19.09.24 – FunchalViel Nachtruhe hatten wir in dem Gebäude nicht, da die Hauptstraße auf Höhe des Balkons ist und vor allem Motorradfahrer auf dem Streckenabschnitt gerne Vollgas geben.
Wir hatten nur Frühstück gebucht und bei den vielen Treppen war der Frühsport inklusive. Davon abgesehen, war dies das einfachste Büffet, das uns die letzten Jahre in einem europäischen Hotel geboten wurde. Man konnte nicht zunehmen

.
An dem Tag stand die Besichtigung von Funchal auf dem Plan. Es ist kaum zu glauben, doch die Inselhauptstadt hat über 105000 Einwohner.

Wir fuhren in die Altstadt und parkten in der Tiefgarage des Einkaufszentrums Plaza Madeira, das nicht weit von der Fußgängerzone entfernt ist.

Dort befindet sich die Blandy’s Wine Logde. Hier produziert die englische Familie Blandy seit 1811 edle Madeiraweine.

Das ist die Kathedrale von Funchal, die außen wie innen ziemlich schlicht gehalten ist und voller Besucher war.

Da beeindruckt die College-Kirche São João Evangelista samt Turmbesteigung mehr.


Die Markthalle von Funchal ist mit den hübsch drapierten, exotischen Früchten eine Augenweide,

nur der Schwarze Degenfisch ist furchteinflößend.

Links unten im Bild sind Ananas-Bananen. Die Frucht, die tatsächlich nach Banane schmeckt, ist nur im reifen Zustand essbar und sonst giftig. Alles im Mercado dos Lavradores angebotene ist hochpreisig, denn die Händler haben sich auf die Urlauber eingestellt. Es gibt auch viele Stände, an denen Setzlinge und Samen einheimischer Pflanzen verkauft werden. In den engen Gängen war aber dichtes Gedränge und man konnte nicht fotografieren.
Unterhalb der Markthalle in Camara de Lobos werden die Straßen schmäler. Im einstigen Fischer- und Handwerksviertel sind die Türen kunstvoll bemalt.

In der Gasse stehen Anwerber vor den meist günstigen Restaurants und auch wir wurden langsam hungrig.
Nahe der Talstation befindet sich das Restaurant RealmaR. Das Restaurant war nicht nur sehr gut von vor allem Einheimischen besucht, sondern mittendrin befindet sich ein Pfeiler der Seilbahn. Wir fanden noch einen Tisch und wurden freundlich vom Chef persönlich bedient. Natürlich wählten wir den Degenfisch, der auf dem Teller nicht mehr furchteinflößend aussieht.

Der Espada, wie er bei den Einheimischen heißt, wurde mit Knoblauch-Pommes und Gemüse serviert und war sowas von lecker zubereitet.
Gesättigt und zufrieden schlenderten wir der Promenade entlang und probierten unterwegs einen Poncha.

Das traditionelle Getränk besteht aus Zitronensaft, Zuckerrohrschnaps und Honig und wird mit Maracuja- oder Orangensaft gepimpt. Es gibt große Unterschiede und dieser, unser erster Poncha, war nicht gut gemixt. Weitere und vor allem leckere Ponchas folgten im Laufe der Reise.
Ein Besuchermagnet der Inselhauptstadt ist natürlich das CR7 Museum. Cristiano Ronaldo wurde auf der portugiesischen Insel geboren.

Auf einen Museumsbesuch verzichteten wir und reihten uns stattdessen für ein Bild in die Schlange der Selfiejünger ein. Wie man unschwer erkennen kann, sind sowohl die Hände, als auch die Cojones ähm Testiculos schon ziemlich abgegriffen

. Keine Ahnung, ob das Anfassen der Kronjuwelen Glück oder Reichtum beschert. Ich hab’s nicht getestet.
Zurück im Einkaufszentrum, kauften wir Getränke und etwas zum Abendbrot im großen Supermarkt ein.
Nach dem Stadtbummel schwammen wir ein paar Runden im Hotelpool und saßen nach der abendlichen Spazierrunde noch eine Weile auf dem Balkon.
Übernachtung: Golden Residence