Autor Thema: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland  (Gelesen 99529 mal)

Lidschlag

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #15 am: 12. März 2015, 20:43:09 »
Ich lese deinen Reisebericht nun auch mit, denn in Neuseeland war ich schon mal.
Wieder zuhause und nach der Tortur 24 Stunden Hinflug und 24 Stunden Rückflug mit Zwischenaufenthalt in Dubai in der Holzklasse dachte ich mir, dass das das nächste Mal anders gehen könnte, indem man Stopover fliegt, z.B. Hongkong. Genau das hast du ja gemacht und deshalb freue ich mich anzugucken, was mich erwartet, wenn das der Geldbeutel jemals wieder zuläßt. Nicht so begeistert bin ich vom Smog, Aber deiner Bilder haben wunderbar die Atmosphäre eingefangen und auf die Fresstour wäre ich auch mitgegangen. Bin gespannt, was als nächstes passiert.

Gruß Steffi

Susan

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #16 am: 12. März 2015, 22:09:04 »
Komisch, früher wollte ich unbedingt mal nach Hongkong, das habe ich ganz aus den Augen verloren :gruebel:

Schade, dass es so wolkig/smogig war, trotzdem interessante Eindrücke
Liebe Grüße
Susan


Silvia

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #17 am: 13. März 2015, 17:35:28 »
So, da ich mich gestern einfach nur schnell hier mit eingeschlichen habe bin ich heute dazu gekommen die Tour durch Hongkong mitzumachen und NEID .. ich will auch so ne Fresstour machen  ...    ..  BOAH .. ...nur den Grappa würd ich weglassen

serendipity

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #18 am: 13. März 2015, 17:58:28 »
Ich fahre auch gerne mit, denn die Zwischenberichte mit teilweise fantastischen Landschaften haben mich ja schon neugierig gemacht.

Ach, so schöne Eindrücke aus Hongkong! Die kulinarische Insider-Tour ist ja klasse, sehr nett von Graham und Sophie  :)
Schade, dass es mit dem Peak nicht geklappt hat, die Aussicht fand ich schon gigantisch.

Auf dem Night-Market waren wir fast jeden Abend, es war allein herrlich dort die Menschen zu beobachten. Hongkong war auch unsere erste Asien-Erfahrung und mir gefällt es dort gut. Ein bisschen NYC nur mit asiatischen Gerüchen, Geschmack und einfach anders. Immer noch meine liebste Asien-Metropole, wobei Bangkok und Shanghai auch irgendwie toll sind. Singapore, Kuala Lumpur u.a. habe ich leider noch nicht besucht.

DocHoliday

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #19 am: 15. März 2015, 14:29:09 »
Vor 15 Jahren war ich auch mal in Hongkong. Gab es da schon die Avenue of Fame? Die Stars habe ich zumindest nicht gesehen...

Keine Ahnung. Sah relativ neu aus.

Bis auf den Grappa... Näää, nix für mich!

Der war auch lecker ;)

Da komm ich natürlich auch mit!!

Be ny guest!

Ich lese deinen Reisebericht nun auch mit, denn in Neuseeland war ich schon mal.

Na dann schaun wir mal, ob wir ein paar Erinnerungen auffrischen können.

Komisch, früher wollte ich unbedingt mal nach Hongkong, das habe ich ganz aus den Augen verloren :gruebel:

Lohnt sich! Und der Smog gehört wohl irgendwie dazu.

NEID .. ich will auch so ne Fresstour machen  ... 

Manchmal muss man einfach Glück haben.

Hongkong war auch unsere erste Asien-Erfahrung und mir gefällt es dort gut. Ein bisschen NYC nur mit asiatischen Gerüchen, Geschmack und einfach anders.

