Dienstag, 14. Juli 2020 Für heute war noch mal schönes Wetter angesagt, leider war die Wettervorhersage für die drauffolgenden Tage gar nicht prickelnd. Für heute hatte Josef den Lechradweg rausgesucht. Unsere Freunde die seit ein paar Jahren in Reutte wohnen haben uns schon mehrfach vorgeschwärmt wie schön der Radweg ist und hatten schon öfter geplant mit uns die Tour zu machen, es hat dann immer irgendwie nicht gepaßt - entweder war das Wetter schlecht oder wir konnten keinen passenden Termin finden.
Der erste Teil am Lechfall und Walderlebniszentrum entlang war uns ja schon bekannt, dann ging es auf dem Radweg der Strasse entlang weiter, vom Lech war nix zu sehen

die Strasse war stark befahren und dann kam sogar ein Stück wo man von zwei Strassen und der Eisenbahn von zwei Seiten eingerahmt war weiterhin kein Fluss in Sicht, wir waren aber eindeutig auf dem richtigen Radweg. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Dann ging es durch ein paar kleinere Ortschaften (eher öd) bis man endlich mal in Wassernähe kam

danach kamen wir endlich an den Lech, aber der erwartete Wildbach war ein müdes Rinnsal, das Wasser mußte man suchen


eine Zeitlang ging der Weg durch einen dunklen Wald, wieder nix vom Fluß zu sehen und es zogen zeitweise dunkle Wolken auf und es war mir fast zu kühl ohne Jacke am Rad
zwischen Pflach und Reutte wurde die Landschaft schöner und es gab ein Stück Auenwald zu sehen

in Reutte angekommen haben wir beschlossen wieder zurück zu fahren. Vielleicht ist die Tour im Frühjahr besser wenn der Lech mehr Wasser hat, vielleicht wird der Weg ab Reutte auch schöner, das probieren wir später mal mit unseren Freunden zusammen aus.
In Musau sind wir vom Radweg runtergefahren ans Lechufer, hier sieht es sehr idyllisch aus

leider ist nur ein kurzes Stück am Fluß zugänglich

die Schwäne haben ihren Nachwuchs heftig verteidigt und uns angefaucht als wir zum Fotografieren näher kamen



meine Freundin, die uns die Ferienwohnung vermietet hat hat uns vom Hopfensee vorgeschwärmt, der ist nur 3 km von Eschach weg und dort wollte ich unbedingt noch hin solange das Wetter schön ist, dort sind wir nun hingeradelt.
Im Ort Hopfen am See:


bevor wir die Runde um den See angetreten haben, haben wir uns am Restaurant Fischerhütte direkt unten am See auf die Terasse gesetzt -wieder war erstaunlicherweise ein Tisch ganz vorne frei und haben Kaffee getrunken. Weil es hier so schön war haben wir gleich einen Tisch für abends bestellt und die Lachsforelle für zwei Personen (Spezialität des Hauses) gleich mit. Dann sind wir um den See geradelt.
Dieser Rad/ Fußweg ist ausnahmsweise völlig flach und führt immer ganz nah am Ufer entlang! Die Landschaft ist traumhaft, hier könnte ich mir gut ein paar Tage am Strand vorstellen, aber dann müßte ich allein fahren, das macht mein Freund nicht mit.

die Wolken waren teils dramatisch, die dunklen Wolken haben sich aber wieder verzogen


Hinten am See haben wir wieder Neuschwanstein entdeckt, das sieht man in der Umgebung von Füssen immer wieder unverhofft im Bild


der See ist klein, zu Fuß kann man ihn in gut einer Stunde umrunden, mit dem Rad natürlich noch viel schneller.
Abends sind wir dann wieder mit dem Rad zum Restaurant geradelt und bekamen den gleichen Tisch mit Seeblick wie nachmittags, das war mein absolut traumhafter Blick:

und als später die Sonne unterging sah das so aus:

die Liegewiese vom Seebad in Hopfen liegt wirklich ideal: Sonne bis spät abends. Neben der Liegewiese ist dann ein riesiger Campingplatz (hinter den Bäumen verborgen). Laut meinem Bruder ist das einer der schönsten Campingplätze Deutschlands.
Die Forelle war hervorragend und wir haben uns eine Nachspeise gegönnt

und eine gute Flasche Riesling
