05. Tag Aranyaprathet - Ubon RatchathaniWieder schlecht geschlafen, die Hitze und die Moskitos haben mich wachgehalten. Um 5:30 Aufstehen, 6 Uhr Frühstück und 7 Uhr Abfahrt. Auf guter Teerstraße geht es durch den Osten Thailands, vorbei an trockenen Reisfeldern und man kann gut die trockenen Bewässerungskanäle erkennen.
Erster Stop am Taltempel Muang Tam
Die gesamte Anlage ist mit einer Mauer von 120 x 127 Metern aus Laterit umgeben und an Hand der Himmelsrichtungen ausgerichtet. An jeder der 4 Seiten befinden sich Eingänge, so genannte Gopuram. Wie bei den Khmer üblich, ist der Haupteingang in östlicher Richtung, zur aufgehenden Sonne ausgerichtet.

Im ersten Innenhof fallen zuerst die wunderschönen L-Förmigen Wasserbecken auf, die symmetrisch angeordnet sind.

Eingefaßt sind sie von einer niedrigen Mauer in Form der Naga-Schlange. Sie tragen an den Ecken den Kopf der 5 köpfigen Schlange. Die damaligen Pilger konnten durch einen Eingang die Steinstufen herunter zum Wasser gehen


Die gepflasterte Fläche des Hauptheiligtums. Der Hauptturm in der Mitte der vier Aussentürmen ist fast vollständig zerstört und es sind nur noch die Reste des Laterit-Fundamentes und einige Reihen der Backsteine zu sehen.

Die vier außen liegenden Türme sind viel besser erhalten und zeigen sehr schöne Reliefs und Besonderheiten auf. Alle Türme waren zu ihrer schönsten Zeit mit Turmspitzen in Lotusform gekrönt.
Geweiht wurde der Tempel dem hinduistischen Gott Shiva. So finden sich in dem ganzen Tempel gehäuft Steinmetzarbeiten der hinduistischen Kunst.


Korallenbaum

Kurze Fahrt ....


... und Aufstieg zum Bergtempel Phanom Rung. Schöner Blick über den so genannten Königsweg hinauf zum Tempel.

Randsteine in Form von Lotusblüten säumen diesen 160 Meter langen, mit Laterit Gestein gepflasterten Weg in Richtung der ersten Naga Brücke.

Eine 30 Meter hohe, in 5 Stufen unterteilte Treppe führt uns direkt zur Ebene mit den 4 Teichen der Tempelanlage. Die Teiche sind symmetrisch angeordnet und sind gleich groß. Sie stellen die vier Ozeane der Khmer-Mythologie dar.

5-köpfige Naga-Schlange am Beginn der ersten Naga Brücke.

Die Nagas beschützen und bewachen den Übergang von der irdischen zur göttlichen Welt. Daher wird auch die Bezeichnung Brücke klarer, da es sich ja um keine Brücke in dem von uns gewohnten Sinne handelt.

Auf der Terrasse befindet sich eine rechteckige Galerie, die 4 Eingänge anbietet. Diese Eingänge führen dann in den Hof mit dem Allerheiligsten.

Der Prang ist der Hauptturm und besteht aus Sandstein. Mit 23 Metern Höhe und 9 Metern Breite ist er das zentrale Bauwerk von Phanom Rung. Das ca. im 12. Jahrhundert errichtete Gebäude ist kunstvoll mit Steinmetzarbeiten und mythologischen Abbildungen verziert.




Während der Mittagspause spaziere ich ein bißchen umher


Es ist warm und schwül. Den ganzen Nachmittag über geht es jetzt quer durch den Osten Thailands.
An etlichen kleinen Städten vorbei, wobei mir der krasse Untersschied auffällt von den einzelnen Häusern aus Holz auf Pfählen gebaut und prachtvoll verzierte, bunte Tempelanlagen, Pagoden aus Stein und Beton. Immer wieder sieht man das leuchtende Orange der Gewänder der Mönche auf den Straßen.
Abends kommen wir in der Grenzstadt Ubon Ratchathani an.
Nach dem Abendessen in die Koje und zum ersten Mal richtig gut geschlafen (ich brauche immer ein paar Tage zum eingewöhnen, danach schlafe ich wie ein Stein

)