Autor Thema: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert  (Gelesen 28004 mal)

Ilona

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Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« am: 26. Juni 2013, 15:02:30 »
Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert 
 
   
12.03.10

Dieses Mal hatten wir einen Direktflug mit der Lufthansa von Frankfurt nach Los Angeles gebucht. Nach all den Jahren mit verschiedenen amerikanischen Airlines und den Zwischenlandungen, waren wir schon sehr auf die Lufthansa gespannt. Und dass kein Inseat-Entertainment vorhanden ist (ausser in der 1. oder der Business-Class), kann man mit einem guten Buch verschmerzen. Mit einer Stunde Verspätung hoben wir endlich in Richtung LAX ab.

Über den Service kann man nicht meckern. Alkoholische Getränke sind noch frei. Bei den US-Airlines mussten wir jedesmal 5 $ löhnen. Na dann mal einen Becher Brause  :drunken:, denn das hilft vorübergehend auch gegen die Flugangst   :floet:. Als das Essen auf Rädern anrollte, hatte ich schon Chi .. auf den Lippen. Da fragt mich die Stewardess „Fisch oder Gulasch" !!??? Man, hat die mich kurz aus dem Konzept gebracht. Wir entschieden uns für das Fischfilet, gebettet auf Bandnudeln und Spinat. „Darf’s noch ein Bailey’s oder Cognac sein?" Spätestens da haben wir das Airline-Rating nach oben gesetzt  :thumb:.

3 Stunden vor der Landung eine Durchsage: „Wir haben einen Notfall, ist ein Arzt an Board?". Mit Notfallkoffer und Defibrillator bestückt, eilten zwei Flugbegleiter den Gang entlang. Hinter uns saß zufällig ein Arzt. Der eilte schnell hinterher. Nach einigen Minuten kam er zurück und sagte seiner Frau, dass bereits einige Kollegen zur Stelle waren (vermutlich waren alle auf dem Weg zum Kardiologen-Kongress in LA  :zwinker: ). Glücklicherweise musste die Maschine deshalb nicht zwischenlanden und traf pünktlich in LA ein. Das Aussteigen verzögerte sich etwas, da der Patient zuerst abtransportiert wurde.

Reingelassen :toothy9: wurden wir relativ schnell, der Immigrationsofficer war gut und scherzend drauf.

Dann zu Alamo.  Der Papierkram war schnell erledigt, doch kein Midsize 4wd SUV vorhanden. Ein übereifriger Mitarbeiter bat uns um 5 Minuten, denn er wollte noch in der Waschstraße nachschauen. Nach 10 Minuten kam er freudestrahlend mit einem Dollarfragezeichen in den Augen zurück und brachte uns Rocky mit nur 4720 Meilen (welches wir mit 5 $ belohnten  :cool2:)


Rocky deshalb, weil er im Rocky Mountain Staat zugelassen ist. Er und die Japanese Lady (unser Navi) waren uns tolle Begleiter im Wirrwarr der Großstädte.

Doch nun zu den weiteren Stationen unserer Reise:

13.03.10   Crystal Cathedral und San Diego
14.03.10   Old Town und USS Midway
15.03.10   Yuma und Painted Rocks Petroglyph Site
16.03.10   Organ Pipe Cactus NM und die Begegnung mit einem Monster
17.03.10   Tucson:  Sonora Desert Museum und Saguaro N.P. West
18.03.10   Boneyard Tour
19.03.10   Ramsey Canyon, Tombstone
20.03.10   Im Felslabyrinth des Chiricahua
21.03.10   Tonto N.M, Apache Trail und Granite Dells
22.03.10   Goldstrike Canyon
23.03.10   Valley of Fire S.P.
24.03.10   Las Vegas
25.03.10   Hollywood
26.03.10   Venice Beach und Rückflug

Nach dem langen Flug sollten wir uns aber erst ein bisschen ausruhen, bevor es weiter geht:

Logis:  Best Western Palm Garden Inn, Westminster (LA)
Preis: 73,94 $ inkl. Tax und Frühstück
Note: gut

Wie wär’s? Kommt doch einfach mit und begleitet uns. 

Ilona und Heiko
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« Antwort #1 am: 26. Juni 2013, 15:11:30 »
13.03.2010 – Crystal Cathedral, Balboa Park und Coronado Island

Früh am Morgen (der Jetlag  :zwinker: und ab 6 Uhr wurde Frühstück angeboten) stand ein Kirchenbesuch auf dem Programm. Nur einige Meilen entfernt befindet sich die Crystal Cathedral in Garden Grove.

Die Kirche fasziniert durch ihre Größe und äußere Erscheinung. Sie ist aus Spiegelglas und hat die Form eines Sterns. Die Kathedrale ist die erste große Kirche, die als Fernsehkirche entworfen und geplant wurde. Die unabhängigen christlichen Gottesdienste (sog. Hour of Power) werden in  über 50 Länder übertragen und können von Millionen Zuschauern gesehen werden (bei uns z. B. auf Tele5 jeden Sonntag morgen um 10:30 Uhr). Es ist mehr eine Show mit viel Gesang um die Predigten und nicht die Art eines Gottesdienstes, wie wir das von hier kennen (Stand 2010). Die Kirche ging nämlich zwischenzeitlich pleite.



Der Turm der Hoffnung





Walk of "Bibelverse"



Hologramm im Turm der Hoffnung



Auffallend ist, dass alle biblischen Figuren lachend dargestellt sind!



Die Kirche hat die größte „freischwebende“ Orgel der Welt



Urnenfächer sind noch zu haben  :floet: :



Für eine Führung war es leider zu früh. Uns stand ohnehin der Sinn nach Sonne, Strand und Meer – endlich nach soviel Schnee in Deutschland. Der direkte Weg führte uns zum Huntington Beach



Es war 8 Uhr morgens und noch sehr kühl. Die Surfer stört das nicht. Wir haben schon vom Zuschauen gefroren  :frier:.



Der Küste entlang ging's auf dem Highway No. 1 bis Dana Point und dann weiter über die I-5 nach San Diego. Einen Zwischenstopp haben wir in Oceanside in der Outlet-Mall eingelegt und dort was gegessen.

Am frühen Nachmittag erreichten wir San Diego und wollten noch den Balboa Park besuchen. Außer uns hatte wohl die ganze Stadt die Idee! An diesem sonnig warmen Tag zog es die Leute in Massen in den Park.





Tropische Landschaften, Gärten, 15 Museen, Straßenmusikanten und im Spanisch Barock errichtete Gebäude prägen diese ca. 5 km2 große Parkanlage. Der Balboa Park ist das Naherholungsgebiet von San Diego und nur 2 km von Downtown entfernt.