War auch mein Gedanke: Wie New York ... nur anders! ;)

DocHoliday

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #20 am: 15. März 2015, 15:46:25 »
25./26.1.15 Vom Buddha nach Auckland

Für den Abend stand der Flug nach Auckland auf dem Plan aber vorher wollte ich mir noch ein bisschen Standard-Touri-Programm gönnen, nämlich den großen Buddha auf Lantau-Island.
An dem Vormittag fand der Hong Kong Marathon statt, so dass es zu diversen Einschränkungen im Verkehr auch in der Ecke rund um das Hotel kam. Die Shuttlebusse zur Kowloon Station fuhren daher morgens nicht. Aber ich hatte ja Zeit. Erst gab es noch mal das leckere, wenn auch nicht gerade billige Hotelfrühstück, dann Koffer packen und auschecken. Bis dahin war es schon später Vormittag aber Shuttles gab es nach Aussage des Concierge immer noch keine. Also habe ich mir ein Taxi genommen. Der Taxifahrer hat mich in sehr gebrochenem Englisch überzeugt, nicht zur Kowloon Station sondern gleich zum Flughafen mit ihm zu fahren. Da ie Preisdifferenz nur 15€ betrug und ich mir dadurch einmal den Weg durch die Kowloon Station mit vollem Gepäck sparen konnte, habe ich mich überreden lassen. Ich glaube, bis ich richtig verstanden hatte, was er wollte und zugestimmt hatte, waren wir sowieso schon halb am Flughafen ;)
So schlecht die Verständigung mit mir geklappt hat, so gut und fließend hat er dann mit anderen kommuniziert – und zwar immer mit mehreren gleichzeitig.



Zusätzlich zu dem, was man hier sieht, hatte er noch 2 Handys in einer weiteren Halterung in der Mittelkonsole und eines auf dem Beifahrersitz. Auf einem davon hat er über den kopfhöhrer im linken Ohr telefoniert. Gleichzeitig hat er auf dem großen Teil rechts per Videotelefonie sienen Sohn zum Mittagsschlaf ins Bett gebracht und auf allen anderen immer mal wieder an irgend welchen Apps herumgefummelt. Und das alles bei Tempo 80 bis 100 auf einer keinesfalls leeren Autobahn.
Ich hätte ihm ja gerne die Meinung gesagt. Aber erstens hätte er mich ja sowieso nicht verstanden und zweitens wollte ich das letzte bisschen Konzentration auf die Straße nicht auch noch stören. Wir sind dann auch wunderbarerweise heil am Flughafen angekommen.
Dort konnte ich bi Cathy gleich einchecken. Ich hatte mich vorher schon schlau gemacht, dass es am Terminal 2 eine Gepäckaufbewahrung gab. Dort bin ich als nächstes hin und habe Kamerarucksack und Notebooktasche dort gelassen, so dass ich ganz unbeschwert die Fahrt nach Lantau Island antreten konnte. Da gleich neben der Gepäckaufbewahrung der Ausgang zum Taxistand war, bin ich dort in ein Taxi gehüpft. Auch dieser Fahrer konnte kein englisch aber der Dispatcher am Taxistand hat übersetzt, wo ich hin wollte. Diesmal sah ich kein einziges Handy im Auto, das war mir schon fast verdächtig! ;)
Als wir bei der Station für die Seilbahn nach Lantau Island ankamen, fiel mir beim Anblick der Schlange siedend heiß ein, dass ich eigentlich online ein Ticket hätte kaufen wollen. Eigentlich! ;)
War aber dann doch nicht so schlimm, denn eine freundliche Mitarbeiterin erklärte mir, dass ich nur ein Kombi-Ticket (mit 4D-Filmchen o.ä.) kaufen müsste, um die Fast Lane benutzen zu dürfen. Das Kombiticket kostete vielleicht 5 Euro mehr als das reguläre, so dass ich nicht lange überlegen musste und bald fröhlich an der beachtlichen Schlange vorbei marschierte.
Die Seilbahn nach oben auf den Berg war durchaus eindrucksvoll.





Unterwegs hatte man auch einen schönen Blick auf den Flughafen.



