€ verschenkt!
Immerhin habe ich übers Netz recht problemlos ein Zimmer für die übernächste Nach bekommen und durfte unser Gepäck für den Tag im Hotel und das Auto auf dem Hotelparkplatz lassen.
Glück gehabt! Ohne die Bitte um telefonischen Kontakt hätten wir am übernächsten Tag fröhlich morgens am Treffpunkt gestanden und große Augen gemacht, dass unsere Buchung für den Tag vorher war. Das wäre deutlich ärgerlicher und deutlich teurer gewesen als die 100€ für das Zimmer.

Das hat natürlich alles etwas Zeit gekostet aber ein bisschen wandern wollten wir trotzdem noch. Also sind wir ein Stück die Straße, die wir gekommen waren, wieder zurück gefahren bis zum 'Rainbow Reach'. Dort gibt es einen Parkplatz, von dem aus man den Kepler Track erreicht. Der Kepler Track ist ein mehrtägiger Rundwanderweg durch die Kepler Mountains am Lake Te Anau und Lake Manapouri entlang. Wir sind natürlich nur ein kleines Stück gelaufen, nämlich von Rainbow Reach etwa 5-6 km zum Lake Manapouri und wieder zurück
War ein angenehm zu laufender Trail durch den Regenwald ohne allzu große Steigungen.





Unterwegs hatte man immer wieder die Aussicht auf den Waiau River



Nach einer weiteren Hängebrücke und einem Abstecher in ein Feuchtgebiet haben wir schließlich die Shallow Bay erreicht.







Dort haben wir ein kleines Päuschen eingelegt bevor es den gleichen Weg wieder zurück ging. Wie man an der Farbe der kleinen Tümpel unterwegs feststellen konnte, produzieren die Bäume hier offensichtlich eine Menge Tannin.



Zum Abendessen waren wir in einem netten Pub in Te Anau. Anschließend gab es noch etwas Farbspiel am Seeufer.





Zurück im Hotel "durfte" ich dann feststellen, dass ich am Lake Manapouri offensichtlich den ersten Kontakt mit ein paar besonders netten Bewohnern Neuseelands gemacht hatte - Sandflies. Trotz langer Hose waren beide Knöchel und Unterschenkel ordnetlich zerstochen und es juckte wie Hölle - na klasse!

Andrea

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #80 am: 03. Mai 2015, 13:30:52 »
Das wäre jetzt meine Frage gewesen: Gab es auf der Wanderung keine Mücken? Aber es gab offensichtlich genug stechendes Insektenzeug... Trotzdem eine sehr schöne Wanderung!

Und mit eurer Cruise habt ihr ja noch mach "Schwein gehabt". Da freue ich mich auch schon drauf!
Liebe Grüße, Andrea



www.antiwalks.eumerika.de

Lidschlag

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #81 am: 03. Mai 2015, 14:16:11 »
Ja, das sind die mir lebhaft in Erinnung gebliebenen Neuseelandfarben.
Ich vermute, dass die Klarheit der Farben und die feine Strukturierung der Landschaft auf Bildern mit dem vielen Regen zusammenhängt, der die Luft immer wieder von Staubpartiklen reinigt. Das ergibt Fotos mit diesen wunderbaren Farben.

Was deine Bootstour betrifft:
Da habe ich lebhafte Erinnerungen: Es regnete an diesen beiden Tagen nicht. Erst wurde unsere Gruppe mit einem Boot auf eine Insel gefahren, Von dort flog uns ein dreisitziges Wasserflugzeug gruppenweise auf einen See hoch oben im Fjordland. Dann stampten wir mit Expeditionsgepäck durch einen Moos-Märchenwald ohne Weg und Steg, den laut unserem Guide jedes Jahr nur wenige Menschen betreten. Manche von uns krachten durch morsche, völlig mit moosüberzogene Äste, sackten bis zur Hüfte ein und mussten von anderen wieder aus dem Moosloch herausgezogen werden. Sie schafften es meistens nicht aus eigener Kraft aus dem Loch zu klettern, weil jeder von uns zwischen 15-20 kg Gepäck tragen musste.
Gezeltet wurde an diesem Tag auf einem Hochplateau mitten im Fjordland, wo sonst nur die Hirschjäger hinkommen. Am nächsten Tag stiegen wir wieder zu einer Bucht ab, wo ein Boot auf uns wartete und uns wieder zurückschipperte. Auf diesem Abstieg haben wir ein erst kürzlich verlassenes Nest auf dem Boden entdeckt. Anhand einer grünen Feder, die dort lag, identifizierte unser Guide das Nest als eines, in dem wohl ein Kakapo gebrütet hat.