Wir haben uns 2 Stunden im Park aufgehalten (eigentlich könnte man den ganzen Tag dort verbringen, sofern man Zeit hat) und fuhren im Anschluss über die Coronado Bridge



auf direktem Wege one way in den Marinestützpunkt! Unsere Japanese Lady konnte nichts dafür, denn die hatten wir leider nicht befragt  :nono:. Schließlich gingen wir davon aus, dass das Hotel del Coronado leicht auf dieser „kleinen" Halbinsel zu finden ist  :toothy9:. Zwei Polizisten und die Wache waren dann so freundlich, uns wieder auf „den richtigen Weg zu bringen". Ich glaube, denen passiert das öfter. 

Dann endlich sahen wir das schlossartige Hotel del Coronado mit seinem markanten Dach.



Hier drehte Billy Wilder 1959 den Klassiker „Manche mögen’s heiß“ mit Marilyn Monroe und verkaufte das Ganze nebenbei als Florida!



Früh auf den Beinen bedeutet aber auch, dass diese irgendwann nicht mehr wollen  :hammer:. Überredet! Dann ruhen wir uns jetzt etwas aus  :bett:.

Logis: Best Western Lamplighter Inn, San Diego (Nähe Universität)
Preis: 193,64 $ inkl. Tax für 2 Nächte mit Frühstück
Note: sehr gut
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« Antwort #2 am: 26. Juni 2013, 15:17:05 »
14.03.10     Old Town und USS Midway

Heute war ein besonderer Tag und das nicht nur, weil der 14.03. mein Geburtstag ist :toothy9: .
 
Ich war schon ganz aufgeregt, denn schon seit den Movies „Der letzte Countdown" oder „TOP GUN" üben Flugzeugträger eine gewisse Faszination auf mich aus und heute konnte ich einen betreten  :happy2:. Das Museum öffnet leider erst um 10 Uhr.

Auf der Strecke liegt aber noch der State Historic Park OLD TOWN, der Ursprung des heutigen San Diego. 1769 wurden von den Spaniern auf dem Presidio Hill die erste kalifornische Mission gegründet und unterhalb diese erste Siedlung. Die Altstadt besteht aus Souvenirläden, Museen und Restaurants, die täglich von 10 – 22 Uhr geöffnet haben und für die Touristen ausgerichtet sind. Wir waren zu früh da - aber ehrlich gesagt, fanden wir es nicht so interessant, um nochmals vorbeizuschauen.







Kurz vor 10 Uhr waren wir am Parkplatz der USS Midway. Wir haben uns für ein 4 Stunden Parkticket (7 $) entschieden. Empfehlenswert ist aber ein Tagesticket. Der Eintritt für das Museum beträgt 18 $ pro Person.

Der Flugzeugträger wurde kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges in Dienst gestellt und nahm am Vietnam- und am 2. Golfkrieg teil. Im April 1992 wurde die Midway nach fast 47 Dienstjahren in die Reserveflotte überführt. Endgültig in "Rente" ist es seit 2004 und als Museumsschiff für die Öffentlichkeit zugänglich.

Einfach nur  :thumb:







Der Rundgang konnte beginnen



Mannschaftsschlafraum



Schlafraum für Offiziere



Besprechungsräume der Luftflotte





Flightdeck







Der Haken, das wichtigste Teil für die Landung



Wäscherei



Bäckerei



Küche



OP



Wir waren über 3 Stunden auf der Midway unterwegs. Ich kann nur sagen, dass ich auf so einem Schiff oder U-Boot nicht anheuern möchte und jeden bewundere, der das tut! Die Enge, die niedrige Deckenhöhe und der Geruch nach Diesel und Ölfarbe .... Aber ein Besuch lohnt sich aber auf jeden Fall!

Daneben sind einige Fischrestaurants und auch das Seaport Village. Die Parkzeit hat gerade noch für ein Mittagessen gereicht. Wir wollten dann noch das Gaslamp Quarter anschauen und auch Horton Plaza. Als wir ins Parkhaus fuhren und sahen, dass 12 Minuten 2,50 $ kosten, sind wir gleich wieder rausgefahren! Leider gibt es Downtown zu wenig Parkplätze und wir mussten die Parkplatzsuche aufgeben.

Dies war zwar schade, doch letztendlich wieder gut. Heiko fühlte sich plötzlich unwohl und das sollte dazu führen, dass er die nächsten 4 Tage eine unfreiwillige Diät einlegen musste. Ein Magen-Darm-Virus hat erbarmungslos zugeschlagen.

Den restlichen Nachmittag und Abend verbrachten wir somit im Motel  :(.
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« Antwort #3 am: 26. Juni 2013, 15:22:59 »
15.03.2010   Yuma Territorial Prison und Painted Rock Petroglyphs

Bedingt durch die plötzliche Erkrankung von Heiko hatten wir ein ruhelose Nacht. Versorgt mit dem Nötigsten aus der Reiseapotheke wagten wir die Weiterfahrt. Die Nähe des Motels zur I-8 ist vorteilhaft und wir haben sehr früh San Diego hinter uns gelassen. Die Megastädte sind zwar interessant, doch das weite Land hat für uns definitiv den größeren Reiz. Wüste und Saguaros wir kommen!

Eine längere Fahrtstrecke lag vor uns und Heiko nahm's gelassen. Dieses Jahr lagen die Wanderziele noch etwas entfernt und bis dahin sollte es ihm hoffentlich besser gehen. Als Beifahrer konnte er sich erst einmal ausruhen.

Die Fahrt  in Richtung Yuma zieht sich wie Kaugummi, so dass wir froh waren, als wir Yuma endlich erreichten. Der Ort besteht zum großen Teil aus RV-Parks, in denen die Snow-Birds überwintern und ist ein Rentnerparadies. 

Ich bin auch nicht zu schnell gefahren  :zwinker: und dennoch sind wir im Gefängnis gelandet  :floet: .



Na gut, jetzt sind wir schon mal hier und die Tore weit geöffnet



Dann lass uns mal einchecken



Es sind noch viele Zimmer frei



Am besten gefiel uns der 2-Queens-Bedroom  :totlach: .



Und einen Darkroom haben die auch  :tuschel: .



Eigentlich erwartet man hier wenigstens Vollpension. Doch weit gefehlt! Also sind wir ausgecheckt (und das wird an dem Tag nicht das letzte Mal sein).

Raus aus dem Gefängnis und rein ins Golden Corral  :toothy9:. Buffets haben wir während der gesamten Reise bevorzugt. Für Heiko hatte es den Vorteil, dass er sich seine „Schonkost" selbst zusammenstellen konnte und ich probiere mich (leider) viel zu gerne durchs Angebot.

Der Verdauungsspaziergang fiel aus, denn weitere Meilen bis Gila Bend lagen noch vor uns.

