19. Tag 6. Juni 2018Heute morgen war es sehr sonnig und man musste sich unter den Sonnenschirm setzen zum Frühstück. Heute habe ich die Haferflocken mal weggelassen und habe mir statt dessen ein Stück Kirschkäsekuchen gegönnt, der wird hier in einer Guglhupfform gebacken und dazu gabs noch ein Schokoladenmuffin und etwas Obstsalat. Und dann noch was richtiges zu essen: Eier und Gemüse

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Dann haben wir unsere letzten Postkarten geschrieben und haben sie beim Auschecken im Hotel abgegeben.
An der Küste entlang sind wir anschließend nach Mali Ston gefahren wo wir schon kurz nach 10 am Hotel Ostrea ankamen. Unser Zimmer im Dachgeschoß war schon fertig, ausgestattet mit historischen Möbeln, 3 Fenstern und einem schönen Bad mit Wanne. Eine Minibar um die Kaffeedosen zu kühlen gab es auch und natürlich einen Klimaanlage, die baucht man hier definitiv.

Mali Ston ist ein ganz kleiner Ort, wir gingen die paar Meter am Hafen entlang und entdeckten schon mal ein Restaurant für heute Abend (unter dem weißen Dach)

auf dem folgenden Bild sieht man schon mal die Hauptattraktion von Mali Ston: Die alte Stadtmauer die sich den Berg hochzieht

etwas außerhalb war ein schöner Kiesstrand

hier werden Austern gezüchtet

Danach gingen wir auf der Befestigungsmauer nach Ston.

ich hatte mich Null vorbereitet und habe erst daheim in Wikipedia nachgeschaut wo wir da eigentlich waren:
An der schmalen Landenge, die Pelješac mit dem Festland verbindet, wurde schon unter römischer Herrschaft die Siedlung Stagnum errichtet. Auf dem Berg Starigrad bei Ston sind noch die Reste eines römischen Kastells erkennbar. Auch die bis heute existierenden Salzgärten entstanden schon in römischer Zeit.
Im Mittelalter kam Pelješac 1333 zur Republik Dubrovnik. In dieser Zeit wurde die heutige Stadt gegründet und befestigt. Die Salzgewinnung in der seit der Antike betriebenen großen Meerwassersaline Ston, war die Grundlage der Wirtschaft der Stadt und zeitweilig eine der bedeutendsten Einnahmequellen Dubrovniks.
Im 14. Jahrhundert wurde mit dem Bau der Befestigungsanlagen begonnen. Es entstanden drei Kastelle, die durch Mauern miteinander verbunden waren. Über 40 Türme waren Teil der ca. 5 km langen Mauer, von der bis heute noch Teile stehen. So war der Zugang zur Halbinsel Pelješac vollständig kontrollierbar. Die Gesamtanlage wurde 1506 fertiggestellt und wird als die längste Festungsmauer in Europa bezeichnet.
1996 richtet ein Erdbeben vor allem in Veliki Ston schwere Schäden an.

der Ort sah überall sehr proper aus, kann natürlich sein dass nach dem Erdbeben viel neu gemacht wurde

70 Kuna sind 10 €, das fand ich jetzt nicht gerade billig.
Tja und hier fühlte ich mich wie auf der chinesischen Mauer

mit dem einzigen Unterschied dass wir da fast alleine waren, wir haben unterwegs drei, vier Leute getroffen, mehr nicht.

Blick nach links auf den Ort Mali Ston

und gerade aus auf die Burg wo der Stadtmauer beginnt. Die Burg wird gerade mit Unterstützung durch die EU renoviert und war nicht zugänglich

es ging immer weiter nach oben und mein Bein machte heute wieder ziemlich Probleme. Eigentlich war ein Rundweg geplant aber das war für mich heute zu viel.

