Autor Thema: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er  (Gelesen 90273 mal)

Paula

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #60 am: 31. Juli 2015, 08:14:18 »
und ich dachte vor mir war da noch keiner  :)

freut mich dass es euch gefällt!
Viele Grüße Paula

Paula

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #61 am: 31. Juli 2015, 11:26:29 »
Tag 8 Samstag 20.06.2015



zum Frühstück saßen wir bei herrlichem Sonnenschein auf der Terrasse, es war wie gestern ziemlich windig. Die Köchin von gestern Abend hat auch das Frühstücksbuffet gemacht und hat uns erzählt dass es hier zwei Winde gibt den Mistral und zusätzlich den Montagnard, mit anderen Worten: hier weht es oft.

In Mourèze gibt es ein kleines Gebiet mit bizarren Felsen ähnlich dem Gebiet in Montpellier-le-Vieux, man sah es schon vom Hotel aus, am Rathauses startet ein markierter Weg

 

am Anfang war es ganz einfach, aber nach kurzer Zeit verlief sich der Weg im Nichts, wir sind nochmal zurück gegangen um zu schauen ob wir eine Abzweigung oder so verpaßt haben, aber da war nix. Fotos machen war auch schwierig weil eigentlich alles im Gegenlicht lag.

 

die Wanderung haben wir dann sein lassen und sind statt dessen durch den kleinen Ort gebummelt

 

 

die Kirche hat uns innen gut gefallen

 

 

   

wir waren bestimmt die einzigen ausländischen Touristen hier. Überhaupt haben wir auf der ganzen Tour fast nur Franzosen getroffen.

 

Das nächste Ziel für heute war der Ort Celles am Lac du Salagou. Hier wollte Josef endlich eine Ghosttown fotografieren  :)

die Strecke entschuldigte uns für die ausgefallenen Wanderung, die Straße ging durch sonderliche gelbe Felsen, da haben wir natürlich sofort angehalten und sind auf den Felsen rumgeklettert

 

 

 

eine gute Tat haben wir auch vollbracht indem wir dieses hübsche Tierchen von der Strasse gerettet haben  :)

 


In Celles am See angekommen hielt der Ort was der Reiseführer versprach: Lauter Gebäude mit eingestürzten Dächern

 

Der Stausee ist in den 60er Jahren künstlich angelegt worden. Eigentlich hätte der Ort überflutet werden sollen, darum hat man die Bewohner umgesiedelt. Später hat man die Pläne geändert, der See wurde doch nicht so groß, aber da war der Ort schon verlassen.

Heute ist das ein Eldorado für Fotografen und Angler

 

 

 

 

 

in einem der Häuser klebte ein Gecko an der Wand  :herz: das erste Mal dass ich so ein Tierchen in Frankreich gesehen habe!

 

das einzige erhaltene Haus ist das ehemalige Rathaus, hier ist eine Touriinfo und eine kleine Ausstellung mit Bildern des Ortes aus der Zeit vor dem Stausee zu sehen

 

hier waren früher Felder, ein paar Baumspitzen sieht man noch, das hat uns ein bisschen an den Yellowstone erinnert

 

 

 

am feuchten Uferbereich des Sees tummelten sich bestimmt fünfzehn dieser Schmetterlinge, einer ist mir sogar auf den Finger gekrabbelt

 

 

 

während Josef noch eine extra-Runde durch den Ort gemacht hat habe ich mit den Schmetterlingen gespielt  ^-^

Danach ging es auf die Autobahn nach Beziers und das restliche Stück über kleine Straßen nach Saint-Pierre-la-Mer am Mittelmeer. Es gab eigentlich nur eine sinnvolle Route und so haben wir uns vom Navi leiten lassen. Mit unserem Kleinwagen kein Problem, aber einmal sind wir auf einer Ortsdurchfahrt an einer 90 Grad Kehre geradeso durchgekommen, Josef war heilfroh, das wir nicht mit seinem Mercedes unterwegs waren. Es ist mir schleierhaft wie man sich mit solchen Straßenverhältnissen zufrieden geben kann.