Zu den Sandflies:
Die haben ja ein ziemlich grausligen Ruf. Hoffentlich bist du nicht in den folgenen Tagen mit den riesigen, entsetzlich juckendenden Beulen am Bein rumgelaufen, die ein Mitglied meiner Reisegruppe am Fuß hatte, obwohl sie Autan verwendet hatte. Sie hatte wohl äußerst heftige allergische Reaktionen auf die Viecher. Und trotzdem konnte sie sich glücklich schätzen. Unsere Reiselieterin erzählte uns, dass sich manche Neuseeländer nach so einem Stich mit Fieber ins Bett legen müssen.

DocHoliday

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #82 am: 03. Mai 2015, 20:43:35 »
Was deine Bootstour betrifft:
Da habe ich lebhafte Erinnerungen: Es regnete an diesen beiden Tagen nicht. Erst wurde unsere Gruppe mit einem Boot auf eine Insel gefahren, Von dort flog uns ein dreisitziges Wasserflugzeug gruppenweise auf einen See hoch oben im Fjordland. Dann stampten wir mit Expeditionsgepäck durch einen Moos-Märchenwald ohne Weg und Steg, den laut unserem Guide jedes Jahr nur wenige Menschen betreten. Manche von uns krachten durch morsche, völlig mit moosüberzogene Äste, sackten bis zur Hüfte ein und mussten von anderen wieder aus dem Moosloch herausgezogen werden. Sie schafften es meistens nicht aus eigener Kraft aus dem Loch zu klettern, weil jeder von uns zwischen 15-20 kg Gepäck tragen musste.
Gezeltet wurde an diesem Tag auf einem Hochplateau mitten im Fjordland, wo sonst nur die Hirschjäger hinkommen. Am nächsten Tag stiegen wir wieder zu einer Bucht ab, wo ein Boot auf uns wartete und uns wieder zurückschipperte. Auf diesem Abstieg haben wir ein erst kürzlich verlassenes Nest auf dem Boden entdeckt. Anhand einer grünen Feder, die dort lag, identifizierte unser Guide das Nest als eines, in dem wohl ein Kakapo gebrütet hat.

Wow! So abenteuerlich war unsere Bootstour bei weitem nicht. Eher geruhsam und im Vergleich geradezu luxuriös.

DocHoliday

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #83 am: 05. Mai 2015, 23:38:40 »
10.2.15 Ein zweifelhafter Fjord

Nachdem die Datumsverwirrung ja am Vortag gerade noch rechtzeitig beseitigt werden konnte, standen wir pünktlich am vereinbarten Treffpunkt in Te Anau. Wir mussten noch ein paar Minuten warten, weil ein paar, das aus Queenstown anreiste, umnterwegs in einen Schafstau geraten war ;)
Dann ging es mit dem Bus nach Manapouri zu den kleinen Hafen.  Dort war am Morgen ganz schön was los, da mehr oder weniger gleichzeitig mehrere Schiffe zu Touren auf dem See und zur Überfahrt über den See für die verschiedenen Doubtful Sound-Touren aufbrachen. Die Anreise zum Doubtful Sound ist gar nicht so einfach, da es keine Möglichkeit gibt, per Auto dorthin zu kommen. Man fährt erst mit dem Boot zum Westzipfel des Lake Manapouri, dort geht man von Bord und wird anschließend mit einem Bus ca. 20 km über den Wilmot Pass zum Doubtful Sound gefahren, wo man dann die eigentliche Kreuzfahrt beginnt. Die Straße über den Wilmot Pass gibt es nur deshalb, weil hier in den 70ern ein Wasserkraftwerk gebaut wurde, dass die 230 m Höhenunterschied zwischen Lake Manapouri und dem Doubtful Sound ausnutzt um 800 MW Energie für das Aluminium-Werk in Bluff bereit zu stellen. Für den bau war es einfacher, Material, Teile und Arbeiter übers Meer herzubringen und über die extra dafür erbaute Passstraße zu fahren als vom Landesinneren über den Lake Manapuri dorthin zu gelangen. Nach der Fertigstellung des Kraftwerks wurde dann bald die Straße für den Tourismus genutzt.
Hier liegt auch die Geburtsstelle der neuseeländischen Umweltschutzbewegung. Ursprünglich hatte man vorgehabt, den Wasserspiegel des Lake Manapouri um 30 m zu erhöhen und ihn dadurch mit dem Lake Te Anau zu verbinden. Dagegen bildete sich eine der ersten großen Umweltschutzkampagnen, die 'Save Manapouri Campaign', die letztlich dieses Vorhaben erfolgreich verhindern konnte.

