Autor Thema: Paula - Mit Standgas durch die Prärie  (Gelesen 258360 mal)

Paula

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #150 am: 22. November 2013, 16:04:57 »
Das waren ein paar schöne Tage im Yellowstone. :thumb:

Die ganzen Pools und Geysire gefallen mir wirklich gut. Vor allem auch die blubbernden Schlammlöcher finde ich faszinierend. Da wird einem dann gleich wieder bewußt, auf was für einem heißen Untergrund wir hier alle sitzen; auch wenn man das bei dem nasskalten Wetter draußen gerade nicht wirklich merkt ;D.

ja wir fanden ihn auch supertoll! Aber es kommen noch ein paaar andere Highlights, es wird uns nicht langweilig werden!
Viele Grüße Paula

Ilona

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #151 am: 22. November 2013, 16:08:47 »
Wann fährst du denn nach Utah zum Chinesen zählen?   :cool2:

Na im April, aber ich will da keine Chinesen zählen :verpiss:.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


soenke

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #152 am: 23. November 2013, 00:20:06 »
 :herz: :herz:

Ach, das ist aber lieb, dass ihr mich vermisst habt!!  :-[

Ich gehörte auch zu denjenigen, die sich am Sulphur Caldron und Mud Volcano fast übergeben hätten.
Allerdings, Paula, haben wir doch unterschiedliche Riechorgane, denn die Sagebrush Pflanzen, die du sehr gerne riechen magst, stinken meiner Meinung doch auch. ???
Paula, ich hoffe du bist mit CK One einverstanden? Das ist mein Lieblingsparfum!! ;) ;D

So, zum heutigen Tage. Wieder wunderbar. Hat mir supi gefallen, besonders auch das Buffallo Bill HC in Cody!

So, bin gespannt, was nach Cody kommt !!

LG Sönke

Paula

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #153 am: 23. November 2013, 08:33:16 »
Sönke mit CK one bin ich einverstanden, das steht bei mir auch im Bad  :)

ich hoffe aber doch dass du uns nicht in den Wagen  :kotz:
ich habe doch Sagebrushzweige in die Lüftungsschlitze gesteckt  :o

so ihr Lieben da ich heute in der Arbeit bin ausnahmsweise am Samstag gibt es auch eien Fortsetzung des Reiseberichts  ;)
Viele Grüße Paula

Paula

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #154 am: 23. November 2013, 08:34:18 »
11. Tag Sonntag 8.9.13 über den Bighorn Canyon nach Greybull

Um 5:40 machte der Zimmernachbar den Fernseher an und sofort war ich wach  >:( Für das Geld dürften die Wände dicker sein! Um 6 Uhr fuhr er weg und es war wieder Ruhe. Als wir gegen 8 Uhr zum Frühstück gehen wollten war der Frühstücksraum im Best Western so überfüllt, dass wir lieber ins Restaurant nebenan gingen und bezahlten (mit 25 % Ermäßigung für Gäste des Best Western).
Ich gab mir die Spezialität des Hauses: sehr leckere Cinnamon Roll French Toast
 
   

und danach meine Haferflocken in Milch für die Gesundheit  :)

Danach haben wir beim Walmart den Wasservorrat aufgestockt und diesmal darauf geachtet Mineralwasser zu kaufen und kein aufbereitetes Wasser (aufbereitetes Wasser war das häufigste was es gab, wer kauft denn so was :gruebel:? da kann ich mir auch Leitungswasser in Flaschen abfüllen)

Dann sind wir zur Old Trail Town gefahren am Ortseingang, es kostete 8 $ Eintritt aber das ist es wert!
Ich habe mir da einfach ein paar alte Baracken vorgestellt wie wir das im Südwesten gehen hatten, aber das hier ist ein richtiges Museum. Der Betreiber arbeitet auch im Buffalo Bill Historical Center und die Häuser hier sind alles Originale die anderswo abgebaut und hier originalgetreu wieder aufgebaut wurden incl. Inventar.

   

   

   

alles war ausführlich beschriftet und so haben wir uns viel länger aufgehalten als geplant.