Dann kam er so langsam ins Bild, der Buddha



Untren stand was von der größte Buddha der Welt. Na ja, der größte sitzende Freiluftbuddah aus Bronze :D Beim erfinden von Superlativen können selbst de Amis von Hongkong nicht was lernen ;)
Unterwegs habe ich mich köstlich über 2 Teenager amüsiert, die mit mir in der Gondel saßen und auf dem Weg nach oben grob geschätzt 452 Selfies produziert haben, alle mit V-Zeichen der Finger und Ich-bin-so-klein-ich-bin-so-süß-Kussmündchen und weit aufgerissenen Augen. 2 lebende Manga-Püppchen sozusagen ;)

Was Selfies angeht sind die Chinesen wohl sowieso unschlagbar. Ich habe noch nie so viele Menschen beim Selfie Knipsen gesehen, egal ob alleine oder insbesondere in der Gruppe, mit Selfie-Stick oder ohne.

Von der Berg-Station hatte man schon einen etwas besseren Blick auf den Buddha.



Wie man an den Dunstschwaden sehen kann, war es recht feucht und sobald die Sonne raus kam auch ziemlich heiß – echtes Waschküchen-Wetter.

Von der Station aus kommt man erst in ein künstliches Dorf – Kommerz pur mit Subway, Starbucks und Andenkenshops.





Hatte man das hinter sich gebracht, ging es über eine Art Alle mit Statuen von heiligen Generälen rechts und links weiter Richtung Buddha und einem Kloster.







Da soll ich hoch?


Erstmal nicht! Ert habe ich mir das Kloster angeschaut. Erstaunlich, dass hier wenige Meter entfernt von der Kommerzmeile religiöses Leben stattfindet und Menschen ernsthaft beten und Andacht suchen.





Im eigentlichen Tempel durfte man nicht fotografieren aber die Nebenräume waren auch interessant.









Der Innenhof





Ein paar architektonische Detail





Jetzt hatte ich keine Ausreden mehr. Auf geht’s zum schweißtreibenden Marsch hoch zum Buddha. Inzwischen waren es knapp 30°C und ich war nicht der einzige, der ins schwitzen gekommen ist. Aber so schlimm war es dann auch wieder nicht und nach ein paar Minuten war ich oben. Nach ein paar tiefen Schnaufern konnte ich dann auch wieder die Kamera ruhig halten ;)







Kein schlechter Job, den so ein Buddha hat. Den ganzen Tag nur rumsitzen und sich dabei noch von hübschen Mädels anhimmeln lassen.





Auf dem Rückweg konnte ich noch ein paar heilige Kühe bewundern, die sich einen Spaß daraus machten, etwas ängstlichere Besucher zu jagen ;)



Zurück an der Basisstation konnte ich noch etwas Chinesischen Wohnungsbau bewundern.



Und dabei handelt es sich nicht etwa um Batteriehaltung im sozialen Wohnungsbau sondern um eine bevorzugte Wohnlage, wo man durchaus ein Milliönchen anlegen darf, wenn man mehr als 100qm haben will.

Gegen 17:30 h war ich zurück am Flughafen und hatte so gute 31/92 Stunden Zeit die Cathay Lounge zu genießen. Es wurde dann sogar über 4 Stunden daraus, weil der Flieger nach Auckland Verspätung hatte. Na ja, das Essen war ganz lecker und Bier und Wein gab es genug, um die Zeit rum zu kriegen. Im Flieger gab es noch einen Happen zu essen, etwas Schampus und Wein und einen Film, der so spannend war, dass ich ihn schon wieder vergessen habe. Dann hatte ich die nötige Bettschwere erreicht, um ca. 5 oder 6 Stunden pennen zu können. 
Dort wartete ein RAV4 auf mich, mit über 60.000km nicht ganz neu aber er sah noch gut aus und die Reifen schienen in Ordnung.
Zu diesem Zeitpunkt habe ich dann fest gestellt, dass es sicher eine gute Idee war, mit TomTom Neuseeland zu kaufen und aufs iPhone zu laden, dass es aber noch schlauer gewesen wäre, auch die Karten zu laden.
Ich habe mir dann in einem McDoof mittels des freien Wlan die Route auf Google Maps angeschaut (Karten runterladen ging nicht, hätte wahrscheinlich den ganzen Urlaub gedauert ;)).
Leider bin ich wohl gleich am Anfang falsch abgebogen und habe daher locker die dreifache Zeit gebraucht. Irgendwann hatte ich dann aber das „Best Western President“ in Downtown Auckland gefunden. Hm, ich habe schon bessere BWs gesehen. Oder ehrlich gesagt wenig schlechtere. Das Zimmer war zwar groß aber AC gab es nur im Wohnzimmer und auch nur wenn der Stromschlüssel steckte und auch dann kam nur ein laues Lüftchen raus. Zum Ausgleich lagen die Fenster alle nach Norden und Westen -   mit einem Wort, ich hatte eine Sauna gemietet. Na, für 2 Nächte werde ich es wohl überleben.
Nach einem ersten Einkauf von Grundnahrungsmitteln (Bier, Wein, Wasser) bin ich zur Waterfront gelaufen.



iPhone Sunset




Dort hatte ich schon bei der Herfahrt gesehen, dass eine große Party stattfand. Es war nämlich Auckland Day, der Gründungstag von Auckland und zwar der 175ste. Als ich abends dort ankam, war die Fete leider schon zu Ende. Aber ich durfte immerhin einen Aufschlag auf die Restaurantpreise bezahlen (ist hier an Feiertagen üblich). So hatte ich dann doch noch was vom Auckland Day ;)

Nachtisch habe ich mir geschenkt, weil mir beim warten auf die Dessertkarte schon die Augen zu fielen. Trotz tropischer Temperaturen im Zimmer konnte ich dann auch problemlos schlafen.

Rainer

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #21 am: 15. März 2015, 16:45:29 »


Ha - das kenne ich! Und woher kenne ich das? Da rennt immer der Spinner von "DigitalRev TV" herum, der wohnt wohl in Hongkong. Auf alle Fälle kenne ich diese Ansicht. Witzig!

serendipity

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #22 am: 15. März 2015, 19:32:22 »
Hach und wieder hast du Erinnerungen geweckt. Die Seilbahn gab es 1994, glaub ich, noch nicht. Jedenfalls sind wir damals von Kowloon mit der Starferry und anschließend  mit einer Hoverferry nach Lantau gekommen, von dort ging es mit dem öffentlichen Bus nach Tai-O und nachmittags zum Buddha. Tai-O war damals die größte Ansiedlung auf Lantau und bestand aus Pfahlhäusern, die im Wasser standen. Ob es das so heute noch gibt?

Hihi, abfotografiert aus dem noch handgeklebten Fotobuch von 1994:



Und jetzt freue ich mich auf Neuseeland!

DocHoliday

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #23 am: 19. März 2015, 19:55:03 »
Ein Fischerdorf gibt es dort immer noch zu besichtigen, inkl- Bootstouren zu weißen Delfinen, hatte ich nicht genug Zeit für.

Cooles Foto  :)

DocHoliday

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #24 am: 19. März 2015, 19:55:19 »
So, jetzt geht es wirklich los mit Neuseeland:

27.1.15 Auckland

Dank Jetlag war ich relativ früh wach und bin früh morgens zuerst noch einmal Richtung Waterfront spaziert.


Queen Street



Ferry Building (da drin hatte ich am Vorabend gegessen)



Wie schon in Hongkong bin ich zunächst mal einfach drauf los gelaufen ( das heißt, vorher habe ich mir ein nettes Café fürs Frühstück gesucht). Auf der Quay Street wäre ich beinahe Opfer einer Hai-Attacke geworden.





Keine Ahnung, wozu diese Dinger gut waren. Muss wohl Kunst sein ;)





Blick die Victoria Street entlang auf den Sky Tower



Eigentlich wollte ich natürlich da hoch und die Aussicht genießen, habe ich aber im Verlauf des Tages schlicht vergessen ;)

Am oberen Ende der Victoria Street beginnt der Albert Park. Hier habe ich ein bisschen die Sonne, die Farben und ein paar interessante Bäume genossen.




In Auckland wird überall an Soldaten aus den Verschiedensten Kriegen erinnert, hier an den südafrikanischen Krieg (Burenkrieg). Scheinbar haben die Neuseeländer wirklich jeden Krieg mitgemacht, in den England sich gestürzt hat.









Gleich neben dem Park liegt die University of Auckland mit dem hübschen Clock Tower



Ich bin noch ein bisschen über den Campus gelaufen und dann zurück zum Südende des Parks zur Auckland Art Gallery

Die hat mir gut gefallen. Interessante Architektur mit einer gelungen Mischung von historisch und modern sowohl von außen als auch von innen.









Leider war genau die Galerie, die mich am meisten interessierte (eine Sammlung von Maori Portraits) wegen Aufbau einer Sonderausstellung geschlossen. Der Besuch hat sich aber trotzdem gelohnt. Nach einem Kaffee im Museumscafé bin ich zurück zum Hotel und habe etwas die Füße hochgelegt. Dann habe ich mich auf den Weg zu meinem nächsten Programmpunkt gemacht. Nach einem kurzen Blick in Google Maps habe ich beschlossen bei dem schönen Wetter zum Auckland Museum zu laufen. Ich hätte wohl lieber einen längeren Blick werfen und mal auf den Maßstab schauen sollen. Der Weg dorthin zieht sich ganz schön und bergauf geht es außerdem noch ;) Da ich nicht den kürzesten sondern den am einfachsten zu merkenden Weg gelaufen bin, war ich doch knapp 3,5 km unterwegs. So war ich leider erst am Museum als die letzte 'Maori Cultural Performance' schon vorbei war. So hatte ich zumindest genug Zeit für den Rest des Museums. Das ganze liegt mitten in der "Domain", dem größten Park Aucklands.




Die scheinen bei was zugeschaut zu haben, was nur sie gesehen haben.



Ich habe mir vor allem die Ausstellung der Maori-Kultur bzw. allgemein der Kultur der Südseevölker angeschaut. War sehr interessant.

Versammlungshaus







Details von einem großen War Canoe






Und mit solchen Booten sind die damals (vor >800 Jahren quer über den Pazifik geschippert und haben Neuseeland besiedelt.



Ein bisschen was über die Flora, Fauna und Geologie Neuseelands gab es auch noch. Und oben drin war das New Zealand War Memorial, wo an die diversen Kriege erinnert wird, in denen Neuseelands Soldaten für England den Kopf hingehalten haben.



Um 17:00h habe sie mich raus geworfen und ich habe mich auf den Rückweg gemacht. Diesmal auf dem kürzeren Weg quer durch die Domain und später noch mal durch den Albert Park. Danach schmerzten die Füße und die Kehle war trocken, so dass ich einem Pub-Schild, das sich mir in den Weg warf, nicht mehr ausweichen konnte. Statt Aussicht vom Sky Tower gab es Erfrischungen aus dem Zapfhahn ;)
Später habe ich noch irgendwo einen Happen gegessen und ein Gläschen Wein vor dem Fernseher im Hotel genossen. Dann war der Tag relativ früh zu Ende. 12 Stunden Zeitunterschied sind nicht zu verachten .



nordlicht

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #25 am: 20. März 2015, 07:10:14 »
Auch wenn Du schon Auckland bist schwelge ich noch in Deinen Hong Kong Bildern. Eine faszinierende (und leckere) Stadt!

serendipity

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #26 am: 20. März 2015, 19:19:28 »
Auckland sieht aufgeräumt und grün aus, aber irgendwie auch "austauschbar", deshalb gefällt mir besonders die Maori-Ausstellung, denn so etwas bekommt man ja nicht so oft zu sehen - schade, dass es nichts mit den Maori-Porträts geworden ist.

Überhaupt können wir ja froh sein, dass du dem großen Hai nicht zum Opfer gefallen bist, denn sonst hätten wir keine Chance auf weitere Eindrücke aus Neuseeland  ;)

Danke auf für den Hinweis auf Tai-O, ich hatte auch schon danach gegoogelt. Scheint heute etwas bunter und aufgeräumter auszusehen.