Schon die Fahrt über den Lake Manapuri in einem großen Schnellboot war sehr eindrucksvoll.









Nach einer knappen Stunde erreichten wir den kleinen Hafen am Westzipfel des Sees. Über diese Berge mussten wir noch hinüber, um zum Fjord zu kommen.



Wir wurden von unserem Kapitän eingesammelt und mit dem Kleinbus über den Pass gefahren. Auch diese Busse werden per Schiff hier her gebracht und fahren nur zwischen den beiden Häfen hin und her. Es gibt im Doubtful Sound drei kleine Companies, die mit Schiffen für 8-12 Passagiere "Overnight-Cruises" anbieten und eine große Gesellschaft, die auf 'gefakten' Dreimastern Tagestouren und Kreuzfahrten über Nach durchführt. Klingt viel aber auf den Fjord haben wir nur selten ein anderes Schiff gesehen.

Die Passhöhe


Der erste Blick auf den Doubtful Sound von oben.



Unten haben wir uns noch einen der beiden Tunnel angeschaut, durch den das Wasser vom See zu den Turbinen und dann zum Fjord herunter geleitet wird.



Dann ging es auf die 'Southern Secret', wo wir schon von einem bescheidenen Lunch erwartet wurden.



Noch ein paar Eindrücke vom Boot





Die Lobster (eigentlich sind es eher Langusten) waren sehr lecker!
Anschließend habe wir unser Gepäck in den Kabinen unter Deck verstaut. Es gibt 5 recht enge aber ausreichende Kabinen für 10 Passagiere.
Bei schönstem Wetter sind wir derweil in gemütlichem Tempo in den Fjord hinaus geschippert. Zuerst sind wir nach links in den Hall Arm abgebogen.





Dort wartete schon wie bestellt eine Gruppe Delphine auf uns.



Wer näher an die Tierchen heran wollte, konnte versuchen, sich mit dem Kajak heran zu pirschen.





Eine andere Gruppe Kanuten hatte eher die faule Variante gewählt ;)



Dann ging es wieder zurück in den Hauptfjord und weiter Richtung offenes Meer.



Während der Kapitän seinem unglaublich stressigen Job nachging



durften die Gäste etwas entspannen.



Langsam zog die wunderbare Fjordlandschaft an uns vorbei.





Wie man den Bildern deutlich ansehen kann, befinden wir uns hier in der regenreichsten Ecke Neuseelands. Statistisch regnet es hier jeden 2. Tag und die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 7 m! (zum Vergleich: Hamburg bringt es auf ca. 75 cm) Aber was interessiert mich Statistik? ;)
Gelegentlich beobachteten uns ein paar Einheimische.



Dann war es Zeit für ein bisschen Action. Zuerst wurden ein paar Hummerfallen eingeholt. Die Gäste von morgen wollen ja auch ein paar Leckerchen.







So richtig erfolgreich waren wir dabei noch nicht. Also ging es jetzt zum angeln. Erstens für frische Köder für die Hummerfallen und natürlich auch in der Hoffnung, was leckeres fürs Abendessen zu erwischen.


Großer Mann mit kleinem Fisch ;)
Fürs Abendessen wollte nichts geeignetes Anbeißen aber Spaß gemacht hat es trotzdem und die Hummerfallen konnten neu bestückt werden.

Während sich drinnen leckere Dinge ankündigten



sank draußen die Sonne langsam tiefer.





Der Sonnenuntergang war durchaus nett anzuschauen.





Nach dem leckeren Abendessen (Wahlweise Lamm oder Hühnchen und noch ein paar übrig gebliebene Langusten - lecker!) saßen wir noch ein bei einem Gläschen Wein oder zwei (den musste man selber mitbringen) mit den anderen Gästen zusammen bevor es recht früh in die Heia ging. Ich wollte ja schließlich spätestens um 5:00h wieder an Deck sein, um den hoffentlich wolkenlosen Sternenhimmel zu bewundern.

Susan

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #84 am: 06. Mai 2015, 00:01:40 »
Was für eine schöne Bootstour  :) 
Die Kayaks konnte man auf dem Schiff leihen?

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen  ;) Dank dir, hab ich  ein neues Traumreiseziel entdeckt

Liebe Grüße
Susan


DocHoliday

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #85 am: 06. Mai 2015, 00:32:51 »
Was für eine schöne Bootstour  :) 
Die Kayaks konnte man auf dem Schiff leihen?

