Tag 12: KopenhagenHeute war unsere fünftägige Kreuzfahrt zu Ende und das Schiff legte bald in Kopenhagen an.

Wir frühstückten im Büffetrestaurant und standen mit unseren Koffern pünktlich um 8 Uhr am Ausgang. Leider gehörten wir zu den Wenigen, die nicht einfach von Bord gehen durften, weil wir in Southampton (Non-Schengen) eingecheckt hatten. Diese Passagiere wurden auf Sammelstellen verteilt und durften erst zu einer bestimmten Zeit mit Begleitung zur Passkontrolle gehen. Na toll

, denn darüber wurden wir zum ersten Mal informiert. Es stand zwar in der Broschüre, dass eine gesonderte Passkontrolle stattfindet, jedoch sonst keine Details. Es half nichts, wir mussten zu unserem Sammelplatz ins Casino und dort bis 9:30 Uhr warten.
Mir tat besonders ein Mitreisender leid, der um 12 Uhr seinen Flug nach Genf erwischen musste. Doch selbst auf seine Anfrage/Bitte hin, hatten die MSC-Mitarbeiter kein Erbarmen.
Punkt 9:30 Uhr gingen wir mit der uns zugeteilten Begleitperson zur Passkontrolle. Nach einem kurzen Blick auf die Dokumente durften wir das Terminal mit dem Grasdach passieren.

Am Ausgang warteten Busse, die bis zur 6 km entfernten Haltestelle Orientkaj fuhren. Heiko löste auf die Schnelle über die App zwei Tickets.

Am Orientkaj kann man entweder in die Metro steigen oder aber wie wir in den Wasserbus. Da der gerade eintraf, sprinteten wir hin und Heiko kaufte über die DOT-App noch zwei 24-Stunden-Tickets.

Wir fuhren 45 Minuten bis zur Haltestelle Knippelsbro, die links hinter der Brücke ist.

Von hier aus sind es nur zwei Minuten bis zum Eingang vom NH Collection Hotel.

Einchecken konnten wir um 11 Uhr zwar nicht, aber das Gepäck deponieren. Der freundliche Rezeptionist aus Sardinien stattete uns mit einem Stadtplan aus und gab uns ein paar Tipps. Danach machten wir uns zu Fuß auf den Weg über die Brücke zur alten Börse, die 12 Tage zuvor am 16.04.24 brannte.


Als nächstes gingen wir zum Schloss Christiansborg.

Hier sind das Oberste Gericht, der Dienstsitz des Ministerpräsidenten sowie die Empfangsräume vom Dänischen Königshaus und der Reitplatz.

Wir machten einen Abstecher zum Tivoli, dem Vergnügungspark, doch der kostet schon fürs Anschauen Eintritt. Das schenkten wir uns und kehrten bei McDo in der Nähe ein. Nach der kleinen Stärkung gingen wir durch die Fußgängerzone STRØGET, eine der längsten Fußgängerzonen der Welt. Ihr findet mich bestimmt in dem Getümmel

?

Da hat man schon ein Tagesticket und kann die Öffis im Zentrum nicht nutzen, weil die Metro-Haltestellen nie in der Nähe der Hauptsehenswürdigkeiten sind.
Bei bestem Wetter gingen wir durch den Königsgarten

zum Schloss Rosenborg.

Die Schatzkammer Dänemarks ist gut bewacht.

Mangels Zeit schauten wir uns die Sehenswürdigkeiten nur von außen an.
Auf unserem Weg zum Schloss Amalienborg kamen wir an einem schönen Wandbild einer Schule vorbei.

Das Schloss Amalienborg ist die Stadtresidenz von König Frederik X und die Rokoko-Bauten bestehen aus vier identischen Gebäuden.

Für die Wachablösung war es bereits zu spät.

Nicht weit davon entfernt ist die Frederikskirche, auch Marmorkirche genannt.

Wir waren kurz in der übervollen Kirche, in der sich die Besucher die Klinke in die Hand gaben. Kopenhagen war an dem sonnigen Sonntag gut besucht.
Eine der Top-Sehenswürdigkeiten ist das bunte Nyhaven (neuer Hafen) mit seinen farbenfrohen Giebelhäusern, in denen Restaurants und Kneipen untergebracht sind.
Von hier starten die Kanaltouren,


aber wir blieben beim Wasserbus. Vor dem Hotel warteten wir auf den nächsten, doch es durften nur zwei Passagiere an Bord. Der Nachteil am Wasserbus ist, dass nur eine begrenzte Anzahl befördert werden kann und er nur alle 30 – 45 Minuten fährt. Dann muss man auf den nächsten warten. So fuhr dieser ohne uns davon und wir hofften auf Platz im nächsten gelben Boot.

Mit dem nächsten hatten wir Glück und der brachte uns drei Haltestellen weiter. Von hier aus sind es noch 500 m bis zur heißbegehrten Kleinen Meerjungfrau.
Was für ein Andrang und einige stiegen ganz hinunter, obwohl das verboten ist.



So langsam verschwand die Sonne und der Wind bließ sehr kalt. Wir hofften, dass wir den nächsten Wasserbus erwischen und hatten Glück. Den nächsten Stopp legte der Bus am modernen Operngebäude ein.

Zurück im Hotel holte man uns die Koffer aus dem Depot und wir konnten aufs Zimmer.

Kopenhagen im Schnelldurchlauf raubte uns die letzte Energie. Eigentlich hätte ich gerne noch einen Abstecher zur Erlöserkirche in der Nähe gemacht und den Freistaat Christiania besucht, doch die Luft war raus. Hätte man uns am Morgen nicht unnütz der 1,5 Stunden beraubt, wäre es locker machbar gewesen.
Wir gingen nur noch kurz raus, um in einem gut bewerteten Asia-Imbiss in der Nähe etwas zu essen. Heikos gebratener Reis dauerte nicht nur ewig, sondern war geschmacksneutral. Er ließ die Hälfte stehen. Mein dezent gewürztes Pfannengericht ging so.
Zurück im Hotel versuchte Heiko die Heizung in Gang zu bringen. Wir froren dermaßen. Nach einiger Zeit stellte er fest, dass die Zimmerkarte nicht richtig eingesteckt war

und deshalb der Thermostat nicht funktionierte. Wir waren an dem Abend beide k.o. Nach einer heißen Dusche gingen wir gleich ins Bett und schliefen erschöpft ein.
Wetter: Überwiegend sonnig bei 15 – 18 °C
Übernachtung: NH Collection, Kopenhagen