Sehenswert  sind kurz vor Gila Bend die Steine der Painted Rocks Petroglyphs:





Bald darauf erreichten wir Gila Bend. Nachdem es in Ajo keine freien Zimmer gab, blieb nur noch Gila Bend oder Zelt. Die Motelbewertungen für Gila Bend waren alle durchweg schlecht, außer der Best Western Space Age Lodge, deren Zimmerpreise bei 120 $ liegen. Wir hatten das Knights Inn reserviert.

Bevor ich jedoch einen Koffer abstelle, kommt erst der Matratzen-Hebe-Test. Sollten sich nämlich Bettwanzen eingenistet haben, dann – so sagt man – würde man beim schnellen Anheben zwischen den beiden Matratzen welche krabbeln sehen (solche Sorgen hat Frau im Urlaub  :cool2:).

Im Knights Inn reichte es schon, die Bettdecke aufzuschlagen. 3 lange schwarze Haare! Das geht gar nicht! Also wieder an die Rezeption und ein anderes Zimmer verlangt. Jetzt kam sogar der Motelbesitzer mit und vergewisserte sich selbst. Das Bett war ok, aber der Rest zum Fürchten. Das fing bei ausgebrochenen Fliesen an und hörte beim innerlich verrosteten Kühlschrank auf.

Ich überredete Heiko, dass wir die Hauptstraße entlang fahren und einfach mal nach einer anderen Bleibe schauen. Eine Meile entfernt fiel uns das frisch gestrichene und renovierte Yucca Motel auf. Ich bekam gleich 2 Zimmerschlüssel und wir konnten eines auswählen.

Zurück im Knights Inn habe ich den Schlüssel zurückgegeben und dem Besitzer erklärt, dass wir hier nicht bleiben können. Ein wirklich netter Mann, der anstandslos  die Kreditkartenrückbuchung vornahm und mir noch sagte, er würde in den Zimmern auch nicht übernachten wollen  :gruebel:.

Letztendlich haben wir mit unserem neuen Quartier noch Glück gehabt.

Logis: Yucca Motel
Preis: 67,40 inkl. Tax ohne Frühstück
Note: befriedigend/kein Föhn/WLAN sehr gut

Total erschöpft schliefen wir in dieser Nacht recht gut.
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« Antwort #4 am: 26. Juni 2013, 15:28:36 »
16.03.10   Organ Pipe Cactus NM und das GILA MONSTER

Der Tag begann für mich mit einem Gourmet-Frühstück  :zwinker: im Goldenen M und Heiko trank sich an einem Becher Schwarztee satt.

Die Strecke von Gila Bend zum Organ Pipe ist gemütlich zu fahren. Mit Staus ist in dieser Gegend nicht zu rechnen. Die Border Patrol hatte irgendwo dazwischen ein Schild platziert, doch zu sehen war niemand.

Nach einer Stunde erreichten wir das Visitor Center. Da staute es sich vor der Kasse  :bang:. Eine neugierige Rangerin fragte jeden aus: „Wo kommst du her? Wie lange bleibst Du? ....blablabla". Wir verdrehten schon die Augen und waren froh, dass sie nicht noch einen ausführlichen Lebenslauf verlangte.

Egal, was soll’s – ich bin doch endlich im 7. Saguarohimmel angekommen  :herz: .

Den Puerto Blanco Drive fanden wir nicht so interessant, denn er ist leider nur ein kurzes Stück befahrbar.





Den Ajo Mountain Drive hätte ich dafür 2 x fahren können. Das ist die schönste Einbahnstraßen im Südwesten!









Zwischen dem Arch Canyon



und Bull Pasture stand ein Fahrzeug auf der Straße. Davor winkte ein Mann ganz aufgeregt und stoppte uns. Sein Begleiter stand am Straßenrand und gerade als ich fragen wollte: „what do you see?" rief ich schon aufgeregt – ein GILA MONSTER!

Auto aus, Camera geschnappt und hinter den Männern und dem Gila Monster her  :toothy9:.



Das Gila Monster ist der einzige giftige Lizzard in den USA und selten zu sehen. Nur in den Monaten März und April ist die nachtaktive scheue Krustenechse tagsüber unterwegs. Sie bewegt sich relativ langsam und greift nur an, wenn man sie aufs äußerste reizt. Wenn sie aber zubeißt, dann wird das Gift durch Kaubewegungen eingebracht und sie lässt ihr Opfer nicht mehr los.

Wie die Paparazzi sind wir dem armen Tierchen gefolgt,  bis es sich endlich im Gestrüpp in Sicherheit bringen konnte.



Die meiste Zeit verbrachte ich jedoch damit, Saguaros abzulichten  :cool2:.

In Why hielten wir im Golden Hasan Casino. Dort gibt es einen konkurrenzlosen Imbiss. Für 3,99 $ bestellte ich mir Chicken Nuggets (alternativ gibt’s noch Wings) mit Pommes. Von dieser Portion wären wir beide ausreichend satt geworden. Das meiste davon landete jedoch im Müll, den Heiko blieb bei Joghurt und Banane.

Auf dem Weg nach Tucson war ich schon auf die dortige Unterkunft gespannt. Bis kurz vor unserer Abreise hatte ich im Internet immer wieder die Zimmerpreise verglichen. Plötzlich sah ich 19,99 $/Nacht im Comfort Inn. Kann nicht sein?! Die Bewertung ist in Ordnung und der reguläre Preis liegt bei 99 $. Ich reservierte 2 Nächte und war immer noch skeptisch. Beim Einchecken fragte ich vorsichtig, wo denn der Haken ist? Da musste der junge Mann so lachen und beruhigte mich. Es lag an einem Tag eine Fehlprogrammierung vor und ich bin zufällig darauf gestoßen. Also schnell die Koffer ins Zimmer gebracht, denn nach dem Monster wollten wir jetzt auch noch die weiße Taube sehen:

Die Mission San Xavier del Bac









Die Mission schließt Punkt 17 Uhr die Tore! Wir haben es gerade noch geschafft.

Dieses Prachtstück sowie das Desert Diamond Casino befinden sich in einem Reservat und sind nicht all zu weit voneinander entfernt. Ich wusste, dass es dort ein Buffet gibt. Das Abendessen war gesichert und ich kann das Buffet nur empfehlen.

Wieder ist ein schöner Reisetag vorbei und wir freuen uns schon sehr auf den nächsten.

Logis: Comfort Inn (West Grant Rd), Tucson
Preis: 48,98 $ für 2 Nächte inkl. Tax und Frühstück
Note: gut
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« Antwort #5 am: 26. Juni 2013, 15:33:41 »
Zwischendurch mal was ganz anderes:

Die Fahrt durch endlose Kakteenwälder in Arizona inspirierte mich zu einer kleinen Geschichte mit dem Titel

Aus dem Leben einer Saguaro Familie (man beachte bitte die Details  :zwinker: )

Ich bin Rosita



und das ist Pepe.