In Saint-Pierre-la-Mer hatten wir ein Zimmer im einzigen Hotel am Strand gebucht: Hotel Le Neptune, Boulevard De La Douane 2, 11560 Saint Pierre La Mer. Das Hotel war ein einfacher Kasten, auch das Zimmer war eher einfach aber oky und hatte einen kleinen Balkon mit Meerblick

   

jetzt war erst mal Wäsche waschen angesagt. Zuhause hatte ich in Google-Maps einen Waschsalon entdeckt und er war genau da wo ich ihn in Streetview gesehen habe. Zufällig hätte ich den nicht gefunden denn er war so ziemlich am anderen Ende der Strandpromende. Was habe ich nur früher ohne Google gemacht?  :gruebel:

wähernd ich im Waschsalon gewartet habe hat Josef schon mal ein Lokal für das Abendessen ausgesucht. Danach waren wir am Strand. Es war extrem windig

 

 

 

 

das sah aus wie Lava im Sand

 

 

 

nach einem kurzen Spaziergang haben wir uns an dem fast menschenleeren Strand zwei Liegestühle mit Schirm gemietet (nur 10 € für zwei Stunden, es war ja schon Nachmittag), hier war eindeutig noch Vorsaison so wenig wie hier los war. Wahrscheinlich kennen sich die Franzosen einfach besser aus denn das Wasser war dermaßen a****kalt, dass es selbst für ein Fußbad zu kalt war. In der Sonne war es dagegen total heiß, der Sandboden auch, man konnte kaum barfuß gehen. Egal: auf der Liege unter dem Sonnenschirm mit dem Kindle in der Hand war es sehr schön, durch den Wind war es auch nicht zu heiß.

 

Zum Abendessen waren wir im Ortszentrum, da ist ein großer Platz mit etlichen Restaurants (von denen einige noch geschlossen waren). Wir haben uns in das Lokal gesetzt wo fast alle Tische beestzt waren, das hatte Josef auch rausgesucht. Das Essen war okay aber nichts besonderes, für ein 20 € Menü kann man wohl nicht mehr erwarten. Hochwertigere Restaurants gab es aber gar nicht, die anderen sahen eher noch einfacher aus. Für französische Verhältnisse definitiv enttäuschend! Ob das wohl im Hochsommer besser ist? Vielleicht macht hier ja auch das "normale" Volk Urlaub das nicht soviel Geld hat. Luxushäuser haben wir im Ort auch keine gesehen. Da wir kein WLAN hatten (kostet 5 € im Hotel) fiel auch die Suche über Tripadvisor flach. Dass man für WLAN bezahlen muss ist heutzutage ja auch ein Unding, habe ich -außer in Vegas- schon ewig nicht mehr erlebt.
Danach sind wir durch ein paar Andenkenläden gestreift und ich habe endlich einen passenden Magneten für meine Sammlung gefunden  :)

Anschließend haben wir uns noch mit Kaffee und Keksen auf den Balkon gesetzt und den Blick aufs Meer genossen. Es war total still außer ein paar Möwen nix zu hören, auch im Hotel waren wir fast alleine. Die Ruhe war angenehm!
Viele Grüße Paula

Silv

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #62 am: 31. Juli 2015, 13:42:20 »
am feuchten Uferbereich des Sees tummelten sich bestimmt fünfzehn dieser Schmetterlinge, einer ist mir sogar auf den Finger gekrabbelt

Ich glaube, die nennen sich "Admiral".

Ein schöner Tag!
Liebe Grüße
Silvia

Andrea

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #63 am: 31. Juli 2015, 14:27:07 »
Schade, dass die Wanderung am Anfang fehlgeschlagen ist. Das sah echt vielversprechend aus...
Liebe Grüße, Andrea



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Ilona

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #64 am: 01. August 2015, 11:13:40 »
Ich finde so einen menschenleeren Strand nicht schlimm und das einzige Hotel am Ort hat schön renovierte Zimmer  :thumb:. Da kann man es ein paar Tage aushalten oder seid ihr weiter gefahren?
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Paula

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #65 am: 02. August 2015, 10:15:21 »
Hallo alle,
Mich hat am Freitag Abend ein Virus erwischt (soviel zum Thema dass Sport gesund sei, ich war eine Stunde rollerbladen) und seither liege ich flach, habe gestern fast den ganzen Tag geschlafen  :(

Ihr dürft euch also weiter am fast menschenleeren Strand erholen, das paßt denn wir waren im Juni am Sonntag auch noch einen Tag dort am Strand  :)
Viele Grüße Paula

Birgit

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #66 am: 02. August 2015, 10:20:25 »
Der Strand ist ja auch herrlich...

Gute Besserung!

Susan

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #67 am: 02. August 2015, 12:09:22 »


Herrlich so ein leerer Strand - in solch einen Genuss kommen wir die letzten Jahre leider kaum noch  8)
Liebe Grüße
Susan


Paula

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #68 am: 03. August 2015, 13:23:45 »
ich muß zwar noch laufend nießen, aber jetzt kann es wieder weiter gehen  :)

Tag 9 Sonntag 21.6.2015

Heute Nacht war es trotz offener Balkontür sehr warm im Zimmer und ich habe nicht so gut geschlafen (mit Klimaanlage schlafen mögen wir beide nicht). Zum Frühstück setzten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf die Terrasse vor dem Hotelrestaurant. Das Frühstück war sehr einfach mit billigsten Aufbackbrötchen und Croissants, aber immerhin gab es Käse und Schinken sowie Joghurt.

Heute wollten wir einen faulen Strandtag verbringen, nur ein ganz kurzer Ausflug war geplant: hinter dem Ort ist ein Naturschutzgebiet, dort gibt es eine geologische Besonderheit, ein See an einem steil abfallenden Felsen, da wollten wir hin. Auf der D1118 fuhren wir 3 km vom Ort ins Landesinnere und bogen in eine Schotterstraße ab und haben das Auto dort stehen lassen. Der Weg war ausgeschildert (auf Google Maps ist es auch eingezeichnet):

 

durch das Naturschutzgebiet sind schöne breite Wege angelegt (man hätte mit dem Auto hier noch weiter fahren können) auch Picknicktische waren vorhanden

 

zu dem Felsen ging dann ein steiniger Weg ab und nach wenigen Minuten stand man hier:

 

es hat wohl schon einige Tote gegeben (das kommt davon wenn man im Suff von hohen Felsen springt), darum standen mehrfach Warnschilder rum:

 

der Text stand sogar auf deutsch dort! Ich kann mich nicht erinnern jemals in Frankreich in der Pampa deutsch gelesen zu haben, die Zeiten ändern sich!

 

der Weg führte um den Felsen herum unten ans Wasser.

 

wann immer ich an seichtem Wasser stehe suche ich nach Fröschen.. ja da ist einer  :herz: :herz: :thumb:

 

damit war der Tag eigentlich schon perfekt aber es wurde noch besser: auf Josefs Wanderapp am Handy war ein alternativer Weg zurück aufgezeichnet, er ging als schmaler Pfad mitten durch den Pinienwald:

 

wer schon mal in Südfrankreich war kennt das Gezirpe der Zikaden, man sieht die Tiere nur eigentlich nie. Hier war es derart laut dass hunderte Insekten in unmittelbarer Nähe sein mußten. Trotzdem haben wir lange an den Bäumen gesucht bis wir welche entdeckten. Eigentlich sah man sie nur wenn sie flogen.

 

es war gar nicht einfach sie zu fotografieren, ich hätte mir wieder einen besseren Zoom gewünscht, außerdem hat der Apparat öfter auf die Pinienzweige statt die Insekten fokussiert

 

ich war ganz begeistert. Zum Glück gefallen meinem Freund Tiere in freier Natur auch (in Zoos geht er im Gegensatz zu mir nicht) und so haben wir hier locker eine halbe Stunde beim fotografieren verbracht.

dann kamen wir wieder auf den Hauptweg. Eine sehr schöne Landschaft ist das hier, bestens geeignet für einen Spaziergang. Wieder haben wir etliche Franzosen getroffen und alle im passenden Schuhwerk.

