28. Mai Bruar Falls, Loch Morlich & Cairngorm MountainIhr ahnt es schon, Schottland beschert uns weiter schönes Wetter.

Nach gemütlichem Frühstück, Entleeren und Betanken geht es gegen Mittag wieder auf die Straße.
Die Edradour Distille spukt mir noch im Kopf herum, doch liegt die zurück und wir wenden uns lieber vorwärts. Zumindest ein paar Meilen bis zum
House of Bruar. Dies ist nicht etwa sowas wie ein Herrenhaus, sondern unser Junior würde es "shopping mall" nennen. Wir sind allerdings nicht zum Einkaufen hier, auch wenn mich am Obststand kurz die Erdbeeren locken (zu teuer

).
Seitlich bzw. hinter dem Haus startet der Wanderweg zu den gleichnamigen Wasserfällen. Unter der Eisenbahnbrücke hindurch folgen wir einem Waldweg entlang einer kleinen Schlucht bergan.

Den Wald gibt es erst seit 1796, als der berühmte schottische Dichter Robert Burns den Duke of Atholl bat, diese Stelle sollte umgeben sein von erhabenen Fichten. Wir sehen außerdem noch Birken und Rhododendren.


Der Parkplatz war gut belegt, dafür begegnen uns relativ wenig Leute. Sind wohl doch alle shoppen.

Schließlich kommt eine Steinbogenbrücke in Sicht und ein Wasserfällchen-

Lower Bridge
Während ich von der Brücke spähe,

Bach abwärts in die Schlucht

Bach auf eine weitere Kaskade
hat der Gatten den besseren Aussichtspunkt gefunden: die Überreste eines viktorianischen "Viewhouse". Sah wohl mal ähnlich aus wie das beim Hermitage in Dunkeld.



Wir gehen weiter bergan Richtung obere Brücke, das zieht sich hin, immer weiter hinauf. Wenigstens spenden die Bäume Schatten.

Von der oberen Brücke haben wir nochmal einen freien Blick in die Schlucht,

Es geht noch ein Stück weiter hinauf,

Blick zurück auf die Brücke
ehe wir auf einen breiteren Weg stoßen, der jetzt abwärts führt. Wir kommen an einem Picknickplatz vorbei und noch an einer extra Bank, von der wir auf die obere Brücke und größeren Wasserfall schauen können. Hier versperren die Bäume leider ein wenig die Sicht.

Kleine Trinkpause und weiter geht's. Bald haben wir wieder die untere Brücke erreicht, die Runde geschlossen.

Jetzt sehen wir links noch eine Treppe zu einer hölzerne Plattform; bekannte Ansicht Wasserfall - und einen schwer zu erkennenden Arch.

Hier etwas verborgen unter dem Grün unten im Bild

Nach etwa anderthalb Stunden sind wir zurück am Parkplatz; Strecke laut
walkhighlands 2.5 km, 150 Höhenmeter.
Wir folgen der Hauptstrecke A9 weiter nach Norden und in die Berge. Die Landschaft wird etwas karger und heideartig. Irgendwie war ich zu faul zum Filmen oder Fotografieren. Grad eben habe ich per Handy die offizielle Begrüßung in den Highlands erwischt. (zumindest meine ich, dass es auf dieser Strecke war

)

Wenig später ist ein kleiner Abstecher fällig


Dalwhinnie zählt als einer der kältesten Orte Schottlands, die Whiskydistille als die höchstgelegenste noch arbeitende. Eine Führung haben wir hier schon mal mitgemacht, heute daher nur eine Verkostung. Ich bekomme drei verschiedene Sorten: den "normalen" 15 Jährigen, einen 25 Jährigen und eine Sonderedition, jeweils mit einem leckeren Stück Schokolade. Der Gatte darf jeweils einmal nippen.

Eine Flasche für die Bordbar wird auch gleich erstanden.
Eigentlich hatte ich einen Besuch im Highland Folk Museum in Newtonmore geplant. Besonders da dort auch Szenen für Outlander gedreht wurden. Aber uns ist heute nicht so nach Historisch. Wir fahren weiter und biegen dann bei Aviemore ab in die Cairngorms. Nächstes Etappenziel ist Glenmore. Wir kommen zu einen See, hübsche Parkplätze mit Picknicktisch, leider zu klein für unser Dickschiff. Näher am Ort merken wir den Feiertag, reichlich Autos am Straßenrand. Wir müssen ein Eckchen weiter fahren, ehe wir einen Parkplatz finden. Halb neben der Straße zurück, halb querfeldein schlagen wir uns durch zum Loch Morlich.

Der See hat einen Sandstrand, man kann hier Kanus leihen oder auch Baden. Was tatsächlich einige Leute tun. Über den Bergen ballen sich jetzt einige Wolken, Schneereste liegen auch noch.

Wir bummeln am Strand entlang und finden ein ruhiges Picknickplätzchen.

Natürlich habe ich auch das Wasser getestet, erstaunlich warm für so einen Bergsee.

Nach einer Apfel-Keks-Pause und etwas Sonnen wandern wir zurück zum WoMo. Leider ist es für einen Besuch des Reindeer Centre nun zu spät. (Überhaupt haben die Schotten sehr frühe Schließzeiten, meist 17 Uhr). Gern hätte ich hier auch übernachtet, doch der gar nicht so kleine Campingplatz hier oben hat auf meine Anfrage nicht geantwortet.

Wir fahren weiter bis zum Straßenende am Cairn Gorm Mountain. Hier fährt eine Standseilbahn bis zum Gipfel des Cairn Gorm; im Winter zum Skigebiet, im Sommer darf man die Bergstation nicht verlassen

Dafür beherbergt sie Britanniens höchst gelegenes Restaurant.


eine der Skifahrerskulpturen

Blick hinunter zum Loch Morlich
Wird langsam Zeit unser Quartier aufzuschlagen, und zwar auf dem
Campingplatz Dalraddy, den kennen wir noch von unserer letzten Tour.
Es bleibt heiter und warm genug (und Mücken frei) für Aperitif und Abendessen unter freiem Himmel.

Heutige Etappe: