Autor Thema: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er  (Gelesen 90287 mal)

Paula

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4671
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #90 am: 17. August 2015, 17:21:58 »
War das alles an Beilage? Diese zwei oder drei Spargelstreifen?? Das sieht recht wenig aus...

Dachte ich auch gerade. Da hätte ich mich hungrig gegessen und die 113 € dafür hätten mich geärgert. Das Essen sollte nicht mehr als die Übernachtung kosten.

ja mehr Beilage gab es nicht. Ich hatte aber auch eine Vorspeise. Satt wurde man nur mit 3 Gängen aber es war einfach köstlich, von Ärger kann gar keine Rede sein. Die Übernachtung im Parador hat glaube ich 120 € gekostet, da waren wir also noch drunter mit dem Abendessen  :)
Viele Grüße Paula

Paula

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4671
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #91 am: 17. August 2015, 17:24:36 »
Das mit dem Kloster ist ja wohl etwas blöd gelaufen... Aber euer Marsch nach oben hat sich doch allein schon wegend des Ausblicks auf das Kloster gelohnt, oder?

Ich habe nicht viel Erfahrung mit Spanien, aber auf englisch sprechende Menschen bin ich da auch nicht gestossen. aber gerade bei einem Weltkulturerbe könnte man zumindest mehrsprachige Tafeln (spanisch, englisch, französisch und vielleicht sogar deutsch) anbringen, an denen die Preise und die Zeiten für die Führungen angeschlagen sind... Der Ticketkauf kann dann ja wortlos geschehen.

der Marsch hat sich auf alle Fälle gelohnt, die Aussicht war schön! Im Kloster gab es in verschiedenen Räumen Infotafeln auf spanisch, englisch und französisch. Warum solche Schilder nicht am Ticketschalter hängen weiß ich auch nicht. Da müßte halt mal jemand mitdenken...
Viele Grüße Paula

Paula

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4671
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #92 am: 19. August 2015, 09:52:51 »
Tag 16 Sonntag 28.6.2015



Frühstück gab es heute nicht im Hotel, das hätte 18 € pro Person gekostet, statt dessen waren wir in einem Straßencafé wo die Pilger frühstücken

 

Omlett mit Pommes und Orangensaft wie man es aus USA kennt  :)

 

danach sind wir Richtung Norden gefahren, heute geht es an den Strand  :)
Das Navi wollte auf die Autobahn, wir wollten aber was von der Landschaft sehen und sind über die Landstrasse gefahren

 

 

 

die Landschaft war schön, es war hügelig, Weizen und Weinfelder und irgendwo war ein Schild dass wir am höchsten Punkt auf 1000 Meter waren

 

am Fluß Ebro führt die Landstrasse durch eine Schlucht, in USA gäbe es hier Viewpoints mit Parkbuchten, wir haben gehalten sobald es möglich war. Hier könnte man bestimmt auch schön wandern

 

 

 

  auf einer Felsspitze bewegte sich was, mit maximalem Zoom war gerade noch zu erkennen dass es sich um Geier handelt. Wieder habe ich mir gewünscht die neue Nikon Coolpix P900 mit dem Monsterzoom schon vor dem Urlaub gekauft zu haben (sie war aber nicht lieferbar).

 

Gegen Mittag hatten wir den See Embalse de Ebro erreicht und haben nach einem Lokal gesucht. Das war gar nicht so einfach, erst im dritten Ort in La Poblacion fanden wir ein Ausflugslokal am Wasser. Eigentlich haben wir hier Trubel wie am Starnberger See erwartet aber die Gegend ist fast menschenleer.

 

wir waren kurz am Wasser, das ist definitiv badetauglich hier. Wir wollten heute aber noch an den Meeresstrand und sind nach einem Kaffee weitergefahren.