 

 

 

als wir gegen Mittag wieder in den Ort zurück fuhren war die Hölle los! Heute war Markt, der wirklich riesige Parkplatz am Strand hoffnungslos überfüllt. Ich bin schnell aus dem Auto rausgesprungen um im Hotel nach dem Code für den Hotelparkplatz zu fragen und habe dann eine Viertelstunde am Eingang auf Josef gewartet. Er konnte nicht auf der Straße stehen bleiben und in dem Treiben auch nicht wenden. Mit Glück fand er dann doch einen freien Parkplatz weil gerade ein anderer rausfuhr. 8 € Parkgebühr gespart! Und ich glaube ich will im Hochsommer doch nicht hierhin...

danach sind wir natürlich auch auf den Markt gegangen, ich liebe französische Märkte. Wir haben eine schöne Strohtasche mit Ledertrageriemen für unseren Futtervorrat gekauft die wir jetzt zuhause als Einkaufstasche verwenden. Josef hat an einem Fischstand eine Art Fischbällchen gekauft und ich ein Brot mit Käse und Paprika eine Art Minipizza und ein große Aprikosentasche die ich aus Lacanau kenne.

Mit diesem Vorrat haben wir uns dann an den Strand begeben. Heute war es nicht windig, das Wasser aber leider genauso kalt wie gestern und der Sand so heiß dass man sich die Füße verbrannt hat. Nein hätte, denn der fleißge Liegestuhlvermieter ging regelmäßig mit einer Gießkanne zum Meer und goß eine Straße vor den Liegen und zum Wasser, auf dem feuchten Sand konnte man angenehm gehen. Das nenne ich Service! Weil er auch Getränke verkauft hat habe ich später zwei Kaffee bei ihm bestellt, die hat er uns an den Liegestuhl gebracht und wollte kein Geld dafür, nein das gehöre zum Service. Sowas ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert, sonst wird man doch am Strand immer total abgezockt.



seht ihr die nasse Strasse? Man sieht auch dass wir fast alleine sind, ich glaube zwei oder drei weitere Liegen waren vermietet (an einem Sonntag Nachmittag!), das ist schon eher gar keine Saison als Vorsaison. Keiner von den Einkäufern am Markt ging anschließend an den Strand  :raetsel:

ein Bild vom  Abend als der Markt schon vorbei war

 

 

was das Futter angeht muss ich sagen dass sowohl die Dinge die wir am Markt gekauft haben als auch das folgende Abendessen nicht der Rede wert waren. Auch das Aprikosenteilchen, das wir abends am Balkon als Betthupferl verzehrt haben schmeckte nicht besonders  :(
tröstlich dass wirklich jeder Wein den wir im Supermarkt gekauft haben sehr gut war!
Viele Grüße Paula

Silv

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #69 am: 04. August 2015, 13:14:44 »
Solche "Viecher" wie Zikaden mag ich gar nicht. Letzte Woche hatte ich wieder so eine riesen grüne Heuschrecke im Schlafzimmer. Glücklicherweise war Andy noch nicht weg (er war gerade aufgestanden) und hat sie rausgesetzt. Da schüttelt es mich jetzt noch, wenn ich daran denke....
Liebe Grüße
Silvia

Paula

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #70 am: 04. August 2015, 13:18:53 »
Solche "Viecher" wie Zikaden mag ich gar nicht. Letzte Woche hatte ich wieder so eine riesen grüne Heuschrecke im Schlafzimmer. Glücklicherweise war Andy noch nicht weg (er war gerade aufgestanden) und hat sie rausgesetzt. Da schüttelt es mich jetzt noch, wenn ich daran denke....

Heuschrecken finde ich auch ganz furchtbar, da kannst du mich wegrennen sehen... Zikaden mag ich weil sie so ein schönes "Urlaubsgeräusch" produzieren und die durchscheinenden Flügel faszinieren mich irgendwie. Und sie beißen halt nicht!
Viele Grüße Paula

Paula

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #71 am: 04. August 2015, 13:36:54 »
Tag 10 Montag 22.6.2015



Heute wird aus dem faulen Strandurlaub wieder ein Aktivurlaub  :) wir werden zunächst ein altes Kloster besichtigen und dann die Stadt Carcassonne!

Bei strahlendem Sonnenschein frühstückten wir wieder draußen mit Blick auf den Strand und packten anschließend unser Zeug und fuhren weiter. Zunächst am Strand entlang zum Nachbarort Narbonne Plage der uns nicht so gut gefiel. "Unser" Strandort war schöner  ;)
Danach ging es ein Stück über die Autobahn und dann zur Abbay de la Fontfroide, einer Zisterzienserabtei aus dem 12. Jahrhundert, die sehr schön einsam im Wald liegt.
Die Abtei ist heute im Privatbesitz. Wir zahlten 10,80 € Eintritt und betraten das weitläufige Gelände. Hier gibt es auch einen Weinkeller und ein Restaurant, es gibt Veranstaltungen wie Konzerte, trotzdem fragen wir uns wie Privatleute solch eine Anlage in Schuß halten können (und sie war perfekt restauriert!)

