Hallo Ilona,
st das etwa links der Bildmitte das, was ich glaube zu sehen

also, sowas kannst auch nur du entdecken.

also ne Stahlbohrmaschine ist es jedenfalls nicht.

Mittwoch 03.12.
Leider stehen jetzt 2 lange Fahrtage an, denn wir wollen ja nach Adelaide.
Als wir aufstehen hören wir schon den Regen draußen niederprasseln.
Trotzdem starten wir früh und fahren ca. 1 Stunde zum Tower Hill Reserve. Ein Naturpark mit frei laufender Tierwelt.
Trotz Regen laufen wir 2 Trails den Journey to Volcano Walk und den Tongue Boardwalk, wofür wir ca. 1,5 Stunden benötigen.
Es nieselt die ganze Zeit und gute Stimmung kommt nicht wirklich auf.
Hier ein Viewpoint:

Ansonsten sehr langweilig und Koalas, die hier reichlich sein sollen, haben wir auch nicht entdeckt. Es ist zudem recht kalt, so dass wir nach den Walks erstmal lange Klamotten anziehen.
Griffith Island ist auch nicht doll bei Regen und wir erreichen nach weiterer Stunde den Parkplatz zum Yellow Rock, hmmm.... ist der nicht in Utah ? Nee, hier gibt es auch einen.
Ein Boardwalk führt zum Strand herunter und es kommt sogar die Sonne kurz raus.
Hier ist es eigentlich ganz nett:

schöne Gesteinsformationen:

Was jetzt genau der Yellow Rock gewesen sein soll, wissen wir nicht. Wir nehmen mal an, dass die Steilwand damit gemeint ist, die schon farblich in gelb leuchtet:


Dann zieht es sich wieder zu und als wir im Auto sind, regnet es wieder.
Dann gehts weiter zum Cape Nelson Lighthouse: und just als wir aussteigen kommt die Sonne mal kurz raus.
Was für eine gute Planung ! Wenn wir im Auto sind, regnet es und wenn wir draußen sind, hört es auf.


Wir laufen noch ein wenig an der Küste entlang.

Wir fahren dann zum Parkplatz des Sea Cliff Nature Walks, aber da es wieder an zu regnen anfängt canceln wir den. Hier klappte ide Planung wohl nicht so !

Weiter geht es zu den Petrified Stones, wo es auch ein Blowhole geben soll.
Hier kommt mit uns zugleich ein Auto mit einem älteren Ehepaar.
Ein Rundweg von 2 Kilometern steht an.
Aber wir schauen gen Himmel und eine schwarze Wand baut sich auf, donnern ist zu hören. Während das Ehepaar losgeht wollen wir lieber erstmal am Auto warten.
Und keine 5 Minuten später blitzt und donnerts es wie nichts Gutes und es fängt an zu schütten.
Gut, dass wir im Auto sind und denken, hoffentlich kommt das Ehepaar heil zurück. Wat fürn scheiss Wetter.
Wir fahren dann weiter zur Tarragal Cave:

Der Weg dorthin ist so matschig, dass wir nur ein Foto von Weitem machen.
Es regnet weiter unaufhörlich und wir canceln diverse Küstenabschnitte.
Nur einmal halten wir an einer Bucht, wo ein kleines Cafe ist und vor allem ein Steintoilettenhäuschen, weil ich mal ein grosses Geschäft erledigen muss.
Der Himmel ist wieder pechschwarz und es donnert auch schon mit Blitzen und es fängt wieder an zu schütten. Die 5 Meter von Auto zur Toilette machen mich klitschenass.
Na gut, Toilettendeckel hoch, Hose runter und jaaa, das tut gut.

Auf einmal ein ohrenbetäubender Knall und ein Monster Donnerschlag lässt die Wände erzittern. Vor Schreck bin ich fast mit Ködel in die Toilette geplumpst.

Der Spuk dauerte 5 Minuten, dann gehts weiter.
Wir fahren ca. 2 Stunden zu unserem Hotel, dem Barn Motel in Mount Gambier, bzw. liegt das Motel so 15 Minuten vor der Stadt.
Das Zimmer ist toll und als wir unsere Sachen vom Auto ins Zimmer bringen wird es plötzlich total dunkel draußen.
Der Himmel ist wieder pechschwarz und dann kommt ein Donner, der uns erneut zusammenzucken lässt.(diesmal nicht auf Klo)
Und dann beginnt es, ein Unwetter bricht herein, was ich in meinem Leben selten miterlebt habe und ich stamme von der Nordseeküste.
Es blitz, donnert, regnet, stürmt und hagelt wie bei der Apokalypse.
Wir schauen uns das Spektakel von unserer geschützten und überdachten Terrasse aus an, wie auch unsere Nachbarn.
Hier ein kleiner Eindruck:

Hagelkörner teilweise richtig gross:

Ganze 20 Minuten dauert dieser Spuk, dann beruhigt sich das Wetter und wir auch.

Gegenüber von uns stehen plötzlich viele Menschen und begutachten ein Auto. Wir gesellen uns neugierig hinzu. Hagelkörner haben die Frontscheibe zerdeppert.

Bei unserem Auto ist alles heil geblieben und wir fahren nach Mount Gambier rein und besuchen die Umpherston Sinkholes, ein Krater der jetzt mit Pflanzen zugewachsen ist:


Dann gehts noch weiter zum Blue Lake, hier laufen wir ein ganzes Stück herum:

Da die nächste Regenfront heranrauscht canceln wir die geplanten Besuche beim Valley Lake und dem Trail dort.
Stattdessen gehen wir zu Mc Donalds und essen lecker Fast Food.
Ab zurück ins Hotel, noch Fernsehen und dann schlafen wir bzw. ich huste wieder die halbe Nacht und zum ersten Mal denke ich, ich will nach Hause. Der Husten ist wirklich eine Qual.

Unvergessen bleibt dieser Tag aber auch wegen der Unwetter, das erlebt man auch nicht alle Tage und schon gar nicht im Urlaub.

Bis morgen