31. August Ein weiterer Tag in The Big EasyHeute ist es gleich morgens schwül, da gab es wohl schon früh einen Schauer. Eigentlich wollten wir den Tag mit einem Jazz Brunch in einem grünen Innenhof starten, doch ein weiterer Schauer macht uns einen Strich durch die Rechnung. Wir müssen drinnen speisen - Jazzmusik gibt es trotzdem.
Zumindest sind wir trocken zum
Court of Two Sisters gekommen. Das erste Haus an dieser Stelle gehörte dem zweiten französischem Gouverneur von Louisiana. Das heutige Gebäude wurde 1832 für den Präsidenten der Bank of New Orleans gebaut. 1886 eröffneten hier zwei Schwestern einer stolzen kreolischen Familie ( Bezeichnung für spanisch oder französischstämmige Kolonisten) ihr Textilgeschäft, nach ihnen wurde das Restaurant benannt.

Von 9 -15 Uhr wird hier täglich ein Jazz-Brunch serviert, abends gibt es kreolische Küche. Die Auswahl an Speisen war vielfältig und reichhaltig. Anders als auf der heutigen Speisekarte angegeben gab es ein Buffet.


Zur Feier des Tages haben wir uns einen Vormittagssekt gegönnt

Gerold und ich lernen Gumbo kennen, ein sämiges Eintopfgericht aus Ocraschote, Scampi, Huhn, geräucherter Wurst, Schinken und den "heiligen Drei" der Cajun-Küche: Zwiebeln, Paprika und Staudensellerie. Mutter und Sohn bleiben eher bei den "üblichen Verdächtigen".

Und die Musik spielt dazu

Gut gesättigt machen wir uns auf den Weg, Gerolds besonderen Freund
Satchmo zu besuchen

Seine Statue steht im gleichnamigen Park. Danach ist ein wenig Shoppen angesagt, vor allem Jazz-CDs für Gerold

New Orleans ist auch bekannt für den Voodoo-Kult, insbesondere wegen Marie Laveau. Sie lebte von etwa 1792 bis 1888 in New Orleans und galt als eine der einflussreichsten Personen dort. Es gibt zahlreiche Geschichten und Legenden über sie. Es wird ihr zugeschrieben, dass der westafrikanische Kult mit Elementen des Katholizismus vermischt wurde. Wir werfen einen kurzen Blick in einen Voodoo-Laden

Ein weiterer Schauer verschlägt uns zum Aquarium of the Americas. Nicht unbedingt etwas, das man grad in New Orleans besuchen muss. Doch da es zumindest für mich das erste in der Art war, durchaus interessant. Innen gab es eine Art Dschungel mit frei fliegenden Papageien, die Becken mit Fischen und so weiter, sowie Tunnel unter durch.


Fotos durch die Glasscheiben zu machen, erweist sich als schwierig, daher aus dem Video; sorry für die Qualität.



Danach fahren wir mit der Straßenbahn.

Ich weiß nicht mehr, wo wir eigentlich hin wollten

Vielleicht zum Lafayette Friedhof, doch davon gibt es keine Bilder. Da wo wir ausgestiegen sind, ist die Gegend weniger aufgehübscht, dafür teilweise farbiger und auch mit viel Grün.

wird wohl nach Kathrina nicht mehr stehen


Übrigens wurden etliche Filme in New Orleans gedreht: The Big Easy mit Dennis Quaid und Ellen Barkin, James Bond war dort (Leben und sterben lassen), Grishams Die Akte, Interview mit einem Vampir, Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit und andere
Dreimal dürft ihr raten, wie wir den Tag beendet haben
