Ach was, Nele, sowohl an der Nord- als auch an der Ostsee bist du in 6 (+ 1 Std.) Fahrzeit. Wenn verlängertes Wochenende bedeutet, am Donnerstag loszufahren bis Sonntag, dann steht ihr am Donnerstag sehr früh auf und kommt am frühen Nachmittag wo auch immer an. Am Sonntag macht ihr noch vormittags einen Strandspaziergang und seid abends pünktlich zum obligatorischen Tatort wieder daheim.
Von der Entfernung her wäre wohl wirklich Warnemünde oder wenn ihr wirklich viel Ruhe wollt, ein Ort dort in der Nähe gut, vielleicht dann wirklich Richtung Darß oder eben Kühlungsborn. Das ist beides in 6 Stunden geschafft.
Und (nicht ganz so eisenhart wie Andrea es gemacht hat): Mein Vater war absoluter Berlin-Fan. Irgendwann saßen wir, als mein Bruder und ich noch Kinder waren, ich meine, ich war in der 7. Klasse, mein Bruder demnach noch in der Grundschule, am Sonntag am Frühstückstisch. Mein Vater überlegte, wohin er uns nun zum obligatorischen Sonntagsausflug verfrachtet (seine pubertäre Tochter zog ´nen Flunsch) und erzählte etwas vom Hermannsdenkmal. Dann kam er auf die Idee, dass man bei der Entfernung doch gleich mal eben nach Berlin fahren könnte, mal eben nach Dahlem. Er wollte zu den "Italienern", (hm, na ja, ich hatte bei den "Italienern" eher Stracciatellaeis im Kopf, aber er meinte Gemälde in den Dahlemer Museen).
Gesagt, getan, wir alle hatten Pässe und machten uns 5 Stunden lang auf die Transitstrecke, waren in den Dahlemer Museen, am Brandenburger Tor über die Mauer schauen, dann noch auf eine Berliner Weiße bzw. tatsächlich ein Eis am Ku´Damm, auf dem Rückweg auf einem Rastplatz an der Transitstrecke gab es Schnitzel und mitten in der Nacht waren wir wieder daheim.
Diese Aktion ist mir noch heute im Gedächtnis. Und gerade wenn ihr derzeit den Kopf freibekommen müsst, dann sind 2,5 Tage am Meer doch toll - und ihr werdet euch gerne daran erinnern.