31. Mai Wenn die Nebel wallen…Von unserem Stellplatz haben wir einen netten Blick: eine Burg auf den Klippen. So hatte ich mir schottische Burgen eher vorgestellt. Da sie gestern Abend schon im Schatten lag, wollten wir sie im Morgenlicht fotografieren. Tja, was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen. Wir wachen mal wieder in der "Waschküche" auf.

Dunbeath Castle
Die Burg befindet sich im Privatbesitz und ist nicht zu besichtigen. Lange Jahrhunderte gehörte sie dem Clan Sinclair - irgendwie muss ich da an Roger Moore denken

Okay, Nebel soll zwar irgendwie typisch britisch oder schottisch sein, doch für unsere heutigen Pläne nicht gerade ideal. Hoffen wir mal, dass es wie gestern aufklart. Die Fahrt geht jedenfalls weiter Richtung Norden, mehr oder weniger an der Küste entlang und damit voll im Dunst. Der Stopp bei den Whaligoe Steps – steile Steintreppen von den Klippen hinunter - fällt ihm zum Opfer. Dort wallt er gerade besonders dick.
Wir fahren durch bis John o’ Groats, dem Ende (oder Anfang) der britischen Insel. Hier ist es wenigstens etwas heller.

Das Dorf ist nicht der nördlichste Punkt der britischen Insel, aber die nördlichste Ortschaft und am weitesten entfernt vom anderen Ende bei Land‘s End.

Die 876 Meilen, ca 1410 km, Querung ist beliebt als Tour, zu Fuß, auf zwei oder vier Rädern. Einer ist sogar geschwommen, natürlich außen rum, heißt mehr Meilen.
Ewan McGregor und Charley Boorman 2007 starteten hier ihre Motorradtour, dokumentiert als TV-Serie
Long Way downNatürlich muss ein Foto am berühmten Wegweiser sein

Es sind natürlich keine zwei Meilen von dem einen Wegweiser zum anderen

Irgendwie scheinen sich die Vermesser nicht ganz einig zu sein.

Hafen
Hier werden Tagestouren zu den Orkney Inseln angeboten. Man soll sie auch sehen können, allerdings nicht heute.

Zeit sich die Füße zu vertreten. Am Hafen und Campingplatz vorbei folgen wir dem Küstenpfad, erst am steinigen Ufer entlang, dann hinauf zu Weiden. Wir kommen an Sandbuchten vorbei und müssen einige Gatter durchqueren.



Habe Möwenfels doch noch gefunden




Bay of Sannick
Natürlich begegnen uns wieder etliche von diesen Gesellen.

und Farbtupfer hier und da

Der Küstenpfad macht einen Umweg um steile Klippen herum, daher geht die Wanderung einer Furt entlang zur Straße und dann dort weiter zum Duncansby Head, der Nordostspitze von Schottland.

Steile Klippen, in denen viele Seevögel nisten. Unter anderem soll es hier auch Papageientaucher (Puffins) geben. Wir sehen nur jede Menge Möwen.

Immerhin haben diese schöne Brutplätze mit Garten



An so einer Steilküste gibt es natürlich auch einen Leuchtturm, der wurde 1924 erbaut.

Fußfaule können auch mit dem Auto hierher fahren auf einer single track road. Die ist aber breiter als von uns erwartet. Einige Wohnmobile mit Vogelbeobachtern stehen offenbar länger hier auf dem Parkplatz.
Rechts am Leuchtturm vorbei südwärts der Küste folgt der Trail, bis man diese
Seastacks bewundern kann. Bei dem Wetter haben wir uns den Weg geschenkt und wandern auf auf gleicher Strecke zurück nach John o' Groats.

Mal ein paar andere Vögel, witzig fand ich auch die Muschel"bepflanzung" des Felsen, sieht wie ein Muster aus.

Weiter geht die Fahrt Richtung Westen. Wir kommen am Abzweig zum
Castle Mey vorbei, das Queen Mom, die aus Schottland stammt, gehörte. Wir haben keine Lust schon wieder ein Schloss zu besichtigen. Kurioserweise ist hier auch offenbar die Nebelgrenze, denn ab jetzt wird es sonniger.
Wir kommen zur Dunnet Bay, wo ich eigentlich übernachten wollte. Doch der Campingplatz war - als einziger auf der ganzen Reise und offenbar auch nur ausgerechnet heute - voll belegt.

Wir können im Fahren einen Blick auf Dunnet Head werfen, den wirklich nördlichsten Punkt der britischen Insel.

Weiter geht es nach Thurso, der nördlichsten Stadt der britischen Insel. Hier nehmen wir Quartier auf dem
Thurso Bay Caravan Park. Gleich gegenüber gibt einen Lidl, mit schottischem Whisky im Angebot (Bowmore) und etlichen bekannten Produkten. Wir haben Blick auf den Fährhafen zu den Orkneys Scrabster

Eine Art Strandpromenade führt am Campingplatz vorbei in den Ort, dort spazieren wir noch entlang zwecks Suche nach einem Geldautomaten.

St. Peter's & St. Andrews Church

der Strand

Noch vorm Abendessen holt uns der Nebel ein, man sieht richtig, wie er Meter für Meter näher kommt. Mal sehen, ob wir ihm morgen wieder entfliehen können.
(irgendwie will google die Karte zur heutigen Etappe nicht anzeigen, sorry)