27.06.2019 Santa Maria Navarrese - S'Ena e Sa ChittaWir verließen Santa Maria Navarrese Richtung Landesinneren. Erstes Ziel war die Nuraghensiedlung S’Arcu e is Forros. Sie liegt zwar direkt an der Schnellstraße, der Feldweg zum Gelände ist aber mit einem normalen PKW nur mit großem Risiko für Reifen und Unterboden befahrbar. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg. Unzählige Fliegen begleiteten uns. Als dann noch 12€ Eintritt verlangt wurde und die Fliegen immer lästiger wurden. Drehten wir um und entschieden weiter zu fahren.

Etwas weiter nördlich befinden sich die Tombe di Giganti di Madau. Mehrere Gigantengräber sind hier nebeneinander. Teilweise sind sie nicht fachmännisch rekonstruiert.

Sie liegen eingebettet in einer Wiesenlandschaft. Sehr ruhig.



Über Nuoro fuhren wir nach Orune. Ein großer Ort spektakulär auf einem Berg in knapp 1000m Höhe im Nirgendwo. Von weitem zu sehen. Von was die Leute hier leben würde mich interessieren. Trotz der Höhe hatte es 35°C. Unweit vom Ort ist die Anlage Su Tempiesu.
Sie kann nur über einen Weg hinunter in einen kleinen Taleinschnitt zu Fuß erreicht werden. Auf dem Weg werden die örtlichen Pflanzen und ihre Wirkung beschrieben. Die Anlage wurde, wie so oft, zufällig bei Bauarbeiten für Terrassen zur landwirtschaftlichen Nutzung entdeckt. Sie ist eines der am besten erhaltenen Brunnenheiligtümer Sardiniens.


Es ist gut zu sehen, wie exakt geplant und gearbeitet wurde. Man bekommt eine Ahnung, wie die Gebäude ausgesehen haben könnten.


Die Anlage besitz neben dem Brunnengebäude, eine zweite kleine Brunnenkammer außerhalb, vielleicht für die „normalen“ Bürger

Unterhalb der Anlage befand sich ein Badebecken. Es war angenehme ruhig hier, mit einer schönen Sicht in die Landschaft.

Hinauf zum Parkplatz und dem kleinen Museum war es bei diesen Temperaturen nicht so angenehm.
Auf dem Weg zur Küste besuchten wir noch das Gigantengrab S’Ena ’e Thomes.

Am Nachmittag erreichten wir den Ort S'Ena e Sa Chitta und unsere Unterkunft für diese Nacht das B&B Locanda FarOrientale. Es liegt am weißen Sandstrand von Capo Comino.

Die Gastfreundlichkeit war auch hier wieder zu spüren. Der Sohn des Hauses hatte Geburtstag. Natürlich wurden wir zur Feier eingeladen.