   

   

              ein Schulzimmer:

   

           das erste Geschäft von Shell/Wyoming, gebaut 1892:

   

etliche Revolverhelden und sonstige bekannte Persönlichkeiten sind hier bestattet worden, bzw. dorthin umgebettet worden

   

das Grabmal von Jim White 1828-1880, einer der ersten weißen Büffeljäger in den Bighorn Mountains. Angeblich hat er 16.000 Büffel erlegt. Ein toller Hecht... :o

Wenn wir alles hätten lesen wollen was da an Zeitungsartikeln etc vorhanden war hätten wir den ganzen Tag gebraucht, auch viele tolle alte Fotos konnte man anschauen. Der Besuch hier lohnt sich wirklich. Unser Zeitplan war damit für heute zwar ziemlich eng geworden aber egal, es war klasse hier.

Dann gings zum Bighorn Canyon. Das Navi kannte nur den Weg zum Visitorcenter aber danach ging es nur noch geradeaus.

   

Am ersten Haltepunkt, dem Horseshoe Bend, hätte man baden können, es war heiß und sonnig und das Wasser war warm! Wenn wir früher dort gewesen wären, wären wir bestimmt eine Runde schwimmen gegangen.   

   

   

Dort ist ein Campingplatz, Duschen sind also vorhanden, so haben wir nur das stille Örtchen aufgesucht und sind weitergefahren zum Devil Canyon Overlook:

   

Leider sind auf einmal Wolken aufgezogen und es wurde etwas windig. Auf der Weiterfahrt zu Barry's Landing sind uns diese jungen Bighorn Sheep über die Straße gelaufen:

   

   

Viewpoint Barry's Landing, hier ließ gerade jemand sein Boot ins Wasser, leider war es jetzt richtig grau am Himmel

   

   

Auf dem gleichen Weg ging es zurück und kaum waren wir wieder auf dem  Highway 14 A fing es zu regnen an. Und der Regen wurde immer stärker, es schüttete wie aus Kübeln und dazu ging es jetzt auch noch den Berg hoch und außerdem waren wir beide sehr müde.  :( Am Abzweig zum Medicine Wheel sind wir vorbei gefahren, bei dem Wetter wollten wir beide nicht aussteigen. Und irgendwann haben wir an einem Aussichtspunkt angehalten (gesehen hat man vor Regen und Nebel gar nix), den Motor ausgemacht und eine halbe Stunde im Auto geschlafen.
Josef wurde gar nicht mehr richtig wach, also bin ich weitergefahren. Nach der Burgess Junction wurde der Regen zum Glück weniger und als wir zu den Shell Falls kamen hat es nur noch getröpfelt.

Bei den Shell Falls konnten wir nun Shutdown üben: das Visitorcenter war geschlossen (okay nach dem Labor Day ist Nachsaison, das könnte ich ja verstehen), es war aber auch der Parkplatz mit einer Schranke versperrt, wozu soll das gut sein? Wir konnten gerade so eben am Strassenrand halten, ein Reisebus fand keinen Platz und ist dann eben weitergefahren.
Zum Glück war der Rundweg selber zugänglich, die Schlucht war schon sehr beeindruckend:

   

   

der Wasserfall ist auch ganz nett

   

   

Auf der Weiterfahrt gab es immer wieder tolle Einblicke in den Canyon. Bei Dirty Annies am HW 14 machten wir Kaffeepause (den Laden habe ich im Internet entdeckt: http://www.dirtyannies.com/  ein witziger Laden, der lauter Krimskrams verkauft, nix was man wirklich braucht)  und unterhielten uns mit der netten Kellnerin, außer uns war nur noch ein weiterer Gast im Laden, sie hatte keinen Streß  :), sie erzählte uns dass der Frühling stark verregnet war aber ab Juni war es heiß und trocken. Heute war der erste Tag Regen seit ewig, und den mußten ausgerechnet wir erwischen  >:(
Devils Garden, das wir eventuell am Abend noch besuchen wollten, kannte sie und meinte dass man da nicht hingehen kann bei Regen, das haben wir uns eh schon gedacht dass die Dirt Road nicht passierbar ist bei dem Wetter.

   

Bis nach Greybull war es nicht mehr weit, es hatte aufgehört zu regnen. Am Ortsschild stand dass Greybull 1863 Einwohner hat, ein kleines Örtchen (für Wyominger Verhältnisse eher mittelgroß). Der Ort hat uns auf Anhieb gefallen, er besteht eigentlich nur aus einer L-förmigen Hauptstrasse, am Ende dieses L steht das Greybull Motel -laut Tripadvisor das erste Haus am Platz- hier haben wir nach einem Zimmer gefragt und prompt war eins frei  :)
Ich hatte im historischen Greybull Hotel per Internet nach einem Zimmer gesucht, da gab es aber nur noch Zimmer mit Bad und WC auf dem Flur, der Rest war ausgebucht. Sonst hätte es noch ein Motel gegeben und das wars dann...
Das Motel war sehr gepflegt, ganz toll mit Petunien geschmückt und die Besitzer machten einen sehr netten Eindruck. Was ich für den Frühstücksraum neben der Lobby gehalten hatte war aber ihr Wohnzimmer, Frühstück gibt es aber keinen Frühstücksraum!
Wir bekamen das angeblich ruhigste Zimmer hier:

   
           es gab nur Queensize Betten, 87,74$ incl. Tax

   
          Kaffeemaschine fehlte

   
            Das Bad war ganz neu renoviert

Was man auf den Bildern nicht sieht ist die Klimaanlage an der Decke über dem Bett. Im Zimmer war es kühl und ausschalten hat nicht funktioniert, also noch mal an die Rezeption: man muß die Schraube in der Mitte zudrehen, zurück ins Zimmer, ausprobiert, ging nicht, also noch mal zur Rezeption. Die Besitzerin ging mit uns ins Zimmer, ah das hier ist das einzige Zimmer wo man die Schraube andersrum drehen muss, ganz abstellen kann man die Klimaanlage aber nicht, sie springt so alle paar Minuten an. Das sei aber kein Problem, wenn es uns zu kühl ist, sollen wir einfach die Heizung anmachen (die seht ihr rechts am Boden  neben dem Bett)  :raetsel:
was für eine Energieverschwendung! War uns aber egal, frieren kommt nicht in Frage also machten wir die Heizung an, das funktionierte tadellos, das Zimmer wurde schön warm (ich hoffe doch dass die zentrale Klimaanlage im Winter abgestellt wird...)

Wlan funktionierte prima, wir suchten uns ein Restaurant und entschieden uns für Lisas Cuisine am anderen Ortsende. Auf dem Weg dorthin war es schon dunkel, wir sind die Straße langs gebummelt und haben uns die Schaufenster angesehen, Nippes und Trödelläden waren stark vertreten, ein paar leerstehende Gebäude gab es auch und einen ganz tollen Westernladen, der ist schon mal für morgen früh gebongt, ich wollte doch Westernstiefel kaufen!  Am witzigsten war aber das Geschäft des Taxidermist (auf deutsch: Tierpräparator), da standen lauter ausgestopfte Tiere drin, auch große wie ein Bighorn Sheep.

Lisas Cuisine war ein super Tipp, ein gemütliches Restaurant das uns erstklassige Rindermedaillons servierte und das empfohlene "Alaska Amber" Bier hat uns auch gemundet.

Zurück im Zimmer war es wieder kühl also haben wir über Nacht die Heizung angemacht und mit einem Gläschen Rotwein als Schlummerdrunk sind wir schnell eingeschlafen  ;)


unsere Route heute:



C: Shell Falls
D: Greybull
Viele Grüße Paula

Horst

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #155 am: 23. November 2013, 11:23:45 »
Hi Paula,

das mit dem Regen war natürlich Pech.
Hätte gerne mal einen Bericht über Devils Kitchen gelesen, denn das kenne ich bisher nur von Bildern aus dem Internet und einem USA-Reiseführer.
Oder wart Ihr da dann auch am nächsten Morgen?  ;)
Ich bin mit dem, was Du sagst, nicht einverstanden, aber ich werde bis zum Tod Dein Recht verteidigen, es zu sagen. Voltaire.

Paula

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #156 am: 23. November 2013, 11:29:20 »
Hätte gerne mal einen Bericht über Devils Kitchen gelesen, denn das kenne ich bisher nur von Bildern aus dem Internet und einem USA-Reiseführer.
Oder wart Ihr da dann auch am nächsten Morgen?  ;)

na logisch waren wir da  ^-^

die Fortsetzung gibts am Montag, freu dich schon mal auf bunte Bilder  ;)
Viele Grüße Paula

Horst

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #157 am: 23. November 2013, 11:30:24 »
Hätte gerne mal einen Bericht über Devils Kitchen gelesen, denn das kenne ich bisher nur von Bildern aus dem Internet und einem USA-Reiseführer.
Oder wart Ihr da dann auch am nächsten Morgen?  ;)

na logisch waren wir da  ^-^

die Fortsetzung gibts am Montag, freu dich schon mal auf bunte Bilder  ;)
:happy2: ;)
Ich bin mit dem, was Du sagst, nicht einverstanden, aber ich werde bis zum Tod Dein Recht verteidigen, es zu sagen. Voltaire.

