Tag4 Sonntag 15.3.2015 noch ein Tag im Death Valley Mit dem Jetlag wurde es langsam besser. Heute Nacht war ich um 3 Uhr wach, bin aber bald wieder eingeschlafen. Als um sieben Uhr der Wecker rappelte war ich noch im Tiefschlaf. Zum Frühstück gab es wie gestern ein teures Omlett:
Danach ging es heute in den nördlichen Teil des Death Valley. Zunächst fuhren wir zu Devils Cornfield.

Büsche die im Sand wachsen, keine Ahnung was daran teuflich sein soll?

Kurz danach kommt man zu den Mesquite Sanddunes. Die beiden Klohäuschen am Parkplatz haben extrem gestunken, das kenne ich von USA eigentlich so nicht.

im Sand habe ich die Sandalen ausgezogen und bin barfuß gelaufen. Auf der sonnenabgewandten Seite war der Sand noch schön kühl, auf der anderen schon sehr warm. Im Sommer muss das hier glühend heiß sein.

das Gehen auf dem Sand war sehr mühsam. Das Ziel den Gipfel der Düne zu erwandern haben wir schnell wieder aufgegeben. Aus der Ferne schaut die Düne auch schön aus

was mich wirklich überrascht hat waren diese wunderschön gelb blühenden Büsche (Creosote Bush) im Sand. das nächste entspricht eher den Vorstellungen, die man vom Death Valles hat

das helle Grün hat mich richtig entzückt. Solche Farben haben wir auch in den restlichen zwei Wochen überall gesehen. Ds sieht zwar in Deutschland derzeit nicht viel anders aus, aber im trockenen Südwesten der USA habe ich das nicht erwartet. Ich habe richtig geschwelgt in diesen Farben (und zuhause war in der Woche noch gar nix grün und wenige Grad über Null)

hier waren wir also schneller fertig als geplant und sind weitergefahren zum Mosaic Canyon. Hier muss man wieder über eine üble Schotterpiste fahren, das geht wirklich nur ganz langsam und staubt wie die Hölle!
Am Anfang ist der Canyon eng und die Wände sind marmorartig glatt

dann kommt eine Stelle die man am besten rutschend bewältigt, die Kinder hatten ihren Spaß dran.

danach weitet sich der Canyon bald und wird eher langweilig braun.

wir sind noch etwas weiter gelaufen, aber es sah nicht so aus als ob das noch mal enger würde, also sind wir wieder zum Auto zurück gegangen, ich war nicht unfroh, denn heute war es noch heißer als gestern. Nach ungefähr einer Stunde waren wir wieder zurück und es war gerade Mittag. Mir war nach einem kühlen Getränk oder Eis, so sind wir nach Stovepipe Wells gefahren um Rast zu machen. Stovepipe Wells sieht wirklich sehr karg aus. Der Campingplatz ist eine Betonfläche im Nichts, also hier würde es mir nicht gefallen. Im Store neben dem Campingplatz gab es nichts passendes und wir wollten uns auch lieber hinsetzten also sind wir in den Saloon gegangen
hier schaut es ganz urig aus und es waren auch noch Tische frei. Die Bedienungen waren aber sichtlich überfordert und bis wir was zu essen und trinken hatten hat es lange gedauert. Dafür waren die Preise deutlich geringer als in Furnace Creek. Meine Cola light war okay aber das Root Beer das mein Freund bestellt hat wirklich grauenhaft und das Wasser das man kostenlos bekommt war hier stark gechlort, bäh wie eklig. Im Andenkenshop gabs auch nix besonderes, ich glaube Furnace Creek ist wirklich die deutlich bessere Wahl, wenn auch teurer.
Gut gestärkt haben wir uns aufgemacht zum Ubehebe Krater. Das ist eine ganz schön weite Strecke zu fahren, wir sind eine Stunde durch die Ödnis gefahren (bunte Badlands gibts hier keine), erst am Ende wurde das Gelände interessant und der Boden ganz schwarz:

Andrea hatte mich gewarnt das ses hier oben kräftig bläst aber so einen Sturm hatte ich nicht erwartet. Mein Käppi kam sofort in den Rucksack, das war sinnlos hier. Natürlich war es durch den Wind auch nicht so warm.
Vom Parkplatz hat man schon einen tollen Blick in den Krater:

wir hatten uns den Rimtrail vorgenommen, der einmal um den Krater herum führt. Auch hier hatte ich vergessen dass ein Rimtrail für Leute mit Höhenangst nicht so geeignet ist. Am Anfang war der Weg auch weit genug weg aber weiter hinten kam man der Kante schon nah. Auch das wäre wahrscheinlich noch okay gewesen wenn nicht immer wieder eine Bö gekommen wäre die einen in den Krater zu wehen drohte

die schwarzen Lavahänge waren mit gelben und lila Blümchen bewachsen, das sah genial aus!

heute hatten wir tierische Begleitung: einige Echsen hatten sich unter den Büschen versteckt

hier hatten wir schon über die Hälfte des Weges geschafft

danach kam noch mal ein wunderschöner blühender Hang. Vom Parkplatz aus hat man das gar nicht gesehen, die Runde lohnt sich also wirklich!

kurz vor dem Ende der Runde kann man noch zum kleinen Ubehebe Krater gehen:

noch mal ein Blick in den Hauptkrater

und dann geht es zum Parkplatz zurück

auf dem Heimweg haben wir überlegt noch den Salt Creek Interpretive Trail zu gehen haben uns dann aber doch lieber für den Pool entschieden.
Danach sind wir im schönsten Abendlicht übers Gelände gelaufen.
Am Eingang zum Poolbereich steht dieser schöne Baum, dahinter der Hotelbereich der Furnace Crek Ranch. Unsere Cabin gefiel mir besser
es gab auch ein kleines Freilichtmuseum mit allerlei alten Gerätschaften. Früher wurden hier Borax etc. abgebaut
am Ende der Strasse mit den Cabins steht dieses Palmenfeld

auf der anderen Strassenseite am Eingang zum Campingplatz

der Blick vom Campingplatz auf die bunten Felsen ist klasse, viel schöner gelegen als der in Stovepipe Wells

an den bunten Felsen konnten wir uns gar nicht satt sehen.

Nach einer Dusche haben wir heute das dritte Lokal ausprobiert: eine Art Sportsbar, leider sehr laut, Basketball lief auf allen Kanälen. Die Karte war nicht viel besser als gestern Abend, die Pizzen waren vom Belag irgendwie alle seltsam also gab es heute einen Burger. Der war okay und heute waren auch die Pommes gut. Burger fällt bei uns ja eigentlich unter Fast Food und nicht unter Abendessen aber einmal im Urlaub darf das schon sein (preislich war er mit 20 $ meiner Meinung nach auch zu teuer, aber das hat uns am dritten Abend nicht mehr erstaunt).

Und danach: the same procedure as every evening