 

Kurz vor dem Strandort Comillas wo wir für drei Nächte ein Hotel gebucht hatten liegt der Ort Santillana del Mar. Laut Reiseführer das Rothenburg ob der Tauber Nordspaniens, das wollten wir natürlich besichtigen. Der große Parkplatz am Ortszentrum war voll aber auf einem anderen Parkplatz etwas weiter weg haben wir noch Platz gefunden. Hier war es leider etwas bewölkt und ziemlich schwül.
Die Altstadt ist deutlich kleiner als Rothenburg und zum Glück komplett Fußgängerzone. Die Massen drängten sich in den kleinen Gassen

 

die meisten Häuser waren entweder Lokale oder Andenkengeschäfte, naja das ist in Rothenburg auch so.
ein paar schöne alte Gebäude gab ea aber auch.

 

die Kirche war leider geschlossen

   
 
   

   

   

   

   

wir hätten uns gern irgendwohin gesetzt und den überall angepriesenen Cidre zu probieren aber es war kein freier Tisch zu ergattern. 14:30 ist natürlich auch genau Mittagessenzeit in Spanien. Wir können also bestätigen was der Reiseführer sagt: dass man nämlich keinesfalls am Wochenende nach Santillana fahren sollte  :(

   

eine Musikantentruppe zog spielend durch den Ort, die Trachten finde ich sehr hübsch.

   

   

Ich habe auch ein kurzes Filmchen gedreht. Die Musik erinnert mich an Zigeunermusik, an Spanien hätte ich nicht gedacht:

   

Danach sind wir das kurze Stück nach Comillas gefahren zum Hotel Josein direkt am Strand. Gegen 15 Uhr waren wir dort und konnten gleich einchecken.
Unser Zimmer im Untergeschoß (das Hotel steht steil am Hang):

   

   

die Zimmer blicken alle zum Meer und wir sind natürlich auch sofort an den Strand gegangen. Vom Hotel ging eine Treppe an den Strand runter, leider lief die genau an unserem Zimmer vorbei was den Blick etwas beeinträchtigte

   

der Strand war sehr sauber und gepflegt, es gab Mülleimer allerdings keinerlei öffentliche Toliletten, gut das wir einfach in unser Zimmer gehen konnten. Liegestühle gab es nicht zu mieten, so kamen die mitgebrachten Campinghandtücher zum Einsatz. Wir haben den ganzen restlichen Tag am Strand gefaulenzt  ^-^

Abends sind wir der Einfachheit halber ins Hotelrestaurant gegangen. Im Nachhinein keine gute Idee, die Portionen waren die kleinsten die ich jemals in einem Restaurant serviert bekommen habe  >:(
das sind nicht etwas die Reste der Pommesportion, das ist die Portion

 

der Kellner sprach kein Wort englisch und der Mitarbeiter am Empfang der uns eingecheckt hatte war verschollen (der konnte nämlich englisch). Wir wollten an der Rezeption fragen ob die beiden Sessel in unserem Zimmer ausgetauscht werden können, sie waren naß, da hat sich wohl jemand in Badekleidung draufgesetzt. Wir konnten uns aber nicht verständlich machen und die spanisch sprechenden Mitarbeiter hat es definitiv nicht gestört dass sie uns nicht verstanden haben, so nach dem Motto wenn du kein spanisch kannst hab ich kein Problem dann muss ich nicht antworten. So schlechten Service hatten wir noch nie in einem Hotel in Spanien.

Nach dem Abendessen sind wir in den Ort gegangen, er zieht sich den Hang hoch, das heißt Treppen steigen  :girly:
oben gibt es einen Aussichtspunkt, den Mirador de Santa Lucia:

   

von da oben hat man einen tollen Blick

 

danach sind wir unten am Strand zum Minihafen spaziert und haben schon mal nach einem Lokal für den nächsten Abend Ausschau gehalten, das einzige das in Frage kam macht aber erst um 22 Uhr auf, das ist uns definitiv zu spät zum essen

   

   

ist das nicht ein schöner Sonnenuntergang  :)
zurück im Zimmer war es total dampfig. Hoffentlich treiben wir morgen den englisch sprechenden Hotelangestellten auf, die nassen Sessel müsen unbedingt raus aus dem Zimmer.
Viele Grüße Paula

Ilona

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4213
  • Slot Canyon Addict
    • Amerika und wandern
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #93 am: 19. August 2015, 10:38:28 »
 :totlach: An dem Tag konntet ihr nicht zunehmen. Ich hätte die kleine Portion höchstens als Vorspeise angesehen.

Du hast, glaube ich  :gruebel:, gar nicht geschrieben, was die Appetithäppchen gekostet haben.

Bin schon gespannt, ob ihr die Sessel noch ausgetauscht bekommt. Wolltet ihr da etwa länger bleiben?
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Paula

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4671
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #94 am: 19. August 2015, 10:57:13 »
Hallo Ilona,

das war ein 3-Gänge Menü für 17 € (was anderes als das Menü stand nicht zur Auswahl), die Vorspeise waren Kartoffeln mit Rührei und Schinken, das war normal groß (also klein weil Vorspeise) und die Nachspeise war ein halbes Stück Schokoladenkuchen. Eigentlich alles sehr lecker nur vieeel zu wenig. An einem anderen Tisch saßen aber ein paar Spanier, die hatten das gleiche bestellt und keiner hat sich über die Miniportioenn beschwert, da haben wir auch nix gesagt und später auf unsere Chips, Nuß, und Keksvorräte zurück gegriffen...
wir hatten 3 Nächte gebucht (und sind auch 3 Tage geblieben  :) )
Viele Grüße Paula

Silv

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1860
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #95 am: 19. August 2015, 17:52:08 »
Also der Teller sieht auch etwas lieblos aus....

Ansonsten ein schöner Tag!
Liebe Grüße
Silvia

Paula

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4671
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #96 am: 20. August 2015, 11:07:30 »
ja lieblos trifft es. Die Angestellten waren irgendwie alle ziemlich unmotiviert...
Viele Grüße Paula

Paula

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4671
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #97 am: 20. August 2015, 11:07:47 »
Tag 17 Montag  29.6.2015

als ich heute morgen die Sandalen angezogen habe war das Leder feucht. Auch im Zimmer war es irgendwie schwül-feucht, also hier bleiben wir nicht. Nach dem Frühstück das recht gut war mit Salami und Käse und Kuchen haben wir den englisch sprechenden Angestellten gesucht, es war aber wieder nur der Schulterzuckende am Empfang.  >:(
Wir haben beschlossen erst mal in den Ort zum einkaufen zu gehen, wir hatten unsere Essenvorräte gestern aufgefuttert. Unten am Strand und Hafen gab es keine Geschäfte, im Ort oben sollte das ja kein Problem sein.

Der Ort hat uns sofort gefallen, lauter schöne Häuser, viele Blumen, alles sehr gepflegt.

 

 

überall in den Strassen hingen Fähnchen

 

 

 

die Geschäfte waren alle geschlossen, schon seltsam für einen Montag Vormittag.

 

der Ort hat uns total gut gefallen, eigentlich sah es hier aus wie in Santillana nur nicht so touristisch verkitscht sondern authentisch. Wenn ihr mal hier in der Ecke seid würde ich eher Comillas besichtigen als Santillana.

 

in diesem schönen Haus gab es eine Touriinfo. Zum Glück wurde da englisch gesprochen.

 

Heute war der letzte Tag der Fiestas de San Pedro (der heilige Petrus ist der Stadtheilige von Comillas) und daher alle Geschäfte geschlossen. Nur ein kleiner Tante Emma Laden hat geöffnet.

 

da haben wir jetzt echt Glück gehabt, heute Abend gibt es einen Umzug, Volkstanz und Volksfest. Damit wäre das Abendprogramm schon mal geklärt  :)
Außerdem bekamen wir einen Stadtplan, in Comillas gibt es eine Gaudi-Villa die man besichtigen kann und sogar Montags geöffnet hat, wieder Glück gehabt.

Es waren nur wenige Minuten zu Fuß dorthin, allerdings wieder den Hügel rauf  :girly:
Die Villa kostet Eintritt, ich weiß aber nicht mehr wieviel.

   

ein ganz ungewöhnliches Gebäude, wieder ganz anders als die Bauten in Barcelona, vor allem die Kacheln mit den Sonnenblumen hatten es mir angetan

   

   

auch klasse diese ins Balkongeländer eingebauten Bänke, man durfte sich draufsetzen. Mit einem Buch könnte man es hier sehr gut aushalten. Es ist einfach bewunderswert was für Einfälle dieser Architekt gehabt hat, ich finde Gaudi einfach klasse!

