8. Tag 26.Mai 2018Heute sind wir erst um 8 Uhr zum Frühstück gegangen. Kurz nachdem wir beide unsere Teller beladen hatten kam die Gruppe Inder zum Frühstück und schnell war das Buffet ziemlich leer. Heute gabs Spiegeleier, Rühreier und kaltes gebratenes Gemüse und eine besondere Art Kirschen: die sind hellrot und kleiner als bei uns, schmecken aber leider nicht besonders intensiv. Gestern wurden die auch im Nationalpark verkauft und überall am Straßenrand sind Stände wo sie angeboten werden.
Nach dem Frühstück sind wir noch den Berg hinter unserem Hotel raufgegangen zur Burg, es standen nur noch ein paar Mauern, aber von hier oben hatte man einen schönen Blick auf Skradin.

unten ganz rechts am Bildrand muss unser Hotel stehen (man sieht es von hier nicht)

der Ortskern rangezoomt

Danach haben wir unsere Sachen gepackt und haben uns auf den Weg gemacht nach Split. Auf der Autobahn haben wir wieder getankt (vorsichtshalber, ich wollte nicht in Split nach einer Tanke suchen müssen) und beim Check des nächsten Hotels habe ich mit Schrecken festgestellt dass das Hotel keinen eigenen Parkplatz hat. Gegen 11 Uhr kamen wir an der Villa Jagoda in einem Wohngebiet nahe der Altstadt an. Wie schon befürchtet war im ganzen Viertel kein Parkplatz zu finden, der Straßenrand war komplett zugeparkt auch mitten in der Kurve wo man eigentlich gar nicht parken kann. So blieben wir schließlich vor der Einfahrt des Hotels stehen um wenigstens das Gepäck auszuladen und im Hotel nach einem Parkplatz oder Parkhaus in der Nähe zu fragen.
Und dann hatten wir so richtig Glück: als wir gerade die Koffer aus dem Auto wuchteten kam ein Mann zu seinem Auto und meinte dass er in 5 Minuten wegfährt

das haben wir natürlich abgewartet und sofort auf seinem Platz eingeparkt. Und da haben wir es die nächsten 48 Stunden stehen gelassen

schreckliche Vorstellung da zu wohnen und jeden Tag den Kampf um einen Parkplatz zu haben...
Unser Zimmer war noch nicht fertig aber die Koffer konnten wir schon mal da lassen. Die Angestellte im Hotel erklärte uns wie wir zu Fuß an den Strand gelangen, das waren nur 10 Minuten zu gehen, ging aber ziemlich steil einen Hügel runter.
Am Strand war das volle Badetreiben, es kam uns vor wie Hochsommer

der Strand war teils Sandstrand teils betoniert. Wir haben uns eine Weile an den Rand gesetzt mit den Füßen im Wasser, das hatte bestimmt 23 Grad, absolut badetauglich und das im Mai!

und es war wirklich so warm dass wir uns in einem Strandcafé einen der letzten Plätze unter einem Sonnenschirm gesucht haben, in der vollen Sonne war es nicht auszuhalten, hier haben wir gemütlich mit einer kalten Cola eine Stunde verbracht, danach konnten wir im Hotel in unser Zimmer.
Keine Ahnung warum die Eingangstür so abgepolstert ist

neben der Tür stand noch ein Kühlschrank und darauf ein Wasserkocher und Tassen und Gläser, also alles da was man braucht.

unser Zimmer und zwei weitere Gästezimmer waren im Erdgeschoß, im Obergeschoß wohnen die Eigentümer.
Nachdem wir uns eingeichtet hatten sind wir wieder zu Fuß los Richtung Altstadt, das war zunächst der gleiche Weg wie zum Strand dann weiter am Hafen entlang, da standen riesige Kreuzfahrtschiffe und Unmengen von Leuten liefen mit einem Rollkoffer an uns vorbei. Und überall am Straßenrand gab es neben den üblichen Kiosken auch solche zur Kofferaufbewahrung. Das kenn ich sonst eigentlich nur von Bahnhöfen. Gibt es Hop-on hop-off Schiffe so dass man seinen Koffer mit von Bord nimmt? In großen Hafenstädten war ich noch nicht oft, in Marseille waren wir auch direkt am Hafen, da gab es das nicht

nach einer halben Stunde (wenn man nicht am Strand entlang geht sind es nur 15 Minuten auf direktem Weg) waren wir an der Altstadt angelangt davor ist ein riesiger Markt wo man sowohl Lebensmittel als auch Klamotten und Andenken bekommt (aber nicht die gesuchten Essensmagneten), ich habe mir ein Kilo Aprikosen gekauft.
Durch eines der Tore betraten wir die Altstadt

Die Altstadt ist in und um die Ruinen des Diokletian Palastes gebaut. Eine witzige Mischung aus Alt und Neu. Der Palast diente als Alterssitz für den römischen Kaiser Diokletian, welcher als einziger römischer Kaiser 305 n. Chr. freiwillig aus dem Amt schied. Nach der Römerzeit wurde er zu einer bewohnten Festung umgewandelt, es gibt daher Bauten aus den verschiedensten Jahrhunderten. Die UNESCO erklärte den Innenstadt-Bereich des Diokletianpalastes im Jahr 1979 zum Weltkulturerbe.

