Hallo Paula,
Wo ist denn der Parkplatz des Escalante River Trails, auf welche Straße fährt man da? Die Bilder sind vom Highway 12 oder?
Ja, wir befinden uns auf dem HWY 12.
Von Escalante sind es ca. 20km Fahrt Richtung Boulder.
Dann kommt eine Brücke über den Escalante River und gleich links dahinter ist der kleine Parkplatz zum Trailbeginn. Ein Hinweisschild mit Escalante River steht dort auch. Kann man eigentlich nicht übersehen.
So, weiter gehts:
30.10.2013Wir haben uns verschiedene Trails hier ausgeguckt und wissen noch nicht genau, was wir machen heute.
Der Wetterbericht sagt, dass es ein Mix aus Wolken und Sonne geben soll, aber auch Niederschläge sind angekündigt.

Ein Blick nach draußen zeigt uns einen mit schwarzen Wolken bedeckten Himmel. So entscheiden wir uns für einen sicheren und einfachen Trail und zwar zu den Lower Calf Creek Falls.
Wir fahren vom Motel so ca. 35 Minuten zum großen Parkplatz der Calf Creek Recreation Area, zahlen brav die Fee von, ich meine 8 Dollar. Der Trail ist 9km lang hin und zurück.
Der Trail ist mit vielen Steinmännchen gesäumt, was für uns Trottel natürlich wie geschaffen ist. Trotzdem biegen wir einmal an einer Kreuzung falsch ab und müssen plötzlich klettern.
Dann kommt auch schon ein sehr hoher Dryfall, wo ich nicht hinaufkomme.

Hmmm

.... laut Beschreibung soll das doch ein einfacher Trail sein? nee, das ist falsch hier.

Also wieder zurück und an der Abzweigung sehen wir dann auch ein Steinmännchen in die andere Richtung. Naja, 30 Min schon mal mehr auf dem Konto. Ab hier gibt es aber keine Probleme mehr.
Wunderschön führt der Weg durch die herrliche Landschaft:


Immer wieder wunderschöne Ausblicke und Felsformationen. Dieser Trail zieht uns sofort in seinen Bann und wir geniessen beim gemütlichen Tempo den Weg.


Wie ihr seht, hält das Wetter auch und die meiste Zeit scheint die Sonne. Also perfektes Wanderwetter.
Auch hier gibt es eine Brochure mit numerierten Wegpunkten, die alle erklärt sind mit Informationen.
Ich meine, dies ist Punkt 11

Leider haben die Bäume schon fast alle ihre Blätter verloren. Wie schön muss es hier erst sein, wenn die Bäume noch grün sind und die Pflanzen blühen:

Ja und dann erreichen wir die Lower Calf Creek Falls. Ganz ehrlich, beim Anblick dieses Wasserfalles kommen mir als emotionaler Mensch mal wieder die Tränen

, was ein Zeichen dafür ist, dass mir wohl etwas ganz ganz besonders gut gefällt:


Wir fühlen uns wie in einem Paradies und sind natürlich mal wieder die Einzigen hier. Ach, was ist das schön:


Wir machen hier eine lange Pause und sind mal wieder total glücklich an so einem schönen Ort zu sein.
Unser Picknick besteht aus Snickers, Gummibärchen, Barbecue Ships und Cola. Ach, was will man mehr!!

Und ein letztes Foto:

Dann gehts auch schon wieder zurück ohne besondere Vorkommnisse. Ach, doch. Auf dem Weg sind uns so 12 Leute entgegengekommen, die wir natürlich alle mit einem "Hi" einzeln begrüsst haben. Aber das ist ja Tradition bei nicht so überlaufenen Trails in den USA, dass man sich nett grüsst.
Entspannt und stolz kommen wir am Auto an. Für diesen wirklich einfach zu begehbaren Trail haben wir 4 Stunden und 10 Minuten benötigt mit Pausen und einem Umweg.
Am Parkplatz ruhen wir uns noch ein wenig aus und überlegen, was wir machen. Ist ja erst kurz nach 13 Uhr.
Es sind viele Wolken am Himmel, aber wir entscheiden uns noch die Upper Calf Creek Falls zu besuchen.
Dafür fahren wir ein Stückchen weiter Richtung Boulder und biegen dann links ab auf eine Dirt Road, die nach ca. 300 Meter zum Parkplatz führt. In vielen Beschreibungen steht, dass diese Dirt Road in schlechtem Zustand ist und nicht mit normalem PKW zu befahren ist. Das stimmt nicht. Die kurze Strecke ist begradigt gewesen und in perfektem Zustand, also für alle Fahrzeuge und Wohnmobile befahbar.
Am Parkplatz standen auch 2 Wohnmobile.
So, es gibt hier eine Registerbox, wo wir uns eintragen und dann gehts zum Trailanfang und Mike bekommt erst mal ein P wie Panik ins Gesicht. Puh, geht das steil herunter.
Es kommt aber gerade eine sehr alte Dame um die 60 Jahre hinauf und begrüsst uns und erzählt wie schön es da unten ist.
Also, wenn diese Dame da runterkommt, dann schaffen wir das auch.