Es war Liebe auf den 1. Blick  :herz:



und diese sollte auch schon bald Früchte tragen  :happy2: .



Unsere Älteste, die Chicca, hat schöne Augen  :cool2:



und oft macht sie sich die Haare schön.



Unser Sohnemann Juan rauft gerne – wie die Jungs eben so sind  :evil:.



Bonita, die Jüngste, spielt immer mit ihren Teddybären  :zwinker: .



Irgendwann haben wir noch ein Mehrfamilienhaus erworben und an „schräge Vögel" wie die Flickers, Woodpeckers und Owls vermietet.



Erst kürzlich ist Oma Rosalia viel zu früh von uns gegangen  :heul:,



doch gute Freunde  :knuddel: sind immer für uns da.



THE END
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« Antwort #6 am: 26. Juni 2013, 15:37:59 »
17.03.10   Arizona Sonora Desert Museum und Saguaro N.P. West



Das Arizona Desert Museum öffnet bereits um 7:30 Uhr und das kam uns sehr gelegen. Wir waren pünktlich vor Ort und konnten dadurch alles in Ruhe anschauen.

Das Museum ist schon was Besonderes. Inmitten einer tollen Landschaft sind Gehege integriert und Gärten angelegt. Flora und Fauna der Wüste kann man hier live erleben.



Im Großen und Ganzen haben wir uns an den Rundweg gehalten und mussten zwischendurch doch immer wieder auf den Plan schauen. Die Parkanlage ist schon sehr groß.

Angenehm überrascht war ich, dass in den Restrooms neben den Waschbecken Spender mit Sonnenschutzcreme hängen. Das ist ein Service! Überhaupt ist die Atmosphäre sehr angenehm, wären da nicht die Warnschilder vor Rattlesnakes und pieksenden Agaven  :schreck: .

Ich lass einfach mal Bilder sprechen:

Große Katze – der Puma



Bär in "Einzelhaft"  :heul:



zum Knuddeln 



Dieses Roadrunner Huhn hat hemmungslos mit Heiko gebalzt. Ich wurde fast eifersüchtig  :zwinker:.



Linus auf seinem Kuscheltuch



Süßer Plagegeist, so ein Waschbär



Besonders liebevoll ist das Hummingbird Haus gestaltet. Wir waren den Kolibris noch nie so nahe



und hatten das große Glück, dass einige davon gerade brüteten. Beschützt durch das Aufsichtspersonal können sie das in Ruhe tun.

Stolze Mami



und noch eine



Aus dem Bereich Flora fand ich das Saguaroskelett interessant



und diesen Totempfahl-Kaktus



Nach 5 Stunden Aufenthalt im Museum machten wir uns auf den kurzen Weg zum Saguaro N. P. West.



Dieses Prachtexemplar hätte ich gerne blühend gesehen.



Alles ist jedoch vergänglich.





Unser Bedarf an Fauna war für heute gedeckt und um 16 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Pima Air & Space Museum. 

Aus der Homepage des Museums hatte ich erfahren, dass man sich für die sogenannte Boneyard Tour anmelden muss. Diese Tour wollten wir unbedingt machen. In Tucson streikte allerdings unser Notebook, so dass wir uns persönlich für den nächsten Tag registrieren lassen wollten. Das Museum schließt um 17 Uhr; Eile war geboten.

Wir erhielten die Auskunft, dass die erste Tour morgens um 10 Uhr startet. First come, first safe und Reservierungen gibt’s nicht! Die Touren sind sehr beliebt und mittlerweile ständig ausgebucht.

An dem soll’s nicht scheitern, wir sind doch immer früh auf den Beinen und auf dieses Highlight wollten wir auf keinen Fall verzichten.

Dann bis morgen früh  :winkewinke: und haltet den Reisepass bereit.
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« Antwort #7 am: 26. Juni 2013, 15:43:48 »
18.03.10  Pima Air & Space Museum und Boneyard Tour (AMARG)



Zu einem besonderen Highlight unserer Reise zählte der Besuch des Pima Air & Space Museums und insbesondere die Boneyard Tour.

Das Museum öffnet um 9 Uhr. Wir standen bereits 8:30 Uhr davor, damit wir bei der ersten Tour dabei sein konnten. Abzüglich ADAC/AAA-Rabatt beträgt der Eintrittspreis 12,75 $/Person, sonst 15,50 $. Die Boneyard Tour kostet zusätzlich 7 $ pro Person, kann aber auch separat gebucht werden.

Die erste Tour startet um 10 Uhr. Wir hatten noch Zeit und schauten uns einen Teil des Museums an, bevor wir zur Bushaltestelle gingen.

Rentnerdasein in Arizona  ;D.







Wollt Ihr auswandern? Da passt das gesamte Haus rein  :toothy9:.





Das Areal ist weitläufig. Wer das nicht zu Fuß machen kann oder will, hat die Möglichkeit, für 6 $ zusätzlich die Tram Tour zu buchen. Wir waren flott unterwegs, denn die Zeit drängte.

Bereits an der Kasse mussten wir den Reisepass bzw. Führerschein vorlegen. Wir erhielten dann ein Kärtchen für die Bustour. 55 Sitzplätze werden pro Tour vergeben. Beim Einstieg in den Bus gibt man das Kärtchen ab, der Name wird auf der Liste abgehakt und erneut wird ein Blick auf die ID geworfen.

Die Boneyard Tour – neuerdings als AMARG (Aircraft Maintenance and Regeneration Group) bezeichnet – konnte starten. Der Bus fährt ca. 4 Meilen bis zur Davis-Monthan Air Force Base. Hier schaut sich die Wache nur die Liste an und der Bus darf passieren.

Was früher ein Friedhof für ausgediente Flugzeuge war, ist heute der

wertvollste Recyclinghof der Welt!

Nahezu 20 % der Flugzeugteile werden regeneriert und wiederverwertet.
Es stehen zwischen 4500 – 5000 Fluggeräte auf diesem Feld. Soweit das Auge reicht!

Ich habe vor langer Zeit Mathematik abgewählt  :zwinker:, doch bei einem Grundpreis von mindestens 1 Mio. pro Maschine, wie viele Nullen...  -illionen Wert sind das?!  Wer Lust hat, darf dies gerne ausrechnen.

Die Tour dauert ca. 1 Stunde. Der Bus fährt dabei eine Straße längs und eine quer. Entlang dieser Straßen sind einzelnen Maschinen drapiert, zu denen der Tourguide ins Detail geht.  Das Fotografieren aus dem Bus ist nicht gerade optimal und den Bus verlassen darf man leider nicht.

Hier nun einige Bilder:











Alle Maschinen werden regelrecht „mumifiziert".