 

 

 

im Innenhof gab es wieder moderne Kunst zu bewundern

 

ein riesiger Maulwurf aus Metall, echt lustig  :)

 

in diesem großen Gewölbesaal war früher ein Schlafsaal für Pilger

 

am besten hat uns der Kreuzgang gefallen

 

 

 

 

 

die Kirche war ganz schlicht

 

die Fenster sind alle aus der Zeit nach der französischen Revolution als die Abtei wieder restauriert wurde. Man hat dazu Bruchstücke von alten Fenstern verwendet

 

außen gab es eine große Gartenanlage zu besichtigen. Zum Glück gab es viel Schatten, denn es war schon sehr heiß geworden

 

 

um die Abtei gibt es etliche Wanderwege. Einer führt auf einen Aussichtshügel von dem aus man einen tollen Blick auf die ganze Anlage hat

oben angekommen

   

in der Ferne kann man noch eine Burg erkennen. Da hätte man auch hinwandern können, aber nicht bei dieser Hitze...

 

im klimatisierten Auto ging es dann über die Autobahn nach Carcassonne. Hier hatten wir am Fuß der Altstadt ein Zimmer gebucht:
Bloc G, 112 Rue Barbacane, 11000 Carcassonne

die Anfahrt war zum Glück unproblematisch und ganz in der Nähe der Unterkunft war ein Parkplatz auf den wir uns gerade noch so hinquetschen konnten.
Unsere Unterkunft Bloc G war wieder ein Bed&Breakfast. Im Erdgeschoß ist ein Restaurant, im ersten Stock die Zimmer:
wir hatten das linke Zimmer 01

   

Aufenthaltsbereich im Flur

 

unser Zimmer. Was man nicht sieht ist die erstklassige Klimaanlage. Draußen hat es 35 Grad, ohne Klimaanlage hätte man es hier nicht ausgehalten

 

Sitzecke mit Wasserkocher. Wir haben uns gleich mal einen Kaffee gekocht und dazu Brioche gegessen.

 

hinter dem Schlafzimmer war ein riesiges Badezimmer mit Wanne und Dusche

   

 

   

das Bad war so groß wie sonst ein ganzes Hotelzimmer, echt klasse hier! Mit 110 € aber auch nicht ganz billig.
Josef hat es wegen der Lage ausgesucht, es war nur eine Straße weg von der Alstadt Carcassonnes. Dahin haben wir uns nun aufgemacht:

 

Carcassonne ist berühmt für seine Festungsaltstadt (Weltkulturerbe der UNESCO) die natürlich auf einem Hügel liegt, bei der Hitze war der kurze Aufstieg eine schweißtreibende Angelegenheit.

 

Josef wollte auf der Stadtmauer laufen, dazu mußte man eine Eintrittskarte für das Schloß kaufen, von da aus gelangte man zur Stadtmauer. Auch hier war wohl noch Vorsaison, man konnte nämlich nur einen Teil der Mauer begehen, der Rest war noch geschlossen.

In diesen Holzbauten kauften wir unsere Tickets, da drinnen war es schön kühl, draußen heute wirklich eine Affenhitze

 

 

drinnen gab es eine kleine Austellung zur Geschichte und dieses Modell der Festung. Carcassonne war eine der wichtigsten Städte der Katharer bis sie im 13 Jahrhundert von der katholischen Kirche verfolgt und ausgerottet wurden. Im Mittelalter verfiel die Festung und wurde im 19 Jahrhundert wieder aufgebaut.

