Niemand kann wissen was die nächsten Jahre passieren wird.
Ich wage einen Ausblick - so wie ich ihn heute erwarte.
Den größten Weitblick auf die Entwicklung dieses Planeten (ich schreibe bewusst nicht nur in D) traue ich Frau Merkel zu (aktuell nach Afrika gereist - wo in meinen Augen das größte Problem der nächsten 50 + x Jahre schlummert), die viel unternimmt an Stellschrauben zu drehen, unpopuläre Maßnahmen ergreift , Entwicklungen weltweit zu steuern und zu beeinflussen und sich auch nicht von jedem Stammtischpolitiker aus der Ruhe bringen lässt (wer viel macht macht auch Fehler - aber die meisten Politiker interessieren sich ja ausschließlich für ihre Wiederwahl und sonst scheinbar gar nichts). Ob sie erfolgreich sein wird kann man vielleicht in 20 Jahren bewerten. Die Alternativen die sich in D anbieten , ... na ja ... was man ihr vorwerfen kann ist, dass sie ihre Politik zu selten erklärt oder vielleicht hält sie es ja mit Thomas de Maizière und denkt das würde uns zu sehr verunsichern.

In wie weit der Brexit GB trifft ist schwer zu sagen. Die Schotten werden GB sicher verlassen, die Iren vielleicht.
GB ist die fünftgrößte Weltwirtschaftszone (übrigens gleich nach D) und natürlich werden deren Gelder fehlen und Geschäfte die mit Europa getätigt wurden, beschädigt.
Das Rad wird sich aber weiter drehen und Experten sind sich einig, dass die Briten mehr unter dem Brexit leiden werden als Europa.
Auch ich sehe die politischen Folgen des Brexits dramatischer als die wirtschaftlichen.
Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass sich die Staaten zumindest auf eine weitere Zusammenarbeit in Fragen der Sicherheit und Terrorabwehr einigen können.
Auf was sonst noch, bleibt abzuwarten.
Die Rosinenpickerei England's (GB wird es so nicht weiter geben) kann man von Seiten der EU niemandem mehr vermitteln und dahingehend gab es auch schon sehr eindeutige Aussagen - die wurden in London wohl mit den Wattebäuschen auf den Ohren überhört.
Für Frankreich muss man allerdings wirklich schwarz sehen und das nicht nur wegen Le Pen.
Das Land hat eine desaströse wirtschaftliche Entwicklung hingelegt und platzt vor lauter Problemen und Brennpunkten.
Deutschland und Frankreich sind die Stabilisatoren der EU - wenn einer von beiden ausfällt könnte es das gewesen sein.
Trump hat inzwischen wohl das selbst geschafft wozu seine Gegner nicht in der Lage waren (was auch ein Armutszeugnis ist) - sich aus der Verlosung zu kicken.
Lange gab es keine so katastrophal schlechte Kandidaten für eine Präsidentschaftswahl wie 2016.
Einzig Sanders wäre eine mutige Wahl gewesen - aber was in Baden-Württemberg mit einem vergleichbaren Außenseiter funktioniert, funktioniert halt noch lange nicht in den erzkonservativen USA. Die Republikanische Partei leidet seit Jahren an schlechten Köpfen und dem Einfluss der Tea-Party und diese grottigen Kandidaten haben das Niveau dieser Partei noch einmal schonungslos offen gelegt.
Clinton ist für mich auch eine grauenhafte machtgeile Verwalterin ohne jegliche Visionen oder gar den Mut etwas zu verändern (was die USA bitter bitter nötig hätten). Trump ... dass der so lange so aussichtsreich im Rennen lag spricht für (oder besser) gegen "God's own Country" - es heißt ja so schön - jedes Volk bekommt den Volksrepräsentanten den es verdient.
Man fragt sich nur - sind die vereinigten Staaten so verwahrlost und heruntergekommen, dass das hätte Trump sein können....?
Und noch noch mal - siehe oben - das größte Problem der nächsten Jahre werden nicht die "paar Hanseln" sein, die aus Syrien und dem Irak nach Europa (also zu uns

) kommen, sondern die Millionen und Milliarden die sich von Afrika auf den Weg nach Europa machen wenn der Rest der reichen Welt den Kontinent völlig ausgebeutet und ausgeblutet hat, dort durch den Klimawandel nur noch Wüsten zu finden sind und der Kampf um's Trinkwasser beginnt.
Die Spirale nimmt bereits Fahrt auf und wird sich jedes Jahr schneller drehen.
Ohne ein zügiges Gegensteuern (bei dem sich aber wieder mal wie in der Flüchtlingsproblematik zu wenig beteiligen werden die nur bis zur Nasenspitze denken), kann man sich schon mal für diese frisch erweiterte Frontextruppe ein paar Maurer dazuholen, die die chinesische Mauer um Europa herum nachbilden.
Ironie ein#
Da China heutzutage ja auch einer der schlimmsten Ausbeuter Afrikas ist (in älteren Tagen waren das die Europäer), u.a. in Minen im Kongo Kinder für diese Rohstoffe (Cobalt), die man für die Akkus dieser unsäglichen Smartphones (inzwischen das Aushängeschild der Dekadenz der körperlichen wie geistigen Verdummung und den daraus zu erwartenden Folgen) verwendet - können die sich ja dann als Mauerspezialisten beratend engagieren, damit das nicht so ein Debakel wie der Flughafen in Berlin wird.
Ironie aus#
Kann aber auch alles ganz anders kommen ...