Nach dieser wirklich beeindruckenden Tour führten wir unseren Rundgang im Museum zu Fuß fort.





Deutsche Modelle sind auch vor Ort:

Die Fieseler Fi 103, auch Vergeltungswaffe 1 genannt



Tornado



Im Anschluss sagten wir Tucson "Good Bye" und erreichten am Abend Sierra Vista.

Logis: Comfort Inn & Suites, Sierra Vista
Preis: 76,97 $ inkl. Tax und Frühstück
Note: sehr gut
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« Antwort #8 am: 26. Juni 2013, 15:52:08 »
19.03.10   Ramsey Canyon und Tombstone



Unter dem Ramsey Canyon hatte ich mir eigentlich etwas ganz anderes vorgestellt. Bei der Reiseplanung bin ich auf ein Foto mit einer bunten Felsklippe gestoßen, die mir auf Anhieb gefallen hat. Die musste ich sehen!

Der Ramsey Canyon ist ein herrliches Schutzgebiet eines Naturfreundevereins – The Nature Conservancy. Vor allem Vogelfreunde aus aller Welt besuchen den Canyon aufgrund des Artenreichtums. Rund 170 Arten, davon sämtliche Kolibriarten, leben behütet in dieser kontrollierten Wildnis.

Dieser Kolibri war sehr verspielt und flog ständig dicht über unsere Köpfe hinweg.



Die Zufahrt beginnt  6 Meilen außerhalb von Sierra Vista (US 92 in Richtung Douglas). Am Vorabend sind wir schon daran vorbeigefahren, denn nur ein grünes Straßenschild mit dem Aufdruck Ramsey Canyon Road weisst den Weg.

Die Straße ist eine Sackgasse und endet am Naturschutzhaus.



Der Eintritt pro Person beträgt 5 $. Nur dann hat man die Möglichkeit, den ca. eine Meile langen Trail zu laufen.



Auf meine Frage hin, wie lange man dafür benötigt, wurde uns gesagt, zwischen einer und sechs Stunden. 6 Stunden für 1 Meile? Ach was,  ich such doch nur die Klippe  :cool2:.

Der  Weg führt an dieser Hütte



und seinem Bewohner vorbei.



Schade, dass die gigantischen Sycamore Platanen noch so kahl waren  :( .



Das Haus ist zerfallen, der Kamin nach wie vor stabil  :thumb:.



Und endlich, die bunte Klippe  :adieu: (leider kommt man nicht näher dran, da ein Sumpfgebiet dazwischen liegt)



Der Weg steigt langsam an und dann kommt der Abzweig zum Hamburg Trail



Hamburg ist doch Flachland  :zwinker:, doch dieser Trail endet auf dem Miller Peak. In kurzen steilen Kehren mit vielen Stufen schlängelt sich der Weg nach oben und jetzt wusste ich auch, warum die Zeitangabe von ... bis   :grins:  ist.

Heiko war zwar wieder wohlauf, aber noch kraftlos. Wir mussten öfter eine Pause einlegen. Zwischendurch gibt's einige Bänke zum Ausruhen und wir sind nicht an jeder vorbei gelaufen :zwinker:.

Wie Ihr wisst, gibt es beim Wandern und Klettern die Einteilung in Schwierigkeitsgrade. Nach den Fahrtagen war auch ich etwas kurzatmig unterwegs und habe auf dieser Strecke meine eigenen Schwierigkeitsgrade festgelegt   :floet: :

Grad 1: Da kann Oma mit

Grad 2: Da bleibt Oma zurück

Grad 3: Das trau ich mich nicht
    :schreck:

Beim Hamburg Trail handelt es sich um eine Grad 2 - Wanderung  :toothy9:. Bevor ich jetzt aber Proteste entgegennehmen muss, sei gesagt, dass ich damit nicht die 75jährige Marathonläuferin meine, die mindestens 1 x im Jahr das Matterhorn besteigt  :cool2:.

Nach 45 Minuten sind wir mit Schnappatmung oben angekommen und haben damit den Trainingslauf für den morgigen Tag absolviert  :adieu:.



Auf jeden Fall würden wir diesem Idyll nochmals einen Besuch abstatten. Allerdings dann eher ab April, wenn die Vegetation ihren Winterschlaf beendet hat, alle Zugvögel eingetroffen sind und es nicht mehr so schattig ist.

Nachmittags trafen wir in Tombstone ein und parkten in der Nähe vom Courthouse:



Gun Fight Anbieter werben um Zuschauer.



Der sitzt wohl schon länger hinterm Tresen  ;D.



und noch ein öffentliches Verkehrsmittel:



Das Örtchen ist nett anzuschauen. Allerdings konnten wir dieser nachgestellten Westernstadt keinen Reiz abgewinnen. Wahrscheinlich waren einfach unsere Erwartungen zu groß  :weissnicht:.

Wir fuhren an diesem Tag noch bis Willcox, denn dort hatten wir im

Logis: Best Western Plaza Inn, Willcox
Preis: 81,35 inkl. Tax und Frühstück
Note: mangelhaft

ein Zimmer reserviert. An der Rezeption stand eine betagte Dame und schätzungsweise 80 Jahre alt. Sie hat uns ein Zimmer zugewiesen, das im Innenhof mit Blickrichtung auf Pool und Restaurant war. Vor unserem Zimmer der Treppenaufgang. Als wir die Türe öffneten, kam uns ein modriger Geruch entgegen und lüften half nicht wirklich. Sauber war das Zimmer, allerdings wäre eine Renovierung dringend von Nöten. Hier mal ein Foto von der Armatur:



Es war schon spät und ich wollte nicht schon wieder eine neue Bleibe suchen. Hätt ich's bloß gemacht, denn in dieser Nacht habe ich bis 3 Uhr früh kein Auge zu gemacht! Es war Freitag und Karaoke in der angrenzenden Bar. Anscheinend musste jeder Gröler  :bang: an unserem Zimmer vorbei oder zumindest die Treppe hoch. Als ich das am nächsten Morgen reklamiert habe, sagte man mir, dass die Polizei des öfteren nachts für Ruhe sorgen müsse.

Die Müdigkeit war anschließend schnell verflogen ...   :adieu:

Fortsetzung folgt!
Liebe Grüße

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Re: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« Antwort #9 am: 26. Juni 2013, 15:59:51 »
20.03.10   Chiricahua National Monument

An diesem Morgen, nach nur drei Stunden Schlaf, erwachte ich ziemlich gerädert. Auch der Blümchen-Kaffee holte meine Lebensgeister nicht wirklich zurück. Ich nahm den Footlong (ohne Soße), den wir uns abends zuvor bei Subway geholt haben, aus dem Kühlschrank und schlenderte mit Koffer und Sub zu Rocky, unserem Jeep.