Blick von noch weiter oben

und schließlich hatten wir den höchsten Punkt erreicht und konnten zum Ort Ston runtersehen

da steht eine tolle Burg, die sieht sehr frisch reoviert aus

da bin ich dann umgekehrt und langsam wieder nach unten gegangen, runter ging leider noch schlechter als rauf

Josef wollte die Wanderung zu Ende gehen und wir haben ausgemacht uns an dem schönen Kiesstrand zu treffen
Es war jetzt sehr sonnig und heiß und ich legte mich unter einen Baum in den Schatten

zuerst war ich ganz alleine dann kamen noch zwei ältere Frauen und ein paar Kinder zum Baden, offensichtlich alles Einheimische, ich konnte es kaum glauben: keine Touristen weit und breit.

es war unglaublich idyllisch hier, Urlaub in Idealform

später tuckerte dann ein kleines Boot mit zwei Leuten vorbei und schließlich kam auch Josef an den Strand. Er hatte unten in Ston einen Bus Chinesen getroffen

die wollten wohl mal die europäische Version der chinesischen Mauer sehen. Einfach unglaublich wo überall in Europa man mitlerweile Chinesen trifft. Von Mali Ston hatte ich vor dem Urlaub noch nie was gehört. Zum Glück sind sie aber nicht über die Mauer zu uns runtergelaufen (jedenfalls kamen sie nicht an den Strand)
Wir haben uns hier wie zuhause gefühlt und sind mit der Decke immer dem Schatten nachgezogen, in der Sonne hat man es wirklich nicht ausgehalten. Das Wasser war zu Baden ganz herrlich und es gab wieder keinen Grund Badeshuhe zu tragen, auf den runden Kieseln konnte man roblemlos gehen.
Gegen 18 Uhr haben wir uns aufgemacht und sind mit dem Auto nach Ston gefahren, Josef hatte da ein paar Geschäfte gesehen und wir brauchten noch ein Andenken für unseren Nachbarn.
Ston ist ein sehr hübscher Ort und deutlich größer und auch touristischer als Mali Ston

eins der wenigen renovierungsbedürftigen Häuser

die nächsten beiden Fotos sind vor der Burg entstanden die man oben auf der Mauer erkennen konnte. Das Gelände um die Burg wird gerade neu angelegt

schöne Gassen

was wir uns nicht erklären konnten sind diese seltsamen Vorrichtungen an den Fenstern, das gab es an den meisten Häusern. Ob das Vorrichtungen für Fensterläden sind?

auf dem Schild stand dass es sich hier um Schäden durch das Erdbeben handelt

Die Stadtmauer sah man praktisch von überall aus.
Restaurants und Andenkenläden gab es zuhauf, es war aber nichts passendes für unseren Nachbarn dabei. In dem Supermarkt beim Parkplatz fanden wir dann aber eine ansehnliche Flasche Schnaps

Abschiedsbild vom Parkplatz aus:

Der Parklatz war riesig, heute Abend waren aber fast keine anderen Touristen außer uns hier (der Bus mit den Chinesen war auch schon wieder weg

)
Zurück in Mali Ston war am Hafen gerade eine herrliche Stimmung

wir gingen in das Lokal drei Häuser neben unserem Hotel das wir mittags ausgesucht hatten (laut Tripadvisor das beste, es gab aber nur noch wenige andere). Es waren nur 2 Tische besetzt auf der großen Terrasse: Deutsche und Schweizer Touristen, die Kellner sprachen alle deutsch. Das hat uns schon gewundert denn der Kellner der uns bediente war bestimmt Ende 50. Wir haben ihn gefragt wo er so gut deutsch gelernt hat- in Kroatien in der Schule!
Zunächst kam ein Gruß aus der Küche

als Vorspeise hatte Josef Austern bestellt und ich Tintenfischrisotto (das hatte ich schon öfters auf der Karte gesehen und mußte ich jetzt mal probieren)

dazu bekamen wir beide ein Lätzchen umgebunden damit wir uns nicht mit schwarzer Farbe bekleckern

die Austern waren größer und schmackhafter als in Frankreich, wer hätte das gedacht und das Risotto war sehr lecker wenn es auch grenzwertig aussieht.
Als Hauptspeise hatte ich Fischfilet bestellt und Josef ein Steak

beides war ausgesprochen gut. Dazu noch eine Flasche örtlichen Rotweins und 2 Tassen Kaffee machte insgesamt 700 Kuna, unser teuerstes Essen im Urlaub. Hier mußte man auch für das Gedeck bezahlen (12 Kuna) das kannte ich bisher nur aus Italien. Mit der Rechnung bekamen wir ein großes Glas Travarica eine Art Grappa mit Kräutern,die örtliche Spezialität, danach waren wir knülle. Heute gab es dann keinen Wein mehr im Hotel
Unterkunft: Hotel Ostrea, Mali Ston, 102 € gebucht bei booking.com
die heutige Route: