Tag 17 Montag 29.6.2015als ich heute morgen die Sandalen angezogen habe war das Leder feucht. Auch im Zimmer war es irgendwie schwül-feucht, also hier bleiben wir nicht. Nach dem Frühstück das recht gut war mit Salami und Käse und Kuchen haben wir den englisch sprechenden Angestellten gesucht, es war aber wieder nur der Schulterzuckende am Empfang.

Wir haben beschlossen erst mal in den Ort zum einkaufen zu gehen, wir hatten unsere Essenvorräte gestern aufgefuttert. Unten am Strand und Hafen gab es keine Geschäfte, im Ort oben sollte das ja kein Problem sein.
Der Ort hat uns sofort gefallen, lauter schöne Häuser, viele Blumen, alles sehr gepflegt.

überall in den Strassen hingen Fähnchen

die Geschäfte waren alle geschlossen, schon seltsam für einen Montag Vormittag.

der Ort hat uns total gut gefallen, eigentlich sah es hier aus wie in Santillana nur nicht so touristisch verkitscht sondern authentisch. Wenn ihr mal hier in der Ecke seid würde ich eher Comillas besichtigen als Santillana.

in diesem schönen Haus gab es eine Touriinfo. Zum Glück wurde da englisch gesprochen.

Heute war der letzte Tag der Fiestas de San Pedro (der heilige Petrus ist der Stadtheilige von Comillas) und daher alle Geschäfte geschlossen. Nur ein kleiner Tante Emma Laden hat geöffnet.

da haben wir jetzt echt Glück gehabt, heute Abend gibt es einen Umzug, Volkstanz und Volksfest. Damit wäre das Abendprogramm schon mal geklärt

Außerdem bekamen wir einen Stadtplan, in Comillas gibt es eine Gaudi-Villa die man besichtigen kann und sogar Montags geöffnet hat, wieder Glück gehabt.
Es waren nur wenige Minuten zu Fuß dorthin, allerdings wieder den Hügel rauf

Die Villa kostet Eintritt, ich weiß aber nicht mehr wieviel.

ein ganz ungewöhnliches Gebäude, wieder ganz anders als die Bauten in Barcelona, vor allem die Kacheln mit den Sonnenblumen hatten es mir angetan

auch klasse diese ins Balkongeländer eingebauten Bänke, man durfte sich draufsetzen. Mit einem Buch könnte man es hier sehr gut aushalten. Es ist einfach bewunderswert was für Einfälle dieser Architekt gehabt hat, ich finde Gaudi einfach klasse!

Möbel waren bis auf ein paar Stühle keine vorhanden, aber ein Kamin der auch mit Kacheln verziert war

das Oberschoß war sehr niedrig und man konnte von hier auf eine große Dachterasse gehen

auf der Dachterasse, der Turm ist etwas seltam, aber ansonsten hat es uns super gefallen

einen kleinen Garten gab es auch

hier sitzt Herr Gaudi

zurück im Ort haben wir in dem kleinen Tante Emmaladen eingekauft und sind zum Hotel zurück gegangen

vom Ort aus hat man einen schönen Blick auf den Strand, da wollten wir nun auch hin.

Im Hotel haben wir noch mal am Empfang vorbei geschaut, es war derselbe uninteressierte Angestellte wie vorhin da. Diesmal habe ich mich nicht abspeisen lassen. Er konnte zwar kein englisch hat aber wohl gepeilt dass ich sauer bin und fragte ob wir französisch sprechen, na das hätte er ja auch schon früher sagen können. Wir haben ihm klar gemacht dass das Zimmer nicht okay ist. Sofort schnappte er sich ein paar Schlüssel und hat uns ein paar andere Zimmer gezeigt. Die Zimmer in den beiden Obergeschossen sind größer, weil sie einen Balkon haben und daher auch teurer, die 30 € Aufpreis haben wir für dieses schöne Zimmer gern bezahlt

und so zogen wir von Zimmer 102 im untersten Geschoß nach 335 ins oberste mit Wintergarten und unverstelltem Blick. Die Sessel waren auch hier schmutzig aber trocken und wir brauchten sie nicht, im Wintergarten standen Korbstühle, hier konnte man auch die nassen Badesachen trocknen

Wenn man die Fenster alle öffnete war es wie auf einem Balkon, Blick nach unten

dann sind wir an den Strand gegangen

unser Hotel vom Strand aus. Unser Zimmer ist links oben, die Zimmer in der untersten Etage kann man wirklich nicht empfehlen. Ich weiß nicht warum man uns nicht gleich ein größeres angeboten hat, es waren ja einige Zimmer frei. Wir hätten sofort ein größeres genommen.
Den Nachmittag haben wir am Strand verbracht, ich habe den neuesten Stephan King am Kindle verschlungen. Richtig baden konnte man nicht wegen der Strömung, aber zur Hälfte war ich nass

in der Brandung sitzen hat auch Spaß gemacht. Leider habe ich wohl stellenweise vergessen mich einzucremen denn abends hatte ich einen ziemlichen Sonennbrand an der Schulter.
Abends sind wir dann in den Ort gegangen, hier war wirklich Trubel und wir haben uns erst mal ein Restaurant gesucht. Wir fanden ein schönes Lokal das Paella im Angebot hatte (das war auch das einzige was wir von der Speisekarte verstanden haben, englisch war wieder mal Fehlanzeige), Paella essen wir beide gern, einen guten Rotwein gab es auch, mit 41 € war das auch nicht teuer. Wir sind gerade rechtzeitig zum Umzug fertig geworden. Der Pfarrer zog mit der Petrusstatue und etlichen Messdienern durch die Strasse, dahinter die Bevölkerung. Dann wurde die Statue wieder in die Kapelle gestellt und die Leute zogen weiter auf den zentralen Platz.

hier gab es dann den versprochenen Volkstanz. Man hatte wirklich den Eindruck das ganze Dorf macht mit, die Tänzer waren etwa 7 bis 70 Jahre alt. Wie in Santillana waren es die Männer die die Kastagnetten hatten, die Frauen schlugen Tambourin. Die Männer hatten auch die deutlich kompliziereren Tanzschritte.

im Film sieht man es besser.
es ging noch eine halbe Stunde so weiter bis alle Männer und Frauen einmal eine Runde getanzt hatten.
auf dem nächsten Platz war eine Bühne aufgebaut. Die Musik war allerdings für unseren Geschmack eher schauerlich, so eine Art Musikantenstadel auf spanisch

wir sind dann lieber noch ein bischen am Ortsrand spazieren gegangen und haben die schöne Abendstimmung genossen.

hier kann man es länger aushalten, zum Glück bleiben wir noch eine weitere Nacht.