Hallo zusammen,
ja ich war mal wieder in Island.
Vieles war diesmal außergewöhnlich … aber lest am besten selbst ...
Island 2020 – der Sommer des Regenbogens
Prolog – ein (Reise-)KrimiIrgendwann im Herbst 2019 fiel die Entscheidung nach 7 Jahren Pause wieder nach Island zurückzukehren. Im Dezember wurden Flüge mit Icelandair und die meisten Übernachtungen für den August 2020 gebucht – mit jedem Monat wuchs die Vorfreude auf die Vulkaninsel.
Dann kam Corona. Geplante Reisen nach Spanien an Ostern und in die Schweiz an Pfingsten fielen aus.
Was würde mit Island passieren?
Zunächst stornierten wir die Zimmer und das Mietauto. Sollte es doch noch eine Reisemöglichkeit geben, würde wir mit möglichst kurzfristigen Stornierungsdaten nochmal reservieren.
Im Juli konnte man wieder halbwegs problemlos vor allem europäisch und in den Schengenraum, zu dem Island ja gehört, reisen. So wurde ein Allrad reserviert und Zimmerbuchungen mit kurzen Stornierungsmöglichkeiten gebucht und eine Route durch Süd- und Nordisland und dem Hochland zusammengebastelt. Schließlich fiel auch für Deutsche der Einreise-Corona-Test in Island weg. Alles schien zu passen.
Dann zogen die Coronazahlen in Europa wieder an.
Deutschland versuchte jeden Grashalm mehrfach auf Corona zu testen und auch die reisefreudigen Isländer selbst brachten sich den Virus zurück ins Land. Bis auf Deutsche und Dänen wurden alle Reisenden getestet.
Nicht nur die Lufthansa hatte mit der Situation zu kämpfen sondern auch Icelandair, denen die isländische Regierung 102 Millionen Steuergelder zur Verfügung stellte. Für unseren Hinflug wurde zunächst die Uhrzeit um 5 Stunden verändert und kurz vor Abreise der Rückflugtag wohl wegen Passagiermangel gecancelt. Statt Donnerstag wurden wir einen Tag vorher auf Mittwoch umgebucht (also mal wieder ein Zimmer stornieren).
Unser Abflug am 18.8. rückte näher.
Würde es mit der Reise noch klappen?
Sollte Island für Deutsche aufgrund steigender Zahlen bei uns Quarantäne beschließen, würden wir alles canceln.
In englischsprachigen Island-Online-News-Seiten – wurde kurzfristig eine Pressekonferenz der Isländischen Regierung für den Freitag 14.8. angekündigt.
Mir schwante Übles.
Aber ich dachte, wenn die Einreise verschärft wird, dann sicher erst in 7-10 Tagen, damit die Leute Vorlauf haben.
Von wegen.
Bis spätestens 19.8. (also einen Tag nach unserem Flugdatum) sollte eine drastische Veränderung der Einreisepolitik stattfinden. ALLE Reisenden nach Island (also auch Deutsche die in dieser kurzen Saison 2020 den Löwenanteil der Touristen stellten) müssen 2 Corona-Tests machen die 5-6 Tage auseinander liegen. Bis vom zweiten Test ein Ergebnis vorliegt, muss sich der Reisende in Quarantäne begeben.
Das Ende des isländischen Reisesommers war hiermit beschlossen.
Für Reisende nach Island musste man seit Juli ein Covid-19 Online-Formular ausfüllen, dass für Deutsche einen „Free-Zone“ Barcode generiert hatte. Mit zitternden Fingern, füllte ich am Wochenende vor unserem Abflug das Formular aus. Zweimal Freezone. Wir würden den letzten Flug nach Island am Dienstag nehmen, der noch ohne mehrtäge Quarantäne die Einreise erlaubt.
Der letzte Flug vor dem Quasi-Lockdown.
Das Auswärtige Amt informierte über die neue Einreiseprozedur übrigens erst am Montag Nachmittag! Zur Erinnerung – ab Mittwoch musste jeder der nach Island flog und es vorher nicht mitbekommen hatte, tagelang in Quarantäne.
Einige hatten noch schnell auf Dienstag umgebucht – die Maschine hob proppenvoll von München ab.
In Island angekommen, war doch noch eine kleine Restbefürchtung vorhanden – ob das Zettelchen wirklich akzeptiert werden würde – ja, wir wurden durchgewunken.
Wir waren in Island.
Die Reise konnte beginnen.
Fast.
Ein Problem gab es noch mit dem fahrbaren Untersatz …