Gähnend nahm ich auf dem Beifahrersitz Platz und döste so vor mich hin, da landschaftlich ohnehin wenig Abwechslung geboten war.

Dies änderte sich schlagartig mit der Zufahrt zum Chiricahua. Ich konnte mich auf der Fahrt zum Echo Canyon Parkplatz an den Felsnadeln gar nicht satt sehen.

Bei strahlendem Himmel um 7:45 Uhr früh und knackigen 5°C machten wir uns auf den Weg. An den ersten Wegweisern sind wir geradeaus gelaufen (bloß nicht links abbiegen), denn bald darauf beginnt das Felslabyrinth.





Die gelb-grünen Flechten schmücken die Felsen











Der Echo Canyon Trail trifft nach 2,6 km auf den Abzweig zum Hailstone und Edd Riggs Trail. Hier hat man die Möglichkeit, den kleinen Loop (weitere 2,8 km) zum Parkplatz zu schließen.

Wir sind jedoch erst einmal 1,8 km bergab den Upper Rhyolite Canyon Trail gelaufen.





Und gemäß dem Achterbahn-Prinzip: Wo’s runter geht, geht’s auch wieder rauf  :zwinker:,



weitere 2,6 km entlang dem Sarah Deming Trail gewandert.





Dann sieht man den Big Balanced Rock



und hier machten wir eine einzige kurze Pause.



Der Balanced Rock von der anderen Seite (leider im Gegenlicht)



Bis hierhin waren wir alleine unterwegs, doch jetzt kamen uns immer mehr Leute entgegen.



Nach 1,6 km schließt der Big Balanced Rock Trail zum Mushroom Rock Trail auf,



der wiederum nach 1,9 km auf den Hailstone Trail (die Abkürzungsstrecke) trifft.



Ab jetzt sind es nur noch   ;D 1,5 km bis zum Parkplatz und nur noch vereinzelt stehen die Felsnadeln.



Auf diesem Trail sind uns mindestens 50 Leute begegnet, teilweise Gruppen und viele Paare. Alle haben sich gefreut, endlich jemandem zu begegnen. Sie waren überrascht, als wir ihnen sagten, wie viele wir schon auf diesem Abschnitt getroffen haben. Leider muss man in dieser Richtung lange laufen, bis man im „Herz der Steine" ist.

Nach 5,5 Stunden waren wir wieder am Parkplatz und überglücklich, dass wir den Big Loop gemacht haben  :happy2:.

Nun folgte noch eine lange Fahrstrecke bis Globe. Da wir nicht in Willcox auf die Interstate wollten, fuhren wir die anfangs ultrabreite Dirt Road vorbei an der Fort Bowie National Historic Site bis zur Interstate-Auffahrt in Bowie. Irgendwo im Nirgendwo hielten wir an, weil Pferde direkt neben der Fahrbahn standen.

Neugierig kamen sie herbei. Nachdem ich eine Runde Hanuta spendiert habe (Äpfel und Karotten hatten wir leider nicht im Gepäck  :zwinker:),
verstellten sie die Straße und hinderten uns an der Weiterfahrt. Das hat wohl gut geschmeckt. Heiko lockte sie dann auf die Seite und der Weg war wieder frei.



Kurz vor Globe gibt es in Apache Gold ein Casino. Hier testeten wir das Buffet. Auf dem Casino Parkplatz ist uns aufgefallen, dass heutzutage die Apachen Mustang fahren und nicht mehr darauf reiten  :floet:. Das wäre aufgrund der Leibesfülle der meisten Apachen auch nicht unbedingt gesund für die Pferde  :zwinker:. Letztendlich sind wir an diesem Abend zur Erkenntnis gelangt, dass der schönste Apache nach wie vor unser Winnetou – Pierre Brice – ist  :totlach:.

Logis: Days Inn, Globe
Preis: 60,06 $ inkl. Tax und Frühstück
Note: gut
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« Antwort #10 am: 26. Juni 2013, 16:10:07 »
21.03.10   Tonto N.M., Apache Trail und Granite Dells

Wir waren am Morgen die ersten Besucher im Tonto N. M. Im Visitor Center fragten sie uns, ob wir zu dem Upper oder Lower Cliff Dwelling wollen :denk: . Ehrlich gesagt, hatten wir im Vorfeld nicht über das Tonto N. M. recherchiert und fragten nach dem Unterschied.

Zu den Lower Cliffs führt ein asphaltierter Weg ca. 1 Meile nach oben und zu den Upper Cliffs sind es ca. 3 Meilen auf unbefestigtem Weg. Wieder mal aus Zeitgründen entschieden wir uns für das Lower Cliff Dwelling.







Wir gingen nach oben und stoppten 200 m vor dem Dwelling an einem Sperrschild mit Hinweis auf Bienen!  Also machten wir kehrt (mit Blick auf den Roosevelt Lake).



Auf halbem Wege schnaufte uns ein Parkranger (mit Schnappatmung  :zwinker: bei Schwierigkeitsgrad 1 nach Ilona  ;D)entgegen und meinte, wir hätten ruhig über die Absperrung gehen können  :raetsel:. Na klar und endlich mal wieder ne Touri-Schlagzeile in der Zeitung  :totlach:. Wir begleiteten ihn langsam nach oben und haben nur Waben an den Felswänden gesehen.





Der Ranger war über unsere Gesellschaft froh und erzählte uns so einiges über die Gegend und von Klapperschlangen. Anscheinend wimmelt es hier davon! Er beruhigte uns gleich und meinte, dass sie nicht besonders aggressiv sind (nur die übermütigen Babies beißen sofort zu  :schreck:. Woher soll ich jetzt wissen, was ein Baby oder ein kleine Art  :gruebel: ist?  Er sagte noch, dass wir auf dem Rückweg bestimmt Rattler sehen würden. Ich hoffte allerdings darauf, dass die am kühlen Morgen noch  :bett:. Auf dem Weg nach unten sind wir schön achtsam in der Mitte vom Weg gelaufen  :floet:, aber begegnet ist uns glücklicherweise keine.

Unser heutiges Etappenziel war Prescott, doch zuerst fuhren wir den Apache Trail.









Bis zum Apache Lake



sind uns kaum Fahrzeuge begegnet. An den Serpentinen am Horse Mesa kamen uns jede Menge Sonntagsausflüger aus Phoenix entgegen.

Vor Tortilla Flat läuft das Wasser über die Straße und so eine Unterbodenwäsche befreit das Auto vom Staub.



In Tortilla Flat waren alle Parkplätze belegt, denn sämtliche Biker hatten sich hier versammelt. Ein Stück außerhalb haben wir noch einen Parkplatz gefunden.  Wir wollten unbedingt das berühmte Prickly Pears Kaktus Eis probieren. Leider hatte ich die Camera im Auto gelassen. Ich beschreibe die Eiscreme mal:

Das Eis ist pinkfarben mit ebensolchen Früchten dazwischen. Es schmeckt lecker und ähnlich säuerlich wie Cranberries. Wäre auf dem Schild nicht Prickly Pears gestanden, dann hätte ich behauptet, dass es Cranberry Eis ist.

