Tag 10 Montag 22.6.2015Heute wird aus dem faulen Strandurlaub wieder ein Aktivurlaub

wir werden zunächst ein altes Kloster besichtigen und dann die Stadt Carcassonne!
Bei strahlendem Sonnenschein frühstückten wir wieder draußen mit Blick auf den Strand und packten anschließend unser Zeug und fuhren weiter. Zunächst am Strand entlang zum Nachbarort Narbonne Plage der uns nicht so gut gefiel. "Unser" Strandort war schöner

Danach ging es ein Stück über die Autobahn und dann zur Abbay de la Fontfroide, einer Zisterzienserabtei aus dem 12. Jahrhundert, die sehr schön einsam im Wald liegt.
Die Abtei ist heute im Privatbesitz. Wir zahlten 10,80 € Eintritt und betraten das weitläufige Gelände. Hier gibt es auch einen Weinkeller und ein Restaurant, es gibt Veranstaltungen wie Konzerte, trotzdem fragen wir uns wie Privatleute solch eine Anlage in Schuß halten können (und sie war perfekt restauriert!)

im Innenhof gab es wieder moderne Kunst zu bewundern

ein riesiger Maulwurf aus Metall, echt lustig

in diesem großen Gewölbesaal war früher ein Schlafsaal für Pilger

am besten hat uns der Kreuzgang gefallen

die Kirche war ganz schlicht

die Fenster sind alle aus der Zeit nach der französischen Revolution als die Abtei wieder restauriert wurde. Man hat dazu Bruchstücke von alten Fenstern verwendet

außen gab es eine große Gartenanlage zu besichtigen. Zum Glück gab es viel Schatten, denn es war schon sehr heiß geworden

um die Abtei gibt es etliche Wanderwege. Einer führt auf einen Aussichtshügel von dem aus man einen tollen Blick auf die ganze Anlage hat
oben angekommen

in der Ferne kann man noch eine Burg erkennen. Da hätte man auch hinwandern können, aber nicht bei dieser Hitze...

im klimatisierten Auto ging es dann über die Autobahn nach Carcassonne. Hier hatten wir am Fuß der Altstadt ein Zimmer gebucht:
Bloc G, 112 Rue Barbacane, 11000 Carcassonne
die Anfahrt war zum Glück unproblematisch und ganz in der Nähe der Unterkunft war ein Parkplatz auf den wir uns gerade noch so hinquetschen konnten.
Unsere Unterkunft Bloc G war wieder ein Bed&Breakfast. Im Erdgeschoß ist ein Restaurant, im ersten Stock die Zimmer:
wir hatten das linke Zimmer 01
Aufenthaltsbereich im Flur

unser Zimmer. Was man nicht sieht ist die erstklassige Klimaanlage. Draußen hat es 35 Grad, ohne Klimaanlage hätte man es hier nicht ausgehalten

Sitzecke mit Wasserkocher. Wir haben uns gleich mal einen Kaffee gekocht und dazu Brioche gegessen.

hinter dem Schlafzimmer war ein riesiges Badezimmer mit Wanne und Dusche

das Bad war so groß wie sonst ein ganzes Hotelzimmer, echt klasse hier! Mit 110 € aber auch nicht ganz billig.
Josef hat es wegen der Lage ausgesucht, es war nur eine Straße weg von der Alstadt Carcassonnes. Dahin haben wir uns nun aufgemacht:

Carcassonne ist berühmt für seine Festungsaltstadt (Weltkulturerbe der UNESCO) die natürlich auf einem Hügel liegt, bei der Hitze war der kurze Aufstieg eine schweißtreibende Angelegenheit.

Josef wollte auf der Stadtmauer laufen, dazu mußte man eine Eintrittskarte für das Schloß kaufen, von da aus gelangte man zur Stadtmauer. Auch hier war wohl noch Vorsaison, man konnte nämlich nur einen Teil der Mauer begehen, der Rest war noch geschlossen.
In diesen Holzbauten kauften wir unsere Tickets, da drinnen war es schön kühl, draußen heute wirklich eine Affenhitze

drinnen gab es eine kleine Austellung zur Geschichte und dieses Modell der Festung. Carcassonne war eine der wichtigsten Städte der Katharer bis sie im 13 Jahrhundert von der katholischen Kirche verfolgt und ausgerottet wurden. Im Mittelalter verfiel die Festung und wurde im 19 Jahrhundert wieder aufgebaut.

dann gelangte man auf die Außenmauer wo man einen tollen Blick auf die Neustadt von Carcassonne hatte

Unter diesem großen Baum haben wir Pause gemacht. Bei der Hitze war mir eigentlich jeder Schritt zuviel

auf der Mauer ging es auch durch etliche Wehrtürme, hier wurden die Verteidigungsanlagen erläutert

den Gang auf der Stadtmauer sollte man unbedingt machen. Wenn man sich nur innerhalb der Festung aufhält sieht man nicht viel mehr als alte Häuser und die üblichen Andenkenläden und Restaurants.
wir sind dann auch noch durch die Innenstadt geschlendert, wer Bedarf an Ritterartikeln hat, wird hier fündig

wir haben uns ein schattiges Café gesucht und einen großen Eisbecher verdrückt der mit nur 5 € überraschend günstig war, danach gings mir besser

dieses Schild fand ich klasse:
"ein Kaffee": 8€
"ein Kaffee bitte": 4€
"guten Tag, ein Kaffee bitte": 1,80 €

dann sind wir ins Hotel für eine Dusche und eine Stunde Pause zurück gegangen. Was war ich froh über die Klimaanlage! Ursprünglich war der Plan noch die Neustadt von Carcassonne zu besichtigen, das machen wir dann nächstes Mal wenn es nicht so heiß ist!
Um 20 Uhr haben wir uns wieder auf den Weg gemacht, jetzt waren die Temperaturen angenehm

Über Tripadvisor hatten wir ein Lokal rausgesucht, es sollte direkt vor der Burg liegen, war aber komplett überfüllt. Direkt daneben mit fast dem gleichen Blick war die Restaurantrerasse fast leer, die Karte sah gut aus also haben wir uns dorthin gesetzt. Das hatten wir vor der Nase

da kann man nicht meckern

auch über das Essen gab es nichts zu klagen, bei der Hitze haben wir einen Salat bestellt

Nur der Kellner war irgendwie beleidigt dass wir kein ganzes Menü bestellt haben und hat uns in der Folge ignoriert. Nach einer Stunde gelang es uns doch noch eine Nachspeise zu bestellen, die auch sehr lecker war, das Trinkgeld fiel angesichts des blöden Benehmens aber flach. Keine Ahnung was der Mensch hatte, in seiner Bude waren fast alle Tische frei, da wäre ich an seiner Stelle froh um jeden Gast...
Josef wollte dann von Carcassonne Nachtaufnahmen machen und hatte das Stativ mitgenommen. Wir sind an die Mauer gegangen und langsam wurde es dunkel

es war eine sehr schöne Stimmung hier und viele Leute unterwegs, man mußte immer warten bis keiner im Bild war

kurz vor Mitternacht haben wir uns auf den Heimweg gemacht

Hier standen wir auf der Fußgängerbrücke die in die Neustadt führt, unten ist der Parklatz wo unser Auto steht und dahinter das Hotel.

die Brücke sollte angeblich auch sehenswert sein, lag aber im Stockdunklen und war nur kümmerlich beleuchtet. Aber der Blick von da auf die Festung war wirklich genial. Sehr zufrieden sind wir in unser Zimmer gegangen und haben noch eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen die Klimaanlage laufen lassen.