Susan

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #158 am: 23. November 2013, 12:00:34 »
Hi,

das waren jetzt alles Ziele, die wir damals leider nicht mehr in unserer Route unterbringen konnten. Danke für die Eindrücke.  8) Auf Devils Kitchen bin ich jetzt auch gespannt
Liebe Grüße
Susan


Ilona

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #159 am: 23. November 2013, 14:46:06 »
Das sei aber kein Problem, wenn es uns zu kühl ist, sollen wir einfach die Heizung anmachen (die seht ihr rechts am Boden  neben dem Bett)  :raetsel:
was für eine Energieverschwendung!

Ohne Worte!!! Tssss - das ist genauso wie der Wannenauslauf, der volle Kanne Wasser ins Nirvana rauschen lässt, obwohl man eigentlich nur duschen möchte.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Paula

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #160 am: 23. November 2013, 16:07:09 »
Das sei aber kein Problem, wenn es uns zu kühl ist, sollen wir einfach die Heizung anmachen (die seht ihr rechts am Boden  neben dem Bett)  :raetsel:
was für eine Energieverschwendung!

Ohne Worte!!! Tssss - das ist genauso wie der Wannenauslauf, der volle Kanne Wasser ins Nirvana rauschen lässt, obwohl man eigentlich nur duschen möchte.

ja mit Duscharmaturen haben wir auch öfter gekämpft  :)
da war ich ehrlich gesagt froh wenn ich es ohne Probleme bewerkstelligen konnte dass aus dem Duschkopf Wasser kommt. Aber es war bei uns auch so dass oft gleichzeitig Wasser aus dem Hahn für die Badewanne lief.
Viele Grüße Paula

soenke

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #161 am: 24. November 2013, 09:29:29 »
Hallo Paula,
Zitat
ch hoffe aber doch dass du uns nicht in den Wagen  :kotz:
ich habe doch Sagebrushzweige in die Lüftungsschlitze gesteckt

Puh, da bin ich aber beruhigt. Ich dachte schon, der Gestank kommt von unseren Mitfahrern, die sich tagelang nicht geduscht haben. ;D

Zitat
Um 5:40 machte der Zimmernachbar den Fernseher an und sofort war ich wach  >:( Für das Geld dürften die Wände dicker sein! Um 6 Uhr fuhr er weg und es war wieder Ruhe.

 ;D Das hätte ich gewesen sein können. :-[ Ich mache auch immer so früh den Fernseher an, allerdings dann Weather Channel wg. der Vorhersage.



Dieses Bild finde ich sehr gelungen. Da kommt bei mir so richtig Wilder Westen Feeling auf. :)

Am Devil Overlook und bei den Shell Falls hat es mir auch super gefallen. Sehr schön !

LG Sönke

Paula

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #162 am: 24. November 2013, 17:09:07 »

Zitat
Um 5:40 machte der Zimmernachbar den Fernseher an und sofort war ich wach  >:( Für das Geld dürften die Wände dicker sein! Um 6 Uhr fuhr er weg und es war wieder Ruhe.

 ;D Das hätte ich gewesen sein können. :-[ Ich mache auch immer so früh den Fernseher an, allerdings dann Weather Channel wg. der Vorhersage.


Sönke das ist perfekt, die Wettervorhersagen zu checken haben wir nämlich versemmelt. Du bist hiermit zum Wetterbeauftragten unserer Reisegruppe ernannt  :thumb:
Viele Grüße Paula

Paula

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #163 am: 25. November 2013, 08:39:39 »
12. Tag Montag 9.9.13 Badlands, Boots und wilder Westen oder: What a wonderful day!   :happy2:

Für den heutigen Tag möchte ich mich bei Sönke und Fritz Zehrer bedanken.  :danke:
Ihre Reiseberichte haben mich dazu gebracht diese Gegend näher zu erkunden. Es sollte nach dem Yellowstone der schönste Tag des Urlaubs werden!

Auch der perfekte Urlaubstag beginnt damit dass um halb sieben der Wecker rappelt, Josef schläft weiter (wie schaffen es Männer eigentlich das Weckergeklingel im Schlaf auszublenden?). Ich habe totz der zeitweise lärmenden Klimaanlage wunderbar geschlafen (warm genug war es dank der Heizung ja auch) und ging schon mal duschen, danach war Josef auch wach.
Weil es im Motel keinen Fühstücksraum gab gingen wir wieder auswärts frühstücken. Wir wunderten uns dass es noch so dunkel war, es wird jetzt wohl jeden Tag später hell, es war gerade mal dämmrig. Beim historischen Greybul Hotel war noch geschlossen obwohl es ab 7 Uhr Frühstück geben soll. Wie kann das sein es war doch halb 8? Ein Blick auf die Uhr offenbarte die Wahrheit, es war erst halb 7! Josef hatte keine Ahnung wie das passiert ist, er hat an der Weckerapp nix geändert, egal. Jedenfalls verstanden wir jetzt warum es noch nicht richtig hell war.
Es gab noch ein anderes Frühstückslokal, die machen schon um 6 Uhr auf, wir waren die ersten Gäste:

   

Es schaute aus wie aus den 50er Jahren, da ist die Zeit stehengeblieben. Irgendwie kommt das auf dem Bild nicht so rüber, wir haben jeden Moment erwartet dass James Dean um die Ecke kommt...

Es gab ein Omlett mit Schinken und Hashbrowns  :happy:

   

Als wir mit dem Frühstück fertig waren wurde es draußen endlich hell. Der Ort hat uns gestern Abend schon gut gefallen und weil wir ja eine Stunde gewonnen haben machten wir nun einen ausgedehnten Fotospaziergang durch Greybull. Auf der anderen Straßenseite gab es einen Westernladen, er war noch geschlossen aber da werden wir nachher nach Westernboots suchen. Um 9 Uhr macht das Geschäft auf, da haben wir noch viel Zeit.

   

Einige Läden standen leer wie dieser auf dem nächsten Foto (das Schaufenster ist mit witzigen Figuren dekoriert die auch schon antik aussahen), der Ort wirkte etwas verschlafen und hatte seine besten Zeiten wahrscheinlich schon hinter sich.

   

Es gibt hier sogar ein Museum mit einem alten Eisenbahnwagon im Garten

   

vor dem Museum

   

wenn unser Tag nicht so vollgeplant wäre hätte ich mir das gerne angesehen.

   

    am Highway 14/ Greybull Avenue. Im Hintergrund das historische Greybull Hotel
   
   
                                    Greybull Hotel

   
                  Gedenkstätte für Soldaten (?) am Highway 14

   
             auf der anderen Straßenseite, die Architektur ist typisch für Bauten um 1900

   
   die alten Häuser waren genau nach meinem Geschmack. Und wie schön es in der Sonne leuchtet, herrlich!  ^-^

   
hier endete die Straße, der Blumenschmuck soll einen Bullen darstellen. Dahinter liegt eine Eisenbahntrasse und man sah alte Industriebauten, ich wollte schon immer mal wie die Bechers fotografieren  ;)

   

hier sah es aus wie vor hundert Jahren, erinnerte mich stark an die Serie "Die Waltons" (kennt das noch jemand von euch?)

   

und dann kamen wir näher, da ist ja ein Gemälde an der Wand!

   
               ist das ein indianischer Büffelgott?

   

ich stand vor dem Bau, die Sonne beleuchtet die Gemälde und mir ging das Herz auf!  :herz:  :herz:

   

Mein Freund war auch völlig begeistert, so tolle Motive, das geniale Licht, das ist besser als Becher!

   

   

das angrenzende Wohngebiet, es war nicht immer klar ob die Häuser bewohnt sind oder leer stehen

   

   

   

   

dann waren wir wieder an unserem Motel angelangt:

   

Von unserer morgendlichen Runde restlos begeistert haben wir uns in der Lobby einen Kaffee und einen Muffin geholt (selbst gebacken und absolut köstlich). Viele Gäste saßen vor den Zimmern, es gab etliche Tische so daß man draußen frühstücken konnte.
Nach dem Auschecken sind wir erstmal zum Shoppen gegangen in den Probst Western Store und da stehen sie die Objekte der Begierde:  ^-^

   

tatsächlich fanden sich zwei Paar Stiefel für meine großen Füße und das schönere Paar wanderte in die Tüte  :happy2:

Über die Diskussion wie man diese Stiefel trägt sind wir ins Gespräch gekommen mit dem Besitzer: Herr Probst führt den Laden in dritter Generation, sein deutscher Großvater ist 1915 aus dem Elsaß in die USA ausgewandert, deutsch kann er aber nicht mehr. Der Laden war total klasse mit hoher Stuckdecke, ausgestopften Tieren und Bärenfellen, es gab sogar etliche Sättel zur Auswahl, Jeans, karierte Hemden, alles was der Cowboy so braucht.

