Liebe Eumerikaner
vom 3. bis 10. Oktober haben wir eine Woche in Gargnano am Gardasee verbracht. Einen kompletten Reisebericht kann ich nicht schreiben dafür habe ich zu wenig Fotos gemacht, aber ein paar Eindrücke und Wanderungen die besonders gelungen waren zeige ich euch gerne.
Coronabedingt waren wir wieder nicht im Hotel sondern hatten eine Ferienwohnung gebucht: Residence Dany über booking .com
Die Anlage liegt am Hang mit herrlichem Blick auf den Gardasee, von den 15 Wohnungen waren nur drei andere belegt so dass wir die freie Auswahl hatten und mit Appartment 13 die Wohnung mit dem schönsten Blick bekamen.

die Wohnung hatte 2 Schlafzimmer (wir hatten eigentlich die kleinere mit einem Schlafzimmer gebucht). Das war ein Glück, denn die Boxspringbetten waren steinhart, da hat die Matratzenauflage gefehlt. Ich habe mir die Decken der beiden übrigen Betten als Matratzenauflage ins Bett gelegt, damit ging es einigermaßen. Mein Freund schläft am Rücken, er hatte kein Problem, aber als Seitenschläfer war das Bett für mich unmöglich. aus diesem Grund würde ich die Anlage auch nicht weiter empfehlen auch wenn alles andere erstklassig war.


Der Wohnraum hatte am anderen Ende eine Küchenzeile und einen Tisch mit 6 Stühlen (ihr findet Bilder bei booking.com)
das beste war aber der Balkon


das nächste Bild habe ich am nächsten Morgen gemacht, von unserem Balkon sah man auch zum Pool rüber

der Blick zu den Nachbarbalkonen (die Wohnungen waren leer)

wir haben morgens draußen gefrühstückt, ab halb 9 war die Sonne da und es war warm
am Samstag waren wir um 16 Uhr angekommen und sind erst mal in den nächsten Supermarkt gefahren und haben Frühstück eingekauft, sind dann abends durch Gargnano spaziert und haben uns einen Überblick über die Restaurantlandschaft verschafft: es war genügend Auswahl vorhanden

für den ersten Abend haben wir uns an der Uferpromenade in eine Pizzeria gesetzt- natürlich nach draußen. Die Italiener haben wir nicht verstanden: die laufen im Freien mit Maske rum, gehen mit Maske in ein Restaurant und setzten sich dort zum Essen rein und nehmen die Maske ab. Die Deutschen saßen fast alle draußen wo man sich bekannterweise in der Regel nicht ansteckt, beim Spazierengehen hatten die deutschen Touristen aber keine Maske an (wozu auch?). An den letzten beiden Tagen war dann auch im Freien Maskenpflicht (die Italiener haben sich weitgehend dran gehalten, wir nicht, nur mitten in der Fußgängerzone)
Es war abends schon etwas frisch aber mit Jacke gar kein Problem draußen zu sitzen. Später saßen wir noch eine ganze Weile mit einer Flasche Wein am Balkon



Den Sonntag haben wir in Limone verbracht, dort gibt es einen spektakulären Rad/ Spazierweg am nördlichen Ortsausgang. Er startet in der Nähe des Hotels EALA, es gibt dort einen kleinen Parkplatz wo maximal 10 Autos Platz haben und wo wir den letzten freien Platz bekamen

und geht erst parallel zur Straße und dann in einer abenteuerlichen Konstruktion außen an die Felsen genagelt über dem See entlang (die Straße ist dort größtenteils im Tunnel)

es waren nur wenige Leute unterwegs, fast alle zu Fuß, die Italiener fahren mit ihren Rennrädern lieber auf der Strasse

der Weg ist 2 km lang und auf google maps noch nicht zu sehen (eingeweiht 2019 glaube ich). Der Blick auf den See lohnt sich!
Danach sind wir noch zu dem kleinen Wasserfall Scopina gewandert, das war ganz nett, muss man aber nicht gesehen haben (war nur wenige Minuten von der Strasse weg). Weil am Parkplatz schon das totale Gedränge war sind wir dann weggefahren und auf den großen Parkplatz in Limone am Hafen gefahren. Dort waren auch nur noch ein paar wenige Plätze frei. Ich kann mir vorstellen dass in der Hochsaison und ohne Corona da gar kein Durchkommen ist. Jetzt waren zwar schon etliche Touristen unterwegs aber es war nirgends überfüllt- sehr angenehm!
Limone ist ein sehr schöner Ort, deutlich größer als Gargnano und liegt steil am Hang, hier muss man gut zu Fuß sein



ganz oben im Ort war eine Zitronenplantage kombiniert mit einem kleinen Museum wo der Zitronenanbau (der dem Ort den Namen gab) erläutert wurde. Man konnte an den verschiedenen Zitronen- Orangen- und Pampelmusenbäumen vorbeigehen und auf Schautafeln war die Herkunft der Pflanzen und die Pflege der Bäume erklärt. Wer von euch wußte dass die Zitrusfrüchte ursprünglich aus der Gegend von Nepal und China stammen? Und erst von den Arabern in Europa eingeführt worden sind? Ich dachte wirklich die stammen aus Südeuropa.

die Pflanzen sind kälteepmfindlich, im Winter werden die Gerüste mit Brettern abgedeckt und nach vorne kommen Glasscheiben rein und wenn es richtig kalt wird werden Feuer angezündet. Ich hätte nicht gedacht dass es hier im Winter so kalt wird und dass die Pflanzen zu erfrieren drohen. Geerntet wird dreimal im Jahr, wobei die Herbstfrüchte die besten sind (zumindest bei den Zitronen)

die Pflanzungen stehen in Terrassen am Hang

Mitlerweile liegen viele Pflanzungen am Gardasee brach, die Gerüste sieht man aber noch überall.
Das war wirklich interessant und den Besuch hier würde ich empfehlen. Man bezahlt Eintritt, ich weiß leider nicht mehr wieviel.
Abends hat es geregnet (wie der Wetterbericht vorausgesagt hat), darum haben wir diesmal in unserer Wohnung gekocht, zum draußen sitzen war es uns zu ungemütlich.