 

 

dann gelangte man auf die Außenmauer wo man einen tollen Blick auf die Neustadt von Carcassonne hatte

 

 

 

Unter diesem großen Baum haben wir Pause gemacht. Bei der Hitze war mir eigentlich jeder Schritt zuviel

 

auf der Mauer ging es auch durch etliche Wehrtürme, hier wurden die Verteidigungsanlagen erläutert

 

 

 

 

 

 

 

 

den Gang auf der Stadtmauer sollte man unbedingt machen. Wenn man sich nur innerhalb der Festung aufhält sieht man nicht viel mehr als alte Häuser und die üblichen Andenkenläden und Restaurants.

wir sind dann auch noch durch die Innenstadt geschlendert, wer Bedarf an Ritterartikeln hat, wird hier fündig  :)

 

wir haben uns ein schattiges Café gesucht und einen großen Eisbecher verdrückt der mit nur 5 € überraschend günstig war, danach gings mir besser  8)

 

dieses Schild fand ich klasse:
"ein Kaffee":   8€
"ein Kaffee bitte": 4€
"guten Tag, ein Kaffee bitte": 1,80 €   O0

dann sind wir ins Hotel für eine Dusche und eine Stunde Pause zurück gegangen. Was war ich froh über die Klimaanlage! Ursprünglich war der Plan noch die Neustadt von Carcassonne zu besichtigen, das machen wir dann nächstes Mal wenn es nicht so heiß ist!

Um 20 Uhr haben wir uns wieder auf den Weg gemacht, jetzt waren die Temperaturen angenehm

 

 

 

Über Tripadvisor hatten wir ein Lokal rausgesucht, es sollte direkt vor der Burg liegen, war aber komplett überfüllt. Direkt daneben mit fast dem gleichen Blick war die Restaurantrerasse fast leer, die Karte sah gut aus also haben wir uns dorthin gesetzt. Das hatten wir vor der Nase

 

da kann man nicht meckern  :) auch über das Essen gab es nichts zu klagen, bei der Hitze haben wir einen Salat bestellt

 

Nur der Kellner war irgendwie beleidigt dass wir kein ganzes Menü bestellt haben und hat uns in der Folge ignoriert. Nach einer Stunde gelang es uns doch noch eine Nachspeise zu bestellen, die auch sehr lecker war, das Trinkgeld fiel angesichts des blöden Benehmens aber flach. Keine Ahnung was der Mensch hatte, in seiner Bude waren fast alle Tische frei, da wäre ich an seiner Stelle froh um jeden Gast...

Josef wollte dann von Carcassonne Nachtaufnahmen machen und hatte das Stativ mitgenommen. Wir sind an die Mauer gegangen und langsam wurde es dunkel

   

   

   

   

   

 

 

es war eine sehr schöne Stimmung hier und viele Leute unterwegs, man mußte immer warten bis keiner im Bild war

   

kurz vor Mitternacht haben wir uns auf den Heimweg gemacht

 

Hier standen wir auf der Fußgängerbrücke die in die Neustadt führt, unten ist der Parklatz wo unser Auto steht und dahinter das Hotel.

   

die Brücke sollte angeblich auch sehenswert sein, lag aber im Stockdunklen und war nur kümmerlich beleuchtet. Aber der Blick von da auf die Festung war wirklich genial. Sehr zufrieden sind wir in unser Zimmer gegangen und haben noch eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen die Klimaanlage laufen lassen.
Viele Grüße Paula

Andrea

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #72 am: 04. August 2015, 13:57:31 »
Wow, Carcassonne gefällt mir richtig gut! Die Abendstimmung ist dann noch das i-Tüpfelchen.
Liebe Grüße, Andrea



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Paula

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #73 am: 04. August 2015, 19:19:36 »
Wow, Carcassonne gefällt mir richtig gut! Die Abendstimmung ist dann noch das i-Tüpfelchen.

Ja finde ich auch Andrea, Carcassonne gehört zu den Highlights dieses Urlaubs  8)
Viele Grüße Paula

Susan

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Re: Frankreich und Spanien: Berge und Me(h)er
« Antwort #74 am: 04. August 2015, 19:23:05 »
Hi,

Carcassone gefällt mir auch ausgesprochen gut, wir haben es leider noch nicht dorthin geschaft, das muss unbedingt nachgeholt werden  8)  Und das Spiel könnten wir ja auch mal wieder spielen  :floet:

Ich weiß nicht, ob es da vor Agde eine kalte Strömung oder so gibt, aber bei allen Stränden da in der Gegend fand ich das Wasser ausgesprochen kalt, brrrr
Liebe Grüße
Susan