Die Fahrt bis Prescott zog sich dahin. Wir checkten erst einmal im allerbesten Hotel unserer Reise ein und waren über den Service angenehm überrascht. In der Suite lag ein persönliches Willkommensschreiben sowie ein Tüte Planter’s Nut & Chocolate Mix. Sollten wir jetzt noch zu den Granite Dells oder lieber Studentenfutter essen  :gruebel:?

Unsere Entscheidung, am späten Nachmittag zum Watson Lake zu fahren war richtig, denn morgens sind die Granite Dells im Gegenlicht. Am Nordende des Sees ist der gebührenpflichtige Parkplatz (2 $) und 200 m vor dem See sind die ersten Granitblöcke zu sehen.



Am See kann man nach Lust und Laune auf den Blöcken herum klettern und das haben wir auch ausgiebig getan. Jetzt folgt eine Bilderflut  :toothy9::























Schade ist nur, dass der See gekippt ist. Badeverbotsschilder sind aufgestellt und wir glauben auch nicht, dass jemand freiwillig in dieser modrigen Brühe baden möchte.

Anschließend sind wir in Prescott noch die Whiskey Row entlang gelaufen. Hier reiht sich Saloon an Saloon.



Auf den Whiskey haben wir verzichtet, das Studentenfutter verschmäht und sind statt dessen mal wieder im Golden Corral eingelaufen  :zwinker:.

Logis: Comfort Inn Suites, Prescott Valley
Preis: 70,77 $ inkl. Tax und Frühstück
Note: eins plus
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Ilona

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Re: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« Antwort #11 am: 26. Juni 2013, 16:17:43 »
22.03.10     Goldstrike Canyon

Wieder lag eine längere Fahrstrecke von Prescott nach Boulder City vor uns. Da wir mindestens eine Wanderung geplant hatten, wollten wir uns unterwegs nicht lange aufhalten.

Auf der Strecke zwischen Kingman und dem Hoover Dam liegt die Geisterstadt Chloride. Die wollten wir uns anschauen. Aber warum heißt so eine Geisterstadt überhaupt Geisterstadt :gruebel: ?! Da wohnen doch mehr Leute, als bei uns auf dem Dorf  :totlach:. Nachdem uns alle Einwohner eingehend gemustert hatten und ich von dieser niedlichen Tankstelle für Schienenfahrzeuge 



ein Foto machte, fuhren wir weiter. Fünf Meilen vor dem Hoover Dam standen wir 30 Minuten im Stau  :bang:. Die Straße wurde erneuert und als die Baufahrzeuge Material anlieferten, ging nichts mehr. Eine Wanderung war somit gestrichen und wurde 2012 nachgeholt.



Die Brücke am Hoover Dam macht Fortschritte.



Allerdings bin ich jedes Mal aufs Neue entsetzt, wie der Wasserspiegel vom Lake Mead weiter sinkt.





Im Hacienda Hotel, dem ersten Casino kurz nach dem Damm, hatten wir ein Zimmer reserviert. Das Hotel liegt in der Nähe vom Goldstrike Canyon. Alle Wanderführer empfehlen, das Auto auf dem Hotelparkplatz stehen zu lassen, da am Trailparkplatz immer wieder Autos aufgebrochen werden. Solange aber die neue Straße gebaut wird, ist das unmöglich, weil Bauzäune den Fußweg versperren. Ca. eine Meile vom Hotel in Richtung Hoover Dam geht die Zufahrt unter der neuen Straße durch. Nach 200 m ist ein Wegweiser zum Canyon angebracht. Bis zum Trailparkplatz ist es noch eine halbe Meile. Wir haben Rocky dort geparkt und es ist ihm nichts passiert.

Hier beginnt der Trail



und verläuft in Schwierigkeitsgrad 1 nach Ilona :zwinker: am rechten Graffiti-Brückenpfeiler vorbei.



Der Canyon sollte eher Autowrack Canyon heißen, denn kurz darauf kommt man an Wrack 1 vorbei.



Nach weiteren 200 m befindet sich das 2. Wrack  20 m oberhalb im Fels.



Der Weg ist gut zu laufen





bis nach 30 Minuten Gehzeit der Schwierigkeitsgrad 2 beginnt. Große Boulder müssen überwunden werden. Hier haben wir zwei junge Frauen getroffen, die sich das nicht getraut haben.





Nach einer Stunde Gehzeit dann dieser steile Abgang 4 m nach unten.



Schmale Kerben sind in den glatten Fels gehauen.



Für mich war das damals Schwierigkeitsgrad 3 (das trau ich mich nicht :schreck: ) und somit Ende  :verlegen:.

Heiko dagegen traute sich  :anbeten:, denn sonst gäbe es kein Foto von unten  :zwinker:.

Er ist da nicht zu bremsen (und kann ruhig gehen, solange er mir den Autoschlüssel da lässt  :cool2:).

Bis zu den heißen Quellen ist er aber auch nicht gelaufen. Er lief noch ein Stück weiter, allerdings waren immer noch keine  Pools in Sicht.

Beim Goldstrike Canyon handelt es sich um eine anspruchsvolle Wanderung, bei der es im letzten Stück nur noch per Seil nach unten geht und am Colorado endet. Die zweistündige Wanderung hin und zurück war aber ganz ok.

Anschliessend sind wir noch nach Henderson zu REI, dem Outdoorladen, gefahren und haben uns dort ein wenig umgeschaut. Vielleicht sollte ich mir doch mal eine Kletterausrüstung zulegen  ;D:.

Logis: Hacienda Hotel
Preis: 22,34 $ inkl. Tax ohne Frühstück
Note: befriedigend
Liebe Grüße

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Re: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« Antwort #12 am: 26. Juni 2013, 16:22:14 »
23.03.10   Redstone Trail und Valley of Fire (1. Teil)

Nur eine Meile vom Hacienda Hotel entfernt beginnt der Lakeshore Drive. Die Straße führt am Ostende des Lake Mead entlang und mündet in die Northshore Road.

Auf der Northshore Road sind wir bis Mile Marker 27 gefahren. Hier beginnt der Redstone Trail. Der Rundweg führt 20 Minuten um rote Sandsteinmonolithen und ist als Lehrpfad mit einigen Infotafeln versehen. Auf dem Weg ins Valley of Fire eignet sich die kurze Wanderung, um sich zwischendurch die Beine zu vertreten. Hier ein paar Bilder:











Nun sollte es aber endlich ins Valley of Fire gehen. Wir waren schon etliche Male dort und hatten immer nur Sehenswürdigkeiten entlang der Durchfahrtsstraße (Arch Rock, Atlatl Rock, Seven Sisters, Elephant Rock usw.) gesehen.

Unser erster Halt war der Arrowhead Arch. Der befindet sich zwar gleich neben der Straße, doch angehalten hatten wir nie  :weissnicht:.
 


Von der anderen Seite leider im ungünstigen Licht:



Die anschließende Fahrt durch das Rainbow Valley führte uns regelrecht durch den Malkasten der Natur:















Am Schluß der Straße kommt man zum White Domes Trailhead. Dies ist der schönste „angelegte" Trail im VoF.



Anfangs führen Stufen



zu einem ehemaligen Movieset.



Dann führt der Weg durch einen kleinen Slot-Canyon.







Danach folgt wieder der Ausblick auf eine kunterbunte Landschaft:







Unsere nächste Station war der Fire Canyon.



Der abrupte Farbwechsel von weiß nach tiefrot ist faszinierend.



Am Mouse’s Tank Parkplatz war recht viel los und wir liefen mit der Meute den Petroglyphs Canyon entlang



bis zu den Tanks. Hier hielt sich 1890 der abtrünnige Indianer mit Namen Mouse einige Zeit versteckt. Den ersten Tank sieht man von unten.



Möchte man beide sehen, dann muss man den Felsen auf der linken Seite hochklettern.



So, das war unser Vormittagsprogramm  :toothy9:. Jetzt werden wir erst einmal unser kleines Sandwich  :zwinker: verspeisen,



bevor es mit Teil 2 weitergeht.
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« Antwort #13 am: 26. Juni 2013, 16:29:58 »
Valley of Fire (Teil 2)



Gut gestärkt fuhren wir zum Parkplatz von THE CABINS. Diese wurden 1930 als Schutzhütten für Durchreisende errichtet.



Wir waren zwar Durchreisende auf dem Weg zum Ephemeral (übersetzt: kurzlebig) Arch, doch dieses Quartier wollten wir nicht in Anspruch nehmen  :cool2:. Gegenüberliegend führt ein betonierter Weg zu den Pit Toilets. Lassen wir mal menschliche Bedürfnisse außer Acht und halten uns links.



Eine rotlehmige Wash



führt zur breiten sandigen Wash.



Hier geht es mit "links" weiter und ab und zu durch die Mitte



Damit es nicht ganz nach einem Spazierweg aussieht  :zwinker:, darf zwischendurch auch ein bisschen geklettert werden.



Nach 35 Minuten sahen wir auf der linken Seite diesen Quasimodo.



Und jetzt sofort die Augen nach rechts oben zum Ephemeral Arch (auch als Natural Arch bezeichnet). Der thront in 3 – 4 m Höhe und wir wären fast daran vorbei gelaufen.



Wir sind nach oben geklettert, um ihn aus der Nähe zu betrachten  .



Erinnert mich irgendwie an ein Grammophon.



Leider zerbröselte der Ephemeral Arch einige Wochen nach unserer Rückkehr  :heul:..

Hier seht Ihr den Rückweg



und auch der hat Interessantes zu bieten:





Nach 1,5 Stunden waren wir wieder am Parkplatz. Diese Wanderung hat richtig Spaß gemacht! Unser Entdeckergeist war nun endgültig geweckt.

Jetzt wollten wir den Windstone Arch (auch Firecave genannt) finden. Der Arch ist von außen nicht sichtbar. Deshalb haben wir wie die Maulwürfe ein paar Gänge erkundet  :dance:.



Und wurden in diesem Gehörgang fündig:





Oberhalb vom Windstone Arch halten sich so manche Schönheiten versteckt:















An diesem Erkundungstag im Valley of Fire haben wir regelrecht Feuer gefangen  :sabber:. Es wird also nicht der letzte Besuch gewesen sein  :zwinker:.

Doch jetzt hieß es: Raus aus der Wildnis und rein in den Großstadtdschungel. Las Vegas - wir sind auf dem Weg :adieu:.

Logis: Gold Coast Hotel & Casino (Premium Room)
Preis: 78,40 $ inkl. Tax (2 Nächte) ohne Frühstück
Note: gut
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Re: Saguaro Tour 2010 - from the ocean into the desert
« Antwort #14 am: 26. Juni 2013, 16:36:02 »
24.03.10    Las Vegas    


Da wir es in den letzten Jahren immer geschafft haben, einmal jährlich einen Tag Las Vegas einzuplanen, gibt es von uns keine Fontänenbilder.

In erster Linie dient dieser Tag einem ausgedehnten Shopping-Marathon. Also gibt es auch nicht viel zu berichten  :toothy9:.

Allerdings schauen wir uns auf dem Weg von den Las Vegas Outlets zu den Premium Outlets immer die neuesten Themenhotels an. Besonders gespannt waren wir auf das neue City-Center mit den Hotels

Aria     -    Vdara     -     Furchtbar 







Die Hotels der gehobenen Klasse haben eine eigenwillige Architektur im puristischen Stil.

Wer wollte nicht schon immer zwischen Prada, Dior, Tiffany’s usw. in einem Vogelkäfig speisen  :zwinker:



und danach einchecken?







Wasserspiele im Innenhof



Dann befanden wir uns plötzlich in einem anderen Hotel; aber in welchem  :weissnicht: ? Wir waren orientierungslos.

Wohl gefühlt haben wir uns in dieser nüchtern exklusiven Umgebung überhaupt nicht und selbst mir hat ein wenig der Kitsch oder auch der „singende Gondoliere“ gefehlt  :zwinker:.

In der Nähe des Premium Outlets sind wir noch auf ein architektonisches Meisterwerk gestoßen:

Ich nenn es „das zerknüllte Haus".







Dieses hat mich besonders fasziniert, da ich zwei Tage zuvor einen Bericht darüber in der USA Today gelesen habe. Es handelt sich hierbei um die Cleveland Clinic Lou Ruvo Center for Brain Health (vorwiegend eine Klinik für an Alzheimer-Erkrankte).

Der Architekt, Frank Gehry (bereits 81jährig), der auch das Guggenheim Museum in Bilbao geplant hat, erfüllte sich dadurch einen weiteren Lebenstraum. Dieses Unikat hat 74 Mio. $ verschlungen und wurde im Juli 2009 offiziell in Betrieb genommen.

So, dass waren die Neuigkeiten aus Las Vegas.

Natürlich haben wir am Abend auch etwas gegambled und einen Cocktail  :drunken: geschlürft.

Der Gewinn blieb jedoch aus  :( und das bedeutet, schon bald müssen wir wieder nach Haus  :heul:.
 
Aber vorher geht es noch nach Hollywood  :adieu:.
Liebe Grüße

Ilona

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