Die Straße die ihr da gefahren seid ist ja wohl ein besserer Feldweg
da darf einem keiner entgegen kommen oder? Ich mag ja solche Strassen gar nicht, wie waren denn die Straßenverhältnisse insgesamt?
Das war etwas breiter als ein Feldweg (jedenfalls an den meisten Stellen

) , aber ehrlich gesagt war ich froh das keiner entgegen kam. Die Straßenverhältnisse waren sehr unterschiedlich, von sehr gut bis hin zu großen Schlaglöchern.
Etwas kompliziert war es, das bei der autobahnänlichen Straße bei Iraklion die Aus-/bzw. Einfahrten oft versetzt waren. Da wo du runterkommst, da geht's nicht auch immer wieder drauf.
Mir läuft die Zeit davon, ich muss mich beeilen damit ich vorm WE noch die restlichen Tage reinbekomme...
11. Tag 07.04. Retymon und Umgebung
Es ist ein sonniger Tag und wir beschließen beim Frühstück uns Rethimon und seine Umgebung vorzunehmen. Als erstes wollen wir im Tal der Mühlen wandern. Tja gar nicht so leicht zu finden, aber nach einigem hin- und her und Kehrtwendungen erreichen wir am Ende doch unser Ziel.
Wir steigen hinunter in die Schlucht der Mühlen und folgen dem Bach.
Schon bald tauchen die ersten Ruinen von Mühlen auf.

In der Schlucht sind die Reste zahlreicher aufwendig gebauter Gebäude, Brücken und Kanäle für Wassermühlen zu sehen, die im 16. Jahrhundert, zur Zeit der venezianischen Herrschaft auf Kreta, entstanden sind und teilweise bis in die 1970er Jahre in Betrieb waren. Es waren hauptsächlich Getreidemühlen, die den in der Umgebung angebauten Weizen verarbeiteten.
Aber auch die Aussicht ist toll...
Wir queren den Bach und laufen jetzt auf der anderen Seite entlang.
Eine Mühle ist restauriert und dient als Taverne
Nachdem wir wieder oben an unserem Auto angelangt sind fahren wir nach Rethimon, parken an der Fortezza (Überreste der venezianischen Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert) und umrunden diese....
.... bevor wir dann zum venezianischem Hafen gelangen.
Dann tauchen wir in das Gewirr der Altstadt ein und streifen kreuz und quer umher. Die Architektur Rethymnons ist aufgrund ihrer Historie durchzogen von venezianischen, türkischen und typisch griechischen Elementen. 1646 besiegten die Türken die Venezianer und nahmen Rethymnon ein. Sie blieben über 200 Jahre Herrscher der Stadt – und das sieht man ihr heute noch an. "Die Osmanen gestalteten die Bauwerke einfach nach ihrem Geschmack um", erklärt der Archäologe Kostas und zeigt auf einige Häuser in der Altstadt. "Sie ließen an die venezianischen Wohnpaläste in der ersten Etage Erker aus Holz anbauen."
Die Überreste des Rimondi Brunnens

Der "Rimondi Brunnen" von Rethymnon ist eines der elegantesten architektonischen Denkmäler der Venezianer für die Stadt Rethymnon. Der Brunnen besteht aus vier Säulen mit Korinthischem Kapitell, zwischen denen drei Löwenköpfe hervortreten.
Die Füße brennen und wir kehren zum Auto zurück.
Es geht als nächstes zum Kloster Arkadi, das bedeutendste Nationaldenkmal Kretas. Es spielte eine herausragende Rolle im kretischen Kampf um Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich. Außerdem ist es eine steinerne Mahnung an die Zeit der osmanischen Fremdherrschaft, die am Kloster Arkádi in einer unbeschreiblichen menschlichen Tragödie gegipfelt ist, die sehr viele Menschen das Leben gekostet hat.



Das tragische Ereignis hat sich am 9. November 1866 an diesem abgeschiedenen Ort, der ursprünglich als Heimstatt für Geistliche gedient hatte, abgespielt. Tausende osmanische Soldaten hatten das Kloster umstellt, in dem sich mehrere hundert kretische Zivilisten sowie einige Soldaten verschanzt hatten. Als es den Osmanen schließlich gelungen war, in das Kloster einzudringen, muss die Verzweiflung bei den Kretern unbeschreiblich groß gewesen sein. Sie haben selbst den Tod nicht mehr gefürchtet als die Tatsache, sie könnten in die Hände der Osmanen fallen. Um diesem Schicksal zu entgehen, haben sich über 400 Männer, Frauen und Kinder selbst das Leben genommen Hierfür haben sie sich in der Pulverkammer des Klosters versammelt und sich dort in die Luft gesprengt. Noch heute erinnert die Ruine der Pulverkammer an jenen schrecklichen Tag im damaligen Krieg.
Die Fassade der Kirche gefällt mir besonders.
Ja und da wir nun mal schon hier in der Gegend sind statten wir doch auch den dorisch-römischen Ruinen Elefthernas einen Besuch ab.

Gegründet wurde die Stadt schon von den Minoern, erlebte jedoch erst unter den Dorern ihre Blütezeit. Wie viele andere dorische Städte liegt auch sie isoliert in extrem wehrhafter Lage hoch über dem Meer. Auch von den Römern wurde sie noch genutzt, verfiel danach aber zusehends.
Römischen Zisternen 40 Meter lang, 25 Meter breit und 6 Meter tief sind in das Gestein geschnitten worden
Die alte byzantinische Kirchenruine Agia Anna
Römische "Straße"
Hier rätselt man noch über die Entstehung/Bedeutung der Quadrate.
Zeit für die Rückkehr nach Irakion
Gefahren: 216 km