Milton in Marathon
In Marathon hatten wir nur eine Übermnachtung geplant im Hotel Bonefish Bay. Das war eines der ganz wenigen normalpreisigen Hotels auf den Keys. In Key West gab es auch noch bezahlbare Hotels allerdings waren die dann mitten in der Stadt, oft ohne Pool. Das Bonefish Motel sah auf booking.com nicht so toll aus, war aber hervorragend bewertet.
In Natura sah es deutlich besser aus als im Internet

Unser Zimmer hatte zwei große Betten und eine Küchenzeile mit Geschirr, Tisch und 2 Stühlen

neben dem Bad noch eine Abstellkammer (Bügelbrett, Bügeleisen und ein Gestell wo man Kleider oder Jacken aufhängen konnte)

vor dem Motel liegt der Pool, da haben wir uns gleich niedergelassen

am Pool waren wir wieder alleine, später kam ein Paar dazu, das wars. Neben dem Motel ist noch ein Wohnmobilstellplatz, der war auch nur sehr schwach belegt.

auf dem gesamten Gelände wimmelte es nur so von Echsen



bei diesem habe ich mich gefragt ob er mal seinen Schwanz verloren hat


diese Art mit den geringelten Schwänzen sah man auf den Keys sehr oft, das ist ein besonders schönes Exemplar, oft war der Schwanz kürzer und hatte nur einen oder anderthalb Kringel

ich vermute jetzt mal dass er einfach noch jünger ist und der Schwanz noch wächst

diese Echsen waren sehr scheu wenn man näher ran kam zum fotografieren sind sie sofort weggehuscht - mit einer Ausnahme: diese trieb sich an den Liegestühlen am Pool rum und ließ sich mit Keksen füttern


ich hatte meinen Spaß


ich habe dann angefangen aktiv nach Echsen zu suchen und dann sieht man sie einfach überall



in den Palmen sind sie gut getarnt, auf der Wiese waren sie noch besser versteckt

Vögel kamen auch zu Besuch auf den Hof.

zum Abendessen konnten wir zu Fuß gehen über die Strasse (das ist abenteuerlich) und noch ein paar Meter nördlich, dabei sind uns dann die üblichen Hühnerfamilien begegnet


das Restaurant war in einem historischen Gebäude untergebracht, solch reetgedeckte Häuser waren die absolute Ausnahme


hier sitzt man sehr schön mit Blick aufs Meer und wir haben es uns gut gehen lassen


anschließend noch ein kurzer Spaziergang am Ufer neben dem Restaurant


schöne Mangroven

sehr idyllisch hier

zurück im Hotel haben wir uns mit einem Glas Wein ans Ufer gesetzt, auch hier waren wir wieder alleine

die Freiflächen sind eigentlich Wohnmobilstellplätze,

die wenigen Wohnmobilbewohner saßen auf Klappstühlen vor ihrem Wohnmobil, da hat man aber nicht die schöne Aussicht die wir hatten


neben dem Motel standen noch ein paar dieser Cabins, auf booking.com waren die leider nicht angeboten worden, wir haben einen Blick durchs Fenster geworfen: die hatten ein schönes Wohnzimmer, das hätte mir auch gefallen

unser Motelzimmer lag im ersten Stock

Blick vom Motelflur auf den Pool

am Abend mußten wir dann der Tatsache ins Auge schauen dass es mit der geplanten Weiterreise nach Key West nichts wird. Der Sturm sollte am nächsten Abend auf Land auftreffen, zwar in Nordflorida, aber auf den Keys würde es auch starken Wind geben und es wurde ausdrücklich davon abgeraten mit dem Auto zu fahren wenn es nicht unbedingt notwendig ist.
Auf der Hinfahrt hatte ich ein paar Fotos vom Auto aus gemacht und Margit meinte auf der Strecke nach Key West gab es noch höhere Brücken die sie bei Strum definitiv nicht fahren würde


Wir haben dann überlegt einfach einen Tag länger hier zu bleiben und haben noch eine Nacht gebucht, die war dann richtig günstig weil wir ja nicht stornierbar buchen mußten. Das Hotel in Key West hatten wir über booking.com gebucht, die Stornofrist war schon abgelaufen aber nachdem wir angegeben haben dass wir wegen des Sturms nicht fahren wollten konnten wir kostenfrei stornieren, das fanden wir dann sehr erfreulich.
Am nächsten Morgen war es dann schon extrem windig, wir sind nur kurz in den nächsten Supermarkt gefahren, haben für den Tag Essen eingekauft, wie gut dass wir eine kleine Küche im Zimmer hatten! Am Vormittag konnte man sich dann noch gut am Pool aufhalten, es war ja immer noch heiß.

Gegen Mittag wurde es uns zu stürmig und wir sind ins Zimmer zurück, dort haben wir dann den Tag mit "Katastrophenfernsehen" verbracht. Praktisch jeder Sender hatte einen Nachrichtenmann/frau draußen stehen die auch dann noch live berichteten als ihnen der Sturm den Regen waagerecht ins Gesicht klatschte. Und dazwischen natürlich Livebilder von überfluteten Strassen etc. insgesamt war der Sturm dann nicht so schlimm wie anfangs befürchtet. In unserem Motel gabs keine Probleme, viele Landesteile hatten ja Stromausfall, wir blieben in Marathon zum Glück weitgehend verschont.