Die gab es auf dem Schiff, ja (umsonst)

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen  ;) Dank dir, hab ich  ein neues Traumreiseziel entdeckt

Och, solche Aussagen darfst Du von mir aus gerne noch öfter wiederholen ;)

DocHoliday

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #86 am: 07. Mai 2015, 17:01:45 »
11.2.15 Doubtful Sound & Milford Sound

Um 5:00h piepte mein Handy los und 10 Minuten später war ich auch schon auf Deck. Zu meiner Freude stand schon eine Thermoskanne Kaffee bereit, so dass ich nicht auf das dringend benötigte Koffein zum wach werden verzichten musste. Der Himmel war tatsächlich sternenklar und absolut faszinierend. Leider ist es nicht so einfach, von einem Schiff aus den Sternenhimmel zu knipsen, auch wen es vor Anker liegt, weil es halt trotz Windstille ein bisschen schwankt. Mit ein bisschen kürzeren Belichtungszeiten und höheren Isos ging es immerhin so weit, dass man einen Eindruck bekommt..





Anfangs war ich ganz alleine auf Deck, nach und nach kamen aber mehr Sternengucker dazu. So ganz langsam wurde es jetzt heller, wobei nach wie vor nur der Mond etwas Licht gab.









Nachdem ich den zweiten Kaffee auf hatte, zeigt sich langsam ein zarter Hauch von Morgenröte am Himmel.





Zwischenzeitlich war der Kapitän fleißig gewesen und hatte die Hummerfallen hoch geholt. Diesmal waren sie deutlich besser gefüllt. Kein Wunder, bei den mit Liebe geangelten Ködern ;)



Dann wurde der Anker gelichtet und wir ritten nicht wie Lucky Luke in den Sonnenuntergang sondern fuhren ganz langsam in den Sonnenaufgang.



So richtig hell wurde es aber noch lange nicht, weil die Sonne sich noch eine ganze Weile hinter tiefhängenden Nebelschwaden versteckte. Sah toll aus.






Das ist übrigens der gefakete Großsegler von der anderen Cruise-Line. Gefaked deshalb, weil es ein Plattbodenschiff ist und die Segel nur Deko sind.





Die anderen saßen schon fast alle beim Frühstück aber ich konnte mich einfach nicht losreißen, vor allem weil die Sonne jetzt doch den Kampf gegen den Nebel gewann.











Dann war es auch für mich Zeit fürs Frühstück ;) Als wir langsam wieder Richtung Hafen zurück kamen, hatte sich die Sonne vollends durchgesetzt.



Zumindest einer der vielen Wasserfälle wollte doch auch aufs Bild.



Dann ging es im Bus wieder über den Pass.



Und mit dem Boot über den Lake Manapouri.



Am Hafen wurden wir abgeholt und wieder in Te Anau abgesetzt. Nachdem wir unser Auto und Gepäck abgeholt hatten, sind wir versuchsweise zum nächsten Hotel gefahren (ein sehr nettes kleines B&B und hatten Glück, dass wir schon einchecken konnten. Nach einem kurzen Päuschen haben wir uns noch mal auf den Weg gemacht, um die Highlights entlang der Straße zum Milford Sound in Augenschein zu nehmen.



Mirror Lakes







Bis zur Einfahrt in den Homer Tunnel sind wir gekommen. Dort sind wir ein Stückchen Richtung Homer Tunnel Icefield hoch gelaufen, eigentlich in der Hauptsache, um Keas zu sehen, die man hier angeblich fast immer findet. Es waren aber leider keine da.



Auf dem Rückweg haben wir noch einen Blick ins wunderschöne Gertrude Valley geworfen.



Danach kam noch der eine oder andere Viewpoint aber der Hunger trieb uns jetzt zurück nach Te Anau.







Ein leckeres Steak wrtete in "Downtown" Te Anau und da das B&B in zu Fuß erreichbarer Nähe war auch leckeres kühles Ale dazu. Dann habe ich online noch 2 Plätze auf dem ersten Boot am nächsten Morgen auf dem Milford Sound gebucht, bevor es recht früh ins Bett ging. Das waren zwei wunderschöne Tage, vielleicht bis hierhin die schönsten dieser Reise.

Silv

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #87 am: 07. Mai 2015, 18:39:42 »
Das war ja ein toller Ausflug! Bin ganz begeistert.  :)
Liebe Grüße
Silvia

DocHoliday

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #88 am: 10. Mai 2015, 18:54:33 »
Neuseeland legt jetzt mal ein Päuschen ein, weil ich mich für ein paar Tage nach New York verabschiede. ;)

Rainer

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #89 am: 10. Mai 2015, 19:46:33 »
Man gönnt sich doch sonst nichts....

Schönen Urlaub(?), oder ist das getarnte Fortbildung?

Immerhin sind wir in 7 Wochen auch in der Gegend, *freu*!!

Grüße von
Rainer&Sylvia