Es geht wirklich sehr steil herunter, aber der Slickrock ist doch sehr griffig und wir stellen unsere Füsse schräg, damit wir nicht ins Rutschen kommen. Also, der Beginn ist wirklich nicht ohne, aber dann ist es auch nicht mehr so schlimm wie es aussieht. Hier mal ein Foto von wo wir runter sind, aber bei Bildern kann man die Steilheit gar nicht so erkennen:

Sorgen machten wir uns eher ums Wetter, da immer wieder schwarze Wolken am Himmel ihre Bahnen ziehen und ein Regenschauer bei der Steilheit hier wäre nicht ungefährlich..

Nach Slickrock kommen wir dann auf sandigen und felsigen Untergrund und es geht weiter nur runter runter und runter. Puh, mag gar nicht an den Rückweg denken.
Unzählige Steinmännchen weisen uns den Weg, allerdings sind es so viele und manchmal irgendwie auch in verschiedene Richtungen, dass wir doch auch ein wenig verwirrt sind.
Wir laufen aber weiter den Steinmännchen nach und dann wird es plötzlich flacher und die Steinmännchen hören auf. Hmmmm... ach da. Es gibt zwei Viewpoints bei den Upper Calf Creek Falls, der eine oben und der andere unten. Wir haben wohl den obigen Viewpoint erreicht. Eine Sicht auf den Wasserfall haben wir nicht bzw. nicht gefunden. Wir sehen nur eine Abbruchkante, wo wenig Wasser hinunterfliesst:

Die Pools sind hier oben nur wenig gefüllt:

Aber wir wollten ja eigentlich runter zum Fall. Also den Steinmännchen folgend zurück, aber wie gesagt es waren so viele Steinmännchen hier, dass wir völlig die Orientierung verloren haben und letztendlich mehr herumgeirrt sind. Als wir schon aufgeben wollten, treffen wir aber einen Schotten und der zeigt uns wie wir runterkommen.
Bis auf eine knifflige Stelle kurz vorm Viewpoint ist aber alles einfach zu begehen.
Ja, und dann stehen wir bei den Upper Calf Creek Falls, die aber nicht so sehenswert sind wie die Lower.

Wir sehen ein Stück weiter oben noch einen Viewpoint. Hier siehts doch aber ganz gut aus!

Und eine Rundumsicht dieser Location:

Auch hier machen wir eine längere Pause und sammeln neue Kräfte für den Rückweg, den wir dann auch antreten. Hier noch ein Foto mit toller Aussicht:

Der pausenlose Aufstieg ist schon brutal und gerade zum Ende hin kommen wir total aus der Puste und müssen nach wenigen Schritten immer wieder stehenbleiben und Luft holen. Aber auch diesen Aufstieg schaffen wir und erreichen nach 2,5 Stunden wieder das Auto.
Wie gesagt, der Aufstieg ist echt der Hammer, aber so schwierig wie in vielen Berichten oder Beschreibungen ist der Trail nun auch wieder nicht.
Joop, gemütlich eine Rauchen und wir entscheiden dabei noch nach Boulder zu fahren und dort den Hoodoo zu besuchen. Dort angekommen finden wir schnell den Weg, der ja auf Privatbesitz liegen soll. Aber der Besitzer des Landes hat angeblich nichts dagegen den Hoodoo zu besichtigen, wenn man auf dem Trampelpfad bleibt. Wir erkennen den Pfad, aber davor ist ein Zaun, unter den wir hindurchklettern hätten können, aber irgendwie ist uns die Sache nicht ganz mulmig und wir canceln unser Vorhaben.
Wir fahren wieder den atemberaubenden Scenic Byway 12 nach Escalante. Hier ein Viewpoint:

Und zu guterletzt nochmal dieser Viewpoint von gestern:

Joop, ab ins Hotel und um 19 Uhr gehts ab ins Restaurant. Heute esse ich Alaska Salmon mit Reis und Gemüse und Mike nimmt eine Grillplatte und es war mal wieder soooooooo lecker. Note 1+
Nochmal kurz was zur Jahreszeit. Zu unserer Zeit geht die Sonne so 18 Uhr 40 unter, was ja sehr früh ist. Aber durch die vielen Wanderrungen waren wir auch froh so früh im Hotel zu sein. Der kurze Tag hat uns nichts ausgemacht. Zudem sind wir ja meist auch gleich nach Sonnenaufgang losgefahren.
Ja und morgen kommt wieder ein absolutes Highlight unserer Reise, der Big Horn Canyon