Tag 21 Freitag 3. Juli 2015Nach dem Frühstück zeigte uns die nette Inhaberin noch 2 Zimmer im Erdgeschoss die noch im Bau sind, das letzte hat 2 Räume, der hintere mit Panoramafenster ins Gebirge einfach toll! Sollten wir noch mal in die Pyrenäen fahren werden wir hier gern wieder übernachten! Wir mußten heute leider nach Toulouse zurück, der Urlaub näherte sich dem Ende

Wir machten uns auf den Weg nach Toulouse, das Navi wollte mal wieder quer durch eine Innenstadt (in Oloron), wir folgten brav den Schildern für Schwerlastverkehr! Allerdings geht auch diese Straße durch den Ort an der Kirche vorbei, die Straße war da so schmal dass der Bürgersteig weg fiel. Die armen Fußgänger! Einfach krass was hier für ein Verkehr ist in den Innennstädten, in Frankreich fehlen viele Umgehungsstraßen. Hinter Pau fuhren wir auf die Autobahn ab da war es einfach zu fahren, hat uns aber wieder über 10 € gekostet! In Toulouse hatten wir das Hotel Gascogne nahe der Altstadt gebucht. Bis in die Straße wo das Hotel liegen sollte haben wir gut hingefunden, dann haben wir aber keine Einfahrt gefunden und das Hotelschild auch erst gesehen nachdem wir am Hotel vorbei gefahren waren

noch dazu war da eine Baustelle und man konnte nicht wenden, danach waren wir in einer Einbahnstrasse und so weiter. Es hat fast eine halbe Stunde gedauert bis wir uns wieder dem Hotel näherten. In der Zwischenzeit waren wir am Canal du Midi vorbei gefahren wo wir schöne Hausboote hätten bewundern können wenn wir dazu die Nerven gehabt hätten...
diesmal sind wir einfach stehen gebleiben als das Navi was von rechts abbiegen faselte und sind auf eine Art Radweg gefahren, nach ein paar Metern war da wirklich einen Einfahrt auf den Hotelparkplatz. Der war fast leer, kein Wunder von der Strasse aus sieht man den auch nicht

Das Zimmer war winzig bot aber eine Ablagemöglichkeit für zwei Koffer und das Bad war groß und hatte ein großes Fenster zum Lüften. Und die Klimaanlage hat gut funktioniert, draußen waren es ungefähr 35 Grad im Schatten

Wir wollten ein bissschen Sightseeing machen, denn in Toulouse waren wir beide noch nicht. Wir gingen zu Fuß zum ehemaligen Schlachthof der heute das Museum für moderne Kunst beherbergt, es ging ein starker Wind so war die Hitze einigermaßen erträglich, außerdem waren die Straßen von Bäumen gesäumt so dass es Schatten gab.
Im Außenbereich gab es etliche überdimensionale Kunstwerke die uns gut gefallen haben:

ein Mosaik nach einem Bild von Fernand Léger

Drinnen war es aber noch viel besser, denn da gab es eine Klimaanlage

das Museum ist nicht so groß, im Erdgeschoß war eine Sonderausstellung mit Videoinstallationen, das ging von ganz witzig bis total nervig (ein Kunstding hatte leider einen Lautsprecher und das Teil produzierte pfeifende Geräusche die im ganzen Museum zu hören waren. Die armen Museumsangestellten...)

ein Gemälde von Jean Dubuffet, an den Namen konnte ich mich erinnern aus dem Kröller-Müller Museum vom Hollandurlaub letztes Jahr (ist der Alzheimer doch noch nicht so weit fortgeschritten

)

das nächste Bild ist von einem Künstler aus der Heimat: Roland Fischer (geboren 1958 in Saarbrücken, kennt den jemand von euch? Mir ist er völlig unbekannt)
es ist ein Foto und wir haben gerätselt ob das ein Mann oder eine Frau ist?

Der Titel lautete "Moine Nord 32", moine ist französisch für Mönch, also vielleicht doch eher ein Mann
Die Hauptattraktion des Museums ist ein Wandgemälde von Picasso aus den dreißiger Jahren, es zeigt eine Szene aus einem Theaterstück, ein riesiges Ding x Meter lang und hoch. Man stellt sich ja vor dass der Künstler auf einem Gerüst steht und das an die Wand malt, Picasso hat das aber auf den Boden gemalt und es wurde danach stückweise an die Wand montiert (es gab etliche Fotos von der "Herstellung")

Danach wollte ich im Museumscafe eigentlich einen Kaffee trinken aber dieser Raum war nicht klimatisiert, also habe ich lieber ein Eis genommen.
Danach sind wir an der Garonne spazieren gegangen, immer den Schatten suchend...

wundert euch nicht über den Grünstich, der Weißabgleich war falsch eingestellt an der Kamera

dannn hatten wir das nächste Museum erreicht: Das Fotografiemuseum in einem ehemaligen Wasserturm, dankenswerterweise auch klimatisiert

danach brauchte ich einen Kaffee, wir fanden einen schattigen Platz in einem Straßencafé das auch kleine Gerichte anbot und so gab es eine Gemüsequiche (war sehr lecker) zum Kaffee.
dann sind wir durch die engen Gassen der Altstadt spaziert, es gab die üblichen historischen Gebäude und Geschäfte wie Zara, H&M und co

viele Fotos habe ich nicht gemacht, ich hatte nämlich die ganze Zeit eine eiskalte Flasche Cola zero in der Hand

hier standen wir vor dem zentralen Platz, der glaub ich Capitol heißt wie in Rom, er war aber komplett eingezäunt, denn heute Abend findet ein Rennen statt, hier war die Ausgabe der Leibchen, Registrierung etc., ein Mordstrubel

an einem Kanal (canal brienne) vorbei sind wir dann wieder Richtung Hotel gelaufen (das ist ein kleinerer Kanal, der canal du midi mit den schönen Hausbooten war zu Fuß zu weit weg)

auf der Strasse waren wir genauso schnell wie die Autos, es war totaler Stau in der Stadt. In Frankreich Auto fahren macht keinen Spaß, ich muss es immer wieder wiederholen...
auf dem Rückweg haben wir uns ein paar Lokale angeschaut und eins fürs Abendessen ausgesucht. Im Hotel haben wir erst mal die Klimaanlage angeschaltet und geduscht, Mann war das heiß heute (in D war es genauso heiß wie uns die Wetterapp verraten hat).
Zurück am Restaurant der Wahl war es komplett ausgebucht, da trat eine Liveband auf, keine Chance einen Tisch zu bekommen, also sind wir zur zweiten Wahl gegenagen, auch dort war alles reserviert, blöd gelaufen. Heute war Ferienanfang in Frankreich, da gehen die Leute wohl alle essen. Einen Mexikaner hatten wir noch gesehen, mexikanisch mag ich eigentlich nicht aber das war von der Entfernung her das nächste. Neben dem Mexikaner war ein winziges japanisches Restaurant, die 3 Tische draußen waren frei, einen haben wir sofort geentert

Sushi ist uns lieber als mexikanisch! Das Essen war okay, nix besonderes aber guter Durchschnitt (aber wir waren ja nicht in Japan sondern in Frankreich in einem Schnellimbiß in der Fußgängerzone), dazu gabs dann japanisches Bier und zurück im Hotel haben wir die letzte Flasche französischen Rotweins aus dem Reisevorrat geöffnet und die restlichen Chips verdrückt.