     

 

Möbel waren bis auf ein paar Stühle keine vorhanden, aber ein Kamin der auch mit Kacheln verziert war

   

das Oberschoß war sehr niedrig und man konnte von hier auf eine große Dachterasse gehen

   

auf der Dachterasse, der Turm ist etwas seltam, aber ansonsten hat es uns super gefallen

   

einen kleinen Garten gab es auch

 

 

hier sitzt Herr Gaudi  ;)

 

zurück im Ort haben wir in dem kleinen Tante Emmaladen eingekauft und sind zum Hotel zurück gegangen

 

 

vom Ort aus hat man einen schönen Blick auf den Strand, da wollten wir nun auch hin.

 

Im Hotel haben wir noch mal am Empfang vorbei geschaut, es war derselbe uninteressierte Angestellte wie vorhin da. Diesmal habe ich mich nicht abspeisen lassen. Er konnte zwar kein englisch hat aber wohl gepeilt dass ich sauer bin und fragte ob wir französisch sprechen, na das hätte er ja auch schon früher sagen können. Wir haben ihm klar gemacht dass das Zimmer nicht okay ist. Sofort schnappte er sich ein paar Schlüssel und hat uns ein paar andere Zimmer gezeigt. Die Zimmer in den beiden Obergeschossen sind größer, weil sie einen Balkon haben und daher auch teurer, die 30 € Aufpreis haben wir für dieses schöne Zimmer gern bezahlt  :)
und so zogen wir von Zimmer 102 im untersten Geschoß nach 335 ins oberste mit Wintergarten und unverstelltem Blick. Die Sessel waren auch hier schmutzig aber trocken und wir brauchten sie nicht, im Wintergarten standen Korbstühle, hier konnte man auch die nassen Badesachen trocknen

   

Wenn man die Fenster alle öffnete war es wie auf einem Balkon, Blick nach unten  ^-^

   

   

dann sind wir an den Strand gegangen

   

unser Hotel vom Strand aus. Unser Zimmer ist links oben, die Zimmer in der untersten Etage kann man wirklich nicht empfehlen. Ich weiß nicht warum man uns nicht gleich ein größeres angeboten hat, es waren ja einige Zimmer frei. Wir hätten sofort ein größeres genommen.
Den Nachmittag haben wir am Strand verbracht, ich habe den neuesten Stephan King am Kindle verschlungen. Richtig baden konnte man nicht wegen der Strömung, aber zur Hälfte war ich nass  :) in der Brandung sitzen hat auch Spaß gemacht. Leider habe ich wohl stellenweise vergessen mich einzucremen denn abends hatte ich einen ziemlichen Sonennbrand an der Schulter.

Abends sind wir dann in den Ort gegangen, hier war wirklich Trubel und wir haben uns erst mal ein Restaurant gesucht. Wir fanden ein schönes Lokal das Paella im Angebot hatte (das war auch das einzige was wir von der Speisekarte verstanden haben, englisch war wieder mal Fehlanzeige), Paella essen wir beide gern, einen guten Rotwein gab es auch, mit 41 € war das auch nicht teuer. Wir sind gerade rechtzeitig zum Umzug fertig geworden. Der Pfarrer zog mit der Petrusstatue und etlichen Messdienern durch die Strasse, dahinter die Bevölkerung. Dann wurde die Statue wieder in die Kapelle gestellt und die Leute zogen weiter auf den zentralen Platz.

   

hier gab es dann den versprochenen Volkstanz. Man hatte wirklich den Eindruck das ganze Dorf macht mit, die Tänzer waren etwa 7 bis 70 Jahre alt. Wie in Santillana waren es die Männer die die Kastagnetten hatten, die Frauen schlugen Tambourin. Die Männer hatten auch die deutlich kompliziereren Tanzschritte.

   

   

   

   

im Film sieht man es besser.

   

es ging noch eine halbe Stunde so weiter bis alle Männer und Frauen einmal eine Runde getanzt hatten.

auf dem nächsten Platz war eine Bühne aufgebaut. Die Musik war allerdings für unseren Geschmack eher schauerlich, so eine Art Musikantenstadel auf spanisch  ;D

   

   

wir sind dann lieber noch ein bischen am Ortsrand spazieren gegangen und haben die schöne Abendstimmung genossen.

 

 

 

hier kann man es länger aushalten, zum Glück bleiben wir noch eine weitere Nacht.

Viele Grüße Paula

Andrea

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 5931
    • Anti walks...
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #98 am: 20. August 2015, 12:07:27 »
Ein Glück - raus aus der feuchten Butze! Ich habe mich eh schon gewundert, warum ihr es bei dem Typen nicht mit französisch probiert habt. Weil bei mir war immer die Antwort: Englisch, nein. Französisch?

Und das Städtchen gefällt mir auch sehr gut. Komisch, irgendwie gefällt mir Spanien schon jetzt besser als Frankreich...
Liebe Grüße, Andrea



www.antiwalks.eumerika.de

Paula

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4671
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #99 am: 20. August 2015, 12:23:18 »
Andrea, das war der einzige Spanier, der französisch konnte. Einige wenige sprachen englisch, die meisten aber nur spanisch  :(

uns hat es sowohl in Frankreich als auch in Spanien gut gefallen  :)
Viele Grüße Paula

Silv

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1860
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #100 am: 20. August 2015, 12:57:34 »
Komisch, irgendwie gefällt mir Spanien schon jetzt besser als Frankreich...

Mir auch  :)
Liebe Grüße
Silvia

Paula

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4671
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #101 am: 21. August 2015, 11:44:48 »
Tag 18 Dienstag 30.6.2015

Heute sind wir pünktlich auf um 8 Uhr aufgestanden und waren um halb 9 die ersten beim Frühstück. Wir saßen am Fenster mit Blick aufs Meer bei herrlicher Sonne.

   

Danach gings 17 km nach Altamira. Die Höhle von Altamira mit ihren Höhlenmalereien ist ja der Grund warum wir uns diese Ecke Spaniens für den Urlaub ausgesucht hatten. Nachdem wir an mehreren Santanderbankfilialen vor verschlossener Tür gestanden hatten, hat es Josef auf der Webseite der Santanderbank geschafft Tickets für Altamira vorzubestellen. Als wir am Parkplatz ankamen war der noch fast leer und auch am Ticketschalter war wenig los, man hätte die Tickets problemlos vor Ort kaufen können (im Reiseführer stand man soll die Tickets vorab reservieren, vielleicht ist das am Wochenende oder in der Hauptsaison nötig). Die Höhle ist ein Nachbau und zusammen mit einem Museum in einem flachen (häßlichen) Neubau untergebracht. Das Museum kann man jederzeit besuchen nur für den Eintritt in die Höhle gibt es feste Zeiten auf dem Ticket. Führungen gab es wieder mal nur auf spanisch, darauf haben wir verzichtet. Wir hatten noch Zeit bis zur gebuchten Eintrittszeit und haben uns das Museum angeschaut. Da gibt es eine sehr schöne Ausstellung zum Leben der Neandertaler, das war wirklich gut gemacht und in drei Sprachen (spanisch, französisch und englisch) beschildert.
Dann durften wir den Höhlennachbau betreten. Zunächst muss man einen Film anschauen der zeigt wie der Bau vonstatten ging, dann geht die Tür auf zur Höhle: man steht an einem Höhleneingang der sehr weit offen ist, das ist in der Originalhöhle wohl auch so und geht erst an ein paar Ausgrabungstellen vorbei, da wurden alte Feuerstellen der Neandertaler ausgegraben, Tierknochen usw, das ist ganz schön gemacht. Die Menschen lebten nur am Eingang der Höhle so ab 18.000 vor Christus. Dann kommt man in einen Teil  wo an der Decke Bisons aufgemalt sind. Hier war noch Tageslicht was ich ungewöhnlich fand, in den Höhlen in Frankreich waren die Malereien imer tief drinnen in den Höhlen. Leider waren die Malereien nicht in Originalgröße (wie z.B. in Lascaux) aber trotzdem ganz interessant, dann mußte man durch eine Tür gehen und war draußen  :o
nee echt jetzt, das wars schon???
Das hatten wir uns aber anders vorgestellt. Dafür lohnt sich eine 1000 km lange Anfahrt nicht...ja hinterher ist man immer schlauer...wenn man den Museumsteil anschaut stellt man fest dass viele Fundstücke aus Frankreich stammen auch auf den Texttafeln wurden immer wieder Beispiele und Bilder aus französischen Höhlen gezeigt. Fotografieren war verboten, darum gibt es auch keine Bilder, aber ehrlich gesagt: ihr habt nix verpaßt...

