Cathedral Valley bekommt noch einen letzten Blick vom Dugway aus zugeworfen, dann geht es wieder zur Kreuzung der Road über die Berge bzw. der Hartnet Road, für die wir uns entschieden haben.
Hartnet Road zeigt sich in recht gutem Zustand. Mal sehen, ob das so bleibt? Jedenfalls stoppen wir kurz am South Desert View Point, an dem man die Sedimente, welche exakt denen im Cathedral Valley entsprechen, einmal aus höherer Perspektive betrachten kann.

Ein Stück weiter entdecken wir einen Hoodoo und es beginnt so langsam feucht zu werden. Hier zog offensichtlich ein Gewitter durch.

Hartnet Draw führt Wasser und da die Road den Draw des öfteren kreuzt bzw. abschnittsweile direkt im Wash verläuft. fahren wir immer wieder im Wasser. Das wird auch auf den kommenden 7 Meilen nicht anders werden.

Erst als wir uns der Bentonite-(Clay-) Hügelkette nähern, die zwischen The Hartnet und den Blue Flats liegt, verlassen wir den Draw. Hier weiter im Süden ist es dann auch wieder trocken, das Regenband kam hier nicht durch. Einige Blicke auf die Painted Desert der Hills und die Flanke der Waterpocket Fold bzw. dem Capitol Reef ergeben sich vom Rand der Road:


Wir erinnern uns daran, dass es zwischen Hartnet Road und der Caineville Wash Road eine Verbindung geben soll, Ja klar, es gibt die Verbindung durchs Cathedral Valley, aber die meinen wir nicht. Da soll noch eine sein, viel weiter im Süden in Richtung Fremont River bzw. der UT 24. Diese Strecke wollen wir mal unter die Reifen nehmen. Man weiss nie, ob mal solche Kenntnisse nicht mal brauchen kann.
Tatsächlich findet sich der Anschluss zu dieser Verbindung noch nördlich der Blue Flats. Als Road kann man die Spur kaum bezeichnen, eher als Trail. Der zeigt sich dann abschnittsweise recht rauh, bespasst uns mit einigen Stufen, die zu überwinden sind. Mit dem Jeep Wrangler kein wirkliches Problem, mit einem normalen SUV müsste man halt entsprechend langsamer und vorsichtiger unterwegs sein, käme aber auch durch.
Im Nachhinein nennen wir den Trail, für den wir keinen offiziellen Namen finden,
Halfway Trail. Wer am Fremont River umkehrt, weil dieser zu viel Wasser führt oder ihm die Traute fehlt, spart damit nämlich die Hälfte des Weges, wenn er über die Caineville Wash Road herausfahren möchte.

Lang ist Halfway Trail nicht, nach nur 5 Meilen erreichen wir die Caineville Wash Road. Zwischendurch gibts Blicke aufs North Caineville Reef und die Factory Butte, die sich gegen den dunklen Himmel - immer noch Thunderstorm! - fast gespenstisch abheben. Ganz im gegensatz zu ihren oft eher dunklen Erscheinungsbild bei sonnigem Wetter. Ein Stück Regenbogen gibts als Dreingabe kurz vor der
Caineville Wash Road.


(In diesem Jahr haben wir einen weiteren Trail zwischen den beiden Roads entdeckt, der nochmals wesentlich kürzer und landschaftlich ausgesprochen beeindruckend ist. Diese Verbindung ist allerdings nicht für Jedermann. Ein grosses SUV geht kaum durch, der Fahrer sollte keine Höhenangst haben.)
Auch hier ist es zum Glück trocken. Nässe braucht man im Clay nicht und über den müssen wir ja noch zur UT 24 runter. Inzwischen bricht der Abend an. Vor 8 p.m. werden wir kaum auf Teer sein, allerdings sind im Juli die Tage lang. Wir fahren an den farbigen Hills Der Wood Bench entlang, bekommen noch ein Regenbogenfragment vor die Linse.


Dann bricht plötzlich abendlicher Sonnenschein herein, lässt die Landschaft aufleuchten. Zumindestens in einiger Distanz - wir sind noch unter Wolken.


Das Spiel aus Sonne und Wolken ergibt eine eindrucksvolle Stimmung, die wir mit ein paar Photos einzufangen versuchen:


(Hier versteckt sich noch ein interessanter Trail)

Kaum 100 Meter vor der UT 24 erleben wir noch diese Situation....

....und auf Teer werden wir zum Abschluss des erlebnisreichen Tags noch mit diesem Bild belohnt:

Noch gute 2 Stunden bis Moab!
(Ende)
Gruss
Rolf