Na einfach, weil ich zu viel Angst vor allem Möglichen hätte. Da geht es mir wohl nicht alleine so... 
Wir hatten neulich einen großen grünen Heuhüpfer im Schlafzimmer. Der brachte mich ja schon um den Schlaf!
Da mein Mann schlief wie ein Stein und ich ihn nicht wecken wollte, hat es eine ganze Zeit lang gedauert, bis ich endlich ein Gefäß über das grüne Tier stülpen konnte.... 

okay, da bin ich anscheinend von jahrelangen Schwedentouren abgehärtet. Da schlafe ich oft im offenen Windschutz oder unter dem Tarp.

Ich weiß noch wie ich einmal von einer Maus geweckt wurde die über meine Mütze lief, aber mit einem kurzen Kopfschütteln war die Sache erledigt.
so heute geht's auch wieder weiter....
30.08. FreitagIch weiß nicht, wer mich zuerst weckte. Die Vögel, die wie verrückt über mir keiften und zeterten oder meine Nachbarn beim Versuch das Auto zu starten.

Als endlich wieder Ruhe einkehrte war bei mir an Schlaf nicht mehr zu denken, also bin ich auf und hab dafür einen schönen Sonnenaufgang.
David entschuldigt sich noch wortreich bei mir, das sie mich geweckt hätten. Ich mache Frühstück außerhalb des Baumes. Mein Zelt sieht aus, als wäre es in eine Blaubeerschlacht geraten. Müssen die Mistviecher genau bei mir draufsch....?

Bald darauf bin ich unterwegs. Stop am Low Level Nature Park und eine 1,5 km langen Spaziergang am Fluß entlang.....
... mit dem Ziel der heißen Quellen.
Mmmmh herrlich, ich genieße das warme Wasser und es dauert etwas bis ich mich aufraffen kann wieder aufzubrechen.
Auf dem Rückweg sind auch die Vögel inzwischen sehr munter, kleine Schwalben, die wahre Kunstflug-Spezialisten sind und Bienenfresser.
Um 10 bin ich am Auto, in der Stadt kurz für einen Eiskaffee halten - bin ich inzwischen süchtig? Noch im Schatten ein zweites Frühstück und dann geht's auf dem Highway Richtung Norden. Tankstop in Pine Creek, wo ich auch diese Trappe entdecke ....
.... und weiter in den Kakadu Nationalpark.
Stop am Ikoymarrwa Lookout.
Der Gungurul-Lookout verlockt mich nicht, also weiter bis Mardugal. Am Campground das Zelt aufbauen, dann nach Cooinda und die Bootstour für morgen früh buchen. Spontan nehme ich dann auch noch die für den Abend dazu. Eine Tour kostet 90,- $ und die zweite nur 25$ mehr, also was soll's.
Zurück zum Zelt und späte Mittagspause, dann frühzeitig wieder nach Cooinda und in der kühlen Halle Reisebericht schreiben und warten. Mit dem Shuttlebus geht's zum Bootsanleger. Die Touris werden auf zwei Boote aufgeteilt und wir bekommen Murray.
Schnell bekommen wir die ersten Vögel zu Gesicht, hier einen Forest Kingfisher.
Kaum ein paar 100 m gefahren sehen wir wie ein Seeadler auf einem Baum landet.
Näher ran sehen wir das er eine Schildkröte in den Fängen hat.
Adler sehen wir oft, dann auch natürlich Krokodile. Hier leben die gefährlichen Salties - also wäre es keine gute Idee zu schwimmen oder den Arm aus dem Boot hängen zu lassen! Ein Männchen (ca. 5-6 m) hat mehrere Weibchen hier in diesem Gebiet.
Wir fahren den Fluß entlang .....
... mit vielen Vögeln...
Whistling Ducks
Jacana
Masked Lapwing
... und dann in die Floodplains.
... und auch hier eine reiche "Ausbeute" an Motiven
Die Jacana haben Junge. Flauschige kleine Wollknäuel.
Gemächlich geht es weiter mit einem Spoonbill und Jabiru...
Auch Gänse (Magpie Goose) findet man...
... und ich musste so lachen als ich die hier sah.
Langsam geht die Sonne unter...
... und wir machen uns auf den Rückweg.
Auf unserem Boot ist es völlig ruhig und alle genießen schweigend den Sonnenuntergang - Glück gehabt!
Dann zurück zum Camp - Abendessen gibt's im Auto wegen der Mosiktos und dann im Zelt lesen. Der Wecker ist für morgen um 5:40 Uhr gestellt. Meine Nachbarn halten mich noch länger wach, da sie irgendwann die weißen Spinnen entdecken, die nachts funkeln.