hier befanden wir uns im absoluten Zentrum. Meinem Bein ging es heute gar nicht gut, ich habe mich auf eins der Kissen gesetzt und dem Treiben zugeschaut während Josef Eintrittskarten für die Hauptattraktionen erstand. Die Innenstadt selbst kostet keinen Eintritt, aber für den Zugang zur Kathedrale, zum Glockenturm und für den Jupiterpalast muss man Eintritt bezahlen, es gibt eine Kombikarte.
Hinter den Stufen wo gerade niemand sitzt (weil es in der Sonne zu heiß war) geht es in die Kathedrale, an der schmalen Seite ist der Eingang zum Jupiterpalast und auf der anderen Seite in dem Gebäude im Schatten ist die Touriinfo und Restaurants.

Bei diesem Anblick wundert man sich automatisch dass man nicht mehr Italienisch hört

das Stimmengewirr war international wie an allen touristischen Hotspots, Asiaten sind uns diesmal nicht in größerer Zahl aufgefallen

danach gingen wir in die Kathedrale die zu Römerzeiten ein Mausoleum war und daher für eine Kathedrale geradezu winzig und in ungewöhnlich runder Form.

Hinter der Kathedrale stand der Glockentrurm zu dem gingen wir als nächstes

Ich habe es nur zur ersten Aussichtsplatform geschafft, danach wurden mir die hohen Steinstufen zu beschwerlich und ich habe Josef allein weitergehen lassen. Der Blick war von hier aus war auch schon ganz gut
der Diokletianpalast reichte direkt bis zum Strand

die Mischung als alten und neuen Gebäuden hat mir einfach gefallen, das hat Charme, das genaue Gegenteil von einer sterilen Stadt

danach gingen wir durch die Katakomben wo heute Andenken und ähnliches verkauft werden

und sind weiter durch die Stadt gelaufen bis zum anderen Ende des Palastes

Durch diesen Gang gelangte man in den Jupiterpalast

das war er nun: der ganze Jupiterpalast, ein kleiner schmuckloser Raum mit einem Becken in der Mitte und einer Bronzefigur

das hätte ich mir nun anders vorgestellt aber vielleicht waren Jupiterpaläste so...
wir bummelten noch durch die engen Gassen

und gelangten wieder auf den zentralen Platz. Es zogen dunkle Wolken auf und bald begann es zu regnen, zum Glück nicht lange.

in diesem schönen Rundbau der an das Pantheon in Rom erinnert standen 4 Männer und sangen

irgendwie wußte ich schon mal wie man ein Video einfügt so dass man gleich das Bild sieht, hier müßt ihr auf den Link clicken für einen kurzen Ausschnitt:
https://www.youtube.com/watch?v=u-2uWw1GLyU&feature=youtu.beJosef hat sich für 10 € eine CD gekauft um den Jugoslawienfilm damit zu hinterlegen. Er macht von jeder Reise einen Film mit Begleittext und -musik.
Durch dieses Tor verließen wir die Altstadt und gingen wieder am Strand entlang zum Hotel zurück, mehr war mit meinem schmerzenden Bein heute nicht drin

Blick auf dem Rückweg auf die Altstadt

Gegen 16 Uhr sind wir zum Hotel zurück gegangen, das Wetter war wechselnd aber ziemlich trüb, der Weg zog sich dann ziemlich, mein Bein tat mir weh und ich war froh als wir wieder im Hotel waren.
Unser Bad hatte eine Badewanne mit Jettubs und ein warmes Bad ist doch bestimmt prima für schmerzende Beine. Mit dem Boiler konnte man die Wanne aber nur zur Hälfte mit warmem Wasser füllen und als ich dann die Jettubs anmachte spritzte es wild nach allen Seiten und das Bad war rundum nass.
So eine Wanne hatte ich noch nie, aber jetzt weiß ich dass man die Düsen nur anschalten sollte wenn die Wanne voll ist...
Zum Abendessen gingen wir in ein Restaurant am Strand, unten waren die einfachen Tourischuppen, oben im ersten Stock war ein Restaurant das besser aussah, die Tische schön mit weißen Decken geschmückt. Passend zur Atmosphäre gab es erst ein amuse gueul auf Kosten des Hauses, Josef hatte sich eine Fischsuppe als Vorspeise bestellt und als Hautgericht bestellten wir beide ein Tunasteak, wirklich sehr gut und der Kartoffelbrei mit Meerrettich paßte hervorragend dazu. Mit 510 Kuna auch nicht ganz billig
Der Blick aufs Meer war toll, abends fahren die Kreuzfahrtschiffe dann weiter

Zurück im Hotel setzten wir uns an einen Tisch im Garten und tranken eine Flasche Wein, es war wunderbar warm und wir saßen ganz allein dort. Im Fernseher lief das Championship Endspiel Liverpool gegen Real Madrid, aber ich war zu müde und ging bald ins Bett.
Unterkunft: Villa Jagoda Luxury Rooms in Split, 232,20 € für 2 Nächte über booking.com
Die heutige Route: