Tag 8 Montag 10. November 2014am letzten Urlaubstag wollte ich eigentlich ausschlafen, war aber um halb 7 schon wach und habe Kaffee gekocht, draußen wurde es gerade hell. So habe ich mir vom Bett aus den Sonnenaufgang angesehen. Zum Frühstück sind wir in das gleiche Lokal gegangen wie gestern Abend. Weil ich mich nicht entscheiden konnte gab es Spiegeleier mit Bratkartoffeln und French Toast. Das war natürlich viel zuviel und der French Toast kam in einen Doggypack.
Heute war super Wetter, wirklich sehr schade dass wir schon heimfliegen müssen! Uns hat es hier in Clearwater bestens gefallen, so haben wir uns noch in der Umgebung umgeschaut: das Oasis Motel sah ganz nett aus, es gab aber auch ein paar sehr abgewrackte z.B. das Motel gleich neben uns. In der Mandalay Avenue gab es auch noch ein paar nette kleine Motels, also hier war ich definitiv nicht zum letzten Mal.
Den letzten Tag wollten wir noch mal am Strand genießen und haben uns den Honeymoon Island State Park ausgesucht nördlich von Clearwater. Wir sind nicht über den häßlichen Highway 19 gefahren sondern immer der Küste lang auf der 19 ALT. Hier sah alles sehr gepflegt aus, eher kleine Häuschen also nicht so mondän wie teilweise südlich von Clearwater Beach. Besonders der Ort Dunedin hat uns gefallen: am Ortseingang steht eine riesige Schottenfigur.
Der Honeymoon Island SP liegt wie Clearwater Beach auf einer schmalen vorgelagerten Insel. Er kostet 8 $ Eintritt. Man fährt durch einen niedrigen ganz buschig gewachsenen Palmenwald. Wir sind bis zum nördlichsten Parkplatz gefahren, dort waren aber Bauarbeiten am Strand: der Strand der durch einen Sturm teilweise abgebrochen war wurde mit großen Steinen wieder aufgeschüttet, da waren Kräne und lärmende Maschinen im Einsatz, also sind wir ein Stück südlicher gefahren.
wir sind am Strand Richtung Süden entlang spaziert

die Schaukeln haben wir natürlich ausprobiert

auch in diesem Strandabschnitt gab es Stellen wo man sehen konnte dass der Strand abgebrochen war:

Blick vom Strand aus auf die Insel. Die meisten Palmen waren sehr niedrig. Später im Vistorcenter haben wir dann gelesen dass die Insel von einem Sturm völlig verwüstet worden war, die komplette Vegetation hinweggefegt. Damals ist die Insel in zwei Teile zerbrochen. Die Palmen müssen erst wieder nachwachsen.

bis zu diesem Holzhaus sind wir gelaufen, darin war ein Cafe und Andenkenshop.

am Strand vor dem Haus hätte es wieder Liegestühle zu mieten gegeben, wir haben uns einfach daneben auf den Sand gelegt.
irgendetwas besonders fieses muss mich hier gestochen haben. Ich habe die Stiche nämlich erst einen Tag nach unser Ankunft in Deutschland bemerkt, dann haben sie aber extrem gejuckt und es hat über eine Woche gedauert bis die Flecken verschwunden sind. Das ist also der Strand den ich nicht mehr besuchen werde.

Allerdings muss man sagen dass man hier sehr schön Muscheln sammeln kann: es gab zwar nicht sehr viele dafür aber ganz große und gut erhaltene Muscheln.
Als wir eine Weile im Sand gelegen hatten bemerkten wir eine Bewegung neben uns. Eine Krabbe war beim Hausputz

das waren die gleichen Krabben wie im Fort de Soto SP nur war diese hier viel größer.

es waren nur ganz wenige Leute hier. Auch Vögel gab es bis auf ein paar Möwen keine. Das ist der erste Tag an dem wir keinen Pelikan gesehen haben. Das Wasser war sehr aufgewühlt und trüb, ist vielleicht nicht so gut zum Fischen geeignet.

Gegen Mittag sind wir so langsam aufgebrochen. Wir sind noch mal ein Stück bis zum nächsten Ausflugslokal gelaufen und dann zurück zum Parkplatz.

hier sieht man wieder dass der Strand ein Stück abgebrochen ist

auf dem Weg zum Auto ist eine große Landschildkröte am Wegrand gelaufen, die war bestimmt einen halben Meter lang. Leider ist sie ins Gebüsch verschwunden und da es hier Klapperschlangen gibt haben wir sie lieber nicht verfolgt

wir sind dann noch zum Visitorcenter gefahren, witzig diese buschartigen Palmen

am Visitorcenter gab es einen kleinen Nature Trail

der Nature Trail führte tief ins Gebüsch, meine Freundin hatte Angst vor Klapperschlangen, sie wollte nicht mitgehen. Der Pfad ist aber auch nur 100 Meter lang.
Das Gebäude des Visitorcenters war neu, war wohl auch von dem Sturm hinweggefegt worden.
In der Ausstellung habe ich die Schnecken gefunden die gestern in Sarasota am Strand waren:

hier am Oststrand der Insel wo das Visitor Center sthet kann man im Sommer Manatees sehen, jetzt waren keine da

wir haben uns auf die Bank gesetzt und den French Toast vom Frühstück als Lunch verspeist.

dann mußten wir leider fahren

unterwegs trafen wir auf diesen ufoartigen Wasserspeicher

über die Interstate 4 ging es Richtung Orlando, oben im Bild die "Church of all Nations"

als wir uns dem Zentrum Orlandos näherten fing es leider zu regnen an

wir hatten noch Zeit und meine Freundin, die 15 Jahre lang nicht in Florida gewesen war, wollte gern in ein Target shoppen gehen. Das Navi hatte es in den Sonderzielen, es gab mehrere in Orlando, wir haben den ausgesucht der am nächsten zum Flughafen lag.
Oh Mann in USA sollte man wirklich wissen in welche Stadtteile man reinfahren soll und in welche nicht. Das war hier nicht mehr weit von einem Slum weg. Wir haben erst mal die Türen von innen verriegelt. Das Ziel war dann ein großes Einkaufszentrum mit mehreren Geschäften und sah einigermaßen passabel aus. Sprich: wir trauten uns auszusteigen...
Leider hat der Laden wohl sehr an Niveau verloren, ich würde ihn zwischen C&A und Kik einordnen. Ein paar Strümpfe, mehr war nicht zu holen. Im Starbucks nebendran haben wir noch einen Kaffee getrunken und sind dann zum Flughafen gefahren. Die Mietwagenübergabe war völlig unproblematisch, einmal das Kennzeichen gescannt, Quittung ausgedruckt und ausgehändigt, fertig.
Im Flughafen haben wir die restlichen 2 Coors Dosen getrunken, das Wasser blieb neben dem Mülleimer stehen und im Disney Shop wurden die letzten Andenken gekauft.
Wir hatte in der Boing zwei Plätze am Notausgang, also viel Beinfreiheit und diesmal habe ich auch ein paar Stunden geschlafen. Am Vormittag sind wir sicher im kalten und grauen Frankfurt gelandet

aber: nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub, siehe unten