DocHoliday

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #27 am: 20. März 2015, 23:27:26 »
28.1.15 Tölpel und Hobbits

Danke Jetlag und nicht funktionierender Klima-Anlage war ich schon um 5:00h wach. Fürs Frühstück im Hotel war es viel zu früh, so dass ich mit nur im Supermarkt nebenan, der um 6:00h aufmachte, einen Kaffee und was zum knabbern geholt habe. Trotz der frühen Stunde war auf den Straßen in die Stadt hinein schon einiges los. Auckland ist halt eine Millionenstadt mit allen dazugehörigen Verkehrsproblemen. Zum Glück konnte ich den Stau von der Gegenfahrbahn bewundern und es sollte in den 5 Wochen Neuseeland auch der einzige bleiben.

Dank frühen Starts war ich auch früh bei meinem ersten Ziel - Muriwai Beach an der Waitakere Coast , der Westküste. Hier sollte es neben einem schönen Strand eine große Tölpelkolonie (Gannets) geben. Vom Parkplatz aus läuft man auf einen ausgedehnten und um diese Zeit recht menschenleeren Strand zu.





Schon mal sehr hübsch!
Laut meines Reiseführers sollte es links hoch zu den Vögeln gehen.  Es führte dort auch ein Weg in die Dünen hoch, dem ich gefolgt bin. Nach ein paar Minuten kam man zu einem ersten Aussichtspunkt, von dem aus man die Brutkolonie sehen konnte. ich bin aber gleich weiter gelaufen bis ich direkt oberhalb der Kolonie war. Toller Anblick:





Alle Nester gleich weit von einander entfernt und wehe ein Vogel drang in die Privatsphäre des anderen ein, Dann wurde es laut und es setzte Schnabelhiebe.


Die weißen und grauen Knäuel sind der Nachwuchs ;)

Anschließend habe ich eine ganze Weile die Flugkünste dieser eleganten Vögel bewundert und natürlich geknipst.









Auch die Landeanflüge fand ich sehenswert.





Dann musste ich mich aber doch mal losreißen, Ich hatte ja an dem Tag noch einiges vor. Noch ein letzter Blick zurück



Dann ging es die Dünen wieder runter mit noch ein paar Ausblicken auf den Strand.





Auf dem Hinweg war ich an einem Parkplatz vorbei gekommen, wo eine kurze Wanderung zu einem sehenswerten Wasserfall starten sollte. Ich wollte aber erst zum Strand runter und mir die Mokoroa Falls auf dem Rückweg ansehen. Entweder hat mich das Navi einen anderen Weg geführt oder ich bin schlicht an dem Parkplatz vorbei gefahren. Auf jeden Fall wurde es nichts mit den ersten Wasserfällen der Reise. Aber es sollten noch genug kommen ;)
Dafür gab es auf dem Weg zum Piha Beach, meinem nächsten Ziel ein paar tolle Aussichtspunkte, von denen man einen Wahnsinnsblick auf Auckland und die Bucht dahinter hatte. Leider waren die Lichtverhältnisse etwas schwierig.



Zum Piha Beach hinunter fährt man eine schmale steile Straße, von der man schon einen schönen Blick auf den Strand und den Lion Rock hat.



Ich bin ein Stündchen am Strand entlang spaziert und habe die Spiegelungen und die friedliche Atmosphäre genossen.