Wir haben und dann drauf geeinigt dass ein deutsches Cowgirl die Stiefel auch über der Hose tragen darf  ;)

Beim Auschecken hat uns die nette Besitzerin gefragt was wir denn heute unternehmen wollen. Auf die Antwort dass wir zu Devil's Kitchen wollen hat sie uns ein Infoblatt dazu gegeben. Darauf steht eine dreiseitige englische Erklärung der Gesteinsformationen. Ich habe den Text nicht im Internet gefunden. Wer eine Kopie möchte kann mir eine PN schicken. Es ist aber nur für Spezialisten interessant.
Um zu diesem kleinen Badland zu gelangen fährt man zunächst den Highway 14 in Richtung Shell (also in die Richtung aus der wir gestern gekommen sind). Nach ein paar Meilen biegt man links in die Davies Rd (es steht ein braunes Hinweisschild am Highway), diese Dirtroad fährt man bis zum Ende (circa 1 km) und biegt dann links in die Co Ln 33 (da steht wieder ein Schild), fährt ein paar Meilen bis wieder ein Schild auf den kurzen Zufahrtsweg zu Devil's Kitchen verweist:

   

hier gibt es auch eine Karte: http://www.greybull.com/maptodevilskitchen.htm
hier sollen öfter große Laster fahren, darum das Stoppschild. Nach etwa 200 Meter hat man Devil's Kitchen erreicht, man kann sein Auto einfach da stehen lassen:

   

Wir standen also da oben und haben uns an dem Blick ergötzt. Im Internet habe ich nur einen Artikel dazu gefunden, angeblich gibt es rechts einen Weg auf dem man leicht hinunter gelangt. Ganz am Ende wenn man an der Kante auf der rechten Seite entlang sieht ahnt man (im Bild in der oberen linken Bildecke) eine Zugang. Einen anderen Weg konnten wir nicht erkennen. Wir sind also etwa 10-15 Minuten am Rim entlang gegangen, das war einfach, denn dort gibt es ATV Fahrspuren, man gelangt über solch einen Fahrweg in den Kessel hinein. Auch unten im Gelände waren überall Fahrspuren, es war einfach dort lang zu gehen.

   

Es war knallbunt da unten auch wenn es auf den Bildern nicht ganz raus kommt da leider ein paar Wolken aufzogen

   

   

Laut dem geologischen Infoblatt besteht das Gelände aus der sogenannten Cloverly Formation, einer Mischung aus Sandstein, Bentonite (der in der Nähe industriell abgebaut wird), Vulkanasche und Schlammstein (das Gebiet war vor Millionen Jahren ein tropischer Sumpf). Man hat auch Dinosaurierknochen gefunden. Sowohl die rote als auch die grüne Farbe resultieren aus Eiseneinlagerungen.

   

   

und das ganze erodiert nun in den wunderlichsten Formen und Farben zur Freude der Touristen und Fotografen  :)

   

es hat wirklich einen riesigen Spaß gemacht hier, wir waren insgesamt etwa 2 Stunden unterwegs bis wir wieder am Auto waren. Als wir wieder oben waren standen noch zwei Autos am Rim. Wie typische Amis sind sie kurz ausgestiegen haben ein paar Fotos von oben gemacht und waren wieder verschwunden. Darum also meinte die Motelbesitzerin dass man für diesen Ausflug nur 30 Minuten braucht!

Nochmal ein Blick von oben mehr nach links

   

auf der linken Seite waren wir nicht, die Ecke lag morgens im Schatten. Auf dem gleichen Weg sind wir nach Greybull zurück gefahren.

   
                  Pronghorns am Highway

Weil ich am Nachmittag noch mal ein paar hundert Fotos gemacht habe gibt es den Rest im zweiten Teil.
Erholt eure Augen bis dahin, es wird nochmal bunt  :)
Viele Grüße Paula

Andrea

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Re: Paula - Mit Standgas durch die Prärie
« Antwort #164 am: 25. November 2013, 09:30:27 »
Das war schon mal ein toller Start in den Tag! Und bunte Felsen finde ich sowieso klasse  :) :) :)
Liebe Grüße, Andrea



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