26. Juni Dornumersiel ISamstagmorgen ist es noch bewölkt, aber wir merken schon, wie die Sonne drückt.
Tatsächlich habe ich mir gestern eine Blase unter’m Fuß gelaufen.

Die Innensohle meiner Lieblingsturnschuhe hat da ein Loch. Darum soll es heute erstmal nur einen kleinen Erkundungsgang geben. Wir sind relativ nah am Strand und am Hafen – so dachten wir zumindest, allerdings gibt es da einen hohen Zaun. Also müssen wir doch über den Campingeingang hinaus.
Obwohl wir insgesamt dreimal in Dornumersiel waren –einmal sogar zu Ostern- und das ganze am wenigsten weit zurückliegt, können meine Schwester und ich uns an nur wenig erinnern. Am ehesten noch an die Ferienhaussiedlung, die wir dann auch als erstes vom Deich aus sehen können.

Diese gleich aussehenden Häuser waren für uns Kinder recht verwirrend, gut, wenn ein Auto als Erkennungsmal davor parkte. Hier haben wir damals die Traumhochzeit von Prinz Charles und Lady Di verfolgt, ebenso wie die Finalrunde der Fußball WM 1982 mit dem spannenden Halbfinale gegen Frankreich.

Neu ist uns das Reethaus am Meer, so etwas wie ein Haus des Gastes mit Touristeninfo, Spielscheune, Bücherei, Werkräumen usw. Heuer scheint es nur als Testzentrum geöffnet zu haben.

Drumherum ein kleiner Park mit Inhalationshaus.

Wie die anderen besuchten Sielhäfen entstand der Ort durch Eindeichung des Polders. Gleich zwei Warftendörfer (Warft= aufgeschütteter Hügel) wurden hier nebeneinander um 1684 herum gegründet

Sie gehören zu den ältesten Häfen der Küste. 1717 wurden die Orte bei einer Flut fast vollständig zerstört, jedoch wieder aufgebaut. Wie die anderen Orte wurden sie zu Küstenseebädern. Laut meinem Bruder, der schon eher mal wieder hier war, sah es hier zwischenzeitlich recht verlassen aus. Offenbar kam der Tourismus aber wieder in Schwung.
Kati konnte sich noch gut an den durch die Siele entstandenen Teich erinnern, ich weniger.

Mahlbusen
Hier könnte man wohl Kajak und Tretboote leihen, leider sieht es geschlossen aus. Außerdem gibt es einen Minigolfplatz. Heut ist nicht immer ganz klar, wo Dornumersiel aufhört und Accumersiel anfängt. Die Kutter haben jedenfalls die Kennzeichnung ACC

Im Hafen finden wir ein paar Anregungen für's Abendessen

, Snacks zur Stärkung und doch einen Zugang zu Strand und Campingplatz.

Zurück am WoMo kurze Verschnaufspause, Imbiss

für die Damen
Kersten bekommt eine Nussecke
Schuhwechsel und dann geht es zum Strand, denn nun ist die Sonne voll da, dafür das Wasser weg



Den Niveaball haben wir natürlich sofort wieder erkannt

Früher kennzeichnete der an einigen Orten die Hütte der Bademeister. Heute soll der hier der einzig übrig gebliebene sein. Wir müssen eine Weile gehen bis wir eine freie Bank finden. Strandkörbe findet man hier nicht nur im Sand, auch auf Wiese.

Die einen beobachten Möwen und die letzten hereinkommenden Segler


die anderen wagen sich ins Watt


zumindest ein Stück. Hatte das gar nicht soo schlickig in Erinnerung

Wir lassen uns eine ganze Weile von der Sonne bescheinen und gehen dann über die Wiese zurück.


schön bunt

im Hintergrund die Fähre Langeoog - Harlesiel
(Fotos teilsweise von einem anderen, sonnigeren Tag)