19.09.20 – Übern und am KönigseeWir hatten
Online-Tickets für die Schifffahrt um 9:25 Uhr, waren aber schon um 8:30 Uhr am kostenpflichtigen Parkplatz am Königsee, der frühmorgens vom Nebel eingehüllt war.

Im Gegensatz zum Vorabend schien alles wie ausgestorben,

doch die Frühaufsteher warteten schon an den Stegen auf ein Boot.

Ich fragte einen der Schiffskapitäne, ob wir die Zeit auf dem Ticket einhalten müssten und bekamen zur Antwort "immer hereinspaziert". So fuhren wir eine halbe Stunde früher in der dichten Nebelsuppe übern Königsee. Am Echofelsen trompetete der Kapitän Amazing Grace und sein Bootsmann ließ danach den Hut herumgehen. Dank diesem Spaßvogel verlief die einstündige Fahrt im voll besetzten Boot kurzweilig.
Einige stiegen in St. Bartholomä aus

und wir fuhren nach Salet, zum anderen Ende vom Königsee, weiter.

Vorbei an der Salet Alm

und den Alpenmilcherzeugern

wanderten wir zum Obersee.

Die Sonne vertrieb die letzten Schwaden

und an den Spiegelungen konnte man sich gar nicht genug sattsehen.



Weiter zum höchstgelegenen Wasserfall Deutschlands, dem Röthbachfall.

Der Rückweg verläuft wie der Hinweg, es sei denn, man macht einen Abstecher zur Hütte.

Mittlerweile war der Wanderweg entlang dem See sowas von voll, dass man an manchen steilen, felsigen Abschnitten 10 Minuten warten musste. Die Leute strömten an dem Tag in Scharen zum Wasserfall. Wenn wir uns auf dieser Reise mit Corona infiziert hätten, dann dort. Manche Leute standen ohne Maske schnaufend an den Engstellen, so dass man beim Vorbeigehen direkt angepustet wurde.

Auf der Terrasse der Salet Alm bekamen wir um die Mittagszeit noch ein freies Plätzchen und Heiko holte uns frisch geräucherte Forellen, die sehr lecker waren. Schade nur, dass das Geschmackserlebnis durch eine trockene Scheibe Roggenbrot zerstört wird.

Nach diesem Snack reihten wir uns in die Schlange zum Boot nach St. Bartholomä ein.


Dort angekommen führte unser Weg durch die Kirche von St. Bartholomä.


Weiter ging es zur Eiskapelle, aber das ist sie nicht.

Bis zu dieser Kapelle ist der Weg sehr breit, doch im letzten Drittel sollte man schon trittsicher sein.

Die Eiskapelle, eigentlich ein Gletschertor, von weitem.

Nach diesem Warnschild

sucht man sich den besten Weg übers Geröll.


Im Gletschertor wurde gepost, was das Zeug hält und Heiko durfte dann auch mal.

Auf dem Rückweg äste in aller Seelenruhe ein Hirsch neben dem Weg, bis ihn zwei Teenies erschreckten.

Zurück in St. Bartholomä hatten wir keine Lust auf die vollen Biergärten und deren gesalzene Preise. Zudem wurde die Schlange zu den Booten immer länger.

Nach einer Stunde schafften wir es auf ein Boot und fuhren zurück. Ich mag mir gar nicht vorstellen wie es ist, wenn dort wieder die Asiaten einfallen.
Das Abendessen war hervorragend und danach war der Verdauungsspaziergang durch Schönau Pflicht.
Übernachtung:
Hotel Brunneck, Schönau am Königsee