Der Tag war noch jung, wir sind zum Hotel zurück gefahren. In der Nähe gab es ein Naturschutzzentrum der Parque Natural de Oyambre. Dort ist auch ein schöner Strand und ein großer Parkplatz. Es gibt auch eine Kneipe am Strand. Es war schon wieder total heiß und wir haben da erst mal eine eiskalte Cola zero getrunken. Dann ging es auf den Wanderweg, der erst mal einen Hügel rauf und dann am Strand entlang zum Parkplatz zurück führen sollte. Die Gegend ist total hügelig hier, also erst mal den Berg rauf... :girly:

   

Der Berg den man hier im Hintergrund sieht ist der Picos de Europa, man sah ihn auch vom Strand aus. Das hat mir besonders gut gefallen: vor einem das Meer und dahinter schneebedeckte Berge, wo hat man das schon?
Dafür dass wir hier in einem Naturschutzgebiet waren war es aber sehr "zivilisiert" d.h. es waren überall eingezäunte Weiden mit Kühen.

   

   

   

der Weg ging dann ein Stück ins Landesinnere zu einem Dorf

   

die Kühe die sie hier halten stammen wohl aus Deutschland  ;D

   

ein Hotel gab es auch (im Naturschutzgebiet?), ein häßlicher Kasten, nur die Schwalbennester unterm Dach waren interessant

   

   

gepflegte Wohnhäuser

   

   

dann sollte der Weg wieder Richtung Strand führen was sich als schwierig erwieß weil 2 Schäferhunde den Hof bewachten an dem wir vorbei gehen müßten... sie kamen bellend und zähnefletschend angerannt (nicht angeleint!) und wir haben gaaanz langsam und beruhigend auf sie einredend (braver Hund, ja brav isser  :o ) den Rückzug angetreten. Zum Glück waren sie immerhin so gut abgerichtet dass sie das Hofgelände nicht verlassen haben...
Tja das wars dann mit dem Wanderweg durchs Naturschutzgebiet. Wir haben eh nicht verstanden wie das ein Naturschutzgebiet sein kann. Eigentlich war es hier wie in einem Dorf in Bayern (nur halt mit Strand davor). Das darf man wohl in Spanien nicht so ernst nehmen. Wir sind den Weg zurück gegangen und haben glücklicherweise noch einen Weg zwischen zwei Häusern zum Strand runter gefunden und konnten am Strand entlang zum Parkplatz zurück gehen.

   

   

   

Der Playa de Oyambre ist wirklich besonders schön!

Wer wollten jetzt noch den Friedhof von Comillas besichtigen und sind die 5 km zurück gefahren. Wir waren kaum am Friedhof angelangt als eine Nebelwand auf zog. Plötzlich sah man nur noch ein paar Meter weit

   

Der Friedhof war wirklich sehr prächtig und mit dem Nebel paßte die Stimmung zur Location  O0

   

   

   

   

hier werden eine Urnen sondern ganze Särge in Fächern an der Wand gestapelt, sowas habe ich auch noch nie gesehen

   

   

am Hotel zurück war definitiv kein Badewetter. Statt an den Strand zu gehen haben wir uns auf unsere schöne Veranda gesetzt, ich habe mir an der Hotelbar ein Sandwich besorgt, wir haben Kaffee gekocht und Kekse gabs auch. Wir haben eine gemütlichen Nachmittag verbracht und ich war für einen kurzen Spaziergang unten am Meer.

   

das Meer war ziemlich aufgewühlt

   

laut Tripadvior ist das beste Restaurant in Commillas "La Aldera", da wollten wir zum Abenddessen hin. Wir sind ein bisschen durch die Innenstadt geirrt haben es in einer kleinen Gasse aber doch noch gefunden. Das Wetter war besser geworden, der Nebel war weg und mit einer Fleecejacke konnte man gut draußen sitzen.
Die junge Bedienung sprach wieder kein Wort englisch aber es gab die Speisekarte auf englisch. Wir haben uns was rausgesucht und sie hat dann die Position auf der spanischen Karte gesucht (die dritte Vorspeise von oben etc) und wir haben gehofft dass die Reihenfolge auf der spanischen Karte gleich ist. Ehrlich das verstehe ich nicht, so viel englisch dass man die Speisekarte lesen kann muss man als Kellner doch lernen können...
okay es hat geklappt, es kam das richtige Essen und dazu ein sehr guter Wein!
Die Vorspeise war Chorizo in Cidre gekocht:

   

sehr lecker!  :happy: und als Hauptspeise hatte ich ein gefülltes Steak bestellt:

   

das müßt ihr euch vorstellen wie eine Calzone aber mit Rinderfilet statt Pizzateig. Mann war das gut!!! das Fleisch war leicht paniert, wunderbar zart und einfach köstlich, ebenso die gegrillten Paprikaschoten. Das war eins der besten Abendessen im Urlaub, die Tripadvisorwertung absolut zutreffend. Die Preise waren etwas höher als bei den Nachbarlokalen, wir haben insgesamt 61 € bezahlt, das war es definitiv wert! Insgesamt ist das Essen in Spanien billiger als in Frankreich, vor allem der Wein kostet ziemlich genau die Hälfte (bei gleicher Qualität).

Bei einem Spaziergang durch den Ort haben wir eine Eisdiele entdeckt, das war dann die Nachspeise  :)
der junge spanische Verkäufer konnte mit Mühe 8 von seinen 10 Sorten auf englisch benennen. Wir haben uns nur noch gewundert über die nicht vorhanden Sprachkenntnisse der Spanier. Der Typ sah eigentlich wie ein Student aus, der sich mit einem Ferienjob etwas dazuverdient. Lernt man in Spanien eigentlich gar keine Fremdsprachen in der Schule?

Danach haben wir in dem kleinen Lädchen noch mal Futter gekauft als Proviant für die längere Autofahrt morgen. Ich mag solche Läden, in diesem kleinen Raum gab es wirklich alles (sogar Tütensuppen aus Deutschland  :) )

   

   

auf dem Heimweg haben wir noch einen kleinen Leuchtturm entdeckt

   
Viele Grüße Paula

Andrea

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 5931
    • Anti walks...
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #102 am: 21. August 2015, 11:54:06 »
Mir hat der Tag heute wieder sehr gefallen. Naja, bis auf den Reinfall mit der Höhle. Aber soetwas gehört halt auch dazu.
Liebe Grüße, Andrea



www.antiwalks.eumerika.de

Paula

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4671
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #103 am: 21. August 2015, 12:28:01 »
Mir hat der Tag heute wieder sehr gefallen. Naja, bis auf den Reinfall mit der Höhle. Aber soetwas gehört halt auch dazu.

das sehe ich auch so. Wenn man alles vorher schon wüßte bräuchte man ja auch gar nicht mehr hinzufahren. Ein bisschen Abenteuer und Unsicherheit muss im Urlaub auch sein.
Viele Grüße Paula

Ilona

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4213
  • Slot Canyon Addict
    • Amerika und wandern
Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #104 am: 21. August 2015, 13:18:42 »
Die Nachbauhöhle wurde nach der Eröffnung kurz im TV vorgestellt und da hatte ich schon so meine Zweifel  :weissnicht:.

Die ganze Gegend ist halt nicht so touristisch erschlossen wie Marbella, die Costa Brava, Blanca und wie sie noch heißen. Dort spricht man auch deutsch.

Vielleicht haben die Kids dieser Gegend in den weiterführenden Schulen eher französisch als Fremdsprache.

Ihr seid jedenfalls auch ohne spanisch durchgekommen und das ist die Hauptsache  :thumb:.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)