Damit war dann mein kurzer Abstecher zur Waitakere Coast beendet. Jetzt waren erst mal meine Talente als Postbote gefragt. Die Tochter eines meiner Kollegen macht in Neuseeland ihr freiwilliges soziales Jahr (oder das internationale Äquivalent davon) in der Lakewood Lodge, einer Art internationalem Jugendcamp. Ich hatte angeboten, Ihr liebe Grüße, ein paar Briefe und - noch wichtiger - ein Geburtstagsgeschenk zuzustellen. Ich habe die Lodge am Lake Whangape problemlos gefunden, mein Päckchen abgeliefert und noch ein Quätschchen gehalten. Dann ging es weiter nach Südosten bis Matamata. Dort habe ich im Matamata Central Motel eingecheckt. Sehr nettes Motel mit schönen großen, gut eingerichteten Zimmern. Ich habe zunächst nur mein Gepäck dort abgeworfen, denn ich hatte noch ein Date mit Frodo und Bilbo und zwar um 16:00h. Also gleich wieder ins Auto und auf nach 'Hobbiton'. Dabei handelt es sich um das Original Filmset, in dem alle Außenaufnahmen in "Hobbingen" für den Herrn der Ringe und die Hobbit-Filme gedreht wurden. Hier kann man ganz gut den Perfektionismus oder den Wahsinn Peter Jacksons bewundern.  Allein der Eichenbaum, der auf Beutels End steht ist ein gutes Beispiel. Der wurde ein paar Meilen entfernt gefällt, zersägt in nummerierte Einzelteile, die dann in Hobbiton wieder aufgebaut wurde (insgesamt 26 Tonnen Holz). Dann wurde as Taiwan handgefertigte künstliche Blätter eingeflogen und einzeln per Hand an den Ästen befestigt. Und weil die Farbe Jackson zu einheitlich war, mussten sie noch mal abgenommen, einzeln handbemalt und wieder befestigt werde.

Während der Dreharbeiten gab es eine vom Militär überwachte Flugverbotszone über Hobbiton, damit nur ja niemand spionieren konnte. Wahnsinn!
Für "der Hobbit" wurde das ganze dann renoviert und reaktiviert und soll jetzt als Touristenattraktion erhalten bleiben. Es gibt 2stündige geführte Touren, die alle halbe Stunde starten. Und an bestimmten Tagen auch abendliche Dinnertouren. Die gab es sogar an diesem Tag aber es war das einzige Datum in den 2 Wochen davor und danch, anb dem die Dinnertour schon ausgebucht war als ich buchen wollte. Schade, das abendlich beleuchtete Hobbiton hätte bestimmt nette Fotos gegeben.
Aber auch so war es ganz nett. Vom Eingang wird man mit dem Bus über die Anderson Farm zum Filmset gefahren.  Unser Führer hatte die eine oder andere nette4 Anekdote auf Lager und leitete unsere Internationale Gruppe souverän durch die Häuschen und Gärten.







Die Blumen und Pflanzen sind übrigens echt, nur das Gemüse, das dort herum liegt ist aus Plastik.




Beutels End


Links der gefakte Eichenbaum

Auch über die Festwiese kamen wir.



Zum Schluss landeten wir bei der Mühle am Teich und im Green Dragon, wo es ein kostenloses Getränk für jeden Gab. Das Stout war echt lecker! ;)









Danach ging es auf geradem Weg wieder zurück zum Bus und weiter zum Parkplatz. Einen großen Giftshop gibt es dort natürlich auch. Von Plastikhobbits und Orks bis hin zum Ring aus echtem Gold kann man dort alles kaufen was das Herz begehrt (oder auch nicht ;)). Mir hat es gefallen, auch wenn die Tour mit 75$ (50€) nicht gerade ein Schnäppchen war. Für Tolkien-Fans ein Muss.
Zurück in Matamata war ich so kaputt, dass ich mir nur noch ein Sandwich bei Subway geholt habe. Ich bin dann auch bald vor dem Fernseher eingeschlafen.

serendipity

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #28 am: 21. März 2015, 00:10:05 »
Was für ein schöner Tag! Die Brutkolonie ist ja gigantisch und vor allem gut in Szene gesetzt  :beifall:

Dein Besuch in der Heimat von Frodo ist natürlich erste Sahne, man kann sich sowas ja kaum vorstellen und ich finde, es fehlen nur noch ein paar Hobbits auf deinen Bildern - das würde ich auch gerne einmal sehen! Klasse!

Silvia

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Re: Very Down, Very Under - 5 Wochen Neuseeland
« Antwort #29 am: 21. März 2015, 13:14:33 »
Hongkong so als Stopover ist echt in den Fokus gerückt, vllt. klappt es bei nächstem Mal wenn ich irgendwie weiter östlich fliege.
Wunderschöne Eindrücke der ersten Tage in Neuseeland. Tolle Flugbilder der Tölpel!  :beifall: